12. Dezember 2012

12 von 12 im Dezember

Dieser 12. ist eigentlich ein ganz besonderer 12. Der 12.12.2012 nämlich. Nie mehr in meinem Leben werde ich ein ähnliches Datum erleben. Trotz unaufhaltsamen medizinischen Fortschritts erwarte ich nicht, den 01.01.3001 zu erleben, schon gar nicht mit dem iPhone in der Hand, die Bilder des Tages festhaltend.

Und doch war dieser 12. so normal, wie eben ein Mittwoch mitten im Dezember sein kann.

6.15 Uhr Weckerklingeln, allgemeines Stöhnen, Umdrehen, doch aufstehen müssen. Guten Morgen Winter, bleib doch noch ein bisschen! Ich mag's gern so kalt und weiß.


Nachdem der Liebste und das Kleinvolk mit wehenden Fahnen das Haus verlassen haben, kommt das Übliche: Küche aufräumen, Wäsche in die diversen Trommeln verteilen, ran an den Schreibtisch. Ich lasse es erst mal hell werden, bevor ich mit dem kleinen Schnuffeltier ins Winterwonderland aufbreche.


Das Überraschungspaket für Ani, meine neue Probenäherin ging gestern schon raus, damit sie keine Zeit verlieren muss. Heute sind die Gewinnerinnen der Interlock-Meter dran. Sie haben sich alle für meine Lieblingskombi Grau-Gelb entschieden. Na, wen wundert das?


Jetzt aber nichts wie raus. Was bin ich bloß für ein Glückspilz? Drinnen türmt sich die Arbeit und ich darf trotzdem behaupten, ich muss raus in Schnee und Sonne. Polly gibt mir ein astreines Alibi.


Die eiskalte Winterluft knistert, die Schneekristalle funkeln mit der Sonne um die Wette. Die Bäume recken ihre eisigen Spitzen in die Höhe als wollten sie alle zusammen Hurra! rufen.


Wir gehen neue Wege und so wird der Spaziergang noch ein bisschen ausgedehnter als geplant. Die Arbeit ist so weit weg, dass ich sie gar nicht rufen hören kann. Soll sie doch schreien, pöh, ich bin ja nicht zuhause.


Die kindliche Freude von Schnuffi über das weiße wattige Wunder da draußen lässt mir fast mein Dauergrinsen ins Gesicht frieren. So herrlich dabei zuzusehen, wie die kleine Schneenase kreuz und quer durch die Landschaft flitzt, durch den Schnee pflügt und Purzelbäume schlägt.


Zuhause brauche ich dringend was Warmes. Milchreis mit Zimt und Zucker und roter Grütze wünsche ich mir schon seit Tagen. Genau das richtige für kalte Wintertage.


Dabei klicke ich nochmal das an und kann es immer noch nicht so richtig glauben. Viele Fragezeichen tun sich mir auf. Am meisten überwältigen mich allerdings die Reaktionen auf Facebook: unzählige Glückwünsche von euch. Danke, danke, danke!


Wegen diversen Geheimprojekte habe ich leider keine Zeit für die Nähmaschine (obwohl ich die so dringend bräuchte), sondern muss mich ins Shopping-Mekka begeben. Zu dieser Jahreszeit wohl eher die Shopping-Hölle. Vor lauter Schnell-wieder-raus-hier vergesse ich glatt, Fotos zu machen. Das gelingt mir erst im Parkhaus auf dem Weg nach Raus-hier!


Stau. Na super. Und Polly allein zuhaus. Ich überlege mir, was sie wohl diesmal zerlegt, das kleine Engelchen. Nun ja, wir lieben sie trotzdem ebenso bedingungslos wie sie uns.


Kinder einsammeln, Einkäufe verstauen, unsinnige Fotos machen. Geht euch das auch so? Vor lauter 12-von-12 knipst man wild alles, aber auch alles was einem vor die Linse kommt. Wie zum Beispiel die drei Amaryllis, die bis morgen im Spülbecken parken, weil heute keine Zeit mehr für eine richtige Vase war.


Denn da hab ich mich schon mit dem Babysitter abgeklatscht, habe mich zurück in die City gestaut, war beim Friseut gesessen, habe über Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Papierhandtücher und Spielekonsolen für fast 9-jährige gequatsch, um dann im Anschluss meinen Liebsten bei Sushi und Schokokuchen zu daten. Das muss nämlich auch alles mal sein.

Und jetzt liege ich müde und zufrieden im Bett, freue mich darüber, dass heute die Welt nicht untergegangen ist und wünsche all den Brautpaaren, die sich heute an diesem ganz besonderen Tag das Ja-Wort gegeben haben, eine lange und glückliche Partnerschaft. Und dass sie nicht der Statistik folgen und sich in drei Jahre wieder scheiden lassen. Wär doch schade um so ein schönes Hochzeitsdatum, oder?

Wer mehr 12 von 12 sehen mag, klickt gern hier. Danke für's Gucken!

10. Dezember 2012

Schnappatmung!

Wahaaaansinn, da habe ich aber viele tolle Bewerbungen bekommen!

Ich habe mir am Wochenende tatsächlich mal ein Stündchen abgezwackt und bin durch eure schönen Blogs gesurft. Hut ab, Mädels – ihr macht ja tolle Sachen! Allein deshalb bin ich ganz froh, dass ich die Probenäherin auslose. Bei so vielen gewichtigen Bewerbungen könnte ich mich sowieso nicht entscheiden.

Ich mach`s kurz. Die glückliche, die sich jetzt vor Weihnachten noch ein bisschen Stress aufgeladen hat (positiven Stress natürlich!), heißt Angela, schreibt den Blog „Anis Welt“ und hat mit ihren drei Mädels jede Menge potentielle Models zuhause. Angela, ich freue mich!

Allen anderen möchte ich ein dickes Danke sagen für den geballten Mut, den ihr mit in den Lostopf gelegt habt. Ist ja schon ein straffer Zeitplan.

Die drei Mal je 1 Meter Glücksklee- und/oder Daisy-Interlock gehen außerdem an...

Nr. 199 – My Mucki

Nr. 181 – Goldlockengina

Nr. 350 – Kady's

Bitte schickt mir möglichst schnell eure Adresse und euren Designwunsch, damit ich die Päckchen verschicken kann! Alle neuen Daisy- und Glücksklee-Farben findet ihr hier.

Übrigens ist mir bei vielen aufgefallen, dass ihr kein gültiges Impressum auf eurer Seite habt, teilweise sogar nicht mal eine E-Mail-Adresse in eurem Profil hinterlegt ist. Das ist in Deutschland Pflicht und abmahnfähig. Solltet ihr dringend mal ändern – das nur als kleiner Tipp am Rande!

Nun wünsche ich euch einen prima Start in die Woche und lasst euch nicht stressen! Weihnachten kommt so oder so.

7. Dezember 2012

Gewinne und werde Probenäherin!


Jaaaa, da habt ihr ganz richtig gelesen! Obwohl ich neulich mal gesagt habe, dass ich mir Probenäherinnen immer selbst aussuche (Bewerbung zwecklos, leider!), wollte ich mir diesmal einfach was ganz besonderes ausdenken.

Bei sagenhaften 4.700 Followern auf der Hamburger-Liebe-Facbook-Fanpage und über 2.600 Blog-Abonennten ist dringend mal eine Verlosung fällig. Das sind also die Bedingungen (bitte genau lesen, bevor ihr den Sprung in den Topf wagt!):

1. Du kannst gut nähen, liebst schöne Stoffe und bist mit einer eigenen Nähmaschine ausgestattet. Eine Overlocknähmaschine ist nicht dringend erforderlich.

2. Du kannst schöne Fotos machen und hast einen Blog, auf dem du deine genähten Sachen zeigst.

3. Du hast bis Weihnachten noch etwas Luft um etwas aus der neuen Hamburger-Liebe-Frühlings-Kollektion zu nähen, Fotos zu machen und an mich zu schicken. Du hast auch nichts dagegen, dass ich die Fotos auf meinem Blog zeige (mit einem Link zu deinem Blog) und deine Bilder von Hilco für Werbezwecke (E-Mail-Newsletter, Matrial für den Außenienst) verwendet werden.

4. Du wohnst in Deutschland oder hast eine deutsche Versandadresse oder bist bereit, die Differenz der Versandkosten ins europäische Ausland selbst zu tragen. (Sorry, das hab ich jetzt geändert, nachdem ich so viele enttäuschte Kommentare bekommen habe. Ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür, dass ich nur versicherte Pakete verschicke, vor Weihnachten kommt zu viel weg. Falls ihr darauf keine Lust habt, macht bitte einfach nicht mit, ok?)

Der Gewinner oder die Gewinnerin darf sich für eine der drei Farbpaletten unten entscheiden und bekommt dann von mir ein Überraschungspäckchen mit ca. 3m Stoff und passenden Webbändern aus denen er oder sie etwas zaubern kann. Die Designs sind eher für Mädchen oder Frauen geeignet, sind aber keine ausgesprochenen Kinderstoffe, es gibt große und kleine Muster und man kann schön kombinieren. Bitte macht nur mit, wenn ihr euch mit den o.g. Bedingungen einverstanden erklärt.

Das ist eine Verlosung, jede(r) hat also die gleichen Chancen. Es ist nicht ausschlaggebend, wie viele Leser euer Blog hat oder wie lange ihr schon bloggt.

Im Idealfall haben wir beide was davon – du bekommst ein tolles Stoffpaket und siehst die neuen Hamburger Liebe Stoffe schon lange bevor sie alle anderen sehen und ich bekomme einen tollen Eindruck davon, was man mit den neuen Designs anstellen kann. So viel schon mal vorweg: die neuen Stoffe sind bombastisch schön.





Außerdem verlose ich noch unter allen Teilnehmern 3x 1m der neuen Interlocks und ihr könnt wählen, welches Design euch am besten gefällt.

Natürlich freue ich mich, wenn ihr Fan auf Facebook werdet (falls ihr es nicht sowieso schon seid) oder diesen Link teilt. Aber ist keine Bedingung für die Teilnahme!

So, jetzt seid ihr dran! Der Lostopf ist bis Sonntag Abend, 22 Uhr geöffnet. Fröhliches Reinhüpfen!

4. Dezember 2012

Advent, Advent...


Über unserem Esstisch hängt ein großer Leuchter, den wir jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit behängen, als wäre es unser Christbaum. Angesichts der Blitzerblinkerkugelpracht fühlt er sich bestimmt wie die große Tanne auf der Alster.

Fast jedes Jahr kaufe ich irgendein kitschiges Schnickeldi dazu – Glitzerhirsche ringelreihen neben Klunker-behängten Fröschen in Pink und Knallgrün. Das hübsche Hamburg-Herz ist ein Geschenk von einer lieben Freundin.


Den Adventskranz habe ich am Freitag schnell in einem Anflug von „Alles, nur keine Extra-Arbeit“ bei dem Baumarkt meines Vertrauens erstanden. Bunte Kugelkränze sind jetzt bestimmt nicht mehr der neueste Schrei, aber für dieses Jahr passt das bunte Glitzerdings ganz wunderbar in unsere Weihnachtsstube. Nächstes Jahr vielleicht auch, wer weiß? Vielleicht finde ich ja Gefallen an Simplify your Christmas?

Sehr zunutze kam mir da auch Frau Kännchens Idee, den Adventskalender der Kinder nicht in einer ausgedehnten Nachtschicht zu füllen, sondern jeden Morgen ein Päckchen auf den Frühstücksteller zu legen. Das Kleinvolk findet die Idee ganz dufte und so schnell habe ich sie noch nie aus den Betten flitzen sehen. Vielleicht sollten wir überhaupt einen Ganzjahres-Überraschungskalender einführen? Ich weiß, wer da nichts dagegen hätte...!


Überhaupt habe ich es mir seit fast zwei Wochen am Esstisch gemütlich gemacht. Kinderkrankheiten und eine abzuschleifende und neu zu ölende Treppe haben mir den Weg in mein Dachkammerbüro versperrt. Die Treppe ist längst wieder schick und begehbar und das Kind hat schon die nächste Krankheit, die es aber nicht am Gang in die „Arbeit“ hindert. Ich hingegen sitze hier noch immer. Ist einfach so schön gemütlich hier.



Also koche ich mir noch eine Kanne Tee, hole mir noch ein paar von den bunten Keksen aus der Dose und lasse die Nähmaschine weiter im Büro verstauben. Gibt ja schließlich auch genug am Rechner rumzuklicken.

Fröhliches weihnachtliches Arbeiten allerseits!

3. Dezember 2012

Big Love – Daisy loves Glücksklee


Ich hoffe, ihr hatten alle einen entspannten 1. Advent und habt euch nicht von der allegemeinen Weihnachtshektik anstecken lassen. Wie aus der Not heraus beschlossen, habe ich in diesem Jahr einen Adventskranz für uns gekauft. Sogar einen, der nicht nadelt, den der Hund nicht fressen wird (hoffentlich) und uns vielleicht auch noch in den kommenden Jahren vor einem kranzlosen 1. Advent retten wird. Morgen zeige ich euch mal unsere total-überhauptnicht-selbstgemachte Weihnachtsdeko. Ich find's schön. Auch wenn ich selbstgemacht sehr gern mag.

Am Samstag durfte ich dann schon mal mein erstes Türchen... äh, Päckchen öffnen. Es kam von Michas Stoffecke und die Freude darüber wird mindestens bis Weihnachten halten. Darin waren – ihr ahnt es schon – neue Daisy- und Glücksklee-Interlocks!

Diesmal habe ich echte Liebespärchen gestaltet – Daisy und Glücksklee passen perfekt zusammen. Ich mag die neuen Farben total und habe mich ein bisschen an der Wintergarderobe meines kleinen Fräuleins und meiner eigenen orientiert.




Die schwarz-gelbe Kombi ist mein Liebling – wiedermal. Ein Loopschal schon in Arbeit. Dieses Mal gibt es auch für diese Stoffe Bilder zum Download – unter diesem Link.

Daisy- und Glücksklee-Interlock wurden wieder in Europa produziert, sind aus 100% Bio-Baumwolle und GOTS-zertifiziert. Die Stoffe sind ab sofort bei Michas Stoffecke erhältlich!

Wenn das mal keine bunte Adventszeit wird, weiß ich auch nicht.

29. November 2012

Mut zur Lücke


In gut vier Wochen ist Weihnachten. Na, wie fühlt sich das an? Schweißausbrüche? Nervöses Zucken?

Klar, wie jedes Jahr haben wir uns vorgenommen, schon im August die Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Aber der August war so turbulent. Außerdem war der Sommer eh schon so spärlich, da konnte ich nicht auch noch an Weihnachten denken. Und jetzt ist es Ende November und es fühlt sich genauso wenig besinnlich und bepuderzuckert an, wie jedes Jahr.

Die Lichterketten schlummern noch friedlich im Keller, neben den Weihnachtskugeln, die weder
Lichterglanz noch Tannengrün widerspiegeln. Die Weihnachtsengel träumen noch ihren Sommertraum und nach dem Adventskranz hielt ich bislang vergeblich Ausschau.

Für mich war dieses Jahr sehr anstrengend, so viele Dinge haben meine Energie und Aufmerksamkeit gefordert, dass mein Kopf eindeutige Signale sendet. Festplatte voll, Datenvolume erschöpft. Bitte löschen Sie Dateien oder kaufen Sie mehr Speicherplatz. Ich merke, ich brauche dringend eine Pause.

Warum ich das schreibe? Weil ich glaube, dass es vielen von euch ähnlich geht. Und ich besinne mich diese Tage, wo alles und jeder an mir zerrt und fordert – Zeit, Aufmerksamkeit, Arbeitskraft – auf einen alten Spruch, der mir während meiner Schulzeit manches Mal Nerven geschont hat:

Mut zur Lücke

Hat man die Tage bis zur nächsten Arbeit gar nicht mehr absehen können, wie man den ganzen Stoff ins Hirn pflanzen soll, half nur eins: Weglassen!

Manchmal geht einfach nur ein bestimmtes Pensum, meinen Antrag auf pauschale Tageszeitverlängerung von 24 auf, sagen wir, 30h bin ich immer noch nicht losgeworden. Nichts zu machen. Bestimmt feiern wir auch dieses Jahr die Adventszeit mit einem schönen Adventskranz, aber den kaufe ich vielleicht einfach. Die kleinen Gaben für den Adventskalender, den meine gnadenlos weihnachtsverliebten Kinder in diesem Jahr bitte wieder selbstgemacht haben wollen, wandern in Butterbrottüten. Säckchen nähen, no thank you.

Hätte mich mein Kleinvolk nicht genötigt, Weihnachtsplätzchen zu backen – ich hätte heuer welche gekauft.


Genau genommen bin ich ja ein bekennender Early Bird, was den Kauf von Lebkuchenherzen und Spekulatius angeht, sobald im Spätsommer die Regale im Supermarkt dafür geräumt werden.

Selbstgemachte Geschenke schenke ich gern auch mal unter dem Jahr. Vor Weihnachten und ganz speziell in diesem Jahr bekomme ich das nicht hin.


Wenn ich abends endlich mal den Rechner zuklappen kann, setze ich mich gern noch eine Weile hin und stricke an meiner Mütze. Die ist fertig, wenn sie fertig ist. Und wenn das in diesem Winter nicht mehr klappt, dann halt im nächsten.

Neulich habe ich einen tollen neuen Schnitt probenähen dürfen und hatte gleich Pläne für fünf weitere Variationen. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht so aus, dass mein neuer Kanga Hoodie vorläufig der einzige seiner Art bleiben wird und damit was ganz besonderes ist. Mein Winterpulli sozusagen. Aus kuscheligem Daisy-Frottee, extralang, mit Astronauten-Kapuze.


Vor mir liegt ein großer Stapel wunderschöner, neuer Frühlingsstoffe, einer schöner als der andere. Aus denen muss ich bis Anfang Januar eine Menge toller Dinge nähen, meine Liste ist lang. Zu lang.

Dafür habe ich zum Glück meine fleißigen Probenäherinnen, was bin ich für ein Glückspilz.

Dafür habe ich mir ein ganz schönes Projekt heraus gepickt, nämlich einen Quilt. Und wenn ich euch sage, dass der bis auf das Binding bereits fix und fertig ist (und selbst das ist schon zur Hälfte per Hand angenäht), wisst ihr wenigstens, warum es in letzter Zeit so ruhig war hier im Blog.

Die Tage bis Weihnachten werden verfliegen. Und ich werde sicherlich dann und wann ein schlechtes Gewissen schieben, weil ich so eine schlechte Freundin, schlechte Tochter und schlechte Mutter bin, die nicht genug Zeit für ihre Lieben hat. Aber vorallem will ich nicht müssen. Ich will dürfen. Und ich finde, ich darf jetzt einfach mal.

Vielleicht finde ich ja irgendwo einen Turbolader und alles geht plötzlich wie von selbst. Wenn nicht, wird sich die Welt auch weiter drehen und das Christkind kommt trotzdem und legt uns seine Gaben unter den Baum. Und dann wird mir auch ganz gepuderzuckert zumute sein.

13. November 2012

Ringelstrohhalm mit Knopf – Tutorial


Jedes Jahr nehme ich mir vor, neuen Weihnachtsschmuck zu basteln, aber meistens kommt dann Weihnachten so furchtbar plötzlich um die Ecke. Dann reicht es meistens nur noch für Schmückereien, die sich fast von selbst basteln. Also gefühlt. Und wie gut, dass man hier noch die Reste der Sommer-Partys verwursten kann...

Meine Ringelstrohhalm-Sterne sind so eine easy-peasy-Weihnachtsbastelei, und so lässt sich die Adventsdeko oder der Weihnachtsbaum mit wenig Material- und Zeitaufwand wirkungsvoll aufhübschen.


Ihr braucht dafür: Ringelstrohhalme aus Papier (gibt es zum Beispiel hier), verschiedene Knöpfe, Zwirn oder feinen Draht, Nähgarn, Nadel und Schere.

Wer keine Knopfsammlung sein eigen nennen kann, kann sich bei Limetrees eine bunte Tüte voller Knöpfe bestellen, einer schöner als der andere.


Zuerst schneidet ihr die Ringelstrohhalme in vier gleiche Teile. Für einen Stern braucht ihr drei Strohhalme, also 12 Stücke.


Nun drückt ihr eine Seite der kleinen Strohhalmstücke platt und fädelt sie mit einer Nadel auf ein Stück Zwirnfaden auf. Es ist wichtig, dass ihr einen sehr stabilen Faden verwendet, der später beim Zusammenziehen nicht reißt. Ich habe meine Strohhalmstückchen jeweils an der platten Seite mit einer Nadel durchgestochen und dann einen feinen Draht durchgefädelt.


Nun zieht ihr euren Faden oder Draht zu einem engen Ring zusammen und verknotet oder verdreht das Ende fest.

Die Enden könnt ihr noch mit einer Schere abschrägen.


Wenn ihr die Sterne als Anhänger verwenden wollt, müsst ihr nun durch das Loch in der Mitte einen feinen Faden ziehen und die Enden verknoten. Kleiner Tipp: wollt ihr die Anhänger an den Weihnachtsbaum hängen, nehmt besser einen schwarzen Faden. Der ist dann vor dem dunklen Tannengrün fast unsichtbar!


Nun fädelt ihr noch vorne und hinten Knöpfe durch das Loch in der Mitte auf. Falls ihr mit den Sternen ein Geschenk verzieren wollt, reichen Knöpfe auf einer Seite. Das geht dann natürlich auch mit einer Heißklebepistole.


Das ging doch jetzt wirklich schnell, oder? Ich habe mir jedenfalls noch mal neue Ringelstrohhalme in anderen Farben geordert, denn die Sterne machen süchtig. Jeder sieht anders aus. Diese Weinhnachtsbastelei kann man auch gut mit älteren Kindern machen, die haben bestimmt Spaß dabei.


Meine Idee könnt ihr bei der Brigitte-Weihnachtsbloggerei nachlesen und euch bis Weihnachten täglich noch mit einer Menge schöner Ideen rund um's Weihnachtsfest inspirieren lassen!

12. November 2012

12 von 12 (November)

Ein Montag wie jeder andere im November auch. Wochenendträge, montagsmüde, tageslichthungrig. Aus fotografischer Sicht eher eine anstrengende Angelegenheit.

Aber wir überwinden wie jeden (Montag-)Morgen die zähe Trägheit, die uns noch vom genussvollen Wochenende in den Knochen steckt und beginnen den Alltag. Aufstehen, Frühstücken, Kinder in Schule und Kindergarten scheuchen, Mann in die Arbeit schicken, mit Schnuffi zu einer ausgedehnten Waldrunde aufbrechen. Einziger Unterschied: heute waren wir mal nicht allein unterwegs. Mit zwei- und vierbeiniger Begleitung macht das gleich doppelt so viel Spaß und deshalb hab ich auch glatt das fotografieren vergessen. Aber wie so ein matschbrauner, ausgepowerter, glücklicher Hund aussieht, könnt ihr euch sicherlich vorstellen.

Frühstück gab's dann für Klein-Polly erst hinterher.


Für mich gab's zum zweiten Frühstück noch ein Primatenschüsselchen (mit viel Obst) und eine schnelle Tasse Tee.


Dabei schmachte ich die Schönheiten an, die ich gestern geschenkt bekommen habe und die in der wohligwarmen Wohnzimmeratmosphäre gleich ihre volle Pracht entfalten. Haben die nicht eine tolle Farbe?


Dann schnell die schlammigen Wellies gegen Stiefelettchen austauschen und zum Kundentermin fahren. Eine halbe Stunde hin, 20 Minuten Meeting, eine halbe Stunde wieder zurück. Nunja, Job ist Job.


Zuhause schnell das Essen vom Samstag aufgewärmt, das heute ebenso lecker schmeckt: Kürbisrisotto! Das ist eins meiner absoluten Herbst-Highlights! Wollt ihr wissen, wie?

Für zwei Personen einen halben Hokkaido-Kürbis waschen, entkernen und in der Küchenmaschine kleinhäckseln oder mit der groben Reibe reiben. Eine Knoblauchzehe hacken, zusammen mit einer großen Tasse Risottoreis in Olivenöl glasig dünsten, Kürbisschnitzel dazu, umrühren. Dann mit Hühnerbrühe (min. 1,5 Liter vorbereiten) aufgießen, bis alles knapp bedeckt ist, aufkochen lassen.

Auf kleiner Flamme köcheln, dabei immer wieder umrühren und immer wieder Flüssigkeit dazugeben – bis der Reis weich ist und die Flüssigkeit gut aufgenommen ist. Das Risotto darf sich ruhig ein bisschen wie ein weicher Brei rühren lassen. Während das Risotto kocht, viel Parmesankäse (einen Essteller voll) fein reiben.

Jetzt den Topf vom Herd nehmen, den ganzen Parmesan dazugeben und vermischen, bis der Käse komplett geschmolzen ist. Mit frischgemahlenem weißen Pfeffer und nach Bedarf mit Salz abschmecken. Da der Käse aber schon salzig ist, muss man eigentlich nicht noch nachwürzen.

Könnte ich jetzt glatt nochmal schwärm.


Jetzt aber husch, ab an den Schreibtisch. Die E-Mail-Flut, die sich über's Wochenende angestaut hat, macht mir Angst. Ich hoffe, ich habe keinen vergessen. Aber ab und zu muss der Rechner am Wochenende mal ausbleiben. Sage ich, sagt die Familie, sagt das schlechte Gewissen.

Zur Belohnung gönne ich mir ein kleines Teepäuschen mit dem leckeren Apfelkuchen, den ich gestern gebacken habe, aber der bei keinem nach dem üppigen Martinsgansmenü noch reinpasste. Was für ein Jammer! Aber heute war er auch sehr lecker.

Das Rezept ist von hier und er schmeckt nach Sonntagnachmittag bei Oma Hahaell. So wie früher.


Dazu gibt es hübsche Lektüre. Das neue Dawanda LoveMag hätte ich mir auch gern nochmal dazu angesehen, aber wer hat schon wieder verschleppt? Hallo? Das ist meine Zeitschrift!


Nun fix das kleine Fräulein von A nach B gebracht – heute Nachmittag steht Kindertanzen auf dem Plan. Da sich der kleine Glücksritter anderweitig verabredet hat, bleibt für Mutti ein kurzer Abstecher ins Dorf, ein kleiner Spaziergang mit Schnuffi, ein kleines Pläuschchen im Laden und eine Tüte zum mit-nach-hause-nehmen. Dazu gleich mehr.


Das große Kind ist wenig begeistert, dass wir es schon um kurz nach fünf bei seinem Freund abholen, aber ich hab's ihm schon heute früh angedroht: heute stehen noch Wortarten, Merkwörter und ungemachte Hausaufgaben auf dem Programm. Letzteres eher ungeplant grrr.

Hallo!? Es ist erst Nachmittag! Kann mal bitte jemand das Licht wieder anknipsen?


Zuhause husche ich schnell vor den Spiegel und begutachte meine neue Mütze. Der Tüteninhalt sozusagen. Mag ich!


Und nun bin ich eine unerbittliche Mama und quäle das Kind nicht nur mit Wortarten und Merkwörtern, sondern auch noch mit dem kleinen Einmaleins. Ich hoffe, das gibt nicht allzuviele Karma-Punkte Abzug...


Hallo Abend, jetzt gehörst du mir!

Vielen Dank für's Gucken! Mehr 12 von 12 gibt's wie immer bei Frau Kännchen!

Übrigens gibt es morgen hier mal wieder eine DIY-Anleitung im Rahmen der Brigitte Weihnachtsbloggerei – reinschauen lohnt sich!

7. November 2012

I like Herbst: Zeitverbringding für pinselwütige Frauen und Männer und kreative Kinder (und überhaupt jeden, der gern selbergemachtes verschenkt)

Neulich war ich mit einer Schar Hamburger Blogger (und aus der Umgebung) abends aus, um einen netten Abend mit Gleichgesinnten zu verbringen, was Leckeres zu essen, zu schnacken und dabei auch noch was Schönes zu fabrizieren.


Dafür haben wir uns als „Location“ das Porzellanfräulein in Winterhude ausgesucht. Perfekte Wahl würde ich sagen. Nicht nur, dass wir uns bei Wiebke, dem Porzellanfräulein, so wohl wie im heimischen Wohnzimmer gefühlt haben – nein, der Abend warauch überaus produktiv.

Porzellanmalen ist gar nicht so schwer, wie es aussieht. Neben einem etwas zeitaufwändigen Muster habe ich noch zwei Becher mit ganz einfachen Mustern bemalt, bzw. mit der Rückseite eines Pinsels mit Farbe betupft – dazu braucht man keine künstlerischen Fähigkeiten!

Beim Porzellanfräulein gibt es eine riesige Auswahl an wohlgeformten Rohlingen, so dass garantiert jeder fündig wird – vom Sparschwein bis zum Eierbecher! Wer keine Lust oder Zeit hat, sich vor Ort der konzentrierten Pinselei hinzugeben, kann auch Rohlinge und Farben mit nach Hause nehmen und sein fertiges Kunstwerk zum Glasieren und Brennen in Wiebkes fachkundige Hände geben.


Beim Porzellanfräulein lassen sich die absoluten Angeber-Weihnachtsgeschenke mit Ankommer-Garantie produzieren. Dafür hat sie im November nochmal zusätzliche Öffnungszeiten angeboten. Zum Beispiel kann man an Donnerstagen den Pinsel bis 22 Uhr schwingen. Samstag und Sonntag ist auch geöffnet, da könnt ihr den Familienausflug gleich nach Winterhude verlegen und für Oma und Opa die tollsten Teile bemalen. Oder ihr macht es so wie wir, schnappt euch eure Freundinnen und ein paar Fläschen Kicherwasser und bucht gleich einen ganzen Abend in geschlossener Gesellschaft. Geht auch.

Ich bin leider so verliebt in meine drei Becher, dass ich mich auch nach ein paar Wochen noch nicht trennen kann. Liebe Freunde, tut mir leid, das wird nix mit den Weihnachtsgeschenken. Da muss ich jetzt leider selber daraus trinken.

6. November 2012

Pack die Nähmaschine ein...

Es ist zwar schon Dienstag, aber meine Gedanken hängen noch immer dem schönen Wochenende nach. Da hatte ich mal wieder echte Quality-Time für mich.

Mit meinen Blogger-Sistas, mit denen ich schon längst mehr gemeinsam habe als nur das Bloggen, habe ich ein tolles Wochenende in Hannover verbracht. Wir haben zusammen geschnackt, lecker gegessen, gelacht, Kaffee getrunken und vorallem genäht. Letzteres habe ich – man höre und staune – noch nie in Gesellschaft getan. Ähem, abgesehen von der Näh-AG im Gymnasium, wo ich das Nähen gelernt habe. Urzeiten her. Und natürlich hatten wir wiedermal das Telefon immer im Anschlag, wie ihr vielleicht auf Instagram (@hamburgerliebe) sehen konntet.

Wir haben uns gegeseitig über die Schulter geschaut, gefachsimpelt, gemeinsam aufgetrennt (geteiltes Leid...), uns unsere Tipps und Tricks verraten und – wie es der Zufall so wollte – uns auf dem Stoffmarkt mit neuen Stoffen eingedeckt.

Genäht haben wir in Bianca's altem Ladenlokal, das nach dem Umzug herrlich viel Platz bot, den neuen Laden gleich umme Ecke, falls mal Material ausgeht. Die Zeit war mal wieder viel zu kurz, wir hatten doch noch so viel nicht besprochen. Grund genug uns bald wieder zu sehen.


Trefft ihr euch mit Freundinnen zum Nähen? Ich war erstaunt, wieviel wir geschafft haben! Das hat wirklich rieisig Spaß gemacht.
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