29. Februar 2012

Schere, Kleber und Stifte raus! {Mittwochslektüre}

Dass das Kleingemüse im Moment – zwangsläufig – viel Zeit zuhause verbringt, hatte ich ja schon erwähnt. Kranksein muss aber ja nicht unbedingt doof sein, wenn man mal von den Unmengen Taschentüchern, der daraus resultierenden wunden Nase und den lästigen Halsschmerzen absieht.

Hatschi! Ja, mich hat es jetzt auch erwischt. Aber zum Glück sind meine Kinder keine „Langweiler“, das heißt, ihnen fällt immer was ein. Eine große Hilfe war dabei meine neueste Entdeckung auf dem Doodle- und Bastelbüchermarkt. Coolski!

In dem Buch Krickel-Krakel-Bastelbuch* stecken stundenlanger Mal-, Bastel- und Spielspaß. Die Altersangabe ist wie ich finde ein bisschen eng gefasst, denn auch Unter-5-Jährige und Über-7-Jährige können damit jede Menge Spaß haben. Einzige Voraussetzungen sind ein bisschen feinmotorisches Geschick, Phantasie und Spaß am Basteln. Malen muss man nämlich gar nicht unbedingt.

Und das geht so:


Das Buch ist zum Zerstören gemacht. Die einzelnen Seiten werden rausgerissen, bemalt, beklebt, zerschnitten, gefaltet. Jeder wie er mag. Die Illustrationen sind toll, es gibt Themen wie „Vampirschloss“, „Zirkus“, „wilde Tiere“ oder „Baustelle“, jedes Thema ist anders gestaltet.


Die Lichterkette aus bunten Glühbirnen finde ich total funky!



Hinten gibt es ein paar Seiten mit Untergründen zum Rausreißen, auf denen mit den gebastelten Objekten kleine Spiellandschaften arrangiert werden können. Das sieht das ungefähr so aus, wie vorne im Buch abgebildet:


Neben meinem All-Time-Favourite, dem Kinder Künstler Kritzelbuch*, ist das mein neuer Liebling unter den Kinderbastelbüchern und mein Kleingemüse findet das auch. Sehr süß fand ich auch, dass der kleine Glücksritter mit Fräulein Schlau gemeinsam gebastelt hat (ich konnte mich solange ungehindert meiner Rotznase widmen). Er hat ihr vorgelesen, was zu tun ist, bei den schwierigeren Ausschneideobjekten geholfen und sie wusste natürlich alles besser. Bastelexpertin, zuständig...

Schon wieder ein Buch, dass wir zur nächsten Kindergeburtstags-Einladung gern weiterverschenken werden. Also, ein neues natürlich. Denn unseres sieht mittlerweile schon recht bespielt aus hüstel.


Trotzdem könnten sich die Seuchen jetzt langsam mal schleichen. Ich will Frühling!!

Übrigens sind alle *-Links Affiliate-Links. Ihr unterstützt mich und die Arbeit für meinen Blog dadurch mit ein paar Cent, die mir durch euren Kauf gutgeschrieben werden. Für euch kostet das keinen Cent mehr!

28. Februar 2012

Kuschelalarm!


Oh, ist der schöööön weeeiiiiich! rief mein kleiner Glücksritter und vergrub sein Gesicht in dem fluschig-weichen Kuschlenicki, als ich letzte Woche das Paket auspackte. Und jetzt endlich bekam er auch so einen schönen Kuschelbademantel, den er sich schon wünscht, seit dem das kleine Fräulein auch einen bekommen hat.

Irgendwie habe ich immer auf einen eigenen Nicki gewartet, vorallem weil ich die Jungsfarben bislang nicht so prickelnd fand. Der arme kleine Glücksritter hatte wirklich eine Eselsgeduld und hat mich sachte aber beständig immer wieder erinnert. Und einen eigenen Nicki hab ich mir SO! SEHR! gewünscht. Und der ist sooo toll geworden! Dick und dicht und weich und keine weißen Stellen, wenn man gegen den Strich fährt. Der Baumwoll-Nicki hat einen Zusatz von 20% Polyester (wie alle Nicki-Stoffe) und ist auch aus europäischer Produktion.



Jetzt ist mein kleiner Glücksritter auf jeden Fall sehr glücklich mit seinem KleinBorkum-Bademantel und er und Fräulein Schlau können beim Sandmännchen um die Wette kuscheln.


Aus dem braunen Nicki habe ich schon ganz fest eine Bandito ohne Kapuze geplant. Dafür müsste jetzt aber endlich mal das Kleingemüse wieder so richtig fit werden und die Tage mehr als 24h haben. Solange streichel ich einfach noch ein bisschen meinen neuen Nicki (und natürlich auch die anderen Naturschönheiten) und das macht auch glücklich. Bestimmt.



Glücksklee-Nicki in Meerblau und Zartbitterschoko gibt es ab sofort im Hamburger-Liebe-Stoffregal!

Schnittmuster: Klein Borkum von Farbenmix, Sternchen-Jerseyfutter: Michas Stoffecke.

27. Februar 2012

Ida forever.


Nein, das ist noch nicht der Nachtisch. Den gibt's morgen zum Frühstück, statt Marmeladenbrot.

Aber zwischen all dem neuen Stoffgenähe hatte Ida mal wieder Geburtstag. Wie eigentlich jedes Jahr im Februar. Und nachdem Ida schon seit Monaten erzählt, dass sie wieder ein T-Shirt bekommt, lag die Messlatte ziemlich hoch. Kam mir aber gerade recht, denn ich war irgendwie im Fluss lach.

Und nachdem Ida zwar immer noch ein prima Kumpel zum Pferdestehlen ist, aber trotzdem weiß, dass sie ein Mädchen ist, durfte sich diesmal sogar ein Hauch Lüla auf das T-Shirt wagen.



Was soll ich sagen? Es kam gut und passt wie angegossen. Alles Liebe zum Geburtstag, Ida! Auch wenn der schon ein paar Tage her ist.

Der Schnitt ist der gleiche wie das MaxiDots-Kapuzenshirt – nur eben ohne Kapuze. Geht auch. Glücksklee in Türkis und die anderen Stoffe sind alle aus der Restekiste. „Ida“ ist aus der Script MT Bold geschrieben, die „6“ aus der Volta Bold. Das interessiert euch ja auch immer brennend.

Von Gänsblümchen und Herzblättchen


Ich hoffe, dieses Gefühl bleibt mir immer erhalten. Dieses Gefühl, als würde mir fast das Herz aus der Brust springen, sobald ich den Karton mit den neuen Stoffen öffnen. Hand ausstrecken, anfassen... tatsächlich! Echt! Meine! Wunderschön!

Ich drappiere sie auf dem Sofa, auf den Esszimmerstühlen. Lege Stapel hierhin, dorthin. Dann – tagelang – Stoffreste, Schnittmuster, Stapel hier, Stapel da. Fertig genähte Kleigungsstücke arrangiere ich auch so, dass ich sie immer im Blick habe. Nehme sie abends mit neben mein Bett, morgens wieder mit zum Frühstück.

So verrückt, dass der Liebste schon mit den Augen rollt, wenn ich ihm wieder ein Teil unter die Nase halte und sage Schau mal, schöööön, oder!?



Die Panties sind schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf eine wahre Gartenparty: neue, frische Kleefarben; Daisys die endlich vom Band auf den Stoff gewachsen sind und Nachschub in der Obstkiste. An Apple a Day als Bio-Interlock und als Extra-Zugabe in Pink – weil sich das so viele von euch gewünscht haben!

Ich hoffe, ihr freut euch nur halb so sehr wie ich, denn ich platze fast vor Freude.

Wollt ihr auch mal anfassen? Kommt ganz nah ran...


Neu im Glücksklee-Sortiment ist sommersüßes Lila und Rosa, außerdem noch was für (nicht nur) Jungs: Schoko und Türkis.


Aber auch eure Lieblinsfarben Rot und Grün gibt es wieder. Und das Tolle: alles auf Bio-Interlock gedruckt!


Die Daisys haben ein wenig gebraucht, bis wir sie auf Bio-Interlock zum Blühen gebracht haben. Aber gut Ding will eben manchmal Weile haben.



Dafür gibt es meinen neuen Liebling jetzt in meinen Farben. Und ich weiß schon genau, was nach meinem neuen Lieblings-T-Shirt in Dunkelblau noch folgen wird: aus dem grünen einen Rock, aus dem weißen eine ärmellose Joana und aus den in Lüla reißt mir leider das kleine Fräulein aus der Hand (Klein Fanö, schon fast unter der Maschine...).



Na, Appetit bekommen? Dann ladet euch mal den Teller voll, es ist angerichtet. Daisy und die neuen Glücksklee-Farben gibt es ab sofort bei Michas im Hamburger-Liebe-Stoffregal.

Und wer nun noch nicht genug Frühling hat, bedient sich bitte an den ganz frisch aufgefüllten Apfelkisten: An Apple a Day in allen bekannten Geschmacksrichtungen plus Pink – auch auf sagenhaft schönem Bio-Interlock! Guten Appetit!



Und weil dieses Posting schon fast aus allen Nähten platzt, serviere ich den Nachtisch im nächsten, ok?

EDIT: Ein paar der neuen Äpfel waren innerhalb von zwei Tagen schon wieder ausverkauft, ehe ich zum Bloggen kam. Eine neue Lieferung ist aber schon nachbestellt. Nachdem sie in Europa produziert werden, dauert die neue Lieferung – wenn alles glatt geht – drei bis vier Wochen. Ganz aktuell seid ihr immer auf meiner Facebook-Seite informiert! Danke für eure Geduld! 

EDIT_02: Das Schnittmuster für die heißen H*schen ist aus der Ottobre 6/2010. Darin findet ihr nicht nur den Mädchen-Schlüppi-Schnitt sondern auch noch einen hübschen Büx-Schnitt für Jungs.

26. Februar 2012

Der perfekte Käsekuchen {sonntagssüß}


Versprochen ist versprochen – hier ist er nun, der perfekteste aller Käsekuchen. Finde ich. Als ich das Rezept zum ersten Mal probiert habe, fühlte ich mich beim ersten Bissen (des noch lauwarmen Kuchens) augenblicklich im Kuchenhimmel. Der Kuchen ist mit einer Menge Eier gemacht, aber die gehören da einfach rein. Er ist so locker und duftig wie eine Sommerblumenwiese.

Aber am besten, ihr probiert das selbst mal aus. Wie schon am vergangenen Montag angedeutet – dieser Kuchen ist heute schon längst Vergangenheit. Aber wie gern hätte ich den jetzt zum Sonntagskaffee. Stattdessen hier schon wieder kranke, schalfende Häschen auf dem Sofa seufz.

Das Rezept habe ich seinerzeit auf chefkoch.de gefunden, aber einiges abgeändert.


So geht das...

Zutaten:

Für den Teig:
140 g Butter
70 g Zucker
1 Ei
250 g Mehl
1 Prise Salz

Für die Füllung:


180 g Zucker (evtl. einen Teil des Zuckers durch Bourbonvanille-Zucker ersetzen)
1 Becher Sahne
1 EL Mehl
6 Eier
500 g Magerquark
250 g Sahnequark
etwas geriebene Zitronenschale oder Citroback
 

Zubereitung:

Die Zutaten für den Teig sehr schnell und gut zu einem Mürbeteig verkneten. Den Mürbeteig in einer Klarsichtfolie verpackt in den Kühlschrank legen.

Für die Füllung zuerst die Eier trennen. Die Eigelbe mit dem Zucker so lange schaumig rühren, bis der Zucker sich komplett gelöst hat. Jetzt nach und nach beide Quarksorten und die Sahne zugeben und gut vermischen.

Nun den Teig in eine gefettete Springform (26 cm) drücken. Hierbei den kompletten Rand mit Teig hochziehen.

Anschließend das Eiweiß steif zu Schnee schlagen und vorsichtig unter die Quarkmasse ziehen. Den Esslöffel Mehl darüber sieben und mit dem Eischnee vorsichtig unterheben. Nun die Füllung in die Springform gießen.

Im vorgeheizten Backofen bei 175°C Ober-/Unterhitze ca. 75 Minuten backen. Nach etwa 30 Minuten den Kuchen vorsichtig mit Alufolie abdecken. Am besten eine Art Zelt formen, so dass die Folie den Kuchen nicht berührt. Denn sonst besteht die Gefahr, dass die Folie festbackt.

Den Käsekuchen vor dem Anschneiden gut auskühlen lassen. Schmeckt aber auch lauwarm himmlisch...

Zubereitungszeit: 40 Min.


Auf der Geburtstagstafel am letzten Sonntag hat er neben all den anderen Leckereien eine gute Figur gemacht.




Die Initaitive Sonntagssüß wird heute übrigens schon ein Jahr alt! Herzlichen Glückwunsch an die Initiatoren Nina, Katrin und Julie! Warum hab ich euch nicht schon früher gefunden? Na, besser spät als nie. Heute sammelt übrigens Fräulein Text alias Nina alle Sonntagssüßchen.

Einen schönen Sonntag euch allen!

* * * * * * * * * * 

Ach ja, morgen früh gibt es mal wieder zauberhafte neue Stoffschätzchen. Macht euch auf was gefasst!

22. Februar 2012

Aschermittwoch

Die tollen Tage sind vorbei, und jetzt? Fastenzeit. Aber das bedeutet ja Verzicht üben. Soll ich mal verraten, auf was ich gut und gern verzichten könnte? Da wären ganz obenan zu kurze Nächte, gleich gefolgt von krankem Kleingemüse. Tage, die nur 24 Stunden haben (viel zu wenig!), unfreundliche Mitmenschen, Rechnungen in der Post, niemals endende Wäscheberge, Einkaufen im Supermarkt.

Auf keinen Fall verzichten könnte ich auf neue, schöne Stöffchen. Ein wenig ertappt fühle ich mich schon, wenn die gerade am Faschingsdienstag eintrudeln. Aber dann faste ich lieber ein bisschen Handy und Internet. Zu viel Gedaddel, zuviel wertvolle (vertane) Zeit. Keine Sorge, der Hamburger-Liebe-Blog wird davon nicht betroffen sein. Nur eben sinnloses Rumgesurfe. Mal sehen, ob ich das hin bekomme. Und dann habe ich vielleicht auch wieder ein bisschen mehr Zeit, schöne Sachen zu nähen.

Der riesige Stoffstapel mit zauberhaften neuen Schätzchen hier schreit förmlich danach. Schon neugierig?

* * *

Hier übrigens schon wieder Krankenlager. Viel Zeit, neue Geschichten zu hören. VIelleicht schaffe ich später noch eine Mittwochslektüre. Bis später!

20. Februar 2012

Montagssüß

Jetzt muss ich mal doof alle Sonntagssüß-Blogger fragen: wie in aller Welt macht ihr das? Sonntags früh aufstehen, gleich nach dem ersten Kaffee den Backofen anfeuern, sich die Schürze über den Pyjama werfen und ran an den Teig? Ich meine, schließlich kann man einen Kuchen am besten bei Tageslicht fotografieren, oder? Und während die Familie ein kleines Mittagsschläfchen macht, bloggen?

Ich schaffe das nicht. Zwar habe ich gestern auch nach dem Frühstück – das sonntags selten vor 10.30 Uhr stattfindet – den Backofen angeworfen und mir die Schürze über den Pyjama gebunden, aber ich habe ein Ausrede. Waren wir gestern doch bei einer lieben Freundin zum Geburtstagskaffee eingeladen, ich hatte einen Kuchen versprochen und der weltbeste aller Käsekuchen bäckt allein 75 Minuten. Ein paar Fotos habe ich auch noch geschafft. Aber auch noch bloggen!? No way.

Also werde ich euch absichtlich beschummeln und ihr könnt euch schon mal den nächten Sonntag für Käsekuchen deluxe im Kalender notieren, ok?

Oder macht ihr das auch immer so?


Aber da der Tag gestern Abend noch nicht zuende war und der Backofen noch lauwarm vor sich hin murgelte, habe ich mir noch mal die Schürze übergestreift. Um zuckersüße Regenbogen-Cupcakes für den heutigen Kinderfasching in der Schule zu backen.

Nachdem mein armer kleiner Klonkrieger schon an seinem Geburtstag mit Kauf-Kuchen in die Schule gehen musste, habe ich ihm was Leckeres für den Fasching versprochen. Allerdings räume ich ein, dass er mit zwei Tüten Erdnussflips ebenso glücklich gewesen wäre...


Dann hätte ich allerdings weniger Backspaß, eine längere Nacht, weniger dreckiges Back-Geschirr und mehr blaue Lebensmittelfarbe im Fläschchen gehabt. So habe ich wenigsten einen Grund mal wieder funky Backzutaten einkaufen gehen zu müssen. Danke, Kind!

Wie die Monster-Muffins sind auch die Regenbogen-Cupcakes nach dem White-Cake-Rezept aus diesem Backbuch, allerdings deutlich weniger Frosting (1kg Puderzucker – hallo, geht's noch!?), viel Blau und Regenbogenstreifen aus dem Naschiregal.

Wer nachbacken will, sollte folgendes beachten: die hübschen Regenbögen verlieren Übernacht (vermutlich durch die Feuchtigkeit des Frostings) komplett ihren Spannungsbogen. Das heißt, heute morgen waren da eher Regenwellen denn -bögen. Also lieber die Cupcakes erst kurz vor dem Servieren pimpen, dann sitzt auch die Frisur, äh... der Bogen.



Ich bin ja sonst so ganz und gar kein Karnevall-Fan, aber mit Kindern kann man sich dem kaum entziehen. Denen macht das Verkleiden aber auch das ganze Jahr Spaß. Mein kleines Fräulein ist in diesem Jahr als „Regenbogen“ zum Kita-Fasching gezogen – wie passend!


16. Februar 2012

Sauschöne Fotos


In den letzten Tagen haben mich immer wieder E-mails oder Kommentare mit der Frage nach meiner Fotoausrüstung erreicht. Da ihr scheinbar neugierig seid, dachte ich, ich schreibe mal was drüber.

Im Moment ist es ja ziemlich fotolastig hier und meine geliebten Handy-Fotos machen sich ein bisschen rar. Ich weiß, dass ein paar meiner Leser das sehr begrüßen! Meine neue Begeisterung für meine Spiegelreflexkamera begründet sich darin, dass ich ein bisschen aufgerüstet habe. Nämlich mit einem neuen Objektiv...


Aber fangen wir mal von vorne an. Ich bin eher ein Can•n-Mensch, räume aber ein, dass N*kon und andere Kamera-Ausrüster bestimmt auch tolle Kameras und Objektive bauen. Weil ich aber schon seit Jahren (um nicht zu sagen seit Jahrzehnten) mit Can•n-Kameras fotografiere, bin ich die Bedienung einfach gewöhnt. Und die ist bei allen Kameras einer Marke meistens sehr ähnlich.

Seit einiger Zeit besitze ich eine Canon 450D (digitale Spiegelreflex-Kamera). Mittlerweile ist sie schon ein Auslaufmodell. Damals habe ich die Kamera zusammen mit einem Zoom-Objektiv (Canon EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II, bildstabilisiert) gekauft und war immer sehr zufrieden damit. Das einzige, was mich immer gestört hat, war die relativ schwache Lichtstärke und dass ich es nicht hinbekommen habe, mit sehr geringer Tiefenschärfe zu fotografieren. Das bekommt der Profi bestimmt auch mit einem Zoom-Objektiv hin, ich aber nicht. Festbrennweite war also für mich das Zauberwort.


Damit lassen sich vorallem im Nahbereich sehr schöne Effekte erzielen. Und weil ich gleich ein gutes und vor allem lichstarkes Objektiv haben wollte, habe ich mich jetzt für das Canon EF 50 mm/1,4 entschieden.

Und jetzt bin ich total hin und weg, renne ständig mit dem großen Knochen in der Hand herum und halte meinen Lieben permanent die Linse vor die Nase. Also maximal 45 cm vor die Nase, denn näher geht leider nicht.

So kam es auch, dass ich zur mittwöchlichen Bauernhof-Stippvisite meinen Foto mitschleppte und wir – dank des perfekten Wetters – außer in den Hofladen und das Café endlich auch mal wieder über den ganzen Hof spaziert sind.

Wir haben die Kälber und die Hühner begrüßt und uns von den Schweinen anlachen lassen.





Ich persönlich fotografiere am allerliebsten mit Gegenlicht. Das sieht meistens viel spannender aus als mit Seitenlicht oder Licht direkt von vorne. Sieht man schön bei den Schweinen unten. Links leicht mit Gegelicht, rechts mit Licht von der Seite.


Ich bin ein ziemlicher Amateur, was Fotos angeht – sobald ich mit Blende oder Belichtungszeit experimentiere, bekomme ich schwitzige Hände. Aber zur Not gibt es ja immer noch Photoshop hüstel.

Mit dem neuen Objektiv macht das Fotografieren erst mal wieder richtig viel Spaß. Bis mir dann die Kamera wieder zu schwer und zu groß wird. Bis dahin belästige ich euch aber noch ein bisschen mit hübschen Alltagsfotos...


15. Februar 2012

Mittwochslektüre

Dass uns der Verlust von Schnuffi so lange und intensiv beschäftigen würde, hätte ich im letzten Sommer nicht für möglich gehalten. Trauer – und sei es nur die Trauer um einen geliebten vierbeinigen Freund – scheint einfach ihre Zeit zu brauchen.

Während mich neben dem schmerzhaften Verlusst meiner treusten Freundin immer wieder Schuldgefühle beschleichen (warum konnte ich nicht besser auf sie aufpassen?), fragen die Kinder ganz andere Dinge. Was macht Schnuffi jetzt? Wo ist sie? Ist sie glücklich, da wo sie ist? Kommt sie wieder? Sieht sie, was wir tun? Weiß sie, dass wir sie vermissen?

Und jeder macht es auf seine ganz eigene Art und Weise mit sich aus. Der kleine Glücksritter im Stillen. Und leisen Fragen, ob wir nicht einen neuen Hund haben könnten. Oder eine Katze, aber das geht ja nicht, denn Papa ist ja allergisch. Das kleine Fräulein macht eine Gesprächstherapie. Zur Not spricht sie mit sich selbst, wenn ihr keiner zuhört. Aber sie redet unentwegt darüber und macht so die Sache mit sich aus.


Da kam uns neulich ein Hörbuch ins Haus geflattert, das wohl der Hundehimmel geschickt haben muss. Bulle und Pelle*, die Geschichte von einem kleinen Jungen, dessen Kaninchen eines Tages wie ein kalter, steifer Klotz im Käfig liegt. Und Bulle tut das, was alle Kinder tun – er fragt. Er sucht Pelle und fragt sich durch die undurchdringliche Welt der Erwachsenen, die die Dinge einfach so hinzunhemen scheinen und keine zufriedenstellenden Lösung für Bulle parat haben. Selbst die allwissende Knackoma kann mit nichts weiter helfen, als mit einigen Tassen Kakao und Himbeerkuchen.

Bulle hat Glück, denn er findet Pelle wieder. Wiedergeboren in einem kleinen Hund. Und er ist sich da ganz sicher. Hat er Pelle doch an der Endhaltestelle der Straßenbahn auf einer Hasenwiese hüpfen sehen und dann war da plötzlich dieser kleine Hund, der ihm nicht mehr von der Seite weicht.

Die Geschichte ist voller Metaphern und Bilder. Ich muss gestehen, für mich als Erwachsenen war das teilweise etwas verwirrend. Aber das kleine Fräulein fand das Bild von dem wiedergeborenen Pelle so wunderbar, dass sie es dankbar für sich adaptiert hat. Mama, sagte sie neulich, manchmal glaube ich, dass Emily gar nicht gestorben ist, sondern sie ist nur weggegangen. Und irgendwann kommt sie wieder zu uns zurück.


Bulle und Pelle. Eine Geschichte über den Tod* ist eine sehr liebevoll erzählte kleine Geschichte über Tod, Trauer, Zuversicht, Trost und eine ganze Portion Mut. Ich würde mal sagen, so ab fünf Jahren ist sie perfekt.

Sehr schmunzeln musste ich über die in der Geschichte beschriebene Straßenbahn-Endhaltestelle Erlenstegen. Die liegt nämlich in Nürnberg und dort sieht es genauso aus, wie in der Geschichte erzählt. Den dunklen Tunnel und die Wiese dahinter gibt es wirklich. Es ist der Pegnitzgund oder – wie wir als Kinder sagten – Wiesengrund. Tatsächlich tummeln sich dort eine Menge Kaninchen, im Sommer die Schafe und jede Menge Hunde. Ob ich dort wohl mal nach Schnuffi suchen gehe?


Ich persönlich glaube ja, dass unser Schnuffi im Hundehimmel wieder glücklich vereint ist mit ihrem allerbesten Freund. Ein schwarzer Labrador, den sie in der Welpenspielgruppe kennen- und lieben gelernt hat. Liebe auf den ersten Blick sozusagen. Als beide schon „erwachsene“ Hunde waren, haben sie immer noch wie Welpen miteinander gespielt und wenn sie sich nach ausgiebigem Toben ausruhten, taten sie das am liebsten dicht nebeneinander oder gern auch aufeinander. So wie sie auf dem kleinen Bild Händchen halten, das bei uns auf dem Heizungssimms steht. Nico ist leider schon mit 6 Jahren beim Spazierengehen im Wald einfach tot umgefallen.

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