27. Juni 2011

Wilde Tiere

Will man in Hamburg wilde Tiere sehen, geht man entweder ins Museumsdorf nach Volksdorf, die verrückten Hühner besuchen, oder man geht „nach Hagenbeck“. Und Hagenbeck ist immer einen Besuch wert, denn es gibt dort nicht nur lecker Pommes zu essen und eine nostalgische Märchen-Bimmelbahn, sondern auch jede Menge wilde Kreaturen. In den Gehegen und davor.

Von Suburbia nach Hagenbeck ist es eine kleine Weltreise und neun Jungs samt Gepäck in der U-Bahn zusammen zu halten, erfordert jede Menge logistisches Geschick. Vor allem was das Gepäck angeht. Irgendwas bleibt ja immer liegen.

Aber wir hatten einen Plan. Ohne Plan geht bei Hagenbeck gar nichts. Und dank unserer sachkundigen Führung aus der Zooschule haben wir nicht nur viele wilde Tiere und die beliebten und bekannten Hotspots besucht, sondern auch noch jede Menge gelernt!

Nicht gerade über Pfauen – eher über Elefanten, Geckos und Stachelschweine.

Oder über Känguruhs und Tiger. Währenddessen haben sich Mama und Papa Löwe ein kleines Nickerchen gegönnt und ihren ziemlich niedlichen Nachwuchs von oben beaufsichtigt. Mit einem Auge sozusagen.

Das sind so Momente, wo ich mir ein ZOOm-Objektiv wünschte...

Wir haben gelernt, dass Orang Utans eigentlich deutlich schlauer sind, als so mancher Mensch und dass manche von uns eher im Gehege sitzen sollten, statt davor zu stehen und die Affen zu begaffen.

Denen hat das zum Glück nichts ausgemacht.

Und weil Zooschule bei Hagenbeck nicht nur Gucken und Zuhören bedeutet, durften wir auch noch die kalte Haut einer Schlange befühlen...

... den Elefanten unsere mitgebrachten Bio-Möhren füttern (denn die waren bei den neun wilden Kerlen leider nicht so angesagt)...

... und dem Tiger die Tatze schütteln. Also eigentlich nur die Tatze schütteln. Der Tiger war nämlich leider nicht mehr drin. Der war schon im Tigerhimmel.

Ach ja, und die Pommes natürlich! Bergeweise, wie Sie sich vorstellen können! So ein ganzer Tag bei Hagenbeck macht nämlich nicht nur Plattfüße sonden auch noch hungrig!

Frau Hahaell fand das ziemlich total toll. Und will bald wieder nach Hagenbeck. Diesmal aber mit weniger Kleingemüse im Schlepptau lach!

23. Juni 2011

Ein Stückchen Alltag

Während sich der Lostopf füllt, findet hier der Alltag statt. Mit seinen Höhen und Tiefen, von Dunkelgrau bis Bunt. Leider ist heute bei uns kein Feiertag, ein Berg Arbeit wartet auf mich und ein Käsekuchen backt gemächlich im Ofen vor sich hin, um heute Nachmittag auf dem Klassenfest versputzt zu werden. Hoffentlich nicht bei ähnlichem Platzregen wie gestern.

Draußen ist es trüb, aber die Kartoffelschalen haben heute das Leuchten der Sonne übernommen. Sellvertretend sozusagen. Ich finde, dass machen sie wunderbar!

Mehr Alltags-Schönheiten gibt es bei Frau Pimpi. Danke für diese tolle Aktion, die damit leider erst mal zuende geht.

22. Juni 2011

Versprochen ist versprochen!

Aus den 1.111 treuen Lesern sind schon 1.170 geworden, auf Facebook tummeln sich schon 1.069 sehr aktive Fans – Zeit für mich, Danke zu sagen!

Danke für treue Leser, zahlreiche Kommentare, kritisch, ermutigend und vor allem eines: motivierend! Ohne Blog würde es jetzt keine Tanten am laufenden Meter geben. An dieser Stelle will ich noch mal sagen, wie sehr ich mich über jeden einzelnen Kommentar freue! Auch wenn ich diese meistens nicht mehr alle einzeln zurück kommentieren kann – ich lese alle und freue mich, wenn sich eine(r) die Zeit nimmt, etwas zu meinen Postings zu sagen. Das weiß ich sehr zu schätzen! Alle stillen Leser möchte ich ermutigen, das auch ab und zu mal zu tun!

So, nun zur Sache. Ich habe ein hübsches „My Aunties“-Paket geschnürt, ein kleineres Apfel-Paket und noch ein paar Trostpreise bereit gelegt. Dafür tun müssen Sie aber auch ein bisschen was, das hatte ich ja schon angekündigt! Im Moment habe ich einen großen Quilt in Arbeit, in dem ich alle meine Tanten-Stoffe und sogar die Äpfel darin vernähe. Das Top ist schon fertig. Geneigte Leser haben schon davon gelesen. Nun die Frage...

Aus wie vielen Teilen besteht das Quilt-Top (die Oberseite des Quilts)?

Derjenige, der am genauesten geschätzt hat gewinnt! Sollten mehrere richtig geraten haben, entscheidet das Los. Gibt es weniger Treffer als Preise, haben auch die eine Chance, die sich ein bisschen verschätzt haben.

Ganz wichtig: bei den (anonymen) Kommentaren bitte unbedingt einen Namen und eine E-mail-Adresse hinterlassen. Kommentare, die keine Schätzung abgegeben haben, nehmen nicht an der Verlosung teil! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, aber das haben Sie sicherlich schon vermutet.

Na, an wie vielen Stückchen habe ich Stunden mit Zuschneiden, Zusammennähen und Nähte auseinanderbügeln verbracht?

Die Verlosung endet am Freitag Abend, den 24. Juni 2011, um 24 Uhr.

21. Juni 2011

So schön verklemmt (Tutorial)

Meine Mitbringsel- und Schnell-mal-ein-kleines-Geschenk-Kiste zeigt gähnende Leere. Das hat mich in der letzten Zeit immer wieder in große Verlegenheit gebracht, denn ich verschenke viel lieber Selbstgemachtes als etwas, was man – meistens unter viel Zeitdruck und mit wenig Hirn – kauft. Also musste ich was dagegen tun. Meine schönen neuen Webbänder, zwei wunderschöne Stücke Wollfilz und ein paar Klemmdinger, die mir Frau Kännchen vor einer Weile mal schenkte, kamen da genau richtig. Schlüsselanhänger!

Und weil die so schön schnell und einfach gehen, also auch für Ungeduldige und Nähanfänger geeignet sind, habe ich mal ein klitzkleines Tutorial gemacht – mit vielen bunten Bildern. Wer keine Anleitung braucht, erfreut sich einfach an den bunten Bilder und scrollt ganz schnell nach unten zur Einkaufliste.

Alle anderen aufgepasst:

1. Man schneide sich – am besten mit dem Rollschneider – Stücke aus Wollfilz aus. Für die Klemmen mit 30 mm Breite schneide ich Stücke im Format 31 x 310 mm aus.

2. Die Webbandstreifen zum Verzieren sollen die gleiche Länge haben – 310 mm. Dafür eignen sich auch wunderbar Webbandreste, die auf kein Kleidungsstück mehr passen.

3. Das Webbandstück wird mit Stylefix genau mittig auf den Wollfilzstreifen geklebt...

4. ... und darauf mit Geradstich 1 mm vom Rand entfernt oder mit einem ganz kleinen Zickzackstich an beiden Seiten festgenäht. Sehr schön finde ich auch Nähgarn in Kontrastfarben.


5. Dann kommt die Klemmschließe (oder auch Key Fob) dran. Das ist viel leichter, als es aussieht! Man legt die beiden Enden des verzierten Wollfilzstreifens exakt aufeinander und plaziert die Klemme direkt darüber, so dass die Seiten mit den Seiten der Klemme genau abschließen.

6. Dann drückt man mit einer Zange vorsichtig die Klemme an mehreren Stellen zusammen. Vorallem aber an den Seiten. Um das Metall der Klemme nicht zu zerkratzen, nimmt man am besten ein Stück Filz oder Moosgummi, das man in die Zange legt.

7. Zum Schluss kommt noch der Schlüsselring dran – fertig!

Aber Achtung – das macht süchtig! Wem ich die Schlüsselanhänger alles schenken soll, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall brauche ich mir für die nächsten drei Jahre keine Gedanken mehr über Mitbringsel, Weihnachtsgeschenke und Geburtstagsüberraschungen machen *lach*.

Das braucht man alles dazu:

Den schönen Daimer-Wollfilz gibt es z.B. bei Mymaki in ihrem Dawanda-Shop in verschiedenen Farben.

Die Klemmschließen oder Key Fobs findet man bei Kunterbunt-Design oder auf Dawanda bei verschiedenen Anbietern.

Stylefix gibt es bei Farbenmix.

Die hübschen Webbänder gibt es u. a. bei Michas Stoffecke.

Und den original Schlüsselroman auf dem ersten Bild gibt es hier.

Wer sich viel lieber ein Schlüsselanhängerdingens kauft, findet zum Beispiel sehr schöne bei Frau Kännchen im Shop.

17. Juni 2011

Tanten zum Bügeln

Der Sommer macht eine kleine Pause, die 30°C werden wir heute allenfalls per Kleiderbügel erreichen *lach*. Egal, denn sommerliche Tanten-Motive gibt es ab jetzt bei Peppauf. Alles was man dazu braucht, ist ein Kleidungsstück (oder was auch immer), ein Bügeleisen und ein Stück Backpapier. So schön kann Sommer sein.

Ganz verliebt bin ich ja im Moment in diese Ton-in-Ton-Kombinationen. Hier hab ich das neulich schonmal gezeigt.


14. Juni 2011

WOW!

Die Schnapszahl habe ich leider verpasst, aber 1.113 finde ich auch voll toll *lach*! Ich sehe schon, ich muss wohl gleich mal die Schere in die Hand nehmen.

So einfach will ich es Ihnen aber diesmal nicht machen. Einfach „mit Anlauf in den Lostopf hüpfen“ gibbet diesmal nicht. Ich denke mal angestrengt nach und freue mich derweil über jeden meiner Leser – egal ob alt oder neu!

DANKE!

Die Tanten-Stickies kommen!

Sie merken schon, die Spannung steigt ganz langsam. Damit keiner ganz plötzlich am Tanten-Fieber erkrankt, halten die Tanten peu à peu Einzug.

So gibt es ab kommenden Donnerstag neues Futter für die Stickmaschine. Und es lassen sich ohne viel Tamtam ganz zauberhafte kleine Sachen daraus basteln, die nicht sehr aufwändig sind und trotzdem was hermachen. Schlüsselanhänger zum Beispiel oder Lesezeichen.



Ab Donnerstag können sich also alle die, deren Herz für Folklore und altmodische Muster und Motive höher schlägt, bei Kunterbunt-Design eine Freude bereiten. Sonja hat die Motive der toffe in ganz wunderbare Stickereien verwandelt.

Und Schnappatmung bekomme ich schon, wenn ich die genähten Sachen der Probenäherinnen sehe. Und obwohl die Stoffe, Stickereien und Bänder aus meiner Feder stammen, bekomme ich schon fast Komplexe, wenn ich all die perfekten Sachen sehe, die gezaubert wurden. Wow! Von Frau Lilalotta schnappe ich mir vorab schon mal ein Bild mit ihrem zauberhaften Model. Ich bin deeply impressed, jetzt mal echt!

Übrigens: die große Tanten-Verlosung startet erst, wenn die 1.111-Verfolger-Marke geknackt ist! Wer also noch VOR dem Erscheinungstermin der Stoffe ein glücklicher Gewinner sein mag, der sollte schnell mal klicken. Heute ist Stalking à la G**gle ausdrücklich erlaubt ;-)!

Yummy Strawberries

Juni ist der Erdbeermonat! Mittlerweile kann man zwar schon fast das ganze Jahr Erdbeeren kaufen, aber mal ganz ehrlich... abgesehen davon, dass die armen Dinger, die man im Winter im Supermarkt kaufen kann, nie im Leben echte Sonne gesehen und warme Sommerluft geschnuppert haben, einfach nur rot aussehen und nach Wasser schmecken – zu echtem Erdbeergenuss gehört einfach Sonne, Terrasse, barfuß im Gras laufen und Hollerblütenlimo trinken. Und mein Geburtstag. Seit dem ich denken kann, gab es an meinem Geburtstag Erdbeerkuchen. Ok, bis zu meinem Geburtstag ist es noch ein bisschen hin (aber nicht mehr lange). Aber Erdbeeren werden hier jetzt wieder täglich gefeiert. Ganz klassisch als Erdbeerkuchen, Törtchen und Marmelade. Aber auch als selbstgemachtes Erdbeereis, Milchshake oder püriert zum Pfannkuchen.

Und wer Erdbeer Eli kennt, kennt auch die Freebie-Etiketten für selbstgemachte Erdbeermarmelade. Schon 2.326 mal runtergeladen! Ich hoffe, keiner hat Bauchweh bekommen von so viel Erdbeermarmelade *lach*.

Am langen Pfingstwochenende haben wir die erste Marmelade in die Gläser gefüllt. Vom Erdbeerfeld in Suburbia. Nachbarschaftserdbeeren sozusagen. Und weil die selbstgekochte Marmelade im letzten Jahr gerade mal bis August gereicht hat und wir den Winter mit selbstgekaufter Marmelade überstehen mussten, werden wir noch ein paar Einkochrunden einlegen müssen.

(Etikettenstanzer und totalecker-Stempel von hier!)


In diesem Jahr können wir die Marmelade noch besonders hübsch betüdeln. Nämlich mit Erdbeer Elis am laufenden Meter. In vier süßen Geschmacksrichtungen: Hellblaurot, Grünpink, Rosarot und Rosapink. Und das tolle: die sind wirklich das ganze Jahr über süß!

Wer lieber Erdbeeren pur genießt, für den gibt es noch ein schmales Band mit ganz viele leckeren Erdbeeren. In den gleichen Geschmacksrichtungen wie oben (Rosarot wird gerade noch geerntet).

Dann gab es bei uns am Wochenende auch noch Erdbeertörtchen.

Und weil ich die Erdbeerteller schon eine Weile im Schrank liegen habe und sie die Erdbeerzeit schon zweimal verpasst haben, werfe ich sie mal ganz schnell über den Ladentisch! Wer zuerst kommt, isst seinen Erdbeerkuchen zuerst! Von den Kuchenplatten habe ich zwei, sie kosten 17 Euro und haben einen Durchmesser von 280 mm. Die Erdbeerteller verkaufe ich als Set – 4 Stück für 50 Euro. Es sind kleine Dessertteller mit einem Durchmesser von 195 mm. Erdbeerfans bitte per E-Mail an mail(ät)hamburgerliebe(dot)com.

Guten Appetit! (Demnächst kommt noch was erdbeeriges – was verrate ich aber nocht nicht flöt)

Edit: Die beiden Kuchenplatten sind leider schon verkauft!

13. Juni 2011

12 von 12 (Juni) ... nachgereicht!

Die 12 von 12 am 12. habe ich gestern leider so gar nicht mehr geschafft. Abends bin ich näm lich völlig geschafft auf's Sofa gesunken. Wie ein Feiertag hat sich der Pfingstsonntag leider so gar nicht angefühlt, denn dadurch, dass mein kleines Fräulein Schlau die halbe Woche zu Hause einen Magen-Darm-Infekt auskuriert hat, hat meinen Zeitplan leider völlig über den Haufen geworfen. Nun sind wieder alle gesund und munter, aber das Pfingstwochenende war für mich ein sehr arbeitsreiches. Irgendwie schade.

Trotzdem wollte ich keinem die schon fast obligatorischen Wochenendeimpressionen vorenthalten – vor allem wenn der 12. schon mal auf ein Wchenende fällt.

Der Samstag begann für mich mit einer frühmorgentichen Verabredung mit meinen Tanten. Nur die Tanten, das sanften Schnurren der Nähmaschine und ich. Während der Rest der Familie noch still in den Federn schlummerte.

Was ich mir das vorgenommen habe, hat verdammt viele Teile und wurde viel größer, als ich mir vorgestellt habe. Das Zuschneiden und Nähte auseinander bügeln hat ebenso lange gedauert, wie die einzelnen Nähte zu nähen. Richtig, ein Quilt! Genauer gesagt ein „Sexy Hexy Love Quilt“. Das Cover ist nun fertig, hat mich aber viele Stunden gekostet.

Als  meine Lieben aufgewacht waren, hatte ich schon viele Nähte genäht und auseinander gebügelt. Nun erst mal ein spätes aber reichliches Frühstück.

Zwischendurch zur Entspannung mal ein paar nigelnagelneue Velours entgittert...

... und gleich auf ein T-Shirt gebügelt. Pink auf Pink – lässt sich schlecht ablichten, sieht aber sooo toll aus. So toll, dass ich heute gleich noch einen lila Pfau auf ein lila Kleidchen gebügelt habe. Fotos folgen! Das pinkfarbene T-Shirt muss allerdings erst mal eine Runde in der Waschmaschine drehen. Das kleine Fräulein wollte es nämlich gleich zum Eisessen anziehen. Schokoeis. Mehr muss ich nicht sagen, oder?

Die Nähpausen habe ich mit meditativen Tätigkeiten wie Wäsche aufhängen, Spühlmaschine ein- und ausräumen, Wäsche falten und aufräumen verbracht. Und kochen.

Man nehme zum Beispiel 30 solch zart duftende Blüten, Zucker, Wasser, Ascorbinsäure und Zitronen...

... spüle die Fläschchen wie jedes Jahr...

... und fülle den leckersten Hollerblütensirup ever ab und freue sich über den neuen Vorrat für Limo, Prosetscho und andere erfrischende Köstlichkeiten. Rezept steht übrigens hier.

Der heutige Tag war ähnlich. Nur dass wir am Nachmittag noch lieben Besuch hatten und die Beine dann doch noch ein bisschen lang machen konnten.

Dabei haben wir ganz viele Erdbeeren geschlemmt. Große...

... und auch ganz kleine. Mehr dazu morgen!

Danke für's Gucken! Mehr 12 von 12 gibt es wie immer bei Frau Kännchen.