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23. September 2016
Hallo Herbst!
Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal spontan gebloggt habe. Muss schon länger her sein. Dabei hatte ich so oft Lust und so oft was zu sagen oder zu zeigen. Aber mein chronischer Zeitmangel hat mir leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schade eigentlich. Für „mal schnell was sagen / zeigen“ gibt es ja Instagram und Facebook und neuerdings die Stories auf Insta, die mir sehr viel Spaß machen. Die sind so direkt und ungeschminkt, ohne Konzept und Plan und einfach spontan. Das liebe ich sehr und eure zahlreichen Nachrichten zeigen mir, dass auch ihr meine Stories mögt.
31. Dezember 2014
Best of and good bye 2014!
Liebes 2014, nun bist du fast zu Ende. Du warst ein ganz schön aufregendes Jahr, das muss man dir lassen! Du hattest Höhen und Tiefen und manches Mal hatte ich ganz schön an dir zu knabbern. Dafür hattest du ein paar echte Highlights parat und unterm Strich warst du ein ziemlich tolles Jahr.
Das erste Mal Skifereien mit den Kindern und die Reise nach New York! Die Fly-Kollektion, der Besuch beim Hamburger Schwanenvater , ein ganz besonderes Hörspielerlebnis und im Mai dann unser süßer Rudelzuwachs Peppa. Es gab unzählige neue Stoffe und Bänder, Genähtes, Gebasteltes, Gekochtes und Gebackenes. Auf Instagram konntet ihr immer mal durch's Schlüsselloch in mein Nähzimmer luschern, mich auf meinen Reisen begleiten oder meine Milchschaumberge bestaunen (mein Geheimnis liegt übrigens in meinem superduper Milchaufschäumer
von Severin und der Sojamilch von Alpro, die beide in Kombination die allerbesten Milchschaumgebirge ergeben. Und nein, für diese Aussage wurde ich weder von S. noch von A. bezahlt lach).
Danke, dass ihr mich durch dieses Jahr begleitet habt! Eure Kommentare auf allen Kanälen haben mich durch's ganze Jahr begleitet und ich danke jedem von euch, der sich die Zeit nimmt und mir ein Feedback gibt! Ohne euch gäbe es diesen Blog nicht!
Kommt ihr nochmal mit auf eine kleine Bilderreise durch's Jahr? Ich habe meine Lieblinge zusammengewürfelt...
Allen voran war mein Jahr bunt! Und so soll auch das nächste werden. Denn bunt mag ich am allerliebsten!
Das erste Mal Skifereien mit den Kindern und die Reise nach New York! Die Fly-Kollektion, der Besuch beim Hamburger Schwanenvater , ein ganz besonderes Hörspielerlebnis und im Mai dann unser süßer Rudelzuwachs Peppa. Es gab unzählige neue Stoffe und Bänder, Genähtes, Gebasteltes, Gekochtes und Gebackenes. Auf Instagram konntet ihr immer mal durch's Schlüsselloch in mein Nähzimmer luschern, mich auf meinen Reisen begleiten oder meine Milchschaumberge bestaunen (mein Geheimnis liegt übrigens in meinem superduper Milchaufschäumer
Danke, dass ihr mich durch dieses Jahr begleitet habt! Eure Kommentare auf allen Kanälen haben mich durch's ganze Jahr begleitet und ich danke jedem von euch, der sich die Zeit nimmt und mir ein Feedback gibt! Ohne euch gäbe es diesen Blog nicht!
Kommt ihr nochmal mit auf eine kleine Bilderreise durch's Jahr? Ich habe meine Lieblinge zusammengewürfelt...
Allen voran war mein Jahr bunt! Und so soll auch das nächste werden. Denn bunt mag ich am allerliebsten!
23. Dezember 2014
Merry, merry, merry...
Ihr Lieben! Der Marathon ist fast geschafft, das Ziel zum Greifen nahe! Und das, nachdem ich mir so fest vorgenommen habe, dass es in diesem Jahr kein Marathon werden soll. Übrig bleiben – wie immer – zu viele „hätte, würde, könnte“, dass es fast schon weh tut. So habe ich zwar in diesem Jahr – mehr oder weniger erfolgreich – simplify your christmas betrieben, aber war so ferngesteuert wie schon lange nicht mehr. So bleibt nur der Vorsatz, im nächsten Jahr noch ein bisschen mehr Mut zur Lücke zu beweisen und vielleicht meinen Kindern, die dann auch wieder ein Jahr älter und weiser und verständiger sind, klarzumachen, dass man nicht an jeder Weihnachtsfeier teilnehmen muss und Termine in der Adventszeit mit Vorsicht zu genießen sind. Auch wenn mittlerweile jeder Pupsverein, jede Musikstunde, jede Nachmittagsbeschäftigung ihre eigene kleine aber nicht minder wichtige Weihnachtsfeier feiern muss. Dieses aufoktoyierte besinnliche Beisammensein, das so wenig besinnlich ist und sowenig mit der Geschichte an sich zu tun hat, nämlich dem Kind in der Krippe, ist eine echte Last und ich empfinde das von Jahr zu Jahr als belastender. Werde ich alt? Vielleicht. Vielleicht aber auch ein bisschen einsichtiger und vielleicht will ich auch meine Zeit nur ein bisschen bewusster und wertvoller verbringen, als mit selbstgekauften Plätzchen von einem Termin zum nächsten zu hetzen.
3. November 2014
Ganz unendlich große Herbstliebe (mit viel Bild)
Ich bin total verliebt in den Herbst. Sag ich jetzt mal so. So richtg mit Herzklopfen, wenn morgens den Nebel zwischen den Bäumen hängt oder wenn man bei tiefstehender Sonne durch goldenes Buchenlaub watet. So richtig mit „Liebe geht durch den Magen“, Kürbis satt und Kochen und Backen bis der Arzt kommt. Oder der Bauchspeck – je nach dem. Und so richtig mit Herzschmerz, wenn ich weiß, dass irgendwann das letzte bunte Blatt von den Bäumen gesegelt ist und sich die satten, warmen Farben in ein Potpourri aus Matsch- und Bähfarben verwandeln.
Natürlich habe auch ich mit der frühen Dunkelheit zu kämpfen. In Nord-Finnland oder Alaska könnte ich schonmal nicht leben, soviel steht fest. Aber die frühe Dunkelheit hat auch ihr gutes. In den letzten Wochen haben wir unglaublich viele Hörbücher gehört. Wir haben wieder Spiele zusammen gespielt, die Kids haben neue Bastelsachen ausprobiert und ich bin wieder dem Stricken und Häkeln verfallen. Wir haben zuhause auf dem Sofa gesessen, den Regen Regen sein lassen und uns gegenseitig vorgelesen.
Die leichte Sommerküche ist schon längst passé, ständig gibt es Kürbis, Kohl, Suppe, Eintopf. Für mein Kleinvolk mit der ausgeprägten Gemüseallergie eine harte Zeit.
In den letzten Wochen habe ich meine Herbstlieblinge auf Instagram gepostet. Das ist für mich wie ein Tagebuch, mein Herbsttagebuch. So kann ich mir den Herbst noch ein bisschen länger erhalten. Ich habe auf meinen Spaziergängen mit den Fellnasen Schätze gesammelt und zuhause auf eine alte Schranktür gelgt. Die „Collagen-Reste“ sind auf einen Teller mit einem Schluck Wasser gewandert.
Natürlich habe auch ich mit der frühen Dunkelheit zu kämpfen. In Nord-Finnland oder Alaska könnte ich schonmal nicht leben, soviel steht fest. Aber die frühe Dunkelheit hat auch ihr gutes. In den letzten Wochen haben wir unglaublich viele Hörbücher gehört. Wir haben wieder Spiele zusammen gespielt, die Kids haben neue Bastelsachen ausprobiert und ich bin wieder dem Stricken und Häkeln verfallen. Wir haben zuhause auf dem Sofa gesessen, den Regen Regen sein lassen und uns gegenseitig vorgelesen.
Die leichte Sommerküche ist schon längst passé, ständig gibt es Kürbis, Kohl, Suppe, Eintopf. Für mein Kleinvolk mit der ausgeprägten Gemüseallergie eine harte Zeit.
In den letzten Wochen habe ich meine Herbstlieblinge auf Instagram gepostet. Das ist für mich wie ein Tagebuch, mein Herbsttagebuch. So kann ich mir den Herbst noch ein bisschen länger erhalten. Ich habe auf meinen Spaziergängen mit den Fellnasen Schätze gesammelt und zuhause auf eine alte Schranktür gelgt. Die „Collagen-Reste“ sind auf einen Teller mit einem Schluck Wasser gewandert.
25. September 2014
Meine Herbst-Lieblinge
Ich liebe den Wechsel der Jahreszeiten! Ich könnte in keiner Gegend in Äquatornähe leben, wo das ganze Jahr die gleichen Pflanzen blühen, konstant hohe Temperaturen herrschen und das Wetter sich lediglich in Regen und Nichtregen unterscheidet. Ich liebe diesen Wechsel von Entstehen und Vergehen, von Wachsen und Erblühen, Verwelken und Sterben. Es ist der Kreislauf des Lebens und erinnert uns immer wieder sehr deutlich daran, dass alles endlich ist, aber nach dem Tod auch immer wieder neues Leben entsteht.
Genauso wie mir im Frühling das Herz aufgeht, wenn das erste zarte Grün wie ein zarter Schleier über den Bäumen liegt, quillt mir im Herbst mein Herz über von der Fülle der Farben, Früchte und dem goldenen Licht der tiefstehenden Sonne. Ich mag es, wenn die Blätter unter den Füßen rascheln, die Kinder nicht müde werden, Kastanien, Bucheckern und Eicheln in ihre Taschen zu stopfen – egal, wie alt sie sind.
6. August 2014
Oh Sommer, oh wundervolle Langeweile
Neulich waren wir im Sommerurlaub. Ist das wirklich erst zwei Wochen her? Kommt mir schon viel länger vor. Aber es war ganz wunderbar, genauso wie wir es uns gewünscht haben: Sommersonne satt und sonst gähnende Langeweile.
Langeweile ist nämlich purer Luxus, wie ich finde. Immer wenn eins meiner Kinder zu mir sagt „Och menno Mama, mir ist ja sooo langweilig!“ antworte ich euphorisch „Wie wunderbar mein Kind! Ich freu' mich für dich!“. Meistens ernte ich dann einen verständnislos-genervten Blick, gleich gekoppelt mit der Forderung nach einem Entertainmentangebot. Die Kinder unserer Zeit eben. Gehetzt von Terminen, überfrachtet von visuellen, akustischen und informativen Reizen. Während der Schulzeit mit Hort, AGs und diversen Freizeitaktivitäten, die ich versuche so klein wie möglich zu halten, kann das Kleinvolk gar nicht mehr so richtig abhängen und gelangweilt in der Nase bohren.
Dabei kommen einem bei Langeweile die besten Ideen. Das Hirn fäng erst an zu arbeiten, wenn man es nicht ständig mit neuen Reizen füttert. Also, das klingt jetzt vielleicht nach Hausfrauenphilosophie, aber ich denke es ist viel Wahres dran.
Auch ein Grund, warum wir in diesem Jahr mal wieder nach Dänemark an die Nordseeküste fahren wollten. Da ist es nämlich – ohne den Dänen zu nahe treten zu wollen – ganz wundervoll unaufgeregt und ziemlich langweilig. Wenn man das zulässt.
9. Januar 2014
Hallo neues Jahr!
Hallo Blog, hallo neues Jahr 2014! Huch, es ist ja schon fast Mitte Januar! Falls es euch nicht schon auf einem anderen Kanal erreicht hat: ich wünsche euch allen ein gesundes neues Jahr voller schöner und bunter Überraschungen. Und ich verspreche, ich werde meinen Teil dazu beitragen!
Ich hoffe, ihr habt alle wunderschöne und entspannte Feiertage mit eure Lieben verbracht und seid gut ins neue Jahr gestartet. Dank einem Magen-Darm-Infekt hatten wir es hier sehr gemütlich (öhm...) und entschleunigt und statt rauschender Party haben wir ein paar Hütchen gebastelt, Salzstangen geknabbert und sind vor der Flimmerkiste abgehangen. Tut ja auch mal ganz gut.
24. Dezember 2013
Merry, merry merry!
Eine – wiedermal – anstrengende Weihnachtszeit liegt hinter mir. Und obwohl ich mir in diesem Jahr sehr viel Mühe gegeben habe, das Leuchten des Sterns von Bethlehem zu erhaschen – es ist mir doch recht schwer gefallen. Ich musste erkennen, dass es nicht allein an mir liegt, diese stille Zeit in Ruhe und Vorfreude genießen zu können, sondern auch an den vielen Dingen, die von außen auf einen prasseln und die einfach zu Weihnachten dazu gehören. Still ist es vorallem hier im Blog geworden.
Aber nun ist es soweit, wir durften das 24. Türchen öffnen. Die Vorfreude bei meinem Kleinvolk ist unermesslich. Der Weihnachtsbaum erstrahlt in hellem – und vorallem bunten – Glanz, die Geschenke sind verpackt.
Ich wünsche euch und euren Familien ein ganz und gar zauberhaftes und friedliches Weihnachtsfest. Genießt die Momente des Schenkens und beschenkt werdens. Genießt die Musik und das Leuchten in den Kinderaugen. Make yourself a merry little christmas!
Und weil ich euch in den letzten Wochen ein wenig vernachlässigt habe, lass ich euch noch ein paar weihnachtliche Schnappschüsse da. Macht's euch hübsch!
Aber nun ist es soweit, wir durften das 24. Türchen öffnen. Die Vorfreude bei meinem Kleinvolk ist unermesslich. Der Weihnachtsbaum erstrahlt in hellem – und vorallem bunten – Glanz, die Geschenke sind verpackt.
Ich wünsche euch und euren Familien ein ganz und gar zauberhaftes und friedliches Weihnachtsfest. Genießt die Momente des Schenkens und beschenkt werdens. Genießt die Musik und das Leuchten in den Kinderaugen. Make yourself a merry little christmas!
Und weil ich euch in den letzten Wochen ein wenig vernachlässigt habe, lass ich euch noch ein paar weihnachtliche Schnappschüsse da. Macht's euch hübsch!
12. Dezember 2013
12 von 12 im Dezember
Kennt ihr solche Tage? Wo man morgens – ganz kurz und schnell – etwas erledigen will, um dann produktiv in den Tag zu starten und dieses Etwas dann den halben Tag verschlingt? Wie ein Monster, dem man den kleinen Finger hinhält und das mit einem Haps den ganzen Kerl runterwürgt. So geschehen heute morgen, als ich mal schnell in die Akut-Sprechstunde zum Orthopäden wollte, weil ich seit Wochen einen bösen Häkelarm habe und vor Weihnachten keinen regulären Termin mehr bekommen hätte. So schön so gut.
Also verließ ich frühzeitig den morgentlichen Kriegsschauplatz mit müden Kindern, unbefüllten Brotdosen und verloren gegangenen Mützen, beteiligte mich nicht an Diskussionen rund um jahreszeitlich geeignete Kleidung und passende Brotbeläge und kämpfte mich durch den dicken Hamburger Dezembernebel. Was für eine Suppe! Aber ich mag Nebel. Alles ist irgendwie so mystisch da draußen. Man weiß nie, was einem hinter dem nächsten Wabervorhang erwartet.
Pünktlich um 8 Uhr in der Praxis angekommen waren bereits vor mir 14(!) andere Patienten, die die gleiche Idee hatten. Schluck. Ja, ich bin Kassenpatient. Und ja, sie haben mich wieder weggeschickt – ich solle nicht vor einer Stunde wieder kommen. Zu dem Zeitpunkt waren die Stühle im Wartezimmer ohnehin schon belegt.
Also verließ ich frühzeitig den morgentlichen Kriegsschauplatz mit müden Kindern, unbefüllten Brotdosen und verloren gegangenen Mützen, beteiligte mich nicht an Diskussionen rund um jahreszeitlich geeignete Kleidung und passende Brotbeläge und kämpfte mich durch den dicken Hamburger Dezembernebel. Was für eine Suppe! Aber ich mag Nebel. Alles ist irgendwie so mystisch da draußen. Man weiß nie, was einem hinter dem nächsten Wabervorhang erwartet.
Pünktlich um 8 Uhr in der Praxis angekommen waren bereits vor mir 14(!) andere Patienten, die die gleiche Idee hatten. Schluck. Ja, ich bin Kassenpatient. Und ja, sie haben mich wieder weggeschickt – ich solle nicht vor einer Stunde wieder kommen. Zu dem Zeitpunkt waren die Stühle im Wartezimmer ohnehin schon belegt.
2. Dezember 2013
Dit und dat zum ersten Advent – mit Heinrich Hirsch und Robert Raumfahrer.
Ich hoffe, ihr habt alle das erste Adventswochenende gut überstanden! Auch wir haben die erste Kerze angezündet, die bunten Kugeln an den großen Leuchter gehängt und die Kinder haben ihr erstes Türchen geöffnet. Mein Motto in diesem Jahr heißt: keep it simple.
7. November 2013
Ein Herbstspaziergang mit Begleitung und eine heiße Suppe zum Aufwärmen
Herbst ist für mich eine ganz besondere Jahreszeit. Ich habe das Gefühl, ich müsste noch mal ganz viel Leben inhalieren, bevor sich draußen alles lebendige verkriecht. Bevor die Bäume ihre Äste kahl und trostlos in den grauen Himmel strecken und sich Blumen und Gräser welk und kraftlos mit dem scheinbar leblosen Waldboden vereinen. Alles könnte irgendwie das letzte Mal sein in diesem Jahr. Das letzte Mal die nackten Füße ins Meer halten, das letzte Mal auf der sonnigen Terrasse frühstücken. Das letzte Mal Grillen, die letzten welken Blätter zusammen fegen. Das Leben spielt sich wieder drinnen ab, den nachmittags wird draußen einfach das Licht ausgeknipst.
So musste ich gestern mit Erstaunen und Erschrecken feststellen, dass ich ab sofort keinen ausgedehnten Spaziergang mehr mit Polly über die Felder machen kann, während mein kleines Fräulein im Zirkus turnt. Ich wünschte, ich hätte gestern eine Taschenlampe dabei gehabt, als ich mit der Fellnase den Feldweg entlang schlich und höllisch aufpassen musste, dass ich mir in den Traktorfahrrinnen nicht die Beine breche.
16. Januar 2013
Neues Jahr, neue Chancen, neue Ideen
Es wird Zeit, dass ich das neue Blog-Jahr einläute. Es ist zwar erst Mitte Januar, aber es kommt mir vor, als wäre das neue Jahr schon reichlich fortgeschritten. Das kommt vielleicht daher, dass das Programm seit dem Jahreswechsel eigentlich für zwei Monate gereicht hätte. Hoffentlich geht dem Jahr nicht irgendwann die Puste aus?
Da waren zum Beispiel die vielen neuen Stoffe, die so schön sind, dass ich sie am Liebsten alle vernähen würde. Tatsächlich habe ich einige von ihnen schon so fleißig vernäht, dass ich Mühe habe, noch einen passendesn Schnipsel für das Übersichtsbild zu finden. Aber zum Glück weiß ich ja, wo ich Nachschub bekomme. Gemein, euch so auf die Folter zu spannen... ich weiß!
Dann war da noch die Heimtextil-Messe in Frankfurt, die ich letzte Woche besuchen durfte. Muster-Flash vom Feinsten, mein Auge zehrt heute noch davon! Ein Bericht wird auf jeden Fall noch folgen!
Außerdem ein Geheimprojekt, von dem ich euch demnächst berichten werde.
Und dann war da noch der Geburtstag von meinem kleinen Glücksritter, der mit 9 Jahren (Hallo!? Wo ist bitteschön die Zeit geblieben?) schon gar nicht mehr klein ist sondern eine echt coole Socke. Der mit seinen Kumpels keine Kinderparty mit Topfschlagen und Brezelschnappen mehr feiert sondern in die Halfpipe geht. Mit seinem neuen Longboard. Mannometer. So cool war ich mit 9 nicht, defnitiv.
So eine Geburtstagswoche ist ja immer ein Backmarathon vom Feinsten. Familiengeburtstag, Schulgeburtstag, Hortgeburtstag, Omaundopageburtstag. Für die Eier, die ich in dieser Woche schon verbacken habe und noch verbacken werde, muss eine Henne ordentlich Gackern!
Unseren Leuchter über dem Esstisch habe ich mal wieder zweckentfremdet und einen Skateboarder-Himmel gebastelt. Kam gut an.
Neben den gewünschten Airbrush-Stiften
Ich wünsche euch allen ein tolles neues Jahr 2013, das viele schöne Überraschungen für euch bereit hält. Und bleibt gesund, das ist das Wichtigste überhaupt!
29. Dezember 2012
Instagram, erzähl mir mein Jahr!
Obwohl meine Familie manchmal ganz schön genervt ist von meinem Geknipse – egal ob mit meiner großen Kamera oder mit dem Handy – sind sie alle immer ganz bezuckert, wenn wir gemeinsam am Jahresende das Fotobuch ansehen, dass ich (fast) jedes Jahr mache.
Mittlerweile hat Instagram für mich viel von so einem persönlichen Fotobuch. Ich erlebe all die schönen (und weniger schönen) Momente noch einmal, schmecke den leckeren Kuchen, die saftigen reifen Erdbeeren oder habe den Duft der Hollunderblüten noch einmal in der Nase. Ich spüre den Wind am Meer in meinen Haaren oder erinnere mich genau an den zauberhaften Augeblick, als mein kleines Fräulein mit einer handvoll anderer, elfengleicher Wesen bei klassischer Musik im rosa Tutu an mir vorbeischwebte.
Ich wundere mich, wie klein Polly doch war, als wir sie bekamen, fühle noch das seidenweiche Welpenfell und bin baff erstaunt, wie schnell sie groß geworden ist. Dabei haben wir sie doch gefühlt erst letzte Woche bekommen?
Ich betrachte erstaunt die vielen Dinge, die meine Hände gemacht haben – von Efaplast-Blüten bis hin zu Krümelmonster-Muffins.
Und weil ich diesen Nachmittag so viel Spaß hatte mit meinem Jahr in Bildern, habe ich euch einen kleinen Rückblick zusammen gestellt. Alles Bilder aus meinem Foto-Feed bei Instagram.
Da waren zuerst all die genähten Schätze, überwiegend aus meinen eigenen Stoffen. Für mich, für meine Kinder, für Freunde, für euch.
Oder all die Dinge, die meine Hände gemacht haben. Geschnitten, gestrickt, modelliert, gebastelt...
All die leckeren Sachen, die ich gegessen habe. Und ja, ich bekenne mich: ich bin eine dieser unmöglichen, unverbesserlichen Instagrammer, die ihr Essen, ihr Frühstück, ihren Kaffee, ihr belegtes Brötchen erst mal fotografieren müssen, ehe sie genussvoll hinein beißen. Ist zwanghaft. Aber so im Rückblick auch irgendwie schön. Oder wisst ihr noch genau, wie die Nutellaröllchen ausgesehen haben, die ihr eines schönen Sommertages für eure Kinder aus den Pfannkuchen vom Vortag geschmiert habt? Na?
Dann waren da noch meine beiden kleinen Herzblätter. Ich liebe jedes einzelne Bild und die Geschichte dazu.
Meine Lieblingsbilder. Falls nicht schon auf einer der anderen Collagen verwurstet. Sie erählen von goldenen Tagen, von lieben Menschen, von schönen Begegnungen, von Reisen und vom Ankommen.
Und manchmal bin ich auch dabei. Oder ein Teil von mir. Nein, eigentlich ist in jedem Bild ein Teil von mir.
Und last but not least Polly. Hätte Polly einen eigenen Insta-Account, hätte sie bestimmt schon doppelt so viele Follower wie ich. Es ist, als wäre sie mit einem extra cute-Gen ausgestattet. Wir können uns wirklich keinen Tag mehr ohne Polly vorstellen. Sie hat unser aller Herz im Sturm erobert. Die unendliche Liste ihrer „Vergehen“ gleicht sie aus, in dem sie uns gnadenlos um den Finger wickelt und uns mit ihren samtig-sanften Spanielaugen von links nach schräg anschaut und wir schmelzen gnadenlos dahin...
Dieses Jahr war für mich ein sehr bewegtes Jahr. Mit ziemlich vielen Höhen und Tiefen. Und die Tiefen haben teilweise sehr schwer gewogen. Aber meine Bilder versöhnen mich ein bisschen. Trotzdem nehme ich gern Abschied von diesem Jahr und setze alle meine Hoffnung in die Zukunft. Ich hoffe, auch ihr könnt euch mit diesem Jahr versöhnen und freut euch auf das, was kommt.
Ich freue mich auf jeden Fall auf ein weiteres Jahr Hamburger Liebe und bin schon unglaublich gespannt, was es alles bringen mag. Bestimmt wird es ein buntes Jahr, das steht schon mal fest.
Rutsch gut hinüber, ich wünsche euch und euren Familien das allerbeste für 2013! Wir lesen uns im nächsten Jahr!
Mittlerweile hat Instagram für mich viel von so einem persönlichen Fotobuch. Ich erlebe all die schönen (und weniger schönen) Momente noch einmal, schmecke den leckeren Kuchen, die saftigen reifen Erdbeeren oder habe den Duft der Hollunderblüten noch einmal in der Nase. Ich spüre den Wind am Meer in meinen Haaren oder erinnere mich genau an den zauberhaften Augeblick, als mein kleines Fräulein mit einer handvoll anderer, elfengleicher Wesen bei klassischer Musik im rosa Tutu an mir vorbeischwebte.
Ich wundere mich, wie klein Polly doch war, als wir sie bekamen, fühle noch das seidenweiche Welpenfell und bin baff erstaunt, wie schnell sie groß geworden ist. Dabei haben wir sie doch gefühlt erst letzte Woche bekommen?
Ich betrachte erstaunt die vielen Dinge, die meine Hände gemacht haben – von Efaplast-Blüten bis hin zu Krümelmonster-Muffins.
Und weil ich diesen Nachmittag so viel Spaß hatte mit meinem Jahr in Bildern, habe ich euch einen kleinen Rückblick zusammen gestellt. Alles Bilder aus meinem Foto-Feed bei Instagram.
Da waren zuerst all die genähten Schätze, überwiegend aus meinen eigenen Stoffen. Für mich, für meine Kinder, für Freunde, für euch.
![]() |
| Berra-Mütze aus Love Stuff, Loopschal aus neuen Interlocks, Supahero-Hoodie, Cool-Stuff-Hoodie, ein Block für einen Freundinnen-Quilt, Geburtstags-Acht, Hot Pants aus Maxi-Dots-Frottee, Tara aus Diva, Dino-Mütze aus Cool Stuff |
Oder all die Dinge, die meine Hände gemacht haben. Geschnitten, gestrickt, modelliert, gebastelt...
![]() |
| Schneeflocken-Manie vor Weihnachten, Insta-Anhänger aus Fimo, Porzellanmalerei beim Porzellanfräulein, Pimp-your-Geschenk mit Neon-Washi-Tape, Sterne aus Papierstrohhalmen, Efaplast-Anhänger, Knopfsuppe und was man daraus machen kann, ich stricke mir eine Mütze bis zum nächsten Winter, zarte Gewächse aus Efaplast |
All die leckeren Sachen, die ich gegessen habe. Und ja, ich bekenne mich: ich bin eine dieser unmöglichen, unverbesserlichen Instagrammer, die ihr Essen, ihr Frühstück, ihren Kaffee, ihr belegtes Brötchen erst mal fotografieren müssen, ehe sie genussvoll hinein beißen. Ist zwanghaft. Aber so im Rückblick auch irgendwie schön. Oder wisst ihr noch genau, wie die Nutellaröllchen ausgesehen haben, die ihr eines schönen Sommertages für eure Kinder aus den Pfannkuchen vom Vortag geschmiert habt? Na?
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| Lieblings-Kürbisrisotto, Nutella-Pfannkuchenröllchen, Regenbogenmuffins, Kürbismarmelade, the one and only Regenbogen-Torte, lecker Herbstsuppe, Krümelmonster-Muffins, Apfelkuchen, mein Mittwochs-Kaffeeritual |
Meine Lieblingsbilder. Falls nicht schon auf einer der anderen Collagen verwurstet. Sie erählen von goldenen Tagen, von lieben Menschen, von schönen Begegnungen, von Reisen und vom Ankommen.
Und manchmal bin ich auch dabei. Oder ein Teil von mir. Nein, eigentlich ist in jedem Bild ein Teil von mir.
Und last but not least Polly. Hätte Polly einen eigenen Insta-Account, hätte sie bestimmt schon doppelt so viele Follower wie ich. Es ist, als wäre sie mit einem extra cute-Gen ausgestattet. Wir können uns wirklich keinen Tag mehr ohne Polly vorstellen. Sie hat unser aller Herz im Sturm erobert. Die unendliche Liste ihrer „Vergehen“ gleicht sie aus, in dem sie uns gnadenlos um den Finger wickelt und uns mit ihren samtig-sanften Spanielaugen von links nach schräg anschaut und wir schmelzen gnadenlos dahin...
Dieses Jahr war für mich ein sehr bewegtes Jahr. Mit ziemlich vielen Höhen und Tiefen. Und die Tiefen haben teilweise sehr schwer gewogen. Aber meine Bilder versöhnen mich ein bisschen. Trotzdem nehme ich gern Abschied von diesem Jahr und setze alle meine Hoffnung in die Zukunft. Ich hoffe, auch ihr könnt euch mit diesem Jahr versöhnen und freut euch auf das, was kommt.
Ich freue mich auf jeden Fall auf ein weiteres Jahr Hamburger Liebe und bin schon unglaublich gespannt, was es alles bringen mag. Bestimmt wird es ein buntes Jahr, das steht schon mal fest.
Rutsch gut hinüber, ich wünsche euch und euren Familien das allerbeste für 2013! Wir lesen uns im nächsten Jahr!
22. Dezember 2012
5 Dinge, ohne die es hier nicht Weihnachten wird
Zunächst mal möchte ich mich bei euch für die vielen Kommentare und E-Mails bedanken, die mich auf mein letztes Posting hin erreichten. Nein, Weihnachten lasse ich mir dadurch nicht verderben. Und ich freue mich, dass ich trotzdem so viel loyalen Zuspruch von euch erhalte. Danke! Das ist echtes Yin und Yang, alles Schlechte hat eben auch sein Gutes.
Und weil ich mich genaus so sehr wie meine Kinder auf Weihnachten freue, habe ich euch mal meine favourite five zusammen getragen. Was sind bei euch die fünf wichtigsten Dinge, ohne die ihr kein Weihnachtsfest verbringen wollt?
Über meine musste ich gar nicht lange nachdenken...
Ich liebe sie. Als Kind hatten wir sie zur Weihnachtszeit in der Puppenstube, die auch nur dann für ein paar Wochen aus dem Keller geholt wurde. Meistens kaufe ich sie schon Mitte November und ich vernasche sie ganz sparsam und genüsslich. Bis kurz ich vor Weihnachten doch auffliege und den Rest mit meinem Kleinvolk teilen muss. Man muss ja auch mal Geheimnisse haben dürfen...
Hilfe, die Herdmanns kommen
ist
für mich die schönste Weihnachtsgeschichte, die es gibt. Das erste Mal
hab ich sie im Kindergottesdienst vorgelesen bekommen und meine Eltern
waren damals entsetzt, was unser junger Pfarrer seinen kleinen Schäfchen
für skandalöse Bücher vorliest. Dabei haben wir uns so köstlich
amüsiert!
Aber neben all denn wahnwitzigen Situationen, die die unmöglichen Herdmann-Geschwister heraufbeschwören, in dem sie alle Rollen im Krippenspiel an sich reißen – die Geschichte geht einem sehr zu Herzen. Endlich ist mein Großer alt genug für die beste aller Weihnachtsgeschichten. Und ich musste mir beim Vorlesen des Endes fast ein Tränchen verkneifen. So schön!
Seit dem wir in Suburbia wohnen, schmücken wir unsere schönen Sprossenfenster in der Weihnachtszeit mit Schneeflocken aus Papier. Und jedes Mal reißen wir sie am Ende des Winters von den Scheiben und versenken sie im Papiermüll, nur damit wir im nächsten Jahr wieder neue schnippeln können. Mein Kleinvolk schreit jedes Mal laut Hurraa! wenn ich in der Vorweihnachtszeit frage, ob wir wieder Schneeflocken basteln wollen.
Im letzten Jahr habe ich euch schon von unserem „Weihnachts-Hobby“ berichtet.
Ein Schmachtfetzen, ich weiß. Aber nachdem ich über all die Jahre und auch jetzt mit etwas größeren Kindern keine Mitschmachter für meinen ehemaligen Lieblingsweihnachtsfilm Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
finden konnte, hat Tatsächlich Liebe
(oder Love Actually) diesen Platz eingenommen. Gehört für mich zu Weihnachten wie der Christbaum und die Plätzchen. Untrennbar. Schmacht...
Last but not least... bei all dem Trubel und all der Hektik, bei dem allgemeinen Geschenkewahnsinn und der verordneten Besinnlichkeit mag ich doch nie vergessen, warum wir eigentlich Weihnachten feiern. Und deshalb halten wir an einer sehr schönen Tradition fest, die ich schon als Kind als sehr schön und feierlich erlebt habe: wenn das Glöckchen klingelt und die von Kerzen erleuchtete gute Stube sich öffnet, stürzen sich nicht alle gleich auf die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Wir halten alle noch einen Moment inne und Papa liest für seine Kinder die Weihnachtsgeschichte, so wie sie geschrieben steht: „Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem...“. Und dann, ja dann ist tatsächlich Weihnachten.
Und weil ich mich genaus so sehr wie meine Kinder auf Weihnachten freue, habe ich euch mal meine favourite five zusammen getragen. Was sind bei euch die fünf wichtigsten Dinge, ohne die ihr kein Weihnachtsfest verbringen wollt?
Über meine musste ich gar nicht lange nachdenken...
Ich liebe sie. Als Kind hatten wir sie zur Weihnachtszeit in der Puppenstube, die auch nur dann für ein paar Wochen aus dem Keller geholt wurde. Meistens kaufe ich sie schon Mitte November und ich vernasche sie ganz sparsam und genüsslich. Bis kurz ich vor Weihnachten doch auffliege und den Rest mit meinem Kleinvolk teilen muss. Man muss ja auch mal Geheimnisse haben dürfen...
Hilfe, die Herdmanns kommen
Aber neben all denn wahnwitzigen Situationen, die die unmöglichen Herdmann-Geschwister heraufbeschwören, in dem sie alle Rollen im Krippenspiel an sich reißen – die Geschichte geht einem sehr zu Herzen. Endlich ist mein Großer alt genug für die beste aller Weihnachtsgeschichten. Und ich musste mir beim Vorlesen des Endes fast ein Tränchen verkneifen. So schön!
Seit dem wir in Suburbia wohnen, schmücken wir unsere schönen Sprossenfenster in der Weihnachtszeit mit Schneeflocken aus Papier. Und jedes Mal reißen wir sie am Ende des Winters von den Scheiben und versenken sie im Papiermüll, nur damit wir im nächsten Jahr wieder neue schnippeln können. Mein Kleinvolk schreit jedes Mal laut Hurraa! wenn ich in der Vorweihnachtszeit frage, ob wir wieder Schneeflocken basteln wollen.
Im letzten Jahr habe ich euch schon von unserem „Weihnachts-Hobby“ berichtet.
Ein Schmachtfetzen, ich weiß. Aber nachdem ich über all die Jahre und auch jetzt mit etwas größeren Kindern keine Mitschmachter für meinen ehemaligen Lieblingsweihnachtsfilm Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Last but not least... bei all dem Trubel und all der Hektik, bei dem allgemeinen Geschenkewahnsinn und der verordneten Besinnlichkeit mag ich doch nie vergessen, warum wir eigentlich Weihnachten feiern. Und deshalb halten wir an einer sehr schönen Tradition fest, die ich schon als Kind als sehr schön und feierlich erlebt habe: wenn das Glöckchen klingelt und die von Kerzen erleuchtete gute Stube sich öffnet, stürzen sich nicht alle gleich auf die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Wir halten alle noch einen Moment inne und Papa liest für seine Kinder die Weihnachtsgeschichte, so wie sie geschrieben steht: „Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem...“. Und dann, ja dann ist tatsächlich Weihnachten.
12. Dezember 2012
12 von 12 im Dezember
Dieser 12. ist eigentlich ein ganz besonderer 12. Der 12.12.2012 nämlich. Nie mehr in meinem Leben werde ich ein ähnliches Datum erleben. Trotz unaufhaltsamen medizinischen Fortschritts erwarte ich nicht, den 01.01.3001 zu erleben, schon gar nicht mit dem iPhone in der Hand, die Bilder des Tages festhaltend.
Und doch war dieser 12. so normal, wie eben ein Mittwoch mitten im Dezember sein kann.
6.15 Uhr Weckerklingeln, allgemeines Stöhnen, Umdrehen, doch aufstehen müssen. Guten Morgen Winter, bleib doch noch ein bisschen! Ich mag's gern so kalt und weiß.
Nachdem der Liebste und das Kleinvolk mit wehenden Fahnen das Haus verlassen haben, kommt das Übliche: Küche aufräumen, Wäsche in die diversen Trommeln verteilen, ran an den Schreibtisch. Ich lasse es erst mal hell werden, bevor ich mit dem kleinen Schnuffeltier ins Winterwonderland aufbreche.
Das Überraschungspaket für Ani, meine neue Probenäherin ging gestern schon raus, damit sie keine Zeit verlieren muss. Heute sind die Gewinnerinnen der Interlock-Meter dran. Sie haben sich alle für meine Lieblingskombi Grau-Gelb entschieden. Na, wen wundert das?
Jetzt aber nichts wie raus. Was bin ich bloß für ein Glückspilz? Drinnen türmt sich die Arbeit und ich darf trotzdem behaupten, ich muss raus in Schnee und Sonne. Polly gibt mir ein astreines Alibi.
Die eiskalte Winterluft knistert, die Schneekristalle funkeln mit der Sonne um die Wette. Die Bäume recken ihre eisigen Spitzen in die Höhe als wollten sie alle zusammen Hurra! rufen.
Wir gehen neue Wege und so wird der Spaziergang noch ein bisschen ausgedehnter als geplant. Die Arbeit ist so weit weg, dass ich sie gar nicht rufen hören kann. Soll sie doch schreien, pöh, ich bin ja nicht zuhause.
Die kindliche Freude von Schnuffi über das weiße wattige Wunder da draußen lässt mir fast mein Dauergrinsen ins Gesicht frieren. So herrlich dabei zuzusehen, wie die kleine Schneenase kreuz und quer durch die Landschaft flitzt, durch den Schnee pflügt und Purzelbäume schlägt.
Zuhause brauche ich dringend was Warmes. Milchreis mit Zimt und Zucker und roter Grütze wünsche ich mir schon seit Tagen. Genau das richtige für kalte Wintertage.
Dabei klicke ich nochmal das an und kann es immer noch nicht so richtig glauben. Viele Fragezeichen tun sich mir auf. Am meisten überwältigen mich allerdings die Reaktionen auf Facebook: unzählige Glückwünsche von euch. Danke, danke, danke!
Wegen diversen Geheimprojekte habe ich leider keine Zeit für die Nähmaschine (obwohl ich die so dringend bräuchte), sondern muss mich ins Shopping-Mekka begeben. Zu dieser Jahreszeit wohl eher die Shopping-Hölle. Vor lauter Schnell-wieder-raus-hier vergesse ich glatt, Fotos zu machen. Das gelingt mir erst im Parkhaus auf dem Weg nach Raus-hier!
Stau. Na super. Und Polly allein zuhaus. Ich überlege mir, was sie wohl diesmal zerlegt, das kleine Engelchen. Nun ja, wir lieben sie trotzdem ebenso bedingungslos wie sie uns.
Kinder einsammeln, Einkäufe verstauen, unsinnige Fotos machen. Geht euch das auch so? Vor lauter 12-von-12 knipst man wild alles, aber auch alles was einem vor die Linse kommt. Wie zum Beispiel die drei Amaryllis, die bis morgen im Spülbecken parken, weil heute keine Zeit mehr für eine richtige Vase war.
Denn da hab ich mich schon mit dem Babysitter abgeklatscht, habe mich zurück in die City gestaut, war beim Friseut gesessen, habe über Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Papierhandtücher und Spielekonsolen für fast 9-jährige gequatsch, um dann im Anschluss meinen Liebsten bei Sushi und Schokokuchen zu daten. Das muss nämlich auch alles mal sein.
Und jetzt liege ich müde und zufrieden im Bett, freue mich darüber, dass heute die Welt nicht untergegangen ist und wünsche all den Brautpaaren, die sich heute an diesem ganz besonderen Tag das Ja-Wort gegeben haben, eine lange und glückliche Partnerschaft. Und dass sie nicht der Statistik folgen und sich in drei Jahre wieder scheiden lassen. Wär doch schade um so ein schönes Hochzeitsdatum, oder?
Wer mehr 12 von 12 sehen mag, klickt gern hier. Danke für's Gucken!
4. Dezember 2012
Advent, Advent...
Über unserem Esstisch hängt ein großer Leuchter, den wir jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit behängen, als wäre es unser Christbaum. Angesichts der Blitzerblinkerkugelpracht fühlt er sich bestimmt wie die große Tanne auf der Alster.
Fast jedes Jahr kaufe ich irgendein kitschiges Schnickeldi dazu – Glitzerhirsche ringelreihen neben Klunker-behängten Fröschen in Pink und Knallgrün. Das hübsche Hamburg-Herz ist ein Geschenk von einer lieben Freundin.
Den Adventskranz habe ich am Freitag schnell in einem Anflug von „Alles, nur keine Extra-Arbeit“ bei dem Baumarkt meines Vertrauens erstanden. Bunte Kugelkränze sind jetzt bestimmt nicht mehr der neueste Schrei, aber für dieses Jahr passt das bunte Glitzerdings ganz wunderbar in unsere Weihnachtsstube. Nächstes Jahr vielleicht auch, wer weiß? Vielleicht finde ich ja Gefallen an Simplify your Christmas?
Sehr zunutze kam mir da auch Frau Kännchens Idee, den Adventskalender der Kinder nicht in einer ausgedehnten Nachtschicht zu füllen, sondern jeden Morgen ein Päckchen auf den Frühstücksteller zu legen. Das Kleinvolk findet die Idee ganz dufte und so schnell habe ich sie noch nie aus den Betten flitzen sehen. Vielleicht sollten wir überhaupt einen Ganzjahres-Überraschungskalender einführen? Ich weiß, wer da nichts dagegen hätte...!
Überhaupt habe ich es mir seit fast zwei Wochen am Esstisch gemütlich gemacht. Kinderkrankheiten und eine abzuschleifende und neu zu ölende Treppe haben mir den Weg in mein Dachkammerbüro versperrt. Die Treppe ist längst wieder schick und begehbar und das Kind hat schon die nächste Krankheit, die es aber nicht am Gang in die „Arbeit“ hindert. Ich hingegen sitze hier noch immer. Ist einfach so schön gemütlich hier.
Also koche ich mir noch eine Kanne Tee, hole mir noch ein paar von den bunten Keksen aus der Dose und lasse die Nähmaschine weiter im Büro verstauben. Gibt ja schließlich auch genug am Rechner rumzuklicken.
Fröhliches weihnachtliches Arbeiten allerseits!
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