31. Dezember 2011

Wow, was für ein Jahr!

Ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Voller Triumphe und voller Abgründe. Voller Zweifel und Zuversicht, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit.

Dieses Jahr barg für mich lange Durststrecken, die ich ohne die Unterstürtzung meiner Lieben und meiner Freunde nicht überstanden hätte. Dieses Jahr hat mir aber auch einen neuen Weg gezeigt, mich neue Terrains beschreiten lassen und meine Zukunft neu ausrichten lassen.

Mit dem Tod meiner geliebten Fellnase hat dieses Jahr ein großes Loch in mein Herz gerissen, dass ich so schnell nicht zu kitten vermochte. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass einem ein Tier so sehr ans Herz wachsen kann, dass einen der Verlust so aus der Bahn wirft.

Andererseits hat sich mein Traum von einem Beruf, der glücklich macht, erfüllt. Viele Monate harte Arbeit liegen hinter mir, meine Familie musste mich zeitweise mit vielen Stoffstücken, meinem Farbfächer und meiner Nähmaschine teilen – ob sie wollte oder nicht. Ich habe viele neue Kontakte gewonnen, nette Menschen kennengelernt, Freundschaften geschlossen.

Bunt war das Jahr auf jeden Fall, nicht nur in meinem Stoff- und Bänderschrank, in dem sage und schreibe 107 verschiedene Stoffe nach meinem Design liegen, neben zahllosen Metern buntem Webband. Das Zählen meiner Stoffe und Bänder kurz vor Weihnachten hat mich selbst völlig verblüfft und ich bin schon ein bisschen stolz darauf, was in diesem Jahr alles entstanden ist.

Ich bin gespannt, was das nächste Jahr in seiner Wundertüte für uns alle bereit hält. Jedenfalls bin ich froh und dankbar für meine wunderbare Familie, meine tollen Kinder und dass wir alle gesund sind. Denn das ist das einzige, das zählt.

Danke für über 1.600 regelmäßige Leser über Google Friend Connect, fast 1.870 „Verfolger“ auf Facebook, für Ihr positives Feedback und die vielen Kommentare, die so wichtig sind für meine Arbeit! Aber das wissen Sie ja eh lach!

Danke auch für die zahlreichen E-Mails, die mich Tag für Tag erreichen! Ich freue mich über jedes einzelne, über die Bilder Ihrer aus meinen Stoffen und Bändern genähten Werke. Leider schaffe ich es kaum, auf jedes einzelne zu antworten – ich hoffe, Sie sehen mir das nach!

Für das neue Jahr wünsche ich allen meinen Lesern viel Glück und Zufriedenheit und die Fähigkeit, den Zauber des Lebens und seine Schönheit auch im Kleinen zu entdecken!

Bis im nächsten Jahr!

30. Dezember 2011

Fisch am Freitag


Das kleine Fräulein hat mir die Entscheidung abgenommen, welchen der Fischschwärme ich denn nun als erstes anschneiden sollte: Sea side in Rot sollte es sein. Und es steht ihr ganz wunderbar, sie hat es gestern schon ausgeführt.

Der Schnitt ist aus der Ottobre 3/2011, wobei ich ihn ein bisschen abgewandelt habe: die Ärmel lang, die Passform etwas ausgestellt und ein bisschen Gekräusel vorne am Ausschnitt.


Und weil ein Fischlein selten allein schwimmt und schon gar nicht an einem Freitag, ist gleich noch ein Klein-Fanø-Shirt in Aqua mit einem knallpinkfarbenen Nicki-Oktopus hinterher geschwommen. Blubb blubb...



29. Dezember 2011

By the Sea


Das nachweihnachtliche Schmuddelwetter mit Sturm und Regenschauern lädt gerade dazu ein, die entspannten Feiertage noch ein bisschen zu verlängern, den Pyjama zur Uniform zu erklären, sich einen heißen Tee zu kochen und in Urlaubserinnerungen zu schwelgen.

In ca. einem halben Jahr werden wir genau diesen Strandpfad rauf und runter hüpfen, die Füße im warmen Sand vergraben und von der Düne aus in die Bucht blicken, Beine und Seele baumeln lassen. Jupp, wir haben schon wieder gebucht!


Erstaunlich eigentlich, dass auch unsere Kinder von der langen Fahrt nicht zurückschrecken, immerhin sind es von Suburbia bis in „unsere“ cornische Bucht 1.330 km. Einfach. Wie zauberhaft und magisch es dort sein muss, können Sie sich nun selbst ausmalen. Oder hier nachlesen.



Klar, dass ich in diesem Jahr schon frühzeitig anfangen musste, Stoffe für die passende Strandkollektion 2012 zu entwerfen. Ich sehe schon zahlreiche T-Shirts, Hängerchen und Strandkleider für das kleine Fräulein und mich vor meinem geistigen Auge.

Nachdem die hübschen neuen Interlocks am 23. Dezember quasi pünktlich zu Weihnachten unter unserem Christbaum gelandet sind, bin ich noch nicht viel weiter gekommen, als sie zu streicheln, zusammen zu nähen, zu waschen, durch den Trockner zu jagen, für hervorragend zu befinden und mal kurz durch's heimische Fotostudio schwimmen zu lassen.

Was mich besonders freut: meine neue Mini-Kollektion By the Sea ist in Europa produziert und auf Bio-Baumwolle gedruckt.

Die Farben sind total Hamburger Liebe: irgendwie englisch (oder cornisch), maritim und sommerlich zugleich. Denn der Sommer kommt bald – zumindest direkt nach dem Winter, so viel steht fest lach.

Hier kommen sie: Fisch und so, A good catch und Sea side








Und während Sie – hoffentlich in bequemen Klamotten und mit einer Tasse Tee oder Kaffee an Ihrer Seite – im Hamburger Liebe Stoffregal stöbern gehen, schwelge ich noch ein bisschen in Urlaubserinnerungen und wühle mich durch die Schnittmuster.

Wenn ich mich doch nur entscheiden könnte, welches der Stöffchen ich zuerst anschneide...


24. Dezember 2011

Angekommen.

Kaum zu glauben, wir haben es geschafft. Wir haben auch diese Adventszeit überlebt. Hand auf's Herz: für wen war es eine Zeit der Stille, der Besinnung, des inneren Sammelns auf die Ankunft des Messias?

Mein Plan, diese Adventszeit so ruhig wie möglich anzugehen, ging natürlich nicht ganz auf. Aber immerhin hatte ich nicht nur das Gefühl, dass meine Lieben und ich Verzicht üben. Verzichten auf üppige Deko, selbstgemahtes Naschwerk, Kauforgien und erzwungene Stimmung. Geht ja gar nicht. Da waren dann doch noch die diversen Weihnachtsfeiern in Schule, Kindergarten, Hort, Sportverein. Irgendwo fehlt dann doch noch ein Geschenk, der Online-Versand lässt einen im Stich oder das Besorgte hat die falsche Größe. Und dann kommen mir – leider! – so ganz kurz vor dem Ziel die besten Ideen. Gerade dann, wenn ich eigentlich schon einen Einkaufszettel schreiben, die letzten Karten zum Briefkasten bringen oder Zugfahrkarte für die Reise zur Familie buchen sollte. Nun ja, wir werden die guten Vorsätze im neuen Jahr einfach noch mal aufnehmen.

Schließlich heißt es ja nicht nur „stille Zeit“ sondern auch Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Und dazu gehört nun mal auch der üppig geputze Weihnachtsbaum, die Krippe und das leckere Weihnachtsessen.

Immerhin weiß ich jetzt, dass man online frankierte Päckchen oder Pakete ganz lässig an der kilometerlangen Schlange vor dem Postamt vorbeitragen kann, um sie einfach am Schlater abzulegen (die Postbeamten freuen sich!) und Onlinemarken sind zwar bei weitem nicht so schön wie gekaufte, aber zur Not tun sie unserer schönen, selbstgemachten Weihnachtskarte auch keinen Abbruch.

Also machen wir es uns die letzten Stunden vor dem Fest noch mal gemütlich, denn die Geschenke sind gepackt und überhaupt bringt die bei uns der Weihnachtsmann – wozu also stressen? Wir blättern noch mal in dem neuen Weihnachtswimmelbuch Fröhliche Weihnachten mit den Weihnachtswichteln von Sabine Scholbeck mit den Wichteln Bolle, Lars, Rasmus, Pelle und Knut (der mit der Brille) und spielen niemals müde immer das gleiche Spiel: Wer findet zuerst den/die/das...? Herrlich!



Ach und auch wenn es eigentlich ein Adventskalender-Buch ist, lässt es sich kein Kind nehmen, alle kleinen, versteckten Türchen auf einmal aufzumachen. Es gibt bei jedem Mal etwas Neues zu entdecken, die Zeichnungen sind so detailverliebt. Vielleicht schon mal für das nächte Weihnachtsfest notieren?


Überhaupt standen Bücher auch in diesem Jahr auf meiner Verschenke-ich-am-Liebsten-Liste. Kleine Kostprobe gefällig?

Ok, da wäre das Kinder Künstler Mitmachbuch. Der Vorgänger – das Kinder Künstler Kritzelbuch(habe ich hier schon mal vorgestellt) ist ja schon fast ein Klassiker und wird von uns immer noch und immer wieder gern zu Kindergeburtstagen verschenkt. Auch im Mitmachbuch gibt es wieder jede Menge witzige Ideen, diesmal mit ein bisschen mehr Action. Hier ist nicht nur doodeln gefragt.


Bei den unfreundlich dreinschauenden Monstern hätte beinahe ich selbst gern den Lippenstift ausgepackt und losgeküsst!


Auch toll das Buch Irrwitzige Irrgärten und listige Labyrinthe. Wer hätte gedacht, aus was man alles Labyrinthe zeichnen kann? Ich weiß jetzt schon, dass ich das meinem Großen auch noch kaufen muss, denn er wird es lieben. Aber der Geburtstag ist eh nicht mehr fern...


Ich stöbere ja sehr gern in analogen – also echten – Buchhandlungen, wo man noch richtig in den Büchern blättern kann. Ziemlich old school, oder? In Zeiten der großen Online-Bücherversender tummle ich aber gern mit anderen Nostalgikern vor den Regalen und blättere versunken in raschelndem Papier. Wie sonst hätte ich so ein Schätzchen entdecken können?

So niedlich: Das bewegte Buch. Auf jeder Seite muss das Kind etwas „tun“. Zum Beispie einen Frosch küssen, ein Lied singen, einem Monster das Fell kratzen, das Buch drehen und wenden. Was für ein Spaß! Auf sage und schreibe 80(!) Seiten ist volle Action gefordert! Wenn das Buch mal kein totaler Ankommer wird, dann weiß ich auch nicht.




Für die Großen gibt es was zu lachen. Die Bücher von arsEdition „... soo schön!“ verschenke ich zu gern – vor allem, um mich vorher selbst erst mal schlapp zu lachen. Kinder malen und schreiben zu einem bestimmten Thema und das was rauskommt (egal, ob wirklich Kindermund oder vom Autor vorgegeben) ist urkomisch. Denn: Weihnachten ist soo schön! Oder etwa nicht?



Die wunderhübschen Kaffeebecher von Frau Jolijou hübschen unser Weihnachtskaffeetafel auf – in echt noch viel schöner als im Schummerwinterkerzenlicht. Der Christbaum erstrahlt in hellem Glanze.



Jetzt können die Kinderaugen leuchten und die Großen zurücklehnen und das Licht der Weihnacht ins Herz lassen, dass doch so grell überstrahlt wird in der Vorweihnachtszeit von all den Muss' und Solls, den bunten Kauf-mich-s und Verschenk-mich-s und dem fümmundrölfzigsten Driving home for christmas. Da hilft nur noch abschalten. Und Kerzen anzünden.

Liebe Leser, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien von Herzen ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest und ich bin dankbar für all die kleinen, leisen und stillen Momente in dieser Vorweihnachtszeit. Sie machen mein Weihnachten!

16. Dezember 2011

Pssst...

Wir haben ja nun schon einige Jahre die Adventszeit mit Kindern genossen. Naja, ein Genuss war das nicht immer. Was allerdings nicht an den Kindern lag, sondern an zu hoch gesteckten Erwartungen, Vorweihnachtswahnsinn, ansteckenden Seuchen oder schlichtweg an der Tatsache, dass große Leute immer so schwer nein sagen können. Also, wiederum nicht, was ihre Kinder betrifft, denn da sagen Große ja gern laufend nein.

Natürlich kann man es sich nicht immer aussuchen, manchmal ist ein Nein einfach nicht drin. Zum Beispiel wenn der Kunde, an dem man schon das ganze Jahr dran war, noch kurz vor Weihnachten den schon lange angekündigten Auftrag plaziert. Oder wenn der Chef zur Weihnachtsfeier pfeift. Bei mir übrigens ausgeschlossen, denn meine Chefin (ich) hält nicht viel von verordneter Fröhlichkeit mit Menschen, die man privat lieber nicht trifft und mangels Kollegen spare ich auch eine Menge Geld.

Dieses Jahr habe ich aber mal General-Klippo gemacht und bis jetzt funktioniert das ganz gut. Das Plätzchenbacken haben wir quasi abgehakt. Die waren lecker, keine Frage. Aber die, die wir dann gekauft haben, auch. Außerdem haben die Kinder in Kita, Hort und Schule gebacken. Was will man mehr. Auf den selbstgebastelten Adventskalender haben wir in diesem Jahr auch verzichtet. Und was soll ich sagen: meine Kinder sind mit Leg* und Playm* total happy und ich habe mir jede Menge Stress in der Nacht zum 1. Dezember gespart. Jede Menge!

Wir haben nicht mal einen Adventskranz. Unser Adventskranz ist quasi ein Mitmach-Advents... Gesteck. Vier große Kerzen auf einem schmalen Holztablett, ein paar Kugeln drumherum und ansonsten eine Nuss-Playm*-Spielzeug-Naschi-Ablage. Jeden Tag neu arrangiert. Und man kann immer etwas davon essen! Ach, die zwei Alibi-Tannenzweige dürfen nicht fehlen!

Außer den hübschen Schneeflocken an unseren Fenstern und ein paar bunten Glaskugeln, die wir an unsere Esstischlampe gehängt haben (wie jedes Jahr), war's das mit der Weihnachtsdeko. Geht auch.


Auch was Geschenke angeht, halte ich mich sehr zurück. Wir Großen schenken uns nichts. Ehrlich! Bis auf Kleinigkeiten hüst. Die aber konsequent im Netz bestellt. Hier zum Beispiel eine neue Generation von Fototasse (sorry, leider eine Einzelanfertigung für unsere Super-Oma und unseren Super-Opa und daher nicht käuflich).

Oder die Schlüsselanhänger, die sich aus Wollfilz und den neuen Velours von Peppauf ratzfatz machen lassen. Und die machen mächtig was her. Und sind doch schöner als gekauft.


Das große Kind hat seine Leidenschaft für's Kerzen bekleben entdeckt. In der Schule und im Hort gab es Wachsplatten zum Ausstechen, Ausstanzen oder Ausschneiden und die bunten Kerzen sehen so fröhlich aus, dass sie bestimmt auch noch nach Weihnachten stehen bleiben werden. Außer natürlich wenn das Kind auf abbrennen besteht.



Bis Ende letzter Woche hat mich auch diese Vorweihnachtszeit fast restlos aufgefressen. Ein Termin hat den anderen gejagt, kranke Kinder haben mir immer wieder einen Strich durch meine Adventsrechnung gemacht und ein wichtiger Termin saß mir sehr im Nacken.

Dieser Termin war aber so toll (ich werde bei Gelegenheit mal berichten!), dass ich seit dem völlig entspannt allen unnötigen Vorweihnachtsoberstress-Aktivitäten entsage und (bitte notieren Sie das für's Protokoll!) heute schon zum zweiten Mal in dieser Woche schwimmen war! 40 Bahnen in 30 Minuten! Da klopf ich mir doch mal selbst auf die Schulter!

Das einzige etwas zeitaufwändigere Selbermach-Projekt war ein paar Stulpen für eine liebe Freundin. Die sind so schön geworden, dass ich mir wohl auch noch ein paar schenken muss. Bei Gelegenheit. Kein Stress! Sie kommen auch ganz ohne Getüddel aus.


Und dann lasse ich Sie noch mal ganz kurz in den Sack vom Weihnachtsmann luschern... aber psssst!



Der schenkt uns nämlich allen ein feines, kleines Spielzeug: Life of George! Als iPh*ne-Familie mit Lego-begeisterten Kindern (und Eltern) musste das einfach sein. Mit der dazugehörigen App muss man auf Zeit (oder gegeneinander) kleine Bilder mit Lego nachbauen, diese dann mit dem iPh*ne fotografieren und bekommt dafür Punkte. Hier noch ein kleines Filmchen dazu...

12. Dezember 2011

12 von 12 (Dezember)

Und hier kommen sie, die letzten 12 von 12 in diesem Jahr. Ich liebe diese Aktion – im Ursprung von Chad Darnell – der die Idee hatte, an jedem 12. des Monats 12 Bilder des Tages zu posten. Leider postet Chad heute seine allerletzten 12 von 12, aber ich bin mir sicher, hier im deutschsprachigen Raum wird die Aktion noch lange weiterleben! Nicht zuletzt weil Caro Kännchen jeden Monat eine Liste zur Verfügung stellt, in der sich alle 12-von-12-Fans eintragen können. Deswegen sei ihr an dieser Stelle mal ein dickes Danke ausgesprochen!

Auch wenn manche die 12 von 12 mittlerweile sehr frei interpretieren, bleibe ich dabei: 12 Bilder von meinem 12. Dezember. Here we go!

Wenn ich schon Sport mache, dann muss es mir vorher richtig schlecht gehen. Ich bin nämlich der größte Sportmuffel auf Gottes Erdboden. Aber mittlerweile bin ich sogar soweit, dass ich mir vorstelle, wie viel besser es mir gehen könnte, wenn ich Sport machen würde. Schon mal ein erster Schritt, oder? Und noch eine – bittere – Erkenntnis hat mich ereilt: seit dem Schnuffi nicht mehr bei uns lebt, ist mein tägliches Fitnessprogramm ersatzlos gestrichen. Verrostung vorprogrammiert.

Also stürze ich mich – nachdem ich das Kleingemüse erfolgreich bei „der Arbeit“ abgegeben habe – wagemutig in die Fluten im Schwimmbad von Suburbia. Reihe mich ein in die Runde der rüstigen Rentner, die schon zu früher Stunde ihre Bahnen ziehen. Möglichst, ohne sich die Frisur nass zu machen. Mit schmerzender Schulter zugegebenermaßen, aber jeden Tag tut sowieso irgendwas anderes weh (das Alter!). Aber die Schwimmbrille, die ich mir von meinem großen Knirps geliehen habe, macht das Manko mit der Schulter schon fast wett. Hab ich mir zumindest eingebildet lach.

Nach 30 Bahnen gebe ich trotzdem auf und überlasse dem eintrudelnden Kleingemüse das Feld. Auch mit Sport darf man es nicht übertrieben, nicht wahr?


So viele Handpustwaffen und keine einzige Steckdose für meinen mitgebrachten Föhn. Schade, sagt Susi.


Wenn wir schon mal bei ich tu mir was Gutes sind: mein zweites Frühstück kann da glatt mithalten. Überhaupt wird dieser totaldüsterergraue Depri-Tag noch ziemlich bunt. Schön bunt.


Während der Schreiner, der nach Wochen endlich mal die bestellten Regalbretter vorbeibringt (gut Ding will Weile haben...), noch eine Quittung aus dem Auto holt, erfreue ich mich an meiner nigelnagelneuen, wunderhübschen Apfelbrosche von hier. Hachz.


Arbeit. Obwohl ich einen Termin total versemmelt habe, bekomme ich ein dickes Lob von meinem Kunden. Schade, dass es nicht nur solche Kunden gibt. Die sind mit Gold nicht aufzuwiegen und wissen gar nicht, wie sehr das antreibt und motiviert.


Danach noch einen Rechercheauftrag für den Weihnachtsmann erledigen. Der hat ja auch jede Menge zu tun und muss manchmal ein bisschen outsourcen. Neech?

(Unglaublich, was so buntes Plastikspielzeug kostet!)


Apropos bunt. Mein Liebster hat ein neues Hobby. Am Wochenende geht er auf dem nahegelegenen Biohof shoppen. Je bunter desto besser. Ich finde, es gibt schlemmere Hobbies mnjamm. Ich freue mich jedenfalls jeden Montag über einen bunt (oder grün) gefüllten Kühlschrank. Heute: Paprika-Gurken-Gemüse mit Süßkartoffel. Da läuft mir noch beim Schreiben das Wasser im Mund zusammen.


Die Typen in den roten Mänteln finden bei uns – wie man sieht – reißenden Absatz. Vielleicht sollte ich mir bei Zeiten schon mal überlegen, wie wir sie zweitverwerten könnten. Bevor sie Platz für die Osterhasen machen müssen.


, ist schon Abend? Nee, eigentlich Nachmittag. Egal, machen wir halt das Licht an.


Wir fahren zusammen nach Suburbia „ins Dorf“, um noch ein Kindergeburtstagsgeschenk zu kaufen. Nachdem das kleine Fräulein dringend mal muss, verlegen wir den Einkaufsbummel kurzerhand ins Café. Auch schön. Die Lektüre passt auf jeden Fall zum Wetter draußen.


Noch ein bisschen bunt. Wir gehen bunte Stifte gucken im Schreibwarenladen. Das „nur gucken“ lasse ich mir verher unter Eid schwören. Nur gucken, nicht kaufen. Aber sooo schön bunt an diesem grauen Tag.


Jetzt aber schnell nach Hause.


Noch ein schönes Buch lesen. Zum Beispiel das schöne Buch Wo der Weihnachtsmann wohnt, das wir zu jeder Weihnachtszeit wieder neu entdecken. Oder wussten Sie zum Beispiel, dass die Weihnachtsfrau dem Weihnachtsmann an Heilig Abend noch mal den Rücken mit Rheumasalbe einreibt? Den zwickt nämlich auch mal was.


Vielleicht sollte er auch mal schwimmen gehen. Er würde auch gut in die Reihe der rüstigen Rentner passen.