31. März 2010

Schlimmer als Stoffmarkt

Kurz entschlossen habe ich heute einen Ausflug in die große Stadt auf die Tagesordnungsliste geschoben. Besorgungen stand da auf der Liste und darunter Jerseynadeln (die extra-speziellen, die es nur in der Langen Reihe gibt und die die Heilsverkündung für meine anhaltenden Ovi-Probleme sein sollen), Avalon-Dings-Folie (die wiederum gerade Coverlock-Nähte garantieren sollte), *** bei Frau Kännchen abholen (sehr geheim, leider!). Eigentlich übersichtlich, oder? Lasse mich keiner raus aus Suburbia – wehe, wehe dem Portemonnaie...

Der erste außerplanmäßige Stop kam schon nach wenigen Kilometern an der großen Kreuzung vor unserem Baumarkt, wo mich diese Dosen von einem Plakat aus anschrien: Halt, mitnehmen! Ich habe ein Herz für Dosen. Muss ich mehr sagen? Ja, muss ich. Nämlich, dass der Baumarkt in Suburbia ein gerade zu außergewöhnlich geschmackvolles Sortiment an skandinavischem Deko-Schnickes hat, man dort Blech-Kisten von House Doctor findet und die Gartenmöbel (und Pflanzgefäße und überhaupt) einfach zum Niederknien sind. Insofern bin ich mit meinen drei Kisten und drei Rollen cheap-and-chearful-Geschenkpapier (siehe weiter unten) noch mal glimpflich davon gekommen.

Bevor ich Frau Kännchen aufsuchen konnte, die derweil noch mit der Rehkönigin bei Brezn und Leberkaswecken klönte, machte ich noch einen Stopp bei Charlottas. Ich musste dringend wegen spannender und eiliger Projekte meinen Vorrat an Webbändern auffüllen. Vor allem das mittlere Band von Suse brauche ich möglicher Weise ziemlich dringend. Schnell noch eine Ottobre ins Gepäck und weiter zu Frau Kännchen, die sich schon vor der Tür mit Ihren Minimonstern versammelt hatte. Aber nicht wegen mir, sondern wohl eher wegen dem vorangegangenen Schulschluss. Oder so ähnlich.

Eigentlich hätte ich dann schnurstraks den Weg nach St. Georg einschlagen können/sollen. Aber da fiel mir ein, dass ich kürzlich ein sehr nettes E-Mail aus Altona bekommen habe. Der Tag war ohnehin schon angebrochen und von Eimsbüttel nach Altona ist es definitiv nicht so weit, wie von Suburbia nach Altona. Eine Gelegenheit sozusagen. Sprach ich zu mir selbst und bog (fast automatisch, einem inneren Drang folgend) rechts statt links ab. Na, raten Sie mal?

Mein Portemonnaie, ich erwähnte es schon? Armes Ding. Dann bin ich nämlich plötzlich im Stoffparadies gelandet. Bei Frau Tulpe. Hach! Zum arm werden. Und die sind so nett da. Bislang hatte ich es erfolgreich vermieden, den langen Weg dorthin auf mich zu nehmen. Am Eröffnungstag war ich schon kurz davor, habe aber dann bei Dauerregen, Parkplatzmangel und maulenden Mitfahrern gerade noch mal die Kurve gekratzt. Zu spät, jetzt bin ich infiziert. Stoffschätzchen so weit das Auge reicht. Sehr zurückhaltend habe ich mich für die zwei rot-retro-gemusterten (Bio-)Baumwollstöffchen aus ihrer eigenen Kollektion und einem lila Jersey entschieden, all die anderen schönen Japandrucke und Konsorten links liegen lassen, bei den Dancing Amigos zwei Augen zugedrückt und konnte gerade noch an der breiten Zackenlitze (sogar in gold!) vorbeigehen, als mich die türkisfarbene Bommelborte ansprang und mich auch noch die CUT zum Mitfahren per Anhalter nötigte.

Merken Sie es? Ich hatte zu diesem Zeitpunkt gerade mal einen Punkt auf meiner Liste abgehakt!

Der Rest ist aber schnell erzählt. Ab nach St. Georg, keine Zeit für Verabredungen (dabei verabrede ich mich so gerne da) und dort erst mal den leeren Magen mit einem leckeren Lammcurry beim Café Gnosa beruhigt. Dorthin begleiteten mich nur zwei kurzweilige Zeitschriften. Der Besorgungsausflug hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon zu einer echten Luxus-Unternehmung gemausert. Wann hat man das schon mal? Außerplanmäßiges Shopping, ein leckeres, warmes Mittagessen, dass einem sogar am Tisch serviert wird, und keine kleinen Menschen links und rechts, die mit dem Messer in der Luft fuchteln, ihre Lebensfreude in Lautstärke ausdrücken und die Apfelschorle über den Tisch gießen. Und vor der Tür das Auto voller Schätze.

Klar, die Jerseynadeln (über deren Wunderwirkung ich eher skeptisch bin) und die Avalon-Dings-Folie habe ich natürlich auch noch schnell besorgt, war ja quasi umme Ecke.

Munsters (3)

Hyperaktives Chakkamonster sucht ausdauernden Zappelphilipp zum Mitchakkern.

Keine Party ohne das Chakkamonster. Wenn alle anderen schon schlapp in der Ecke hängen, geht für das Chakka die Action erst los. Es mag laut und wild. Aber es mag gar nicht alleine. Und wenn es still sitzen soll, bekommt es Bauchweh. Ganz dolle. Und Zehenjucken.Und Haareraufen. Und überhaupt. Wenn man das Chakkamonster lässt, ist es sehr ausdauernd. Es meint nämlich, dass es alles schaffen kann. Zusammen, mit einem Freund. Alleine ist doof, wie schon gesagt. Mitzappeln, anyone?

Last-Minute-Osterhasen-Monster

Zwischen die Hamburger Monster-Familie schiebe ich eben mal noch einen Buchtipp für Last-Minute-Osterhasen. Mit Monstern natürlich. Der kleine Glücksritter hat zu Weihnachten eine Hörbuch-CD (szenische Lesung mit unterschiedlichen Sprechern) mit einer Olchi-Geschichte bekommen und war schlichtweg begeistert. Nach dem ich sie schon mindestens dreimal mit angehört habe, kann ich Monster-kompetent mitreden.

Die Olchis und der karrierte Tigerhai ist eine aufregende Geschichte (für Kinder, sagen wir mal ab 6 Jahren) von den kleinen grün-stinkigen Monstern aus Schmuddelfing, dem Tiefseeforscher Professor Grünspecht, dem Sultan von Abu Dhabi und natürlich dem karrierten Tigerhai. Falls der Osterhase noch einen Tipp braucht und alle Kinderkünstlerkritzelbücher schon ausgemalt sind. Die Geschichte lässt sich aber auch hervorragend während dem Kritzeln hören. Und zu Ostern soll ja vermutlich eher Mal- als Picknickwetter werden.

Habn Sie's schon gemerkt? It's munsters time!

30. März 2010

Munsters (2)

Gefräßiges Schlotzmonster sucht dringend Mitesser.

Schließlich sind Monster auch nur Menschen. Das Schlotzmonster gruselt sich unglaublich vor frischem Gemüse (vor allem vor den grünen Sorten wie Spinat, Kohl und Zucchini). Tee und Vollkornbrot machen es bange. Es steht ihm der Angstschweiß auf der Stirn, wenn der Mann mit der Gemüsekiste klingelt. Bei dem Satz Aber das ist gesund! fängt es an, mit den Zähnen zu klappern.

Naschi hingegen macht es fröhlich. Beim Anblick von Kuchen werden die roten Monsteraugen ganz rund und gelb vor Glückseligkeit. Ich kenne mindestens... fünf kleine und große Menschen, denen das ganz genauso geht. Ehrlich.

Munsters

Armes kleines Möffmonster sucht mutige Begleitung.

Normaler Weise ist es ja so: Kinder haben Angst vor Monstern. Aber schon mal überlegt, wie es den Monstern geht? Das Möffmonster zum Beispiel ist eher so ein schüchterner Typ. Mag sich am liebsten in seine Kaputze einmummeln und den anderen zuschauen. Wildes Gekreische ist nicht so sein Ding. Im Gegenteil: laute Kinder machen ihm Angst. Es ist nicht gern im Dunkeln unterwegs und sieht überall Augen leuchten. Und weil es sowieso nicht gern alleine ist, sucht es einen mutigen Begleiter. Denn gemeinsam gruselt es sich leichter. Möff.

28. März 2010

Und plötzlich...

... kippte die Bank um, und das ganze junge Gemüse fand sich im Beet wieder.

27. März 2010

Let's party!

So ein Kindergeburtstag ist schon was Feines: Naschi und Konfetti bis zum Abwinken, Spiel und Spaß am laufenden Meter. Und wenn man nach Hause geht, bekommt man sogar noch was geschenkt. Morgen schließen wir dann die Festwoche mit einem 60. Geburtstag ab und am Montag halten wir uns alle die Bäuche. Und das in der Fastenzeit tsetsetse.

(Mitte: ein luftig fluffiger Pound Cake von Frau Oh Cynthia mit pinkfarbenen Zitronenzuckerguss und Herzchenstreusel von hier.)

26. März 2010

Gruseldinger

Hat hier nicht jemand neulich ganz laut nach Monstern gerufen? Pfff, wer braucht schon Monster?

Eine Seite aus einem meiner absoluten Lieblingsbücher: Haunted House von dem polnischen Pop-up Künstler Jan Pienkowski – auch bei meinen Kindern schwer beliebt. Die deutsche Ausgabe „Pension zum ewigen Frieden“ gibt es beim Bücherriesen. Große Leute gehen Bungee Jumping, kleine Leute schauen eben gern Monsterbücher an. Kickt scheinbar beides.

25. März 2010

Ansichtssache

(Und falls Sie wie ich dem Irrtum erliegen, das sei eine Sonne – falsch gedacht! Ein Stachelfisch. Aber genießen Sie trotzdem diesen herrlichen Sonnentag da draußen, morgen soll' schon wieder regnen.)

24. März 2010

Danke, danke!

Wow, so viele Glückwünsche – ich bin ganz neidisch! Herzlichen Dank dafür, ich habe sie natürlich alle an Fräulein Schlau weiter geleitet. Die war gestern allerdings so beschäftigt, dass sie keine Zeit für gar nichts hatte. Nur zum Kuchen und Schokolade essen und zum Spaß haben. Kann man verstehen, man wird ja nur einmal drei. Sehr viel Kuchen ist leider nicht übrig geblieben, sonst hätte ich Sie auf ein Stückchen Chokolate-Fudge-1Mio-Calories-Birthday-Cake eingeladen – Frau Cynthia hat uns auch nachmittags unsere Party versüßt.

Ich versuche ein wenig das Chaos zu lichten, die Arbeit wieder aufzunehmen und erfreue mich daran, dass es die kleine Möwe aus der „Ahoi, min Jung“ Serie bis in die aktuelle Eltern-Zeitschrift geschafft hat. Dort gibt es eine kleine Fotostrecken (leider ist sie nur klein geworden) über Mamas, die die Kleidung ihrer Kinder selber nähen – Fabenmix und ihrer eigenen Kreativität sei Dank. Toll!

Wer mehr sehen will, klickt hier.

23. März 2010

Drei!

So ein dritter Geburtstag erfüllt einen ja immer mit Glück und Wehmut gleichermaßen. Das süße Kleinkindalter – zuweilen anstrengend und Kräfte zehrend, dennoch voller Verzückungsmomente – ist nun offiziell passé, vor einem steht ein ernst zu nehmendes Kindergartenkind, dem man im Zweifelsfall kein X mehr für ein U vormachen kann. Dutzidutzi-Killekille sind nicht mehr gefragt, täglich muss man an die 300 Warum-Fragen beantworten und sich bei jeder Hilfestellung abweisen lassen: Das kann ich schon ALLEINE!. Klar sagt einem jeder, während man liebevoll sein Baby ans Herz drückt, genießt die Zeit, sie vergeht so schnell. Aber warum SO schnell?

Schon unsere irische Hebamme meinte, dass unser Fräulein Schlau genau weiß, was gut für sie ist. Daran hat sich auch nichts geändert. Ihren Plan für's Leben scheint sie schon gemacht zu haben und mir fällt nur ein Wort ein, dass sie am besten beschreibt: straight. Sie bleibt sich selbst immer treu, verfolgt ihr Ziel, verwirklicht ihre Vorstellungen. Ich bewundere sie. Ihr Witz und ihre Gewitztheit überrascht uns eins ums andere Mal und mit ihrem großen Bruder, den sie vergöttert, ergänzt sie sich wie ein Puzzle, das zusammen gehört.

Happy Birthday, mein kleines Mädchen, ich bin stolz auf dich, ich liebe dich!

Heute lassen wir's krachen und feiern uns schon mal warm für die Kinderparty am Samstag. Die Familie kommt zu Besuch und der beste Freund von Fräulein Schlau, der ihr heute schon ein Blümchen mit in den Kindergarten gebracht hat. Und der fast aufgeregter war, als Fräulein Schlau herself. Na, das kann ja was werden...

Der Chocolate Fudge Cake von Frau Cynthia ist bei uns schon fast ein Geburtstags-Klassiker. Dank dem quasi doppelten Rezept (durch dessen Sinn ich noch immer nicht durchgestiegen bin) lassen sich herrlich ein Geburtstagskuchen und noch Muffins für den Kindergarten backen.

Und weil heute so ein besonders schöner Tag ist, teile ich die Vorlage für die Muffinfähnchen zum Ausdrucken und Selberbasteln mit Ihnen. Einfach PDF hier runterladen, ausdrucken, ausschneiden, an der oberen und unteren Ecke jeweils ein kleines Stückchen kappen, an einen Zahnstocher kleben, in den Muffin stecken, freuen!

22. März 2010

Und...!?

Ja, es hat gewirkt! Der Frühling hat zu uns gefunden. Und wir haben den Frühling gefunden. In der Gartenkammer im untersten Regal. Eingewickelt in ein Stück Zeitungspapier. Da hat das Wunder der Natur die öden und kalten Wintermonate ausgeharrt, um dann mit aller Kraft und ohne die Hilfe von Sonnenlicht, Wärme und nährstoffreichem Mutterboden heraus zu platzen. In Form von Blumenzwiebeln, ein vergessener Schatz aus dem letzten Jahr. Und auch wenn uns Schnee und Frost noch mal heimsuchen, ist der Frühling nicht mehr zu bremsen.

Und er schillert in allen bunten Farben: Sonnengelb, Zartviolett, Rosarot. Drinnen und draußen.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Frühlingsanfang! Danke für's Mitmachen und Mitgucken bei „Grün statt Grau“!

21. März 2010

Grün statt Grau (7)

Heute machen wir Mädels uns ein bisschen frühlingsfein. Meine Überredungskünste – wir machen die Zehennägel bunt, wenn die Sandalenzeit kommt – haben nicht gefruchtet. Fräulein Schlau wollte JETZT! Grün und Lüla auf die Füße. Die Krokusskombi, bitte sehr!

Draußen kämpfen Sonne und Regen um den heutigen Platz in der ersten Reihe, mal sehen wer das Rennen macht. Unsere grünen Ostereier haben allerdings noch eine Triefnase. Drinnen müssen wir gleich noch einen weiteren Kinderkleiderschrank aufbauen – außen weiß und innen Frühlingsgrün!

Ich wünsche einen schönen Sonntag in die Runde!

20. März 2010

Grün statt Grau (6)

Nun gut, der Frühling macht eine Pause. Es ist mild, aber auf die heiß ersehnten Sonnenstrahlen müssen wir wohl noch eine Weile warten. Es gießt. Aber ich bin mir sicher, das Warten wird sich lohnen. Denn je mehr es jetzt regnet, desto turbomäßiger wird das Grün bei besseren Lichtverhältnissen aus dem Boden platzen.

Deshalb noch ein bisschen Abwarten und Tee trinken. Ich bin ein großer Teefan. Ob Schwarz- oder Grün-, Roibos-, Früchte- oder Kräutertee – bei mir findet man alles. Dabei habe ich immer Lieblingstees und die trinke ich dann, bis sie mir zu den Ohren raushängen. Im letzten Winter zum Beispiel habe ich Glückstee (Roibostee mit Kakaoschalen und Zimt) literweise getrunken. Diesen Winter konnte ich ihn nicht mehr sehen (geschweige denn trinken).

Dass ich viele „grüne“ Tees in meinem Teeschrank habe, war mir schon bewusst, aber über so viele war ich dann doch überrascht. Der Morgenstrahlentee ist eine Neuentdeckung, gibt's bei meinem Lieblingsdrogisten. So wie alle anderen Tees (bis auf den Kusmi-Star) auch. Es ist ein sehr leckerer Kräutertee und nach dem ich mir vor ein paar Wochen vorgenommen habe, viel mehr zu trinken als sonst, weil ich sonst irgendwann von innen heraus vertrocknen werde (oh je, fragen Sie nicht nach dem Blick in den Spiegel), ist Kräutertee eine gute Wahl. Zu viel Schwarz- oder Grüntee ist gar nicht so gesund und dauernd Roibostee ist schlicht langweilig (und zudem meist aromatisiert).

Der Vitaltee ist ein erfrischender Grüntee und den mag ich nur frisch aufgebrüht und nicht aus der Thermoskanne.

Wussten Sie eigentlich, dass man Grüntee nicht mit kochendem Wasser übergießen soll, weil sonst wertvolle Bestandteile einem Hitzeschock erliegen (und dann gar nicht mehr wertvoll sind)? Also Wasser aufkochen, auf ca. 90°C abkühlen lassen und dann den Tee eher kurz ziehen lassen. Das ist aber von Sorte zu Sorte unterschiedlich. Böse Zungen behaupten ja, Tee wäre nur aromatisiertes Wasser. Sagen Sie das mal einem Japaner, Inder oder Chinesen – pah!

Der Jasmin-Tee ist was ganz besonderes, leider auch sein Preis *hüstel*. Das liegt aber wohl nicht nur an seiner ökologisch-politisch-korrekten Herkunft sondern auch an den schicken Origami-Teebeuteln, die man in den Becher oder die Tasse einhängt und der einem ganz sicher nicht komplett ersäuft – wie mir leider regelmäßig mit den herkömmlichen Teebeuteln passiert, obwohl ich die Schnur schon immer um den Henkel winde.

Der Star meiner grünen Tee-Parade ist aber eindeutig der Kusmi-Tee „Prinz Wladimir“. Den hat mir mal eine Freundin (zusammen mit noch einer weiteren hübschen Jubiläumsdose Anastasia-Tee) aus Paris mitgebracht und nicht nur die Dose sondern auch deren Inhalt ist ein Traum. Weil ein echter Luxus-Tee, habe ich lange gebraucht, um mich zu einem Nachfüllkauf aufzuraffen, aber kürzlich hab ich es gewagt. Und nun zelebriere ich jede Tasse Prinz Wladimir wie ein Gläschen Champagner. Prost!

19. März 2010

Grün statt Grau (5)

Gestern gab es in unserem Garten eine Schneeglöckchen- und Krokussexplosion. Als ich von meinem Ausflug nach Hause kam – wooosh! – ein Meer von weißen und lila Fleckchen über den Rasen verteilt.

Dank 40 Tulpen (10 habe ich gestern noch verschenkt), einem Bund Ranunkeln (meine Lieblingsblumen) und Minihyazinten fühlen wir uns drinnen wie in Holland auf dem Felde.

Auf den kleinen Glücksritter und mich wartete heute ein außerplanmäßiger Zwangsentspannungstag mit Besuch beim Kinderarzt (1,5h Warten, 3 Minuten ins Ohr gucken, Aha, Mittelohrentzündung – tschüß, schönes Wochenende!), Sofakino am Mittag (jetzt weiß ich endlich warum Superhelden auf keinen Fall Capes tragen sollten!) und jede Menge Gekuschel und Gepuschel.

Am Ende des Tages haben wir noch ein wenig die Frösche knutschen lassen und freuen uns nun auf eine hoffentlich ruhigere Nacht als die letzte und auf ein entspanntes Genesungswochenende.

Na klaro geht es auch die nächsten zwei Tage noch mal weiter mit der Frühlingsoffensive Grün statt Grau!

18. März 2010

Grün statt Grau (4)

Heute: Frühlingsschanzengrün-Bummel. Mit Freundin und einem dauerwährenden Hach-Gefühl. Die Grün-statt-Grau-Aktion scheint tatsächlich Wirkung zu zeigen.

Der Tag beginnt für mich mit Haupthaarverschönerungsgrün – absolut überfällig.

Packtdiedraußenmöbelausgrün in der Susannenstraße

Gummischlangenapfelgrasgrün im Kiosk

Frühlingwillkommengrün mit Käse-Schinken-Toast und Gãlao am Schulterblatt

Bierbänkedrehteuchgrün (ebenfalls Schulterblatt)

Limettenneongrün beim Gemüsetürken in der Susannenstraße

Holländisches Frühlingsblumengrußgrün (ebenfalls Susannenstraße). Und mit nach Hause gegangen sind 50 rosarote Tulpen für 9,50.

Und wieder zu Hause in Suburbia ein bisschen Tetragrün an der Bushaltestelle. Wenig dekorativ, aber mit freundlicher Botschaft.

17. März 2010

Grün statt Grau (3)

Oben: Frühstücksbrettchen-Weisheit des Tages von hier.

Unten: Gestern noch ein bisschen frühlingsgrüne Post verschickt. Mit grasgrünem Pünktchenklebeband von hier. Wenn das mal nicht den Frühling lockt...

Heute gibt es noch ein paar Linktipps: Bei Frau Kännchen gibt es sensationell schöne Bento-Boxen zu gewinnen. Und Freunde von Supahero und Schlaufuchs sollten mal nach hier klicken. Dort kann man sich Musterstücke nach eigenen Wünschen zu einem echten Schnäppchenpreis bestellen.

16. März 2010

Grünschnabel zu Tisch

Mama (M): Kannst du dich jetzt bitte mal richtig hinsetzen und dein Abendbrot essen?

Fräulein Schlau (FS): Das ist doch kein Brot, das ist Müsli.

M: Dann iss dein Müsli.

FS: Abendmüsli.

M: Dann eben Abendmüsli. Setz dich jetzt hin und iss.

FS: Wie heißt das Zauberwort?

M: Setz dich BITTE richtig hin und iss dein Abendmüsli.

FS: Das Zauberwort heißt „Anschwung bitte!“

.....

M: Hör jetzt auf, herum zu hampeln und iss jetzt bitte.

FS: Ach menno, lass mich! Ich will jetzt in Ruhe bockig sein am Tisch!

.....

FS: Mama, jetzt nimm dein Handy weg vom Tisch, das ist da nicht verloren. Das DARFST du hier nicht.

Grün statt Grau (2)

Heute: große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Und die finden nun mal immer im Frühling statt. Kalendarisch gesehen zumindest.

Voller Stolz überreichte Fräulein Schlau heute ihre Einladungskarten für ihren Kindergeburtstag. Lustiger Weise sind es zwei Jungs, die sie dringend unbedingt einladen wollte. Aber auch ein paar kleine Hühner, das kann ja lustig werden. Überhaupt hat sie von allen Dingen immer eine ganz genaue Vorstellung. Das finde ich sehr bewundernswert, denn entschlossen durchs Leben zu gehen, kann nicht schaden. Für das „soziale Umfeld“ kann das zwar bisweilen recht anstrengend sein und manchmal steht sich Fräulein Schlau mit ihrem starken Willen auch selbst im Weg. Aber im Großen und Ganzen mag ich Menschen – ob groß oder klein, die wissen, wo sie hin wollen, lieber als solche, die ständig zweifeln.

Danke an alle Mitmacher der „Grün statt Grau“-Woche. So können wir den Frühling locken!

15. März 2010

Grün statt Grau (1)

Den Anfang macht dieser Urlaubsgruß aus Tirol. Den haben wir uns selbst geschickt. Als Erinnerung an wundervolle Tage in den Bergen im letzten Jahr. Mit saftig grünen Wiesen, Sonne satt, Himmel so weit das Auge reicht.

Grün statt Grau!

Draußen Schneefall, ich hab's so satt. Ich will, dass endlich dieser Dreck da draußen verschwindet, will meine Nase in die Sonne halten, die dicken Winterjacken in den Sommerschlaf jagen. Ich will GRÜN!

Auf der Suche nach Grün in meinem Zuhause habe ich schon jede Menge gefunden. Deshalb gibt es hier jetzt eine Woche lang jeden Tag was Grünes im Blog. Sie auch? Je mehr mitmachen, desto besser. Einfach jeden Tag was Grünes zeigen, vielleicht hat der Frühling vergessen, wie das geht? Und singen Sie mit ihren Kindern dieses Lied:

Singt ein Vogel, singt ein Vogel, singt im Märzenwald.

Kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.

Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling komm doch bald herbei,

jag den Winter, jag den Winter fort und mach' das Leben frei!

Je häufiger, desto besser! Das ist sozusagen die Fortsetzung der Grünen Woche von Frau Frische Brise, die ich leider zu spät entdeckt habe, um noch einzusteigen. Und weil ich so dringend Farbe brauche, heißt es hier ab jetzt: GRÜN STATT GRAU!

(Edit) Es machen mit:

Grinsefisch

Der kleine Sockhaus

Andrea bloggt

Romedu

Mein Ausgleich

Ladyhawke

Family & Co.

Wonni

12. März 2010

12 von 12

Eigentlich wollte ich heute gar nicht. Das war so ein lustloser, uninspirierter Tag, den streiche ich am besten gleich wieder aus dem Kalender. Grau in Grau – innen und außen. Schietwetter vom feinsten, Sprühregen von allen Seiten. Das einzig Gute: bei 6°C taut der letzte graue Schneedreck endlich weg.

Nachdem ich also heute den halben Tag sinnlos im Internet „versurft“, meine Stapel auf dem Schreibtisch von links nach rechts und wieder zurück sortiert, aus lauter Verzweiflung ein Reißverschlusstäschchen mit Apfel genäht habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, Arbeit heute einfach Arbeit sein zu lassen und früh Feierabend zu machen.

Die Kinder haben sich schon gewundert, mich so früh im Kindergarten zu sehen (zu früh für ihren Geschmack), sind aber trotzdem willig meiner Einladung zu einem kleinen Trip ins alte Revier gefolgt, um neues Schuhwerk für den nahenden Frühling zu kaufen. Also, irgendwann – so zwischen April und Mai – kommt der bestimmt, habe ich beschlossen. Und dann werden die Ka.mik-Stiefel, die sie die letzten 4,5 Monate quasi nonstop getragen haben, in den Keller verbannt.

Also quälten wir uns durch den Matsch und Dreck, an der Scheibe zog ein vorherrschendes Farbklima vorbei: Schmutziggraubraun. In allen Schattierungen.

Mal eher Straßendreckgrau, dann wieder Matschmodderbraun.

Auch Trübscheußlichdunkelgrau war dabei.

Dann wieder Randstreifenpflastergrau.

Aber auch Streumittelrestgraubraun. Mit lila Akzenten.

Verlassene Spielplätze in Laubrestsanddreckbraungrau.

Und dann wieder Parklückenwinterschmodderschlammbraun.

Zuhause in Suburbia dann wieder Dreckschneeresthaufengrau. Mit gelben Hundepischiflecken.

Die Dreckwäsche, die mich jeden Tag nach dem Kindergarten erwartet, hat jeden Tag eine andere Farbe und Konsistenz. Dank dem immer noch reichlich vorhandenen Schneeresten (trotz 6°C) sind die Draußenklamotten eher sandigdurchweicht als Schlammbraun. Aber das kommt bestimmt nächste Woche wieder.

Der Nachmittag hielt dann doch noch zwei kleine Farbklekse in unserem heutigen Alltagsgrau bereit. Einmal eine Lieferung herrlich bunter Sommergarderobe von hier. (Unten übrigens Fräulein Schlau auf der Suche nach dem Sommer – der hängt an der Decke, sagte sie)

Und dann der Besuch im Kinderschuhladen. Bei Kinderschuhen bin ich ja bisweilen ein Luxusfrauchen. Gute, bequeme und haltbare Schuhe sind zwar ein Luxus, aber Gold wert. Und den kleinen Laden Casamance (hat leider keine eigene Website) in der Hegestraße mag ich einfach. Silvie, die Inhaberin, nimmt sich Zeit und hat unendlich viel Geduld – auch mit einem fast dreijährigen Minimonster, dass sich auch wie ein solches verhält (Kooperation ist in diesem Alter ein Fremdwort). Und neben ein paar tollen Stiefelettchen in lüla haben wir auch noch für den kleinen Glücksritter ein paar Schuhe gefunden und ein paar knallorange Sandalen von Mod.8 für 30 Flocken.

Nach einer ausgiebigen Modenschau im neuen Badeanzug und Sandalen von Fräulein Schlau kann ich nur sagen ICH BRAUCHE FARBE und zwar sofort!!!

Vielen Dank für's Schauen! 12 von 12 ist eine Idee von Chad Darnell und eine ausführliche Liste (vorallem) deutschsprachiger Blogs gibt es wie immer bei Frau Kännchen.