Wegen einer ungeplanten Nachtschicht am Schreibtisch kommen meine 12 von 12 erst heute. Gestern war der Akku einfach alle. Überhaupt ist mein Akku ziemlich alle, dieser doofe Infekt hat sich richtig festgefressen und besetzt meinen Kopf und alle Notausgänge hartnäckig und effektiv. So, dass ich morgens erst mal zu Taschentüchern und Nasenspray greifen muss, um den Tag starten zu können.
Nach diesen Erste-Hilfe-Maßnahmen kommt dann das: neben dem Bett das Kalenderblatt abreißen von diesem Schönchen, dass mir Hannah zu Weihnachten geschenkt hat. Dann das daneben hängende All-Time-Tagesmotto lesen und verinnerlichen: Be brave!

Während ich mich in die Küche schleiche, erwacht draußen im Garten das Winterwonderland.

Wie jeden Morgen seit fast zwei Wochen: Schlittentaxi.

Viel Arbeit und neue Ideen. Keine Zeit, die Wehwehchen zu pflegen. Obwohl mir so sehr nach einem Vormittag auf dem Sofa wäre.

Endlich kann ich den neuen Drucker auspacken und anwerfen. Das Ergebnis ist ganz wunderbar. Und die Einladungskarten für den bevorstehenden Kindergeburtstag sind mehr als überfällig. Zum Glück habe ich alle Freunde schon mal telefonisch eingeladen...

Matrosen-Piet hat sich mal eben als Piraten-Paule verkleidet, steht ihm gut. Und Kostümparties sind ja angesagt.

Waaaaas? Schon sooo spät? Jetzt aber hurtig in den Kindergarten. Mein Plan: Kinder schnell einsammeln, noch eine Stunde Rodeln gehen, danach einkaufen. Das ist der Deal.

Die Realität holt einen aber immer wieder ein. So musste ich erst mal 15 Minuten mein Auto ausbuddeln und dann das Eis von den Scheiben kratzen. Dann stelle ich fest, dass ich die Einladungen im Haus habe liegen lassen. Im Kindergarten geht dann der Kofferraum nicht auf, um die Schlitten zu verstauen. Eingefroren. Bis wir am Schlittenberg sind, ist es fast dunkel. Zum Glück ist es ein Schlittenberg mit Flutlichtanlage... äh, da steht einfach mitten drauf eine Straßenlaterne. Wie praktisch. Und wenn gerade die U-Bahn vorbei kommt, wird es kurzzeitig noch heller. Wir haben viel Spaß, aber wenn ich neben dem kleinen Ding, dass partout alleine fahren will – mit einem Affenzahn – den Berg hinunter rennen muss, wird mir die Luft knapp. Keuch. Danach darf ich Madame natürlich auf dem Schlitten wieder hochziehen. Aber so habe ich wenigstens keine kalten Füße bekommen.

Es ist schon spät, aber zu Hause gähnt der Kühlschrank vor Leere. Eine karrierte Schneemännchen-Invasion im Supermarkt ist also unabdingbar. Es ist ja schon schlimm, selbst hungrig einkaufen zu gehen. Aber gehen Sie niemals nicht mit hungrigen Kindern einkaufen! Bis zur Kasse ist Ihnen der Mund eingetrocknet vor (aus)reden und diskutieren.

Matschepampe im Parkhaus. Bäh.

Zu Hause angekommen gibt es ein schnelles Abendessen und dann ab ins Bad. Hier: buntes Mädchentüdelüt. Sinnfreies Bild, aber so schön bunt.

Aufwärmen in der Badewanne und dann ab ins Bett. Und Mama schnell an den Schreibtisch, der Abend ist noch lang. Gähn...

Vielen Dank für's Gucken! Eine Zusammenfassung gibt's wie immer bei der liebenswürdigen Frau Kännchen.
Der Erfinder von „12 of 12“ ist Chad Darnell, Kalifornien.