18. Juni 2013

Jedem Tierchen sein Plaisierchen

Mit der Haustierfotografie ist das so eine Sache. Ich wedel meinem Hundetier nahezu pausenlos wenigstens mit dem Handy vor der Nase rum – ich möchte nicht wissen, was Polly über mich denkt. Deshalb habe ich aber auch eine stattliche Ausbeute an witzigen, herzigen bis anschmachtwürdigen Fotos von unserer kleinen Fellnase. Das einzige Manko: auf kaum einem bin ich auch mit drauf. Und scharfe Selfies mit diesem zappeligen, braunweißgeflecktem Bündel sind fast ein Ding der Unmöglichkeit, mein aktuelles Profilfoto eine echte Rarität.

Im nahegelegenen Einkaufszentrum kann man sich deshalb zusammen mit seinem vierbeinigen Freund ablichten lassen. Das Ergebnis? Gru-se-lig! Dann doch lieber Polly weiterhin allein oder mit den restlichen Rudelmitgliedern.

Doch neulich machten mich gleich mehrere Blogger-Kolleginnen (1.000 Dank ihr Lieben!!!) auf die Website von Tobias Lang in Hamburg aufmerksam. Der Fotograf, dessen eigentlicher Schwerpunkt bei Werbefotografie und Mode liegt, fotografiert im Rahmen seines eigenen Buch- und Ausstellungsprojekts Herrchen und Frauchen mit ihrem liebsten Getier.

Das Ergebnis? W-O-W!


Die Schwarzweißbilder sind pur. Pures Leben, pure Liebe, einmal auslösen bitte für die Ewigkeit. Obwohl der Vierbeiner (oder Achtbeiner oder Zweibeiner mit Flügeln) und sein Mensch auf jeweils einer eigenen Aufnahme festgehalten werden, kann man die Vibes zwischen beiden knistern hören, wenn man genau hinsieht. Anschauen macht Spaß.

Die Bilder sind voller Witz und Situationskomik. Ungeschminkt und unfrisiert. Sabbernde Mischlinge, zum Angriff lauernde Kampfkatzen, Kaninchen mit Albert-Einstein-Frisur.




Die Reihe ist so entstanden, wie immer die besten Projekte entstehen – aus purem Zufall. Nämlich als die hauseigene Katze immer auf einem Holzklotz im WG-Wohnzimmer posierte und Tobias sie darauf fotografierte. Es folgte der Haushund, die Hunde und Katzen von Besuchern, Freunden, Freunden von Freunden. Immer Tier mit Mensch.


Obwohl Tobias schon den einen oder anderen Exoten vor der Linse hatte, sucht er noch nach weiteren Beziehungen, die gern außergewöhnlich sind. Teilst du also dein Zuhause mit einem Goldfisch, einem Erdmännchen, einem Dschungarischen Zwerghamster, einem Hängebauchschwein oder einer ähnlich aufregenden Kreatur, die nicht gerade mit einem Mops oder einem French Bullie verwand ist (die hatte er nämlich schon reichlich vor der Linse), schreib ihm ein E-Mail! Pferde gehen leider nicht, es sei denn, sie kommen problemlos in den dritten Stock des Altbauhauses, in dem Tobias fotografiert.

Das einzige was du tun musst, ist kommen, dein Tier mitbringen, so sein wie immer, dich über sensationelle Love-Shots von dir und deinem Tier freuen und damit einverstanden sein, dass deine Fotos veröffentlicht werden – hoffentlich bald in einem Buch und im Rahmen einer Ausstellung. Der Rest ist free for fun!

So kommt es, dass es nun auch ein sensationelles Paar-Foto von Polly perfect und mir gibt. Mit mir! Frau Kamerascheu höchstpersönlich. Wo ich doch schon so unlocker bin, wenn ich vor der Linse stehe, den Selbstauslöser in der Hand und sonst außer den Hausspinnen (und natürlich Polly, die dauernd ins Bild rennt) keiner anwesend ist.

Ok, ich räume ein, dass mein Shot deutlich länger gedauert hat, als der von Polly. Draufsetzen, abdrücken. Polly hat sich erwartungsgemäß wenig dafür interssiert, ob ihre Frisur sitzt oder der Hals Falten wirft. Eigentlich hat sie sich überhaupt nur für die tollen Tennisballfüße der Fotolampe interessiert... ähem.

Hier also das HHL-Dreamteam in Schwarzweiß...


Und weil ich weiß, dass hier gern auch Verlagsleute mitlesen: Tobias ist noch offen für Angebote von Verlagen, die sein Projekt in Buchform veröffentlichen wollen. Weil das ein ziemlich großartiges Buch werden wird, hoffe ich auf zahlreiche Zuschriften!

* * *

Apropos Buch! Solange wir noch auf das „Your Pet and You“-Buch warten müssen, habe ich noch einen anderen Tipp für die Hundefreunde unter euch oder die, die einem Hundefreund ein tolles Geschenk machen wollen.

Mein kleiner Glücksritter hatte über das Buch Hunde unter Wasserneulich mal im GEO Mini gelesen und wollte unbedingt, dass wir es kaufen. Da ich bei Büchern schnell schwach werde, habe ich es bestellt. Das Buch ist großartig und die Idee dazu ebenso zufällig enstanden, wie Tobias' „Your Pet and You“-Projekt.

Der Fotograf Seth Castell fotografierte einen Hund und das Shooting war zunächst „an Land“ geplant. Stöckchen werfen, Loch buddeln, Nickerchen machen. Der Vierbeiner hatte aber viel mehr Spaß daran, einen Ball mit der Nase in den Pool zu stupsen und hinterher zu springen. Seth kaufte sich kurzerhand eine Unterwasser-Wegwerfkamera und setzte das Shooting unter Wasser fort. So entstand eine großartige Serie von witzigen Shots mit tauchenden Hunden – viele von ihnen taten das zum ersten Mal. Mittlerweile hat er mehr als 250 Hunde unter Wasser fotografiert.

So, jetzt nochmal kurz den Goldfisch gefüttert oder das Hängebauchschwein gekrault und dann ran an die Tasten! Tobias und sein Projekt findet ihr übrigens auch bei Facebook.

14. Juni 2013

Polly perfect


Heute vor einem Jahr hat Polly mit 7 weiteren kleinen Springer-Babys das Licht der Welt erblickt. Ihre Mama Lotta war sicherlich wie jede Mama erleichtert, dass sie nun die schwere Last los war. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch gar nicht, dass Polly gut zwei Monate später bei uns einziehen würde. Irgendwie war es eine Reihe von Zufällen, die uns zu Susanne – Pollys Züchterin – geführt haben. Wie sooft im Leben versteht man erst hinterher, warum Dinge – auch schmerzhafte – so sein mussten, wie sie nun mal passiert sind. Und wenn es so gut ausgeht wie in diesem Fall, hadert man nicht lange mit seinem Schicksal.

So gehört nun Polly – genauso wie für viele Jahre Schuffi alias Emily – zu unserer Familie und ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie bringt uns zum Lachen, ist witzig und spritzig, steckt voller Eniergie und Unfug und ist für meine Kinder eine wichtige und treue Freundin und ein verlässlicher Kuschelpartner geworden.

Sie ist mein Fitnessstudio, meine Erkältungsprophylaxe, mein Fußwärmer bei der Arbeit und sie erinnert mich stets daran, nicht alle Dinge zu ernst zu nehmen (außer ihr Abendessen natürlich!). Sie zaubert einem verlässlicher ein Lächen auf die Lippen als ein Mensch es könnte.

Sie ist mindestens ein Instagram-Star (#pollythespringer), wahrscheinlich der einzige Springer Spaniel, der seine eigene Stoffkollektion hat und bestimmt hat sie – objektiv betrachtet – mehr Fans als ich. Das Schönste dabei: das ist ihr alles total egal, solange sie jeden Tag einen ausgedehnten Waldspaziergang mit Bad im See oder im Bach (oder beides) machen darf, der Napf immer gut gefüllt ist und sie irgendjemandem abends auf dem Sofa auf die Pelle rücken darf.

Ach Polly, hoffentlich bleibst du noch ganz ganz lange der Star in unserem Rudel!

13. Juni 2013

Super-Mona rettet den Mädelsabend vor Läusen

16:00 Uhr Feierabend, ab nach Hause und freu mich auf den Mädelsabend heute.

16:15 Uhr Zuhause angekommen, AB checken, 1 Anruf.

Süüüüüße, Kirsten hier, ich muss für heute Abend absagen. Paulina hat Läuse! ICH DREEEEEH DUUUUURCH!!! Die anderen wissen schon Bescheid, sie kommen dann heute Abend zu Dir. SOOOORRRRRYYY!!!

16:20 Uhr stehe ich mit Mitleid für Kirsten und mit juckendem Kopf vorm AB und denke: Okeeee, noch 2 Stunden und 40 Minuten unseren Mädelsabend zu organisieren und Adé chilliger Nachmittag auf der Terrasse. Also hurtig das Haus klar Schiff gemacht und auf die Frage „Was koche ich?“ eine Antwort finden. Die Rezeptbücher durchblättern und von zwei Rezepten inspiriert, entscheide ich mich für eine Tarte mit Ratatouille-Belag die wunderbar zum Weißburgunder passt, der zum Glück im Kühlschrank gut gekühlt liegt.


19:00 Uhr Es klingelt und meine Mädels stehen gut gelaunt vor der Tür und dank des traumhaften Sommerwetters verbringen wir eine lauschigen Sommerabend im Garten. Meine Tarte-Kreation findet großen Anklang und um 21:12 Uhr schaut sogar Kirsten noch vorbei, bei der wir alle erst einmal seelischen Aufbau leisten müssen und nach Ihren „Läuse-Geschichten“ juckt uns allen der Kopf.

Hier nun das Rezept meiner „Ich-organisier-mal-schnell-den-Mädelsabend-Tarte“.

2 runde Platten TK-Blätterteig
400 g Ricotta
20 g frische Basilikum Blätter
40 g Parmesan
2 kleine Auberginen
2 kleine Zucchini
8 Kirschtomaten
getrockneter Oregano
Olivenöl
Meersalz, schwarzer Pfeffer

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die aufgetauten Teigplatten auf mit Backpapier belegte Bleche legen. Ricotta, Basilikum und den geriebenen Parmesan verrühren. Die Teigböden damit bestreichen. Rundum einen 5cm breiten Rand frei lassen. Teigböden mit feinen Auberginen- und Zucchinischeiben und den halbierten Tomaten belegen. Den Belag mit Oregano bestreuen, mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern. Den unbelegten Teigrand nach innen klappen und zusammenkneifen, so dass ein stabiler, aufrechter Rand entsteht. Die Tartes im Ofen ca. 30 Minuten goldbraun backen.





Wer von Euch nun denkt: Wow, spontaner Besuch, nur knapp 3 Stunden alles vorzubereiten und dann auch noch Zeit dies in stimmungsvollen Fotos festzuhalten, den muss ich eines Besseren belehren. Die Aaahhhs, Ooohhhs und Mmmhhs meiner Mädels hat mein Mann in der obersten Etage des Hauses, an seinem „Flucht-vor-den-Weibern-Platz“ nicht überhören können und da sie ihm nicht einen Krümel übrig gelassen haben, zauberte ich am nächsten Tag extra für die Fotos... äh, für meinen Liebsten und mich die Tarte noch einmal.

Ich wünsch Euch was, Mona

12 von 12 im Juni


So ein 12. fliegt ja manchmal so schnell an einem vorbei, dass der Tag schon vorüber ist, ehe man den Computer hochklappen kann. So wie gestern! Meine 12 Bilder sind also nicht mehr taufrisch, aber das war ich gestern den ganzen Tag nicht.

Der hat nämlich schon um 4 Uhr irgendwas begonnen, als mein lieber Mann mal wieder zu so unmenschlich früher Stunde aufstehen musste, dass ich solidarisch vom Aufziehen der Sockenschublade aufgewacht bin und nicht mehr einschlafen konnte. Draußen haben die Vögel gesungen und es war schon ganz hell und das beides hat mich leider davon abgehalten, nochmal kurz ins Land der Träume zu entschwinden gääähn.

Nachdem ich flux mit Fräulein Pipapo eine kleine Gassirunde gegangen, unter die Dusche gesprungen bin und das Kleinvolk in die Arbeit bzw. zum Sportfest und ein kurzes Gespräch mit der Schulleitung hinter mich gebracht habe, bin ich schnell auf den Markt gehuscht, um ein paar Leckereien für's zweite Frühstück einzukaufen. Ganz schön viel los um die Uhrzeit, aber herrlich so in der Morgensonne!


Zum Frühstück habe ich dann lieben Besuch erwartet. Es wurde ein XL-Arbeitsmeeting in gemütlicher Gartenatmosphäre. Sowas könnte ich öfter!

Nur falls einer fragt: für das full english breakfast gab es natürlich noch Toast (neben dem rechten Bildrand) und Erdbeermarmelade (Lemon Curd war aus). Scones hab ich nicht mehr geschafft, aber die sind ja auch eher so ein High Tea Ding, die gibt es dann am Wochenende.


Wir haben unser Gespräch, für das wir locker noch ein paar Stunden gebraucht hätten, dann einfach noch auf einer kleinen Wald-Gassirunde fortgesetzt und ich hab mir ein paar Blümchen mit nachhause gebracht.

Ich liebe den Sommer, sagte ich das bereits?


Dann schnell in die Schule geflitzt, das große Kind total verschwitzt und fix und alle vom Schulsportfest abgeholt und in den Kindergarten weitergeeilt. Da kam ich allerdings – wie meistens – ziemlich ungelegen.


Zuhause wollte Polly dann unbedingt ihr Hundefutter selbst auspacken. Ist ja nun schon fast erwachsen, die kleine Fellnase. Morgen feiert sie schon ihren ersten Geburtstag. Wahnsinn, wie schnell die Zeit mit dem kleinen Glückskeks vergangen ist!

Dann haben wir schnell unsere sieben Sachen gepackt und sind zum Zirkuskurs vor die Tore der großen Stadt gefahren. Praktischerweise haben meine Kinder hintereinander ihre Zirkusstunde, so dass ich die Wartezeit immer mit einem Kind auf dem nahegelegenen Bauernhof verbringen kann. Das ist sozusagen mein Mittwochskaffee. Meine zwei mal 45 Minuten durchatmen, in den Himmel gucken und einfach mal die Beine baumeln lassen.

Das schöne Wetter verabschiedete sich leider langsam aber sicher hinter dicken Wolken.


Ist uns aber erstmal egal. Es ist warm und wir haben lange genug darauf gewartet, dass man wieder Eis essen kann. Also: Eis her!


Mein Mittwochskaffee hat heute Himbeersorbetgeschmack!


Während das kleine Fräulein akrobatikt, streife ich mit dem kleinen Glücksritter und der Stracciatellaprinzessin über den Hof.

Schweine und Kühe geknutscht hat sie ja schon als kleines Fellknäuel gern. Und von ihrer anfänglichen Zurückhaltung den großen Schweinen gegenüber ist nicht mehr viel übrig.

„Ey du Sau, was geht ab!?“


Zuhause dann schnell die Blumen gewässert – wer weiß, ob das noch was wird mit dem Regen. Es ist schwül und sie brauchen dringend eine Dusche. Ich übrigens auch!


Denn ich bin schon wieder auf dem Sprung zum Trendtable im Showroom vom Deutschen Tapeten-Institut. Jette Joop hat sich leider krank gemeldet, aber was der Designer Dieter Langer und die inspirierende Katja Behre alias Elli Popp zu sagen hatten, war auch sehr interessant. Das Catering vom Blauen Hummer wie immer grandios und die Gespräche nach dem Dessert spannend. Danke für die Einladung!


Zwischendurch musste ich noch mein Auto aus der Tiefgarage retten, mangels passendem Wechselgeld durch das sich schließende Tor sprinten und im Regen auf den Wachdienst warten. Kurz vor Mitternacht bin ich dann fix und alle in meine Kissen gesunken und mir ist wieder eingefallen, wann ich am Morgen aufgewacht bin. Aber ehe ich den Gedanken noch zuende denken konnte, war ich schon abgereist. Ins Land der Träume...

Danke für's Gucken – alle 12 von 12 im Juni gibt es wie immer bei Frau Kännchen!

Heute Abend müsst ihr unbedingt noch mal reichschauen – da gibt es wieder Gaumenfreuden von Mona. Aber ich empfehle euch, das nach dem Essen zu tun. Hungrig ist der Anblick dieser Leckereien kaum auszuhalten!

11. Juni 2013

Tutorial Tuesday: Schrägband selbermachen oder wie produziere ich mal schnell 27 Meter Wimpelkette ohne ins Schwitzen zu geraten


Neulich feierte mein kleines Fräulein ihre Abschiedsparty zusammen mit den anderen Schulkindern-to-be und ihrer ganzen Kindergartengruppe. Wir „Abschieds“-Eltern hatten uns überlegt, was wir für die Gruppe organisieren könnten und das war auf Grund der lange anhaltenden Schlechtwetterphase bis vor ca. drei Wochen gar nicht so einfach. Da mein kleines Fräulein unbedingt ihre ganze Gruppe zu uns nach Hause einladen wollte (un-be-dingt!!), habe ich angeboten, die Party gleich zu uns zu verlegen. Die Kita ist quasi umme Ecke und die Knirpse sind alle schnell her gelaufen. Mit Erzieherinnen und Abschiedseltern waren das 24 Kinder und 10 Erwachsene. Ja, unser Garten ist groß.

In einem Anflug von chronischer Selbstüberschätzung dachte ich mir, dass ich ja für die Deko mal schnell ein paar Wimpelketten nähen könnte, das sieht bestimmt hübsch aus. Nachdem ich schon mit dem Wimpel zuschneiden begonnen hatte, überschlug ich mal so Pi mal Daumen, wie lange denn die Wimpleketten sein müssten, um all das zu dekorieren, was ich mir vorstellte. 50 Meter. 50 Meter!?

Eigentlich hätten mir für die 50 Meter (und was ich mir sonst noch so alles vorstellte) drei Tage gefehlt – obwohl mein Mann irgendwann mitleidig zur Zickzackschere griff um mir beim Wimpel ausschneiden zu helfen. Um Schrägband zu kaufen oder zu bestellen, war es schon zu spät, also musste ich auch das selbst machen. Geht aber easy peasy und wenn man ein bisschen Zeit hat, macht es sogar Spaß. Alles, was man dazu braucht, ist ein Lineal, einen Rollschneider, einen Schrägbandformer (meiner ist ein „18er“, d.h. er produziert ein 18 mm breites Schrägband) und ein Bügeleisen.

Es gibt sicherlich haufenweise Tutorials im Netz, aber ich erkläre denen, die es noch nicht gemacht haben, fix wie das geht.

Ihr benötigt dafür ein etwas größeres Stück Stoff. Ich wollte ja viel Schrägband produzieren und habe somit einen 0,5 Meter Mini Bizzi genommen. Praktisch an dem Muster ist auch, dass ich ohne lange zu messen immer 4 Kästchen breit meine Streifen schneiden konnte. Die waren dann 38 mm breit, ideal also für den Schrägbandformer.

Ich lasse immer an der ersten Ecke (links unten) ca. 25-30 cm Platz und beginne mit den diagonalen Streifen. So bleibt euch wirklich nicht viel Rest übrig und auch die kurzen Streifen lassen sich prima aneinander nähen.


Schneidet die Streifen immer diagonal, auch wenn es vermeintlich viel Stoff kostet. Das Schrägband lässt sich so mühelos auf um Kurven und Rundungen formen.


Die Streifen schneidet ihr an den Enden gerade ab. Nur der Anfang darf abgeschrägt bleiben – so lässt sich das Stoffband leichter in den Schrägbandformer einschieben.


Die Enden von zwei Streifen legt ihr Ecke auf Ecke rechts auf rechts aufeinander und näht an der gestrichelten Linie entlang. Die Spitze schneidet ihr ca. 5 mm zur Naht ab. Ich vernähe den Faden am Anfang und am Ende nicht, das kostet nur Zeit (und die war ja sowieso Mangelware). Da der Anfang und das Ende der Naht ohnehin innen liegen, wenn ihr das Schrägband vernäht, kann auch nichts aufgehen.

Wenn ihr alle Streifen aneinander genäht habt, bügelt ihr die Kanten auf der linken Seite auseinander.

Jetzt kommt das Origami-it's-Magic-Faltgerät zum Einsatz! Schiebt das abgeschrägte Ende des Bandes mit der linken Seite nach oben in den Schrägbandformer und zieht es an der schmalen Seite vorsichtig heraus. Die nun gefaltete Seite bügelt ihr ganz langsam, mit Druck und Bedacht – und schön auf die Finger aufpassen! – glatt. Ganz Wagemutige bügeln mit Dampf, aber davon würde ich Schrägband-Anfängern abraten. Ganz intuitiv hat man seine Finger zu nah am Bügeleisen. Ich spreche da aus Erfahrung...


Nun müsst ihr nur noch ein paar Wimpelchen hineinnähen und fertig ist das bunte Gute-Laune-Gebimmsel für Draußen oder Drinnen oder was auch immer ihr verschönern wollt. Vielleicht wolltet ihr euch aber mit dem Schrägband auch schon immer ein paar neue Topflappen nähen. Das war zumindest in der 5. Klasse meine erste Begegnung mit Schrägband. Meine waren auf einer Seite in gelben Vichykaro, auf der anderen Seite in Rot. Das Schrägband war langweilig weiß. Das geht jetzt viel hübscher!

Um nochmal die Kurve zur Abschiedsparty zu bekommen: nach 27 Metern habe ich aufgegeben. Den Rest haben wir mit 100 bunten Luftballons kompensiert, das sah auch toll aus. Die durfte dann mein Mann aufpumpen. Hat auch gar nicht lange gedauert...

Das Fest war wunderschön, das Wetter perfekt und alle waren glücklich. Wir haben gespielt, gegrillt, Kuchen gegessen und ich bin mir sicher, die Kids werden diesen schönen Tag noch lange in Erinnerung behalten. Und das bestimmt nicht nur wegen der Wimpelketten. Aber wir Selbermacher haben schon manchmal komische Ticks, oder?

6. Juni 2013

Was Rhabarber mit Instagram zu tun hat und warum ich hier und heute ein neues Gesicht auf dem Blog begrüße!


Wisst ihr, welche der vielen Seiten des Bloggens ich am schönsten finde? Dass man viele neue Freunde findet und interessante Kontakte knüpft. Wie wäre mein Leben wohl verlaufen, wenn ich nicht irgendwann diesen Blog angefangen hätte, wenn ich nicht auf Facebook und Instagram unterwegs wäre? Bestimmt auch irgendwie interessant, aber ganz sicher hätte ich nicht so viele tolle Menschen kennengelernt!

Und so kommt es, dass – quasi zack bumm bonjour – über ein paar Stangen Rhabarber, sehr ansprechend in Szene gesetzt, ein neues Gesicht hier auf diesen Blog gefunden hat. Nämlich Mona alias 41sommersprossen, deren Foto-Feed auf Instagram ich so lecker fand, dass ich mir zuerst gar nicht vorstellen konnte, dass sie nicht bloggt. Leute, die ihr Essen fotografieren und nicht bloggen – gibt's das überhaupt!? Ich wollte nämlich nicht einfach das Rezept ihres superkalifragelistischexpialegorischen Rhabarbersirups bloggen und ihr keinen Credit dafür einräumen können.

Und so kam es, dass ich sie fragte, ob sie nicht ab und zu bei mir gastbloggen möchte. Wäre doch schade um die Leckereien, die allen anderen dadurch entgehen. Und irgendwann hat sie vielleicht auch mal einen eigenen Blog. Aber so lange darf sie sich bei mir „warm bloggen“.

Ich freue mich total, habe schon 2kg Rhabarber im Kühlschrank liegen und bin gespannt auf alles, was da noch so kommt. Ich hoffe, ihr freut euch mit! Klickt euch unbedingt mal durch ihren Feed bei Instagramm (@41sommersprossen) – aber auf keinen Fall mit leerem Magen!

Herzlich willkommen, Mona!

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Rhabarber war schon als Kind mein liebstes Gemüse (ja, es ist ein Gemüse, habe es extra gegoogelt). Wenn er reif war, habe ich mir eine Stange im Garten abgebrochen und bekam von meiner Mutter ein Schälchen mit Zucker. Darin stippte ich den Rhabarber und knusperte da so lange rum, bis das Schälchen mit Zucker leer war.

Mittlerweile verwende ich Rhabarber lieber gekocht in Süßspeisen und meine erste Tat mit Rhabarber in dieser Saison war einen Sirup daraus zu machen. Mit kaltem Mineralwasser aufgegossen schmeckt er herrlich erfrischend oder auch im Prosecco ein Variante, die Ladys sehr mögen.

Meine Herstellung habe ich fotografisch festgehalten (was ich seit dem 1. April mit jedem essbaren Erzeugnis mache, seitdem ich bei Instagram bin) und bekam viel positiven Zuspruch dort, für die Fotos als auch für mein Rezept. So hat auch die liebe Susanne gefallen an meinen Posts bei Instagram gefunden und mir das unschlagbare Angebot gemacht, sie auf Ihrem Blog hamburgerlieb kreativ zu unterstützen. Von Herzen bin ich nun Gastbloggerin auf diesem wunderbaren Blog, es ist mir eine Ehre hier meine Rezepte und kreativen Ideen Euch präsentieren zu dürfen.

Da der Rhabarber Susanne und mich zusammen geführt hat, starte ich hier meinen ersten Beitrag mit dem Rhabarber-Sirup-Rezept. Als Goodie habe ich noch ein Rezept für einen Rhabarberkuchen für Euch, bei dem ihr die übergebliebene Rhabarbermatsche verwenden könnt. Ich freu mich wie Bolle hier sein zu dürfen!

Ich wünsch Euch was,
Mona


Rhabarber Sirup

2 kg Rhabarber putzen, waschen, schneiden. In 2 Liter Wasser 30 min. köcheln lassen. Durch ein Sieb mit Tuch abgießen. Rhabarbersaft wieder in den Topf geben, 500 g Zucker und Zitronensaft hinzugeben und nochmals offen 30 Minuten auf 750 ml einkochen lassen.

Fertig!


Rhabarber-Erdbeer-Kuchen

3 Eier
100 g Butter
250 g Zucker
2 Pck. Vanillin-Zucker
Salz
125 g Meh
2 TL Backpulver
75 ml Milch
1 Tüte Mandelblättchen
400 g Erdbeeren
übergebliebene Rhabarbermatsche vom Rhabarber-Sirup
2 Becher Sahne
1 Tütchen Sahnesteif

Eier trennen, Butter mit 100 g Zucker, 1 Vanillin-Zucker und 1 Prise Salz cremig rühren, Eigelb unterrühren, Mehl mit 2 TL Backpulver mischen und mit der Milch unterrühren.

In einer gefetteten Springform glattstreichen. 3 Eiweiß & 1 Prise Salz steif schlagen 150 g Zucker einrieseln lassen, weiterschlagen. Locker auf den Teig streichen mit ca. 5 EL Mandelblättchen bestreuen ca. 30 min. im vorgeheizten Backofen bei 180°C Grad Heißluft backen.

Den Tortenboden völlig auskühlen lassen. Die Erdbeeren waschen, vom Grün entfernen und pürieren. Die übergebliebene Rhabarbermatsche vom Rhabarber-Sirup untermischen.

Tortenboden einmal waagerecht durchschneiden, einen Tortenring um den unteren Boden schließen, Kompott auf den Tortenboden streichen.

Sahne mit 1 Tütchen Sahnesteif steif schlagen, 1 Tütchen Vanillezucker dabei einrieseln lassen.

Auf die Erdbeer-Rhabarber-Masse streichen, zweiten Tortenboden draufsetzen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.



5. Juni 2013

Catch a Wave – wenn der Stoff noch nicht da ist, stick dir schon mal einen Hai!

... oder einen Surfer! Oder gleich zwei oder drei und noch einen Hai – yeah! Oder so einen coolen riesen Button, der hier mindestens noch auf eine Tasche oder auf ein extra lässiges Surfer-Shirt wandert!

Ja, ich finde es auch sehr schade, dass ihr nun noch eine Weile auf die tollen Catch a Wave Stoffe warten müsst. Aber das soll euch nicht die Laune verderben. Wir hatten heute hier im Norden einen so perfekten Tag und ich kann immer noch nicht glauben, wie viel Glück wir mit dem Wetter hatten.

Mein kleines Fräulein hat nämlich heute bei uns im Garten ihr Kindergartenabschiedsfest gefeiert. Mit 24 Kindern und 10 Erwachsenen war bei uns ganz schön was los. Was haben wir die letzten Wochen um das Wetter gezittert! Wer meinen Feed auf Instagram verfolgt, konnte sehen, dass ich viel Zeit und mÜhe in die Vorbereitungen investiert habe – es sollte unvergesslich werden. Mit den Eltern der anderen 8 Abschiedskinder haben wir einen wunderschöne Tag verbracht und konnten schon mal erleben, wie sich der Sommer anfühlt. Sonne und Wärme – das hatten wir schon fast vergessen, oder?

Deshalb könnt ihr euch ab morgen bei Kunterbunt-Design schon mal mit coolen Jungs-Stickies eindecken, die nicht nur tolle Shorts und Jacken aus coming Catch a Wave Stoffen schmücken werden, sondern sich auch super auf Uni-Shirts, Handüchern oder Taschen machen! Hauptsache Hai-gefäääährlich!






Es gibt die Haie und Surfer in groß und in klein, in sportlich und gefährlich, als Appli und als Button. Den Button finde ich grandios, deswegen habe ich ihn auch schon in doppelter Auführung verarbeitet. Habt ihr schon gesehen, oder?





„Catch a Wave“ – ab morgen Abend bei Kunterbunt-Design!


4. Juni 2013

Catch a Wave!


Als ich neulich so darüber nachdachte, was mein kleiner großer Glücksritter mit mittlerweile 9 Jahren cool auf der Klamotte finden würde, sind mir unsere Urlaube in Cornwall in den letzten Sommern eingefallen. Sie waren immer wunderwunderschön und das große Kind hätte am liebsten die ganze Zeit am Wasser verbracht.

Cornwall ist ein Surfer-Paradies und „surfen“ bedeutet in dem Fall Wellenreiten. Bei Wind und Wetter sieht man zig kleine schwarze Punkte auf ihren weißen Brettern auf den Wellen tanzen – von den hohen Klippen aus betrachtet. Regen, Grau und Temperaturen, die so gar nichts karibisches haben, scheinen ihnen nichts auszumachen. Meinem kleinen Wellenreiter übrigens auch nicht. Der hat auch noch mit dunkellila Lippen glaubhaft versichert, dass ihm überhaupt nicht kalt sei.

Das schlechte Wetter, dass wir dort in den letzten Jahren leider hatten, hat uns auch veranlasst, diesmal ein anderes Urlaubsziel in den Sommerferien anzusteuern. Natürlich auch am Meer. Aber wisst ihr was? Je näher die Ferien rücken, desto mehr tut es uns allen leid, dass wir nicht wieder nach Cornwall fahren. Verrückt, oder? Das muss schon eine große Liebe sein, wenn man auch zwei oder drei Wochen Regen und unter 20°C in Kauf nimmt, nur um am geliebtesten Urlaubsort zu sein.

Nun ja, nächstes Jahr vielleicht wieder.

Aber das wollte ich euch ja gar nicht erzählen. Also kurz um: Surfer mussten es sein. Und so ist ein Design entstanden, dass übrigens nicht nur große Jungs toll finden, sondern auch mittelkleine und ganz kleine und lässige Mädchen sowieso. Meine Probenäherinnen haben alles abgedeckt, was nur geht – grandiose Resultate garantiert!

Hier kommt also Catch a Wave!


Catch a Wave kommt als toller Baumwoll-Popeline und eignet sich super für Shorts, Badehosen, Hawaiihemden, Taschen etc..


Und als superweicher Jersey – für coole Jacken, Shirts, Hosen, Schlafanzüge – oder was euch sonst verrücktes in den Sinn kommt.


Auch kleinen Windelsurfern steht „Catch a Wave“ super!


Und coolen Jungs sowieso!


Die Händler unter euch haben ja schon vergangenen Freitag den Newsletter mit den neuen Stoffen und den vielen schönen Designbeispielen erhalten. Die Nachfrage war so enorm groß, dass Hilco nur einen Bruchteil der Händler beliefern könnte. Darum haben sie sich schweren Herzens entschieden, den Auslieferungsstart um vier bis sechs Wochen zu verschieben, um die Nachproduktion abzuwarten und dann alle Händler gleichzeitig zu beliefern. Das ist dann zumindest für alle fair.

Dewshalb zeige ich euch hier auch nur einen kleinen Vorgeschmack der Designbeispiele. Das große Ganze kommt dann, wenn die Stoffe für alle verfügbar sind. Bis dahin hab ich auch noch ein bisschen Zeit zum Nähen. Denn wie ihr schon bei den Simply-Designs gelesen habt, ist meine Liste noch sooo lang.

Für alle Ungeduldigen gibt es aber immerhin schon mal was zum Sticken. Dazu heute Abend mehr!
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