31. Januar 2010

Inspiration (3)

Was wir so am Sonntag Vormittag machen? So was.

Fitzelkram delüx. Nichts für Grobmotoriker. Aber macht sehr viel Spaß.

Wer sich bereits angesteckt hat mit all' der Robomanie hier im Blog, kann sich schon mal seinen eigenen DIY Paper Robot bauen. Die Vorlage für einen print your own-Bastelbogen gibt es zum Beispiel hier. Wer eher auf Superhelden steht, findet hier ein paar spannende Bausätze – ebenfalls zum kostenlosen Download.

30. Januar 2010

Hamburg-Berlin-Hamburg

Berlinberlin. Stellen Sie sich vor, Frau Kännchen und Frau Hamburger Liebe steigen mutig in den Zug Richtung Hauptstadt, um diesmal ziemlich analog und ganz und gar nicht virtuell der Einladung zum Kaffeekränzchen mit Frau Mutti zu folgen. Crazy. Ein Blind Date sozusagen. Und jeder Außenstehende hätte wahrscheinlich nicht schlecht gestaunt, als sich die Damen einander vorstellten. Da hieß es Ich bin Frau Suppenklar, Frau Mutti, Frau Wollteufel, die Mutter der liebsten Tochterfreundin, die Freundin, die nie Zeit hat, Frau Rieger und der Shop von Frau Rieger, Frau Blümel und der kleine Herr Blümel (so ein zuckersüßer Quotenmann in der Runde, ich kann Ihnen sagen...). Kryptisch? Irgendwie schon, aber jeder wusste Bescheid. Und irgendwie war es merkwürdig. Viele von uns hatten sich noch nie vorher gesehen und wir knüpften Gespräche an, als hätten wir uns erst letzte Woche das letzte mal gesehen. Passender Weise haben sich die Damen im 1000-Kalorien-Kuchen-Tempel von Frau Barcomi getroffen und Torten geschlemmt, bis es draußen dunkel war.

Meine Damen, es war ein reines Vergnügen! Es wurde ausschweifend über Stickmaschinen, Bloggerbekanntschaften und das Wetter parliert, Fotos geschossen (natürlich!) und Plätze getauscht. Dass es jede Menge zu lachen gab, muss ich vermutlich nicht extra erwähnen.

Leider haben Frau Kännchen und ich den Zug knapp verpasst, so dass wir erst spät wieder in Hamburg ankamen. Beide ein bisschen angeschlagen mit Migräne und einem Infekt sind wir wohl todmüde in die Federn gesunken. Mein Weg nach Suburbia mit der U-Bahn musste ich mit Massen von besoffenen und pöbelnden HSV-Fans teilen. Unschön, so was. In unserer Abwesenheit hat sich die Hansestadt in ein zuckerweißes Winterwonderland verwandelt, der Schnee wurde zum Stadtrand hin immer mehr und mehr.

Inspiriert vom süßen Berliner Backwerk musste ich heute morgen noch im Pyjama Teig kneten – ich konnte nicht anders. Rusks nach einem Rezept der südafrikanischen Schwiegermutter meiner Freundin.

Der Schnee war zu schön, um den Tag drinnen zu verbringen und so sind wir zu einem herrlich langen Spaziergang durch einen schneebezuckerten Winterzauberwald aufgebrochen.

Auch an diesem Wochenende konnten wir uns die Füße und Hände in einem wunderschönen Wohnzimmer im Norden, direkt vor den Toren der schönsten Stadt der Welt, aufwärmen. Am Kaminfeuer der Alten Rader Schule haben wir bei Glühwein, Sauerbraten vom Wildschwein mit Rotkohl und Rosmarinkartoffeln, Bergen von Pfannkuchen mit Apfelmus und Fliederbeersuppe mit Grießklöschen unsere Lebensgeister wieder erweckt.

Jetzt Feierabend, Vollmond, Sternenhimmel, Vorfreude auf einen ganz entspannten Sonntag mit viel viel Schnee.

28. Januar 2010

Inspiration (2)

Morgen sollen hier mal andere arbeiten. Ich jedenfalls bin dann nicht zu Hause. Ich mache einen sehr, sehr aufregenden Ausflug mit Frau Kännchen und bin schon sehr, sehr aufgeregt.

Und wer Weekend on Ice machen will, dem sei gesagt, dass es an diesem Wochenende zwar kein Alstereisvegnügen geben wird, aber dennoch 4-8 Glühweinbuden auf der Alster aufgestellt werden und Sie Ihren Liebsten oder Ihre Liebste samt Schlittschuhen auf's Glatteis führen dürfen. Auf eigene Gefahr, versteht sich. Sogar für Klohäuschen und Abfallbehälter sei gesorgt. Hab' ich im Radio gehört.

Edit: Ach ja, falls Sie fragen: dieses hübsche Geschenkpapier habe ich schon vor einer ganzen Weile bei Perle gekauft, um es zu rahmen und bei dem kleinen Glücksritter ins Zimmer zu hängen. Bis heute lag es allerdings auf dem schönen weißen Schrank und hat Staub angesetzt *tststs*.

Kleiderschrank sucht neues Zuhause!

Unser weißes Schätzchen sucht ein neues Zuhause. Falls Sie einen hübschen Kleiderschrank brauchen, in Hamburg wohnen und ein großes Auto haben – hier geht's lang!

Der Hübsche wird demnächst durch eine Schrank aus meinem Lieblingsladen ersetzt. Hach, was freu ich mich darauf!

Inspiration (1)

Ein befreundeter Fotograf in den USA sagt seit dem ich ihn kenne, er freue sich jeden Morgen auf seine Arbeit, als würde er auf den Spielplatz gehen. Mir geht es genauso. Meine Arbeit macht mir so viel Spaß, dass ich mich jeden Morgen darauf freue. Das ist ein bisschen wie spielen. Dafür bin ich sehr dankbar. Und manchmal hat Inspiration für mich ganz real mit Spielen zu tun. So wie eben.

Bleiben Sie dran, es wird mal wieder spannend!

27. Januar 2010

Ich denk an Sommer.

Wenn es draußen sehr kalt ist, Schnee und Eis nicht gehen wollen, kann man sich einen heißen Tee machen. Oder warme Gedanken an Sommer, Sonne, Strand und Meer. So haben wir gestern unseren Sommerurlaub gebucht. Eigentlich wollten wir ganz woanders hin, aber da wo wir hin wollten, haben wir keine schönen Ferienhäuser gefunden. Und jetzt bin ich absolut total aufgeregt und begeistert, dass wir im Sommer zwei Wochen lang genau diesen Ausblick genießen werden. Hach, mir wird ganz warm ums Herz.

(Und übrigens ist es – zumindest auf den Bildern – genau meine Traumvorstellung von Urlaubsdomizil: eine alte Hütte am Strand, also DIREKT am Strand, mit Blick auf die Bucht, minifuzziklein und hinten im Garten eine Hängematte.)

Alster on Ice

„Das Risiko ist nach Meinung der Fachleute zu groß. Es sei vor allem die Masse der Besucher, die zum Problem werden könnte.“ Das sagt aktuell das Abendblatt. Also wird es an diesem Wochenende kein Alstereisvergnügen geben. Dass man aber schon jetzt ein unglaubliches Vergnügen auf der zugefrorenen Alster haben kann, davon habe ich mich heute höchstselbst überzeugt. Ganz auf eigene Gefahr, versteht sich. So wie die unzähligen Radio- und Fernsehteams. Und natürlich all die anderen Fußgänger, Schlittschuhläufer, Schlittenkinder, Eishockeyspieler, Liebespaare, Schulschwänzer, Touristen und Hamburger, nahezu alle mit einem Fotoaparat bewaffnet. Manche voller Staunen, andere ausgelassen, und einige mit einem nostalgischen Glanz in den Augen – so wie der ältere Mann, der mich bat, ein Foto von ihm und der Stadtsilhouette zu machen. Denn wer weiß, ob er das noch mal erleben darf.

Ich bin überwältigt. Das Läuse ein aufregendes Thema sind – aufregend in jeder Hinsicht – war mir bewusst, aber es scheint ein echtes Massenthema zu sein. Herzlichen Dank für die vielen, vielen Meinungen.

Zunächst muss ich mal voraus schicken, dass wir mit dem Thema bislang wie durch ein Wunder verschont geblieben sind, obwohl viele Monate der 3,5 Jahre Kindergartenzeit mit meinen Kindern Läusealarm in den Kindergärten herrschte, in die meine Kinder bis heute gingen. Ich habe zwar immer gespannt den Horrorgeschichten gelauscht, die mir andere Mütter so berichtet haben, habe mich auch schon selber „eingelesen“ (danke, seemownay für deinen Lese-Tipp), aber musste selber noch nie handeln. Das war vermutlich auch einer der Gründe, die mich gestern den Gedanken an Apotheke und Läuseparty ziemlich schnell haben verwerfen lassen. Natürlich war für mich klar, dass ich das Kind mitnehmen würde. Aber der Gedanke daran, ihm bei uns zu Hause eine Mütze aufzusetzen (Tipp der Erzieherin), den Gang ins Kinderzimmer und auf's Sofa zu verweigern (à la heute gibt's nur Brettspiele am Tisch) schien mir zu grotesk. Das Kind eigenmächtig mit einem der zahlreichen Mittelchen aus der Apotheke zu entlausen, schien mir ein ziemlich gewagter Übergriff auf die elterliche Entscheidungsgewalt. Ich wusste auch, dass das Kind vor Weihnachten schon mal kleine Haustierchen hatte und die Mutter dabei sehr gewissenhaft, überlegt und sorgfältig gehandelt hat.

Kurzum habe ich alle Kinder ins Auto gepackt, bin noch mal kurz nach Hause gefahren um Schnuffi (dessen Geburtstagsparty leider ausfallen musste), was zu Essen und zu Trinken ins Auto zu packen und bin zum nahegelegenen Biohof gefahren. Dort habe ich mir so lange die Füße abgefroren (weiterhin auf diverse Anrufbeantworter und Mailboxen gesprochen) bis es Dunkel war und die Kinder nicht mehr Och nöö, noch nicht nach Hause gejammert haben. Alle hatten ihren Spaß, haben schön brav die Mützen auf dem Kopf gelassen und ich musste niemandem eine Rechnung präsentieren. Als wir nach Hause kamen, stand schon der Papa des Kindes vor unserer Tür. Ich würde sagen, ich bin mit einem blauen Auge davon gekommen.

Mittlerweile habe ich alle nötigen Handynummern für den nächsten Notfall. Letzten Endes sah es wohl so aus, dass bei dem Kind zwar Nissen aber keine lebenden Läuse gefunden wurden und die Nissen ca. 15mm weg vom Haaransatz an den Haaren klebten, so dass es gut möglich sein kann, dass diese noch vom letzten Befall her stammten. Da bei einem Kind in der Gruppe allerdings lebende Läuse gefunden wurden, hat man alle Verdachtsfälle einfach mal in einen Topf geworfen. Kann ja auch von Nutzen sein. Die Mutter hat allerdings auf eine weitere Behandlung verzichtet.

Ein Kind prophylaktisch gegen Läuse zu behandeln, davon wird ja eher abgeraten. Bei meinen Kindern habe ich keine Krabbeltierchen-Spuren gefunden und somit bleibe ich zum Glück auch diesmal ahnungslos, wenn es neuerdings am Eingang der Kita mal wieder heißt:

Zur Zeit haben wir folgende Infektionskrankheiten im Haus: LÄUSE!

26. Januar 2010

Gewissensfrage

Stellen Sie sich mal folgendes vor: Sie gehen in den Kindergarten, um ihr Kind und dessen Freund abzuholen. Die Erzieherin kommt Ihnen entgegen und flüstert Ihnen, dass das Freundkind kleine Krabbeltierchen auf dem Kopf hätte – nur so zu Info – und die Eltern hätten sie zwar zu erreichen versucht, aber nicht sonderlich erfolgreich. Was kein Wunder ist, denn die sind nämlich beide zu einer Fortbildung und deswegen haben sie ihr Kind schon vor drei Wochen bei Ihnen eingebucht. Die Handynummer des Vaters haben Sie nicht und aus Datenschutzgründen gibt sie der Kindergarten nicht raus. Das Handy der Mutter ist abgeschaltet.

Was machen Sie jetzt?

(Was ich gemacht habe, erzähle ich Ihnen dann später.)

70 Jahr, blondes Haar...

Oh Mann Schnuffi, wo ist bloß die Zeit geblieben? Jetzt bist du schon 10 Jahre alt und benimmst dich immer noch wie ein Hundekind. Wie alt ist ihr Hund? fragte am Sonntag die Frau mit dem Goldie-Welpen am Elbstrand während Schnuffi einen Spielmitmirtanz mit Verbeugung, Luftsprüngen und Schwanzgewedel aufführt. 10 sage ich, fast 10! 10 Monate, oder? fragt sie zurück.

Du bist mein erstes Kind, mein Kuschelwuschel, mein Stinktier. Wasser ist dein Element, egal ob es in einer schmutzigen Schlammpfütze schwimmt, gefroren als Schnee im Garten liegt oder salzig schmeckt und Sand daran klebt. Du bist und bleibst meine beste und treueste Freundin, danke dafür! Und wenn ich mit 70 noch genauso fit bin wie du, kann ich mich „von” schreiben.

Happy Birthday du heißgeliebtes Hundetier!

25. Januar 2010

Elbe on Ice

Wenn die Elbe Packeis schiebt, muss man das gesehen haben. Auch bei -8,5°C (gefühlten -20°C) und einem Wind, der einem augenblicklich die (unvermeidliche) Rotznase anfrieren lässt. Irgendwie hatten die großen grauen Eisschollen und -blöcke gestern auf der Elbe etwas urgeschichtliches und es hat sich angefühlt, als müsste man stets auf der Hut sein, wenn gleich der letzte überlebende Dinosaurier über den Süllberg gestolpert kommt um im ewigen Eis seine letzte Ruhe zu finden. Uuaaaah!

Ein paar mittelgroße Dinosaurier haben wir dann doch noch gesehen und den Lärm, den die schweren Pötte bei ihrer Kollision mit unzähligen großen Eisstücken gemacht haben, konnte wir sogar durch unsere dicken Kapuzen hören.

Es war so bitterkalt und windig, dass wir bald in Blankeneses gemütlichstes Wohnzimmer zu Cornish Cream Tea mit ofenwarmen Scones und Kartoffelsuppe mit Nordseekrabben geflüchtet sind. Ich liebe dieses Café, aber bei Lühmann's muss man an einem Wochenende immer sehr viel Geduld mitbringen, um einen der begehrten Plätzchen auf einem Sofa in einem der kuscheligen kleinen Räume zu bekommen. Hat man dann aber mal zwischen Grammophon und Vertiko Platz genommen, die Hände an der ersten Tasse Tee gewärmt, mag man so schnell nicht mehr aufstehen. Für Kinder gibt es jede Menge Lesefutter, während sich die Großen an all den Köstlichkeiten sattessen können, die die abwechslungsreiche Speisekarte oder das sagenhafte Kuchenbuffet bietet.

Wer bei Lühmanns ein Stück der leckeren Obsttorten bestellt, sollte wissen, dass ein Kuchen in ca. 8 Stücke geteilt wird (keinesfalls in 12, wie sonst üblich) und man locker zu zweit mit einem Stück auskommt. Außer man bekommt einfach nicht genug.

Man kann dort also sprichwörtlich im stilvollen Rahmen einen wundervollen Sonntagnachmittag verbringen.

Und wenn es weiterhin so klirrend kalt bleibt, heißt es hier vielleicht am nächsten Wochenende Alster on Ice – wer weiß?

21. Januar 2010

Pimp my Shirt (das fünfundneunzigste)

Man nennt mich auch die „Queen of Pimp“, ehrlich! Ich bin nämlich ein faules Lieschen. Denn statt endlich mal den UFO-Stapel meiner bereits zugeschnittenen T-Shirts fertig zu nähen, greife ich lieber zu Fertiggerichten. Äh, Fertig-T-Shirts. Geht so schnell und Sie wissen ja: cheap and cheerful.

In diesem Fall habe ich erst mal beherzt zur Schere gegriffen, die Ärmel abgeschnitten und aus gestreiftem Jersey (use what you have!) neue dran genäht. Dabei entsteht so eine Stulpenoptik. Ich habe es bei der alten Länge belassen, aber für größere Frolleins kann man das angenähte Stück ruhig ein bisschen enger und länger machen, so dass man den unteren Teil schön hoch „schoppen“ kann. Ist dann noch stulpiger. Außerdem nehme man die Tasche einer alten Jeans (nach diesem und diesem Stück ist sie jetzt fast aufgebraucht, die Gute), einen total coolen Glamour-Glitzer-Gloria-Hamburger-Liebe-Anker (seit heute erhältlich bei Farbenmix!), bügle den letzteren nach Anleitung auf die Tasche, fixiere diese mit Wondertape auf dem T-Shirt und nähe einmal außenrum (unbedingt mit einer Jeansnadel, sonst macht es gleich auf den ersten Millimetern Pling!).

Und fertig ist ein weiteres maritimes Einzelstück aus der Serie: Pimp your Shirt und hab' unheimlich viel Spaß damit!

Viel Spaß beim Nachmachen!

19. Januar 2010

Hamburg on the beach

Winterkinder haben ja das Nachsehen, wenn es um eine sommerliche Garten-Geburtstagsparty geht. Sackhüpfen und Sandburg bauen ist da eher nicht angesagt. In diesem Jahr sind bei dem kleinen Glücksritter aber wirklich keine Wünsche offen geblieben.

Er hatte schon im letzten Sommer – nach einem Besuch seiner Kita-Gruppe im Beach Volleyball Center – die Idee, seinen nächsten Geburtstag unbedingt dort feiern zu wollen. Bis zum Winter hat er beharrlich an der Idee festgehalten. Außerdem hatte er sich aber auch zu seinem Geburtstag Schnee gewünscht. So viel, dass er mit seinen Freunden Schlittenfahren kann. Und welche kurze Hose er anziehen will, hatte er auch schon festgelegt.

Was soll ich sagen? Er ist und bleibt ein Glückskind. Vormittags barfuß toben im Sand, Schatzsuche und Sandburgenbau, Geschenke auspacken unter Palmen. Nachmittags ab auf die Piste, Schlittenfahren bis in die Dunkelheit, der beste Freund bleibt gleich über Nacht und am nächsten Tag fahren wir bei reichlich Neuschnee (Neuschnee!) weiter, bis uns die Füße abfrieren und wärmen uns dann bei seinem Freund zu Hause vor dem Kaminfeuer die selbigen wieder auf.

Gestern dann noch mal Winterwonderland pur, 25 cm puderweißer Pulverschnee, angenehme -1°C, Sonnenschein. Trotz einem Berg voll Arbeit auf meinem Schreibtisch konnte ich nicht widerstehen und habe mit Schnuffi einen ausgedehnten Waldspaziergang unternommen. Leider ohne Foto, aber ein weißer Traum.

Heute kuschelige 2°C, Siffmatsch soweit das Auge reicht, dicker Nebel hängt in den Bäumen und leckt an der weißen Pracht. Heute morgen seit zwei Wochen das erste Mal kein Schlittentaxi mehr und die Kinder kann ich heute Nachmittag vermutlich auswringen, so triefend nass werden sie sein.

Schade eigentlich. An solche Winter im Norden könnte ich mich wirklich gewöhnen.

15. Januar 2010

6!

Du bist und bleibst mein Wonderboy. Mein Superheld. Mein Glücksritter. Mein Traumtänzer. Mein ganzer Stolz. Werde größer, aber bitte bleib wie du bist. I love you, sweetheart!

14. Januar 2010

Cheap and cheerful!

Das schöne am Selbermachen ist ja nicht nur der Spaß am Selbermachen sondern auch die Tatsache, dass man (und vor allem auch Frau) mit einfachen Mitteln (und meistens wenig Geld) Unikate zaubern kann, die unbezahlbar sind.

Da geht Frau (Hamburger Liebe) zu Hasi und Mausi, kauft für schmales Geld einen ganzen Arm voll T-Shirts (cheap!) für das kleine Ding, die quasi über Nacht aus allem rausgewachsen zu sein scheint, öffnet zu Hause die Post, findet zauberhafte Schätze darin und hat einen Tag später die neue Frühjahrskollektion auf dem Fußboden ausgebreitet. Nötig war dazu nur das Bügeleisen und hier und da ein bisschen Geradstich. Macht das nicht gute Laune (cheerful!)?

Darf ich vorstellen: Punkte-Paula auf Streifen-Seegang.

Rettungs-T-Shirt für trübe Tage.

Papierboot in Seenot (aber zum Glück auch mit Anker und Rettungsring ausgestattet) auf Kuschelnicki.

Wenn Sie sich oder ihrem Kindlein auch mal ein bisschen Sommerurlaub auf's T-Shirt (oder auf die Hose oder die Mütze oder die Tasche) zaubern wollen und Sie wie ich keine Stickmaschine besitzen und Sie vielleicht auch gar nicht nähen wollen/können/dürfen/sollen, kommt ab 21. Januar midestens ein Rettungsring geflogen. Oder auch drei bis fünf. Mit Boot und Paula und Piet (sowieso.). Ich sage Ihnen, das macht vielleicht Spaß!

Für meinen ganz persönlichen kleinen Superhelden habe ich auch noch was gezaubert. Nun muss ich aber dringend Schluss machen und für's Kuchenbacken einkaufen gehen. So long!

Matrosen-Ahoi Velours ab 21. Januar bei Farbenmix. Matrosenband gibt's dort schon jetzt. Das Superhelden-Webband ebenfalls. Die Stickdatei „Supahero“ bei gibt es bei Kunterbuntdesign, ebenfalls fertig gestickte Aufnäher.

13. Januar 2010

Erbsen auf halb acht

Designers Lunch: das Auge isst schließlich mit.

Wegen anhaltender Nasenverstopfung isst heute sozusagen nur das Auge mit. Geschmacklich sicherlich kein großer Verlust. Mahlzeit!

12 von 12 (spät aber doch...)

Wegen einer ungeplanten Nachtschicht am Schreibtisch kommen meine 12 von 12 erst heute. Gestern war der Akku einfach alle. Überhaupt ist mein Akku ziemlich alle, dieser doofe Infekt hat sich richtig festgefressen und besetzt meinen Kopf und alle Notausgänge hartnäckig und effektiv. So, dass ich morgens erst mal zu Taschentüchern und Nasenspray greifen muss, um den Tag starten zu können.

Nach diesen Erste-Hilfe-Maßnahmen kommt dann das: neben dem Bett das Kalenderblatt abreißen von diesem Schönchen, dass mir Hannah zu Weihnachten geschenkt hat. Dann das daneben hängende All-Time-Tagesmotto lesen und verinnerlichen: Be brave!

Während ich mich in die Küche schleiche, erwacht draußen im Garten das Winterwonderland.

Wie jeden Morgen seit fast zwei Wochen: Schlittentaxi.

Viel Arbeit und neue Ideen. Keine Zeit, die Wehwehchen zu pflegen. Obwohl mir so sehr nach einem Vormittag auf dem Sofa wäre.

Endlich kann ich den neuen Drucker auspacken und anwerfen. Das Ergebnis ist ganz wunderbar. Und die Einladungskarten für den bevorstehenden Kindergeburtstag sind mehr als überfällig. Zum Glück habe ich alle Freunde schon mal telefonisch eingeladen...

Matrosen-Piet hat sich mal eben als Piraten-Paule verkleidet, steht ihm gut. Und Kostümparties sind ja angesagt.

Waaaaas? Schon sooo spät? Jetzt aber hurtig in den Kindergarten. Mein Plan: Kinder schnell einsammeln, noch eine Stunde Rodeln gehen, danach einkaufen. Das ist der Deal.

Die Realität holt einen aber immer wieder ein. So musste ich erst mal 15 Minuten mein Auto ausbuddeln und dann das Eis von den Scheiben kratzen. Dann stelle ich fest, dass ich die Einladungen im Haus habe liegen lassen. Im Kindergarten geht dann der Kofferraum nicht auf, um die Schlitten zu verstauen. Eingefroren. Bis wir am Schlittenberg sind, ist es fast dunkel. Zum Glück ist es ein Schlittenberg mit Flutlichtanlage... äh, da steht einfach mitten drauf eine Straßenlaterne. Wie praktisch. Und wenn gerade die U-Bahn vorbei kommt, wird es kurzzeitig noch heller. Wir haben viel Spaß, aber wenn ich neben dem kleinen Ding, dass partout alleine fahren will – mit einem Affenzahn – den Berg hinunter rennen muss, wird mir die Luft knapp. Keuch. Danach darf ich Madame natürlich auf dem Schlitten wieder hochziehen. Aber so habe ich wenigstens keine kalten Füße bekommen.

Es ist schon spät, aber zu Hause gähnt der Kühlschrank vor Leere. Eine karrierte Schneemännchen-Invasion im Supermarkt ist also unabdingbar. Es ist ja schon schlimm, selbst hungrig einkaufen zu gehen. Aber gehen Sie niemals nicht mit hungrigen Kindern einkaufen! Bis zur Kasse ist Ihnen der Mund eingetrocknet vor (aus)reden und diskutieren.

Matschepampe im Parkhaus. Bäh.

Zu Hause angekommen gibt es ein schnelles Abendessen und dann ab ins Bad. Hier: buntes Mädchentüdelüt. Sinnfreies Bild, aber so schön bunt.

Aufwärmen in der Badewanne und dann ab ins Bett. Und Mama schnell an den Schreibtisch, der Abend ist noch lang. Gähn...

Vielen Dank für's Gucken! Eine Zusammenfassung gibt's wie immer bei der liebenswürdigen Frau Kännchen.

Der Erfinder von „12 of 12“ ist Chad Darnell, Kalifornien.