30. September 2009

Tellerlei

Ich gestehe, an die Plastiktellerchen habe ich mein Herz verloren. Das geht soweit, dass das große Kind schon dann und wann darum bittet, von einem „normalen“ Teller essen zu dürfen. Pffüh, kleine Banausen. Das kleine Kind hingegen ist ein Fan. Vor allem von Robert Raumfahrer und von einem Teller, den Sie noch nicht kennen. Aber um den vorzustellen muss erst noch die passende Jahreszeit kommen. Also in Kürze.

Ganz großzügig verteilt sie heute morgen die erst gestern Abend angekommenen, nigelnagelneuen Wiesn-Teller: Den (Zenzi und Seppl) krieg ich und den (Spatzl) kriegst du, Mama. Abba den (Zenzi und Seppl), den krieg NUR ich. Sehr nett, aber die Teller wandern ausnahmsweise mal in den Shop und nicht in den Schrank. Der quillt nämlich schon bald über.

Ich kann mich übrigens nicht entscheiden, welchen ich herziger finde. Und wenn ich's mir recht überlege, könnte ich mir bei der nächsten Bestellung noch ein Spatzl in den Einkaufskorb packen. Nur für mich. Oder die Zenzi und den Seppl. Jo mei...

29. September 2009

Schietwetter und warme Gedanken

Nun legt er aber ein Tempo vor, der Herbst, 14° Grad und Dauerschauer hier im Norden. Schietwetter vom feinsten. Aber alles hat seinen Sinn und alles hat seine Zeit. Der fröhlichen Ausgelassenheit des Sommers, Trallala und Hoppsassa, Tagen, die so schienen als würden sie nie zu Ende gehen, muss die Ruhe folgen. Die Natur zieht sich zurück, die Früchte sind reif und Blätter fallen, alles braucht eine Pause. Und so dachte ich mir gestern, als ich bei einer Freundin saß, heißen Kaffee und frisch dem Ofen entschlüpfte, herrlich duftende Muffins vor mir hatte, draußen der Regen an die Tür prasselte und die Kinder erstaunlich friedlich vor sich hinpuzzelten – da dachte ich mir Ja, so muss das sein, so ist das gut. Und erinnere mich heute Morgen noch mal an diesen schönen Gedanken, als sich schon die schlechte Laune anschleichen will angesichts des graufeuchten Anblickes aus dem Fenster. Nein, so muss das sein, so ist das gut.

Was aber auf alle Fälle auch sein muss bei diesem Schietwetter, ist ein Tatüta, dass die Taschentücher warm hält. Passend zum Zenzi-Tascherl im Alpenlook.

28. September 2009

Wiesn Gaudi

Wo schon so manchem Münchener langsam die Puste ausgeht, was dieses ganze Wiesn-Gedöhns angeht, geht es bei mir auf Grund der Foto-Flaute jetzt erst richtig los. Gerade noch rechtzeitig ist mein Zenzi-Tascherl fertig geworden, mit dem meine liebe Freundin am Ende der Woche die Wiesn stürmen wird. Damit Geld, Handy und Aufbrezl-Utensilien bei dieser schon sehr herbstlichen Witterung nicht frieren, ist die Tasche aus Wollwalk-Loden mit original Trachtenjanker-Knöpfen aus meiner Kindheit. Es geht eben nichts über eine geerbte Knopfsammlung, in der man immer das passende (Schmuck-)Stück findet. An der Seite gibt es noch einen Haken für Schnickeldi-, Pillepalle- oder sonstige Anhänger, gepimpt mit dem Herzilein-Band von Frau Pimpinella. Ich finde, das ist ja mal wie geschaffen für die Wiesn-Gaudi-Stickserie, die es seit letzten Donnerstag bei Kunterbunt-Design zu kaufen gibt.

(Bilder zum Vergrößern anklicken!)

Das kleine Ding liebt es ja eher funky und sie findet das große Edelweiß auf der Mütze so grandios wie ich. Das ist ja nicht immer so selbstverständlich, den Mademoiselle zieht bei weitem nicht ALLES an, was ich ihr so vor die Nase halte. Übrigens habe ich mich nun endlich mit meiner neuen Ovi angefreundet, wie sie sehen können.

Zum Schluss noch die versprochene Brotzeit mit Brezn und Weißbier – nehmen Sie Platz, greifen Sie zu! Legen Sie sich schon mal eine Brezn-Serviette auf die Knie und zücken Sie Messer und Gabel – die Weißwürscht kommen gleich um die Ecke. Dass schon nach 12 Uhr* ist, lässt uns hier im Norden so kalt, wie das Weizn aus dem Kühlschrank. Prost!

* In Bayern sagt man, dass die Weißwurst das Mittagsläuten nicht hören darf, ergo ist sie dort eine klassische „Frühstückswurst”. Ja Mahlzeit!

I love to blog

Sie sehen, ich bin wieder im Bilde. Und wie das kommt?

Nein, mein Ladegerät hab ich leider noch nicht wieder gefunden. Aber ich schreibe seit einer Weile diesen Blog. Und diese unbegreiflich virtuelle Welt wird manchmal sehr greifbar. Wenn mir nämlich in einem Moment der Verzweiflung (auf der erfolglosen Suche nach oben genanntem) eine liebe Leserin mir postwendend ihr Zweit-Ladegerät schickt, ohne dass sie weiß, ob sie es jemals wieder bekommt. Ohne dass sie mir vorher jemals begegnet wäre. In dieser virtuellen Welt finde ich das eine so anrührende Geste, dass dieses virtuelle Busserl ganz alleine dir – Sabine aus K. – gebührt! Du hast mich damit sehr froh gemacht!

Und weil ich nun wieder so fröhlich Fotos schießen kann, folgen demnächst noch ein paar Impressionen von Zenzi, Brezn und Konsorten. Wir SEHEN uns!

24. September 2009

Change the Battery Pack!

Frau Hamburger Liebe ohne funktionierende Kamera, das ist soviel wie Zwetschgendatschi ohne Schlagsahne. Oder Latte ohne Latte.

Vielen Dank für die sachdienlichen Hinweise, aber ich bin weiterhin verzweifelt. Ich bin gestern ungefähr fünfmal in den Keller gelaufen, habe alle Reisetaschen noch mal auf eventuelle Geheimfächer, doppelte Böden und unsichtbare Verstaumöglichkeiten untersucht, habe das Auto auf Knien durchkrochen (Alter Falter, was man da alles findet...), auch hier noch mal alle Geheimfächer überprüft (jetzt weiß ich wenigstens, wo man den Erste-Hilfe-Kasten findet), habe die gesamte Schmutzwäsche, die schon gar nicht mehr vom Urlaub stammt, durchkämmt. Habe Schränke und Kisten geöffnet, die schon lange keiner mehr geöffnet hat. Leider alles Fehlanzeige.

Ich fürchte, ich muss langsam einen Plan B ausarbeiten.

Bis dahin kann  ich Ihnen schon mal versichern, dass das mit einem Lebkuchenherz gepimpte lila T-Shirt für das kleine Ding wirklich zum Anbeißen aussieht. Heute Nachmittag, wenn ich das kleine Ding vom Kindergarten abhole, schmeckt es bestimmt auch noch süß. Oder was es eben sonst so zum Mittagessen gab...

23. September 2009

Brotzeit weißblau

Falls ich dann irgendwann mal das Ladegerät für meinen Kamera wieder finde, das seit unserer Rückkehr verschollen ist, kann ich Ihnen auch den Rest des Brezn-Brotkorbs und die dazugehörigen Servietten zeigen.

So lange müssen Sie sich eben mit diesem kleinen Amuse Gueule begnügen.

Für sachdienliche Hinweise, was die Fahndung nach meinem Ladegerät betrifft, bin ich sehr dankbar.

Für alle, die noch nicht die reizenden Ergebnisse der neuen Wiesn Gaudi-Stickserie bewundern konnten (zum Beispiel hier, hier, hier oder hier): es gibt sie ab morgen bei Kunterbunt-Design zu kaufen. Übrigens hat auch Frau Maki ein paar zauberhafte Wiesn-Täschchen zum Sticken gezaubert, sie lassen sich mit der Wiesn-Serie prima kombinieren. Siehe hier!

Ich klebe so lange noch ein weiteres AB.C-Pflaster auf, nähe fröhlich im abgeschlossenen Zimmerlein und strenge mächtig meinen Kopf an um den entscheidenden Geistesblitz zu haben, wo ich denn nun noch suchen könnte. Und wenn die Kamera dann wieder meine Freundin ist, bekommen Sie eine zünftige Brotzeit!

Mahlzeit!

22. September 2009

Jo mei pfundig!

Trotz Rücken will ich Ihnen natürlich nicht die tägliche Portion Alpenromantik vorenthalten.

(Na, haben Sie sich schon Ihr Weißbier kaltgestellt und die Brezeln besorgt? Nein? Dann aber hurtig!)

Isch hab Rücken.

Eingeklemmter Ischias. Weil man so was ja auch unbedingt braucht. Autsch.

21. September 2009

Kommen, sehen, staunen

Sie waren noch nie in Tirol? Kommen Sie mit, es ist nicht weit. One click ahead sozusagen. Oder Kimmsch mit? wie der Tiroler sagen würde...

Wenn Frau Hamburger Liebe auf Reisen geht, gibt es immer ein Fotoalbum. Einen virtuellen Dia-Abend sozusagen mit virtuellen Käsehäppchen und Salzstängelchen. Greifen Sie zu!

Edit: Vielleicht sollte ich noch mal erwähnen, dass das Bild oben nur ein Ausschnitt des Übersichtsbildes von meinem Flickr-Album ist. Zum Fotoalbum mit Tiroler Impressionen geht es hier lang!

O'zapft is!

Wir sind wieder zurück.

Also zu Hause sind wir ja schon seit ein paar Tagen, aber das wirkliche Leben hat uns erst seit heute Morgen wieder. Die paar Tage Heimurlaub waren das Beste, was wir tun konnten und das Wetter war uns hold.

Während wir noch in Alpenerinnerungen schwelgen, grüne Almwiesen, blauer Himmel und schneebedeckte Gipfel an unserem inneren Auge vorbeiziehen, wurde in der bayerischen Landeshauptstadt die 176. Wiesn eröffnet. Die Maß kostet in diesem Jahr 8,60 Flocken (wieder mal ein Rekord), mehr als 6 Mio. Gäste aus aller Welt werden erwartet. Die Menschen werden feiern, zum Wiesn-Hit 2009 schunkeln bis ihnen schwindelig wird, sie werden sich die Köpfe einschlagen und der eine oder andere wird ein paar Maß über den Durst trinken.

Hier im fernen Suburbia geht es da weit friedlicher zu. Aber auch hier wird es die nächsten Tage ziemlich weißblau und auch ein bisschen voralpenländlich werden. Das hatte ich ja schon versprochen.

Stellen Sie sich also schon mal ein Weißbier kalt und besorgen Sie sich ein paar Aufbackbrezln. Den Rest gibt's dann hier...

14. September 2009

Sag zum Abschied leise Servus

Dicker Nebel und die kalten, nassen Finger des Herbstes vertreiben uns aus Hansi-Hinterse.er-Land. Das macht den Abschied leichter, denn süßlich warme Gedanken an frischen Apfelstrudel und einen herbstlich milden Sonnenabend auf der Almwiese nehmen wir gern mit nach Hause. Der Geschmack von Tiroler Gröschtl und Almdudler liegt uns noch auf der Zunge, der Muskelkater der letzten Bergrunde hat sich auch in der Sauna nicht ganz vertreiben lassen.

Die Waterkant ruft uns nach Hause und vor uns liegen (neben 1.000 zu fahrenden Kilometern) noch ein paar entspannte Tage Heimurlaub. Damit der raue Alltag nicht all zu unsanft wieder zuschlägt, habe ich noch ein paar Schmankerln für die Daheimgebliebenen im Gepäck, ein bisschen Alpenromantik für zu Hause sozusagen. Jo mei pfundig!

Bis bald im Heimathafen!

Urlaubsgrüße (8)

Urlaubsgrüße (7)

11. September 2009

10. September 2009

Urlaubsgrüße (5)

(Mit einem besonders herzlichen Grüß Gott an den 100. Leser dieses Blogs!)

4. September 2009

Ich bin dann mal weg.

Nicht, dass ich schon angefangen hätte Koffer zu packen. Noch nicht mal die Wäsche ist fertig gewaschen. Aber heute Abend geht's los. Na, raten Sie mal wohin?

Genießen Sie das Leben, seien Sie nett zueinander und bleiben Sie gesund! Ich freue mich auf ein Wiedersehen. Pfüadi!

2. September 2009

Herbst auf dem Tisch

Im Moment bin fühle ich mich gezwungen, alle Zeitfresser auszuschalten – der Blog gehört leider auch dazu. So kurz vor dem (wohlverdienten) Urlaub brennt es an allen Ecken und ich weiß nicht, welchen Brand ich zu erst löschen soll. Schon längst wollte ich Ihnen ein paar meiner Lieblings-Kürbisrezepte flüstern und Zucchini ernte ich auch immer noch. Zum Kochen komme ich dieser Tage wenig, heute gibt es zum Beispiel Mittagessen vom Thai-Imbiss. Das ist allerdings auch nicht zu verachten, denn der Thai-Koch zaubert auch leckeres Essen (in meinem sind sogar Zucchini drin, sehe ich gerade) und die frisch geputzte Küche bleibt sauber.

Trotzdem will ich ein sehr Schmackofatz-Kürbis-Rezept mit Ihnen teilen, dass mir sozusagen fernmündlich überliefert wurde und schon vor einigen Tagen auf dem Tisch stand. Genauer gesagt auf dem Terrassentisch, mittags, umgeben von tief stehender, güldener Herbstsonne. Schmacht!

Nach dem auch ich nur vage Anhaltspunkte über die zu verwendenden Mengen bekommen habe, müssen Sie selbst ein bisschen kreativ sein, was die Zutaten angeht.

Man nehme: einen mittelgroßen Kürbis (hier: Hakkaido) waschen, entkernen, in Stücke schneiden. 3-4 mittelgroße Möhren ebenfalls waschen, ggf. schälen, in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. ein walnussgroßes Stück Ingwer schälen, klein hacken. In einem großen Topf etwas Sesam- oder Sonnenblumenöl erst den Ingwer, dann die Möhren und den Kürbis andünsten, mit ca. einem Liter Gemüsebrühe aufgießen, bei kleiner Hitze köcheln, bis Möhren und Kürbis weich sind. Währenddessen dicke Scheiben Schwarzbrot abschneiden, in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit reichlich Butter anbraten, zur Seite stellen. Zur Suppe eine Dose cremige Kokosmilch dazugeben, alles mit dem Zauberstab fein pürieren und mit Curry (ich habe mich diesmal für den Madras-Curry entschieden) und ggf. Salz und Pfeffer abschmecken. Mit dem gerösteten Brot servieren.

Während Sie sich jetzt auf in den Garten machen und einen Kürbis pflücken oder den Einkaufszettel für den Supermarkt (oder Wochenmarkt) schreiben, werde ich heute Nachmittag eine schlechte Mutter sein, dem kleinen Kind eine „Sendung mit der Maus”-DVD einlegen, das große Kind zu einem Freund schicken und mich den großen IKE.A-Taschen voller Wäsche widmen, die ich bis dahin noch waschen und durch den Trockner jagen muss. Denn im Urlaub müssen wir ja auch was anziehen und wie es aussieht, werden wir nicht den ganzen Tag im Bikini abhängen. Was enorm die Arbeit erleichtern würde...