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28. September 2015

Skater-Geburtstag mit Hindernissen und warum die neue Woche nur besser werden kann als die vergangene


Die Woche, die hinter mir liegt, streiche ich am Besten mal aus dem Kalender. Inklusive des kaputten Rechners (Hauptplatine futsch, Reparatur mit Hindernissen), des doofen Weisheitszahns (mit anhaltender Tennisballbacke und Migräneattacke) und weiteren kleinen und großen Katastrophen.

Der Rechner ist wieder heil und nach einer Woche endlich wieder in meinen Schoß zurück gekehrt. Die Tennisballbacke habe ich immer noch, aber auch die wird mir hoffentlich nicht ewig bleiben. Und der meisten Katastrophen sind wir zumindest vorübergehend Herr geworden. So viel zum positiven Wochenstart.

Ein Wochenend-Highlight sollte auf jeden Fall die schon längst überfällige Geburtstagsparty meines großen Glücksritters werden. Passenderweise wollte er mit seinen Kumpels skaten bzw. scootern gehen, wie wir es vor ein paar Jahren schonmal im i-Punkt-Skateland getan haben. Weil sich ja hier im Moment eh alles um sportliche Bretter drehte, musste ich glücklicherweise kein neues Geburtstags-CI entwerfen – war ja alles schon da!

31. August 2012

Heute, gestern, morgen.


Heute ist für mich ein denkwürdiger Tag, denn heute vor einem Jahr würde meine beste Freundin – meine Golden Retriever Hündin Emily – jäh aus ihrem und auch aus unserem Leben gerissen. Ich habe lange überlegt, ob ich darüber schreiben soll. Aber dieser Blog hat nun mal als mein Familien-Blog begonnen und Emily, auch Schnuffi genannt, war ein untrennbarer Bestandteil davon.

Vor mehr als einem Jahr habe ich mir nicht träumen lassen, was es bedeuten kann, einen so vertrauten Begleiter zu verlieren. Nur einer, der es selbst schon mal erlebt hat, kann verstehen, was ich meine. Ich habe damals zahlreiche Kommentare und E-Mails auf mein Posting bekommen und ich bin auch nach einem Jahr noch für jeden einzelnen dankbar. Ich habe mich in diesem tiefen dunklen Loch nicht mehr ganz so alleine gefühlt.

Emilys Weggang war für uns der Startschuss zu einem ganz besonderen Jahr. Ein Jahr voller persönlicher Tiefpunkte und trauriger Ereignisse.

Wir haben irgendwann begonnen, nach kleinen Glückmomenten in unserem Leben zu suchen und uns an genau diesen kleinen Dingen zu freuen. Dann war das große Ganze leichter erträglich.

Holly hat heute einen sehr schönen Beitrag zum Thema Glück geschrieben. Welches sind eigentlich die Dinge, die uns glücklich machen? Die, die uns eine große Zufriedenheit geben?

Geld ist es auf jeden Fall nicht, auch nicht beruflicher Erfolg. Glück ist für mich, dass ich eine Familie habe. Meine Kinder machen mich glücklich. Die Zeit, die ich zusammen mit meiner Familie verbringen kann, egal wo.

Und ich hoffe, dass mit dem Einzug dieser kleinen, fröhlichen Fellnase auch das große Ganze sich wieder mehr zum Guten wendet. Wir könnten wirklich wieder einen Glücksstern gebrauchen.

Wie ihr seht, gibt sich Polly alle Mühe!


15. März 2012

Danke!

Danke für so viel Anteilnahme! Danke für die zahlreichen Kommentare und E-Mails, die mich auf mein letztes Posting hin erreicht haben. So viele tröstende, mit Bedacht gewählte Worte – die wunderschönen Texte und eure geteilten Erfahrungen haben mich sehr bewegt.

Sie bedeuten mir sehr viel, denn so habe ich gemerkt, dass hinter meinen Leserzahlen aus der Statistik viele Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und Empfindungen stecken. Danke für diese sehr persönliche Erfahrung!

Mittlerweile bin ich mit meiner Familie wieder nach Hamburg zurückgekehrt und der Alltag hat uns wieder. Der nahende Frühling hilft ein bisschen, in den süßen Alltag zurückzukehren, meine Kinder sind mir dabei auch eine große Stütze. Die wissen nämlich viel besser als wir Großen, mit solchen Situationen umzugehen. Das Leben geht weiter, es will gelebt werden! Nun denn, wer kann sich dem schon entziehen?

11. September 2011

Danke! * Thank you!

Danke. Danke für all die aufrichtig mitfühlenden Worte, die schönen Geschichten und den Trost, den ich aus den zahlreichen Kommentaren auf meinen letzten Post lesen konnte. Gerne hätte ich auf alle Kommentaren und E-Mails geantwortet, aber es waren einfach zu viele.

Ich habe alle Kommentare und E-Mails gelesen. Und ich fühle mit allen, die selbst vor kurzem oder schon vor einer ganzen Weile einen solchen Verlust erlebt haben und den gleichen Schmerz fühlen. Die Vorstellung, dass Schnuffi über eine Regenbogenbrücke in ein Paradies für geliebte Haustiere gegangen ist und wir uns eines Tages wieder sehen werden, ist ein schönes Bild.

Obwohl ich sie immer noch höre und denke, sie käme jede Moment vom Garten durch die Tür spaziert, verblassen sehr langsam die schrecklichen Bilder der letzten Woche. Das Leben geht weiter, die Erde dreht sich – ob wir wollen oder nicht. Ein kleiner Aufschrei in einer hektischen und lauten Welt und in der nächsten Minute soll ich entscheiden, was ich meinen Kindern zum Abendessen auf den Tisch stelle. Vielleicht ist gerade das heilsam und bewahrt uns davor, in unserem Schmerz zu versinken.

Also wird es in den nächsten Tagen hier wieder wie gewohnt Geschichten und Bilder aus dem Leben und der Arbeit von Frau Hamburger Liebe geben.

Danke für jeden einzelnen Kommentar, alle sind mir sehr zu Herzen gegangen.

Thank you so much. Your compassionate, caring and consolidating words on my last posting were very touching for me and I apprechiated every single comment. My sympathies are with all those who lost their pet recently or a while ago.

But life goes on, doesn't it? The world keeps turning and I have to return to daily life. Therefore you can expect new stories and pictures of my life and work as you are used to.

5. September 2011

Meiner liebsten Freundin. * Dear friend.

Liebe Emily,

vor einigen Tagen hast du mich verlassen. Nicht freiwillig, das weiß ich. Denn wenn du gekonnt hättest, wärst du mir auf ewig treu geblieben. Du warst meine beste und treueste Freundin.

Vor fast 12 Jahren bist du als kleines weißes Fellknäuel zu mir gekommen und schon damals war klar – wir gehören zusammen. Du hast mich durch alle Höhen und Tiefen meines Lebens begleitet, bist nicht von meiner Seite gewichen. Dabei war es dir stets egal, ob ich gut gelaunt war oder schlecht, ob ich fröhlich oder traurig war. Du bist oft mit mir umgezogen, hast dich an jedes neue Zuhause gewöhnt. Obwohl du irgendwann keine Umzugskartons mehr sehen konntest. Du warst immer traurig, wenn ich dich alleine lassen musste, hast dich aber nie beschwert. Du hast einfach geduldig gewartet, bis ich wieder kam und hast mich immer freudig und überschwänglich begrüßt.


Überhaupt warst du die wunderbarste Fellnase, die man sich nur wünschen konnte. Die ich mir jemals wünschen konnte. Dein freundliches, sanftes und ausgeglichenes Wesen hat jeden sofort in seinen Bann gezogen. Es war immer, als würde eine kleine Sonne neben mir strahlen, wenn ich mir dir unterwegs war. Fremde Menschen sind stehen geblieben um mit dir zu reden, dich zu streicheln und mir zu sagen, was für ein wunderschöner, lieber Hund du seist. Alle Kinder haben dich geliebt.

Ach was werde ich den Anblick deines Gesichts vermissen, dass mich immer durch den Vorhang angesehen hat, wenn ich nach Hause kam. Du hast mein Auto schon erkannt, wenn ich in die Straße eingebogen bin. Allen Gästen hast du immer ein Begrüßungsgeschenk gebracht, meistens einen Schuh.

Wenn sich Menschen auf der Straße begrüßt haben, wolltest du auch immer hingehen und „Hallo!“ sagen. Ist jemand lächeld auf dich zugegangen, stand deine Rute nicht still.

Unsere Kinder hast du geduldig und freundlich in dein Rudel mit aufgenommen, warst nie eifersüchtig. Kleine Babyhände durften dich überall begrabschen. Du hast es geduldig ertragen, wenn sich kleine Finger in deine Nase bohrten oder dir aus Übermut kräftig am Fell zupften. Nie werde ich deinen Blick vergessen, mit dem du dich stets bei deinem Frauchen vergewissert hast, ob alles noch im grünen Bereich ist. Ihr hattet viel Spaß miteinander. Das liebste gemeinsame Spielzeug war aber kein Stöckchen oder Ball sondern Wasser. Das brachte euch immer den meisten Spaß.







Überhaupt war Wasser dein Element. Ob Sommer, ob Winter – du fandest immer einen Grund, baden zu gehen. Gerne auch in Matschpfützen, die Größe war egal. Erst wenn du so richtig schwarz und schlammig warst, warst du grenzenlos glücklich.

Ich erinnere mich noch gut an ein paar Anekdoten, wo du mich mit deiner Lust am Baden in Bedrängnis gebracht hast. Erinnerst du dich zum Beispiel noch an einen Besuch in Hamburg, wo du kurz vor Abfahrt des Zuges noch schnell ein Bad in einem besonders schlammigen Uferbereich mit Schilf an der Alster nehmen musstest? Nach 4,5h Zugfahrt im ICE warst du allerdings wieder sauber *hüst*. Oder als du während einer Wanderung im Fränkischen mal eben ein Bad in einer Güllegrube genommen hast? Wir haben unser Mittagessen auf der Terrasse des Restaurants bestellt und uns die ganze Zeit lautstark darüber ausgelassen, wie unangenhem die Ziegen auf der danebenliegenden Weide riechen würden. Während dessen lagst du kleiner Stinker zu unseren Füßen und hast dich pudelwohl gefühlt.

Du warst kein Draufgänger. Streit mit anderen Hunden bist du stets aus dem Weg gegangen, hast lieber die Straßenseite gewechselt als dich in ein Scharmützel verstricken zu lassen. Selbst die drei Rehe, denen du einmal im Wald nachgestellt hast (und ich damals übrigens fast einen Herzinfarkt bekommen habe), haben dich so erschreckt, als sie plötzlich stehen blieben und sich nach dir umsahen, dass du schnell wieder zu Frauchen geflüchtet bist.

Als ich dich bekommen habe, warst du ein ängstliches kleines Häschen und hattest vor vielen Dingen Angst – ganz entgegen den Prophezeiungen deiner Züchterin. Klappernde Topfdeckel, Regenschirme, Luftballons und Autos waren dir ein Greuel. Lange Zeit bist du nicht gern autogefahren. Bis zum Schluss sind eigentlich nur drei Dinge geblieben, die dich aus der Fassung gebracht haben: Gewitter, Feuerwerk und das Leeren der Glascontainer am Montagmorgen. Dann wärst du uns am Liebsten auf dem Schoß gesessen.

Du warst so ein braver und wohlerzogener Hund. Außerdem hast du mich verstanden – oft ehe ich überhaupt etwas sagen musste. Eines konnte ich dir leider bis zum Schluss nicht abgewöhnen. Nämlich wie ein Staubsauger durchs Leben zu gehen und alles zu vertilgen, was dir vor die Nase kam. Und das wurde dir leider zum Verhängnis. Gegen das Gift aus den Nachbarsgärten hattest du keine Chance.

Schnuffi, ich vermisse dich so sehr. So sehr, dass es weh tut. Einen unnötigeren Tod hättest du nicht sterben können. Wir vermissen dich alle. Die Tränen scheinen nicht zu versiegen. Ich denke noch immer, du kommst jeden Moment um die Ecke, stupst mich mit deiner kalten, feuchten Nase an der Hand und erwartest, dass ich zur Kellertür gehe und dir ein Stück Schweineohr aus der Tüte hole. Das würdest du dann voller Stolz in den Garten tragen und erst mal deinen „Schau her, ich hab ein Schwein erlegt, ist das nicht toll?“-Tanz aufführen, der mich immer zum Lachen brachte. Jeden Tag.

Jetzt liegst du begraben unter dem Magnolienbaum in deinem Garten, in dem du so gern warst. Hörst die Vögel zwitschern und musst keine Angst mehr vor dem Leeren der Glascontainer haben.

Ich werde dich niemals vergessen, in meinem Herzen wirst du weiterleben, für immer. Du warst mein erstes Kind, mein Begleiter, meine Beruhigungspille, mein Trostspender, meine Freundin. Warst ein besserer Mensch. Hast mich zu einem besseren Menschen gemacht. Danke dafür!

Dear Emily,
a few days ago you left me after nearly 12 years. You would have stayed forever, if you could. You were my my best friend, my faithful companion, my comforter in all situations of my life.

Dying from eating poison was the most senseless dead you could have died. You were a part of our family, loosing you hurts so much. We all miss you so much but you will stay in our heart forever.

2. Juli 2011

Pause.

Manchmal ruft einen das Leben an einen anderen Ort und dann sollte man folgen. So geschehen verbringe ich ein paar Tage im Süden der Republik in einer Umgebung, die mir einerseits sehr fremd und doch sehr vertraut ist. Bis ich wieder zurück bin, lasse ich ein paar Impressionen hier.

Bleiben Sie gesund und genießen Sie jeden Tag!












18. März 2011

Ein kleines Stück vom Glück

Nach Tagen der Sprachlosigkeit finde ich auch im Blog wieder langsam zum Alltag zurück. So gut das eben geht. In schweren Zeiten lenken mich am besten völlig banale, alltäglich Dinge am Besten ab. So habe ich versucht, die letzten Tage die Zeit vor allem mit meinen Kindern so intensiv und trotzdem so normal wie möglich zu gestalten und zu genießen.

Denn trotz aller Katastrophen, trotz allem Leid und Mitgefühl geht das Leben weiter. Und wenn ich eines in den letzten Tagen gelernt habe, dann ist es dieser unendliche Gleichmut der Japaner, der sie auch die schlimmsten Krisen scheinbar geduldig und die Hoffnung nicht aufgebend überstehen lässt. Sie beklagen sich nicht, sie rücken zusammen. Sie versuchen Haltung zu bewahren, Mut aus ganz kleinen Hoffnungsschimmern zu schöpfen. Sie verfallen nicht in Panik, Hysterie oder Selbstmitleid. Sie packen an, schicken die mutigsten unter ihnen in die Hölle um das Schlimmste abzuwenden.

Aber ich muss in diesen Tagen auch sehr viel an die Menschen in Haiti denken, die vor ein paar Monaten auch eine sehr schlimme Katastrophe erfahren mussten. Und obwohl die Journalisten und Übertragungswagen dort schon längst abgereist sind, sich das Medieninteresse längst anderen Themen zugewandt hat, gibt es dort noch immer viele Menschen von Hilfsorganisationen, die versuchen, das Leid und die Armut der Menschen zu lindern. Auch denen gilt in diesen Tagen mein ganz großer Respekt.

Das Leben hier geht weiter, es lässt sich nicht aufhalten. Und obwohl auch ich erst in Schockstarre verfallen bin, will ich dieses Leben genießen. Jeden Tag versuchen glücklich zu sein – so glücklich wie es eben geht. Die kleinen Wunder des Lebens entdecken und mich daran freuen. So wie dieser kleine Hase bei Glücksmarie heute Nachmittag oder der bunte Strauß Strohhalme im Restaurant.

Es sind die kleinen Schritte und die kleinen Gesten, die wir tun können, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Das große Ganze können wir nicht bewegen. Aber Freude und Glück verschenken – klein und leise. Das macht die Welt ein bisschen besser und schöner.

Jeder muss seinen eigenen Weg finden, in dieser schweren Zeit sein eigenes kleines Glück zu finden und weiter zu geben. Und das kann sehr bunt und vielfältig sein.

14. März 2011

Der Lauf der Welt

Die schlechten Nachrichten, die nicht aufzuhören scheinen, lähmen mich, bestimmen meine Gedanken. Alle großen und kleinen Baustellen hier erscheinen plötzlich allzu banal, gerade lächerlich.

Aber das Leben geht hier weiter seinen Gang – egal ob wir mitgehen wollen oder nicht. Die Sonne wird weiterhin auf- und untergehen, die Kinder backen Sandkuchen und die Büsche zeigen ihre ersten zarten Triebe. Wir können nur ehrfürchtig und dankbar sein vor dem Leben, dass so gar nicht selbstverständlich ist und uns klarmachen, dass wir hier auf der Erde nur zu Gast sind. Sie nicht beherrschen und ihren Lauf bestimmen.

Obwohl auch die Aktion „Helden für Lucas” verblasst vor dem Hintergrund der Schicksale der Menschen in Japan, möchte ich meinen Lesern noch ganz herzlich für ihre Teilnahme an der Auktion bedanken. Insgesamt gingen dadurch 120 Euro an die DKMS! Danke an Zuckerschnute, die gleich zwei T-Shirts ersteigert hat und an Sonja von Kunterbunt, die nach Ende der Auktion noch mal auf 50 Euro für das „Absolut Bestimmer“-Shirt aufgerundet hat! Danke im Namen von Lucas und allen anderen Betroffenen, denen dadurch geholfen werden kann!

27. Februar 2011

Sei ein Held für Lucas!

Als der beste Freund von Fräulein Schlau im letzten Jahr an Leukämie erkrankte, war das für uns alle ein großer Schock. Für seine Familie bedeutete das aber, dass nichts mehr so sein würde wie früher. Sie sind durch die Hölle gegangen, haben viele Momente lang geglaubt, sie würden ihr Kind für immer verlieren. Auch beim Schreiben dieser Zeilen habe ich noch immer einen Kloß im Hals, die Tränen steigen mir hoch. Sicherlich konnten wir alle nur ansatzweise erahnen, was seine Familie gefühlt haben mag. Der kleine Kämpfer ist heute wieder ein fröhliches Kind und ich wünsche ihm von Herzen, dass das auch für immer so bleibt.

Das aus nächster Nähe mitzuerleben hat mir aber wieder ganz deutlich gezeigt, dass gesunde Kinder ein unermesslich großes Geschenk sind und ich bin jeden Tag unendlich dankbar dafür!

Eine schlimme Zeit dagegen machen die Eltern des kleinen Lucas Tylla aus Salem durch. Ihr Sohn hat Leukämie und nur eine Stammzellenspende kann sein Leben retten.

Yvonne hat mich auf die Aktion Helden für Lucas aufmerksam gemacht – dazu möchte ich auch gern etwas beitragen.

Von heute bis Freitag (4.3. bis 24 Uhr) können Sie hier im Blog auf diese drei Baby-Shirts mitbieten. Die Shirts sind in den folgenden Größen: Eis Gr. 86, Absolut Bestimmer Gr. 74, Anfassblume Gr. 62. Der Erlös, den Sie mir nach Auktionsende überweisen, geht komplett an die DKMS, die mit ihrer Arbeit vielen Menschen Hoffnung gibt und Leben rettet.

Bitte im Kommentar immer die NUMMER des Shirts und den aktuellen BETRAG angeben! Natürlich kann das Gebot auch per E-Mail an hamburgerliebe (ät) web (punkt) de abgegeben werden!

Eine Knochenmarkspende kann Leben retten! Mit einer einfachen Typisierung und der Eintragung als Spender bei der DKMS kann jeder zum Lebensretter werden – auch wer hier nicht mitbieten möchte!

Aktueller Stand:
Shirt 1 (Eis): € 22,00
Shirt 2 (Absolut Bestimmer): € 35,00
Shirt 3 (Anfassblume): € 22,00

23. Februar 2011

Overseas

Übrigens nach wie vor ein absolut erhebendes Gefühl, wenn man seine eigenen Kreationen in Übersee entdeckt. Heute Neuseeland: klick (Übrigens auch ein besonders schöner Blog und einen Besuch wert!).

Und bei dieser Gelegenheit viele gute Wünsche und gute Gedanken an die Opfer des verheerenden Erdbebens in Christchurch!

22. Oktober 2010

Das Leben 2.0 (oder: Fisch am Freitag)

Manchmal stelle ich mir vor, wie es wohl ohne Internet gewesen sein mag. Damals, vor langer langer Zeit. In Gedanken stelle ich mir unglaublich altmodische Menschen vor, die echte Briefe aus dem Briefkasten holen, sich mit echten Freunden trafen, die Rezepte ihrer Großmutter kochten und Abends im Sessel ein echtes Buch lasen.

All diese Dinge haben heute einen ganz anderen Stellenwert bekommen. Neben den virtuellen Freunden, die ich täglich auf meinem Blog oder bei Facebook treffe, sind Treffen mit Freunden im echten Leben etwas ganz besonderes geworden. Und das sage ich auch aus der Perspektive heraus, dass ich eben selbständig zu Hause arbeite und nicht selbstverständlich jeden Tag Kollegen oder Freunde treffen kann. Ein echter Brief, von Hand geschrieben, erzeugt ein ungeahntes Glücksgefühl und neulich abends, als ich nach einem Rezept suchte, dass ich auf chefkoch.de nicht finden konnte, habe ich in längst vergessenen Kochbüchern geblättert. Einen stillen Seufzer konnte ich mir nicht verkneifen.

Informationen sind heutzutage nur einen Klick weit entfernt. Wollte ich früher etwas über ein bestimmtes Thema rausfinden, habe ich mir ein Buch gekauft. Oder ich bin in die Bücherei gegangen und habe mit steifem Nacken flickelig kleine Mikrofilme an schlecht beleuchteten Monitoren mehr oder weniger planlos durchkämmt, bis ich etwas passendes gefunden habe. Veranstaltungen in fremden Städten, über die nicht zufällig in einer Zeitschrift berichtet wurde, gingen an einem vorbei. Was auf der Welt passierte, las man in der Zeitung oder sah es abends gemeinsam auf dem Sofa in der Tagesschau. Wenn meine Eltern eingeladen waren und meine Mutter etwas zu Essen mitbringen sollte, hat sie entweder Schinkenhörnchen gebacken oder Rettichsalat gemacht. Bloß keine Experimente!

Das Leben heute geht eine andere Geschwindigkeit. Suche ich etwas, google ich danach. Egal was. Nahezu alles finde ich in diesem kleinen Kasten, der unter meinem Schreibtisch steht. Die anderen sind irgendwie auch immer da. Das geht dann so:
Mittags um 11.30 Uhr fällt mir ein, dass heute Nachmittag Klassenfest ist und ich noch was kochen/backen/besorgen/mitbringen muss. Ich habe keine Ahnung was. Schinkenhörnchen dauern zu lange, Zeit ist ohnehin Mangelware und Rettich? Ist wohl eher nicht die passende Jahreszeit und die passende Gegend für sowas. Also poste ich die Frage auf Facebook, bekomme innerhalb weniger Minuten Vorschläge, Links zu Rezepten und gleichzeitig wird die Frage diskutiert, ob nun Tiefkühlblätterteig oder aus der Kühltheke, ob nur Käse oder Käse und Schinken. Blätterteiggebäck mit Käse also.

Gesagt, getan.


Wenig später bin ich auf dem Weg zum Supermarkt, komme wieder, koche für den Mann – der heute ausnahmsweise mal einen Homeoffice-Tag einlegt – und mich ein Mittagessen und backe nebenbei Käse-Blätterteiggebäck. Mit nur Käse und mit dem Blätterteig aus der Kühltheke. Denn Zeit ist Mangelware, Auftauen dauert zu lange.
Nach dem Essen verpacke ich alles hübsch, denn hübsch ist wichtig. Schließlich muss ich noch ein Foto machen. Für die Facebook-Gemeinde. Weil ich schon mal dabei bin, stemple ich noch ein bisschen rum mit meinen neuen Stempeln, stanze, behänge, fotografiere.

Blogge.


Und eile zum Klassenfest.

Und das das Käsezeugs extrem lecker schmeckt, brauche ich wohl nicht extra zu sagen, oder?


Und da Zeit Mangelware ist in dieser Zeit, in der nur noch ein Termin den nächsten jagt, bin ich weg, bevor ich noch alles sagen konnte, was ich noch sagen wollte. Aber ich weiß ja, wo ich Sie treffen kann, nicht war?

2. September 2010

Das bisschen Haushalt


Ich betrete das Haus durch die Küchentür. Das mache ich im Sommer immer, wenn ich mit Schnuffi Gassi war. Seit einer Stunde bin ich nun schon zu Fuß unterwegs. Nach einem Frühstück im Galopp beide Kinder aus dem Haus getrieben, mit dem Fahrrad erst mal zur Schule. Also zu Fuß mit dem Fahrrad, denn mein Drahtesel hat einen Plattfuß und das merkte ich erst deutlich zu spät, Umkehr unmöglich. Anschließend das Fahrrad samt Beifahrer zum Kindergarten schieben, über dem Lenker den Roller des Erstklässlers, der lässt sich nicht gut anschließen. Der Liebste musste sich heute morgen schon um 4.30 Uhr aus dem Bett pellen, damit er rechtzeitig zum Flieger kommt, um sich pünktlich um 9 Uhr mit ausgeschlafenen Menschen in Süddeutschland an einen Tisch zu setzen. Ich beneide ihn nicht.

Mich beneide ich heute aber auch nicht. Ich arme Hausfrau. Die Gesellschaft von zwei nur mittelmäßig ausgeschlafenen Kindern am Frühstückstisch ist mittelmäßig erträglich, ich serviere den Kakao in der falschen Tasse, der Toast ist zu warm und überhaupt wollte das große Kind lieber Müsli und nicht das Marmeladenbrot, das es sich eben selbst geschmiert hat. Geht ja schon gut los.

Die Runde mit Schnuffi verschafft mir noch ein bisschen Extrafrischluft und Extrabewegung – eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio wäre für mich völlig überflüssig. Die Gedanken kreisen aber schon um das Arbeitsgebirge auf meinem Schreibtisch, das einfach nicht kleiner werden will. Außerdem schafft mich unser neuer Alltag mit Schulkind. Ich befinde mich sozusagen im Dauerjetlag und habe die Umstellung auf Winterzeit noch nie so sehr herbei gesehnt wie in diesem Jahr. Völlig ferngesteuert und chronisch übermüdet schleppe ich mich durch den Tag, versuche Termine zu koordinieren, zu planen, nicht zu vergessen. Und ich bekomme irgendwie seit Tagen nichts mehr gebacken. Absolut planlos. Dieser Tag beginnt exemplarisch – so, wie schon die ganze Woche.

Ich komme also zur Tür rein heute morgen und denke an die Arbeit. Leider schreit mich sofort der Fußboden in der Küche an, dessen mittlerweile sehr nährstoffreicher Zustand sich durch's ganze Erdgeschoss zieht. STAUBSAUGE MICH! SOFORT! Ok.ok., nichts überstürzen. Ich gehe also ins Esszimmer, um den Staubsauger aus dem Garderobenschrank zu befreien und ihm ein bisschen Auslauf zu gönnen. Den hatte er nämlich diese Woche zu selten. Dabei fällt mein Blick auf den Brotkorb und ein paar Frühstücksreste, die leider noch nicht den Weg in die Küche gefunden haben. Schnell räume ich sie ab, will die Teller in die Spülmaschine stellen. Die ist aber leider schon besetzt. Mit frisch gewaschenen Tellern und Konsorten. Fröhlich glänzend blinken sie mich an und wollen ausgeräumt werden. Menno. Also gehe ich in die Toilette, um mir die Hände zu waschen. Schließlich habe ich vorher Schnuffi gebürstet. Dabei streift mein Blick die leere Klorolle und mich überfällt sofort die Gewissheit, dass ich garantiert das nächste Opfer sein werde, wenn ich nicht sofort in den Keller gehen würde, um eine neue zu holen. Und vermutlich ist dann nicht mal jemand zu Hause, den ich in den Keller schicken könnte.

Wenn ich in den Keller gehe – denke ich weiter – könnte ich gleich die Waschmaschine anschalten, dringend nötig. Auch den Trockner, den ich gestern Abend gegen 23.30 Uhr noch gefüllt habe. Während der Nachtschicht. Um die Waschmaschine anzuschalten, sollte ich aber wenigstens die Dreckwäsche im Bad und in den Schlafzimmern einsammeln. Wenn schon, denn schon. Ich gehe also die Treppe hoch, mit gewaschenen Händen. Puh, hier sieht's ja aus. Erst mal die Fenster öffnen, den Schlafmief nach draußen schicken. Kurz noch die Betten aufschütteln. Was macht eigentlich die Taucherbrille unter dem Kopfkissen? Was wollte ich hier gleich noch? Ach ja, die Wäsche. Ich packe mir also alles auf den Arm, was sich so auf dem Boden tummelt – der Wäschesammelkorb steht mal wieder im Keller. Da, wo er nicht hingehört. Die Treppe muss ich unbedingt auch saugen, irgendeiner muss es ja tun. Die Häufchen auf der Treppe versuche ich auszublenden, ebenso die Tatsache, dass ich gleich mal die Betten neu beziehen könnte – wenn ich sowieso schon am Waschen bin. Aber das bin ich ja fast jeden Tag.

Im Keller bilde ich Berge aus den Häufchen, die ich gestern schon vorsortiert habe. Die 8-Kilo-Maschine ist im Dauereinsatz. Was machen nur Familien mit mehr als zwei Kindern? Verbringen diese Mütter noch mehr Zeit in ihrem „Hobbykeller“, wie mein Liebster zu sagen pflegt? Eine Horrorvorstellung. Um den Trockner anzuwerfen, muss ich erstmal den Wasserbehälter in den Eimer ausleeren, der daneben steht. Der ist aber voll. Ich gehe also in den Garten und leere den Eimer in die Wiese. Gießen muss ich jetzt nicht, das erledigt zur Zeit das schlechte Wetter. Hoch „Helmut“ hat scheinbar keine Aktien im Norden und die Sonne scheint lieber im Süden oder was weiß ich. Die mickrigen Zucchini könnten gut und gern mal ein paar Sonnenstrahlen gebrauchen. Nein, ich gehe jetzt nicht gucken, ob gerade Schnecken die Stauden anfressen, das haben sie gestern sowieso schon getan. Ohne meine Zustimmung. Schleimiges Pack!

Der Fußboden in der Küche lebt noch immer, das gleiche Bild wie vorhin. Da fällt mir schlagartig wieder der Staubsauger ein. Und die Spühlmaschine. Vorher nötige ich mich aber, die zwei Arbeitstiere im Keller anzuwerfen. Wenigstens wird dann da schon mal was geschafft, wenn auch nicht von mir. Gepriesen seist du, du industrieller Fortschritt, was täte ich ohne eine Waschmaschine? Vermutlich hätte ich keinen Job, soviel ist schon mal klar.

Die Küche ist schnell wieder in einen akzeptablen Zustand gebracht, das Abspülen verschiebe ich auf heute Abend. So wie gestern. Vorher keine Chance. Saugen dauert etwas länger. So ein Biotop zerstört man nicht im Handumdrehen. Die Birken aus dem Garten unserer Nachbarin haben offensichtlich den genetischen Auftrag, sich in unserem Haus fortzupflanzen, die kleinen Samenschnipselchen bekämpfe ich seit gefühlten Monaten mit Besen und Staubsauger und komme mir dabei vor wie Don Quijote im Kampf gegen die Windmühlen. Verzweifelt. Ich bin eine schlechte Hausfrau. Im Grunde meines Herzens sehr ordentlich, lässt mich dieses Chaos bei uns zu Hause hin und wieder völlig verzweifeln.

Endlich steuere ich Richtung Büro, mache im 1. OG im Badezimmer noch mal eine Klopause. Atme noch mal tief durch für die nächste Runde am Schreibtisch. Natürlich. Das Toilettenpapier ist alle.

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Dass es heute bei Kunterbunt-Design eine neue Hamburger-Liebe-Stickserie geben wird und ich darüber noch nicht mal piep gesagt habe, liegt vermutlich an der Tatsache, dass ich mich im Moment schwer damit abfinden kann, dass meine Tage nur 24h haben. Entschieden zuwenig! Bislang bin ich leider auf der Suche nach einer Beschwerdestelle gnadenlos gescheitert. Deshalb verrate ich jetzt, dass Sie nun auch mal was sagen dürfen. Zu mir. Oder zu Oma. Oder zu ihrem Kind. Oder zu all den unbekannten Leuten, die Ihren Kindern immer so unverholen auf's selbstgenähte T-Shirt glotzen. Oder auf die selbstgemachte Tasche.



Die Sprechblasen gab es ja bisher schon als Velours bei Farbenmix, sind dort aber immer sehr schnell vergriffen. Deshalb können Redselige jetzt selber sticken, wenn sie wollen. Oder nicht bis zum Auffüllen des Veloursregals warten wollen. „Talk to me“ hat den passenden Spruch garantiert parat, angefangen vom Hamburger-Liebe-Klassiker Absolut Bestimmer bis hin zum Lieblinggswort meines Großen: Menno. Passt ja auch ziemlich universell. Ich habe daraus einen Kühlschrankmagneten gebastelt (Stickie auf Magnetfolie geklebt) und mir eine „Nachteule“ ans Revers geheftet. Die habe ich mir im Moment echt verdient *gähn*.



Die Serie enthält übrigens JEDE Sprechblase einmal in ausgestickter Form in klein, als Fransenappli in etwas größer und als Applikation in noch etwas größer (falls Sie es etwas nachdrücklicher sagen wollen...!). Und das Tollste überhaupt: alle passen in den kleinen Rahmen!

31. Juli 2010

Danke!

Danke für die zahlreichen positiven Kommentare zu meinem kleinen Buch. Jetzt fühle ich mich ein wenig wie Mutter Theresa, aber das bin ich doch gar nicht.

Es war mir einfach ein großes Bedürfnis aus der Tatsache heraus, dass ich mit zwei gesunden Kindern gesegnet bin. Seit Wochen erfüllt mich eine tiefe Dankbarkeit und Demut vor dem Leben, dass uns anvertraut ist. Nichts ist selbstverständlich, das muss ich mir einfach jeden Tag von neuem sagen.