Der Morgen meines 12. Julis begann eigentlich so, wie jeder Sommertag beginnen sollte: erstmal im Bett liegen bleiben und lange lesen, Ferienkinder, die lange schlafen, frische Brötchen und ein sehr spätes Frühstück im Garten.
Das Buch Ein ganzes halbes Jahr, das ich – begleitet von einer ganzen Packung Taschentücher – gestern abend noch zuende gelesen habe, kann ich euch nur ans Herz legen. Das Thema ist schwierig, aber es ist in eine unheimlich schöne, ungewöhnliche und sensible Liebesgeschichte mit sehr viel Tiefgang.
Überhaupt habe ich in diesen Ferien schon mehr gelesen, als im kompletten ersten Halbjahr. Die Kids sind zufrieden mit sich und der Zeit, die sie einfach verbummeln dürfen – ohne Termindruck oder Hektik. So müssen Sommerferien sein.
Das kleine Fräulein hat einen Ball in die Heckenrosen geschossen und hat sich erstmal Schutzkleidung (Jeans, Winterjacke, Gummistiefel) angetan, bevor sie sich in den Dschungel stürzt. Zum Glück hat sie ihren Beschützmichhund dabei. Dabei fällt eher ungewollt ein hübscher Blumenstrauß für mich ab.
Dank der neuen Mollie makes
Dann entschließen wir uns ganz spontan, unsere Insel Amrum für einen Nachmittagsausflug zu verlassen, um auf der Nachbarinsel Föhr ein bisschen bummeln zu gehen. Das geht ganz fix mit der Fähre und als „Fußgänger“ braucht man auch keinen Platz reservieren. Also fix eingecheckt und rüber gecruised!
Föhr ist ja so ganz anders als Amrum – zumindest das, was wir bislang von Föhr gesehen haben. Amrum ist klein, sehr überschaubar (weil auch viel kleiner) und ich könnte mir vorstellen, dass es auf Sylt vor 60 bis 70 Jahren genauso ausgesehen haben könnte. Viele Läden machen eine lange Mittagspause und wenn man nach 21 Uhr noch ein offenes Restaurant findet, in dem nicht schon die Küche geputzt wird, kann man sich glücklich schätzen.
Auf Föhr – bzw. in Wyk – ist es dagegen trubelig, die Cafés und Restaurant reihen sich munter aneinander, leider aber auch die Pizzabuden und Souvenirshops. Das Publikum ist irgendwie anders. Aber wir haben uns vorgenommen – obwohl wir Amrum wunderbar finden – Föhr noch ein bisschen genauer zu erkunden.
Mit der letzten Fähre sind wir dann wieder zurück in unser Sommer-Interims-Zuhause und lassen wieder schön alle Viere gerade sein. Denn so müssen Sommerferien sein!
Mehr 12 von 12 gibt es wie immer bei Frau Draußen nur Kännchen! Danke für's Gucken!

















































