5. Februar 2013

Are you happy?

Heute wäre mein Papa 80 Jahre alt geworden. Ich vermisse ihn sehr.

Ich kann mich noch gut an seinen Geburtstag im letzten Jahr erinnern, den er schon im Hospiz feierte. Als ich die viereinhalb Stunden im Zug Richtung Hamburg fuhr, musste ich mich mit dem schmerzlichen Gedanken vertraut machen, dass es wohl das letzte Mal hätte sein können, dass ich ihn und er mich in die Arme nahm.

Ich hatte ein Bild im Kopf. Ich wollte etwas Fröhliches, Buntes machen. Etwas, das gegen die Traurigkeit kämpft. Und etwas, was ihn stolz gemacht hätte. Obwohl ich wusste, dass er es nicht mehr sehen würde.

Ich zeichnete eine große Blume und dachte an den Film „Die Wüste lebt“. Dachte daran, wie nach der großen Dürre und den Tragödien der Natur die Wüste zu neuem Leben erwacht. Aus Tod wird Leben. Der Kreislauf des Lebens. Das erste Muster nannte ich „Back to Life“. Später wurde daraus „After Rain“. Nachdem die Tränen getrocknet sein würden.


Es gelingt mir nicht immer, aus einer Krise neue Energie zu schöpfen. Manchmal sind die Dinge einfach zu verzwickt. Zu schmerzlich, um ihnen eine sonnige Seite, eine Chance für einen Neuanfang abzugewinnen. Aber macnhmal bekomme ich das hin. Vielleicht diesmal auch, weil ich weiß, dass mir mein Papa jetzt vielleicht von woanders über die Schulter schaut. Diese Welt ist nicht alles.

Meine neue Kollektion, auf die viele schon so sehnsüchtig warten, heißt Happy. Ganz einfach. Happy.

Es gibt so vieles, was uns Tag für Tag quält und plagt und uns in die Mühle des Alltags zieht und uns alle Kraft und Energie raubt. Und wenn es nur das Gejammer über das Wetter ist. Oder der Nachbar, der wieder auf dem falschen Parkplatz steht.

Aber eigentlich geht es uns so gut. Wir haben unsere Familien, unsere Freunde, unser täglich Brot. Und das nicht zu kanpp. Und wir haben ein wunderbares Hobby – das Nähen. Wir erschaffen Neues, bleibende Dinge, mit Geschichte und Erinnerung. Einzigartig. Und das macht uns doch eigentlich ganz schön glücklich, oder? Das Leben ist nicht schwarzweiß. Es hat ganz viele Facetten. Und nach jeder dunklen Farbe kommt auch wieder eine leuchtende, helle.

Auf Happy müsst ihr noch ein bisschen warten. Die Stoffe sind seit Januar im Vorverkauf – das heißt, Händler können die Stoffe bei Hilco ordern. Ausgeliefert werden sie vorraussichtlich Ende März bzw. Anfang April. Bis dahin ist noch viel Zeit, euch fröhlich zu machen. Zum Beispiel mit After Rain, Big Drops oder Mini Bizzi. Klingt ein bisschen wie Hulahoop, findet ihr nicht? Ich jedenfalls freue mich sehr darauf. Und mein Papa hätte sich bestimmt mitgefreut.

Don Giovanni, von vorne, von oben und von hinten

Unser erster Kulturabend unserer Hamburg-Reise führte uns ja eigentlich ins Musical. Nachdem ich aber der festen Überzeugung bin, dass sich „Rocky“ noch eine ganze Weile an der Reeperbahn festboxen wird, muss ich euch vorgezogen ins Thalia-Theater schicken. Denn Don Giovanni feiert da nur noch bis Juni seine letzte Party und die dürft ihr auf gar keinen Fall verpassen.

© 2013 Armin Smailovic, Don Giovanni. Die letzte Party. Donna Anna (Maja Schöne)

Bevor ich euch von diesem gelungenen Abend berichte, muss ich ein paar Dinge voraus schicken.

Erstens: ich mag Mozart, bin aber kein Opernexperte. Zwar hatte ich während meiner Schulzeit ein Theater- und Opernabo, aber das ist lange her. Irgendwie konnte ich immer keine Begleiter aktivieren und ich bin schon froh, wenn ich mal ins Kino komme oder Zeit für ein Buch habe. Die Handlung von Don Giovanni, einem Meisterwerk der Operngeschichte, musste ich mir hinterher erst mal ergoogeln.

Zweitens: Ich habe Angst vor modernem Theater. Ja, lacht nur. Ich bin ein visueller Mensch und ich mag opulente Bilder. Und wenn schon das Bühenbild sehr reduziert ist, müssen mich zumindest die Schauspieler in ihren Bann ziehen. Oder besser noch: die Schauspieler und die Handlung. Und das einzige Stück, dass ich jemals im Thalia-Theater gesehen habe, war reduziert, das Bühenbild trist, die Monologe merkwürdig und das Stück irgendwie verstörend. Leider habe ich sogar vergessen, wie es hieß. Ich weiß nur noch, dass Fritzi Haberland danach nicht mehr meine Freundin war. Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen.

Sagen wollte ich: ich bin kein ernstzunehmender Kultur-Kritiker. Aber irgendwie sind doch alle Theaterkritiken rein subjektiv, oder?

Nachdem ich das jetzt losgeworden bin, darf ich dafür ungehemmt in Schwärmereien ausbrechen!

Don Giovanni ist die Theaterversion von Mozarts berühmter Oper und wird im Thalia-Theater inszieniert von dem jungen und sehr gefragten Regisseur Antú Romero Nunes. Als ich gehört habe, wie alt er ist (29) habe ich mich plötzlich schrecklich alt gefühlt.

© 2013 Armin Smailovic, Don Giovanni. Die letzte Party. Donna Elvira (Cathérine Seifert) und Leporello (Mirko Kreibich)

Don Giovannis ist irgendwie ein bisschen schräg und respektlos, aber das war es, was mich begeistert hat. Leporello (ein sagenhafter Mirco Kreibich) war in seinem schäbigen Tante-Erna-Morgenmantel so herrlich derangiert und verweifelt angesichts der ausschweifenden Exzesse seines Herren, dass ich am Liebsten auf die Bühne gestürzt wäre, um ihn in den Arm zu nehmen und mal ordentlich zu drücken. Alles wird gut, mein Kleiner. Man konnte ihm gar nicht übelnehmen, dass er das ganze Publikum am Anfang erst mal einige Minuten lang singen lies. Blahblahblah, flahflahflah – nach der Melodie von Reich mir die Hand, mein Leben – und alle sangen mit. Leporello stahl Don Giovanni, einem barbusigen „luftdegenschwingenden Puderaffen“, der reihenweise die Herzen der Frauen brach, fast die Show.

Überhaupt, die Musik: eine siebenköpfige Frauen-Punk-Band rockt Mozart von schön bis schräg und die Theaterschauspieler geben Arien zum Besten. Und das beste daran: es ist kein Makel, dass sie nicht so ganz tonsicher sind.

© 2013 Armin Smailovic, Don Giovanni. Die letzte Party. Der Tod (Karin Neuhäuser), 7 Rokoko-Punks, Don Giovanni (Sebastian Zimmler)

Das Bühenbild ist Thalia-like reduziert, trotzdem wirkungsvoll: mit einem überdimensionierten Leuchter und ein wenig Flüssigeis schafft Florian Lösche ein geheimnisvolles Bild. Die überzweichnet-kitschigen Rokokogewänder in grellen Farben sind ein wohltuender Gegepol.

© 2013 Armin Smailovic, Don Giovanni. Die letzte Party.

Don Giovanni ist Mitmachtheater und Opernkomik in einem. Die Schauspieler spielen mit Leidenschaft ihre Leiden (Don Ottavio, der gehörnte Liebhaber) und man ist fast ein bisschen traurig, wenn Don Giovanni quasi „mittendrin“ plötzlich mit der todbringenden Diva (Karin Neuhäuser) davon zieht. Wenn's am schönsten ist, soll man gehen.

Don Giovanni ist wunderbare Unterhaltung. Also geht hin!

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Das Besondere an diesem Abend war allerdings nicht nur ein verführerischer Don Giovanni und Champagner für die Ladies auf der Bühne. Vorher gingen wir in die Weltbühe – nicht nur um lecker bewirtet zu werden, sondern auch um Johanna Bauer und Sandra Küpper, die Kuratorinnen der Lessingtage, zu treffen. Wir erfuhren eine Menge über die Organisation, die Planung und Durchführung eines solchen „Festivals“, hörten Spannendes über Bühnenrequisiten, Schauspieler, Regisseure und Inszenierungen.


Danach schlichen wir uns – 45 Minuten vor Premieren-Beginn – vor, hinter und über die Bühne, belauschten die Schauspieler bei ihren allerletzten Sprechübungen, betrachteten den gigantischen Lichterkranz über der Bühen von oben, lernten interessante Dinge über Bühnentechnik, Beleuchtung und hydraulische Seilzüge und bestaunten den riesigen Malsaal und die Schreinerei. Zu gern hätte ich ja noch den Kostümbildnern über die Schulter geschaut und in ihrem Atelier herum geschnüffelt. Aber vielleicht ergibt sich ja ein andermal eine zweite Chance?




Herr von Otting hält sich übrigens nach eigenem Empfinden für einen glücklichen Theater-Direktor. Er lobte die Vorzüge der Hansestadt als Theaterstandpunkt, da sich in Hamburg die Politik nicht in Inhalte einmischt. Recht so. Unbarmherzig – so von Otting – wird der Senat nur, wenn Theater nicht wirtschaften können und Geld ausgeben, das sie nicht haben. Das hat schon manchem Intendanten seinen Kopf gekostet. Typisch Pfeffersäcke eben, aber anders herum wäre es deutlich schlimmer, oder?

4. Februar 2013

Oh Boy(s)!


Naja, eigentlich müsste es heißen Oh boy(s) and girl! Denn am Wochenende, als wir zum Finale des Skater-Geburtstags aufbrachen, war natürlich auch wieder die Forever-and-ever-Freundin dabei, die seit 5 Jahren keinen Geburtstag versäumt hat. Und es passt noch immer so perfekt wie eh und je. Obwohl sie mittlerweile sehr viel mehr ein Mädchen geworden ist, fiel es kaum auf, dass sie die einzige war. Im Gegenteil. Sie war so cool und süß zugleich, dass es selbst die großen Jungs irgendwie beeindruckte.


So ein Jungsgeburtstag ist ja schon auch sehr speziell. Da wird nicht lange geschnackt und gekichert und getuschelt und Du mit mir und Ich neben dir, ok? Versprechnungen ausgetauscht, sondern da hat man einfach zielgerichtet Spaß pur. Und wo ging das besser in diesem Jahr, als in der Halfpipe?



Man darf wirklich nicht lange nachdenken, was alles passieren könnte, wenn sich 6-9jährige Draufgänger mit einem Affenzahn auf ihren Boards und Scootern steile Rampen runterstürzen und ich bin im Nachhinein noch heilfroh, dass sich keiner verletzt hat. Aber der Spaß war perfekt.





Die, die nicht ganz so wagemutig waren, hatten trotzdem ihren Spaß. Sie kletterten einfach unermüdlich die Halfpipe hoch und rutschen auf ihren Hinterteilen wieder runter. Immer mit einem lauten Yeaaaaaah! auf den Lippen.

Polly fand das alles ziemlich doof, denn sie musste zusehen. Dabei wollte sie doch so gern auch die steilen Rampen rauf und runter fegen.



Der Place-to-go ist das Tomas-i-Punkt Skateland in Hamburg-Hammerbrook. Man kann die komplette Halle am Wochenende vormittags für zwei Stunden mieten, ehe der normale Betrieb dort beginnt. Essen und Trinken bringt man selbst mit oder man versorgt sich direkt vor Ort am Kiosk. Falls Helme, Schützer oder Boards fehlen, kann man welche leihen.

Wir sind dort ab und zu mal am Wochenende. Am Samstag kommt auch ein Instructor, der den Kids mal ein bisschen was zeigt. Eine 10er-Karte ist von Vorteil, wenn man öfter kommen möchte. Dann kann man sich auch vorher telefonisch anmelden.


Zwei Stunden fanden die Jungs natürlich viel zu kurz, aber wir haben beschlossen, die Halle auf jeden Fall demnächst noch mal zu mieten. Dann trommeln wir alle Skate-verrückten Kids aus dem Freundeskreis zusammen und und verteilen die Miete auf alle. Denn es ist schon viel cooler, die Halle quasi „für sich“ zu haben, als wenn die großen Könner die Rampen runterheizen und die Knirpse immer Gefahr laufen unter die Räder zu kommen.


Danach haben wir Bratwurst und Frikadellen an einem Ort gegessen, wo ich schon soooo lange mal hin wollte. Ebenfalls einen Tipp wert – aber in einem extra Posting. Also dranbeleiben!

Heute hab ich wiedermal das Schwesternhäubchen an, senke Fieber und reiche Medizin. Wann hört das endlich auf? Seit drei Wochen habe ich kranke Kinder zuhause, immer schön abwechselnd seufz. Wie soll ich da bloß arbeiten?

Habt alle eine tolle Woche!

30. Januar 2013

Liebe zum Detail: das Hotel Vier Jahreszeiten



Das Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg an der Binnenalster ist ohne Zweifel eines des schönsten Hotels in Hamburg. Von den Balkons der Alster-zugewandten Zimmer im 5. Obergeschoss hat man ein sagenhaftes Panorama, das von der Alster über den Rathausmarkt bis Richtung Hafen reicht.

Das Hotel, dass 1897 von seinem damaligen Besitzer Friedrich Haerlin aus einer Zwangsversteigerung gekauft wurde, hat eine bewegte Geschichte. Es überstand zwei Kriege, damit verbundene „Zweckentfremdung“, Verwüstung und kam aus jeder Krise gestärkter hervor. Es reiht sich heute in die Riege der führenden Luxushotels der Welt ein.


Dabei ist es immer hanseatisch-bodenständig geblieben. Protz und Prunk sind verpöhnt, Bodenständigkeit, Authentizität und Liebe zum Detail prägen seinen Stil und nirgendwo habe ich den Satz „Der Gast ist König“ so verinnerlicht gesehen, wie hier.

Für Frau Kännchen und mich war es ein ganz besonderes Highlight, hier zu wohnen – wann kommt man schon mal als Hamburger in den Genuss, in der Lieblingsstadt im Hotel zu nächtigen? Und dann auch noch im ersten Hotel am Platze seufz. Wir wären am Liebsten wach geblieben, um uns noch ein bisschen an der nächtlich beleuchteten Alster und Jungfernstieg zu ergötzen, hätten am Liebsten den Tag im bequemen Bett mit den vielen Kissen und seidenglatten Laken verbracht, ein bisschen in die Riesenglotze geguckt und uns zwischendurch mal einen Espresso an der zimmereigenen Kaffeemaschine gekocht.


Das Hotel verfügt über 9(!) Bars und Restaurants – von der kleinen Jahreszeiten Bar, in der die Barhocker stilecht mit Rolls-Royce-Sitzbezügen ausgestattet sind, über die gemütliche Condi Lounge bis hin zum Doc Cheng's im Untergeschoss, dass mit 14 Gault Millau Punkten dekoriert ist und ich mir am Liebsten sofort die grandiosen Lüster hätte einpacken lassen wollen.

Sitzklassiker in der Jahreszeiten Bar

Schon früh besetzt und sogar Raucher dürfen: die Jahreszeiten Bar

Oberklassen-Küche unter traumhafter Beleuchtung im Doc Cheng's

Herr Zimmermann, der Marketing & Sales Manager des Hotels, wurde nicht müde, uns zu versichern, dass er uns gern während unserer drei Tage Aufenthalt durch alle Restaurationen hindurch bewirtet hätte, aber unser Programm sah das (leider) nicht vor. Aber der kleine Snack in der Condi Lounge und das sagenhafte Frühstücksbuffet mit Blick auf die Alster haben wir dafür in vollen Zügen genossen.

Kleine und große Snacks in der Condi Lounge



Frühstück mit Alsterblick auf dem „Heuboden“ des Condi Café


Das Hotel wurde vor wenigen Jahren umfassend renoviert und wir durften sogar einen Blick in die große Küche werfen. Wo in vielen Hotels die Großküchen ein eher klägliches Dasein hinter den Kulissen fristen, wurde selbst hier viel Wert auf  hanseatische Schönheit gelegt: die schwarzweiß gekachelten Wände, die schöne Beleuchtung und die großen Wanduhren sind eine Wucht!

Schöner bekocht werden: sogar hinter den Kulissen sieht es lecker aus!


Das Personal ist freundlich-unaufdringlich und liest einem jeden Wunsch von den Augen ab. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass immer jemand in meiner Nähe war. Ging die Aufzugtür mal nicht gleich auf, war sofort jemand zur Stelle. Hatte man Probleme mit dem Zimmerschlüssel (wie herrlich: hier gibt es noch richtige Schlüssel und keine doofen Karten!), stand schon wie aus dem Nichts eine helfende Hand zur Seite.

Ausnahmsweise wurde ich mal nicht mit großen Augen angesehen, als ich nach Kaffee mit Sojamilch fragte und für den Afternoon-Tea, den ich mir in einer unserer seltenen Pausen mit Frau Kännchen im gemütlichen Wohnzimmer mit Holzvertäfelung, plüschigen Sofas, dicken Kissen und knisterndem Kaminfeuer gönnte, durfte ich wählen zwischen laktosefreier Milch oder Sojamilch zum Tee. Dafür fiel die Wahl aus der Teekarte und den vielen Leckereien dazu viel schwerer.

Und überhaupt: von diesem Stündchen Teatime, dass so gediegen und englisch und kitschig und gepampert war, werde ich wohl noch lange zehren. Weiße gestärkte Servietten, Silberbesteck, Fine Bone China mit Hauswappen, klitzekleine Scones, luftig leicht mit Clotted Cream und der erdbeerigsten Marmelade, die es in diesem Universum gibt.

Und bitte, könnte nicht einer dieser freundlichen, rot bemantelten Herren am roten Teppich auch zu uns nach Hause kommen, sich um Auto, Gepäck und Einkaufstüten kümmern, während ich nur mein Handtäschchen ins Haus trage? Hach, was für ein Luxus...

Danke für dieses tolle Erlebnis!

29. Januar 2013

Stick dir den Frühling {Dutch Love}


Na toll, jetzt ist der ganze schöne Schnee dahin. Aber zum Glück kommt hier gerade eine lauwarme Dusche nieder und so müssen wir nicht tagelang durch graubraune Schneereste stapfen.

Überhaupt überkommt mich allmählich dieses Winterendzeitgefühl, wo ich Dunkelheit und Graubraun nicht länger ertragen kann. Klar habe auch ich schon die ersten Tulpen gekauft, obwohl mich wie jedes Jahr mein ökologisches Gewissen plagt, dass gegen Treibhaustulpen aus Holland ruft. Aber wer kann sich schon gegen die bunten Gute-Laune-Bringer aus dem fernen Westen erwehren?


Ich muss ja gestehen, dass ich erst keine Stickserie zu den Dutch Love Stoffen wollte. Aber ihr. Und zwar so nachdrücklich, dass mich Sonja von Kunterbunt-Design schließlich doch noch überzeugen konnte.


Und jetzt freue ich mich gerade sehr über die bunten Frühlingsboten.


Und ihr?


Lange erwartet, endlich da: Dutch Love als Stickserie! Für die Ungeduldigen... nur noch zwei Mal schlafen und dann gibt es die Stickies als Serie zum Selbersticken oder für die Stickmaschinenlosen fertig gestickte Stickies zum sofort verarbeiten.

Der Frühling naht...


28. Januar 2013

Hamburg, meine Perle!


Drei unglaublich intensive Tage „Kultur pur“ in meiner Lieblingsstadt liegen hinter mir. Ein Pensum, das ich mir normalerweise für ein ganzes Jahr wünschen würde! Ich bin noch immer so voll von Eindrücken, dass ich mich erst mal sortieren muss.

Dass Hamburg meine Traumstadt ist, wusste ich schon lange. Auch dass Hamburg viel mehr zu bieten hat, als Musicals und Hafen. Aber wäre ich einer der 5 Journalisten gewesen, die zusammen mit Frau Kännchen und mir diese unglaublich tolle Exkursion durch Hamburgs vielfälige Kulturinstitutionen machen durften – spätestens dann wäre ich dieser Stadt komplett verfallen. Wenngleich sich Hamburg von seiner eisigen Seite gezeigt hat, waren unsere Begleiter aus Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz doch ähnlich beeindruckt wie wir.

Unsere muntere Truppe, bestehend aus 2 Bloggern, 5 Journalisten, 1 Organisatorin und 2 Männern vom (Elphilharmonie-)Fach
Drei Tage lang besuchten wir Museen, Kunstgalerien, Theater und sogar die Baustelle der Elbphilharmonie. Und ich habe nicht nur unglaublich viele Eindrücke gewonnen, sondern auch eine Menge gelernt. Zum Beispiel, dass Hamburg die deutsche Stadt ist, die von ihren Bürgern am meisten geliebt wird. Lokalpatriotismus wird nirgendwo so gelebt wie in der Hansestadt.

Baustellenbesichtigung ja, aber nur mit der passenden Klamotte...

Außerdem durften wir eine ganze Reihe engagierter Menschen kennenlernen, die ihre jeweilige Institution mit viel Herzblut leiten und deren Motivation und Antrieb ihre Freude an den Künsten sind. So wurden wir zum Beispiel vom kaufmännischen Geschäftsführer des Thalia Theaters, Ludvig von Otting, durch das Theater geführt, durften kurz vor der Premiere von „Don Giovanni. Die letzte Party” noch einen Blick vor und hinter die Kulissen werfen und eine Menge über einen Theaterbetrieb erfahren, um danach Teil der letzten Party zu werden. Dazu aber später mehr.

Im undurchdringlichen Labyrinth hinter den Kulissen im Thalia-Theater

Zeitgenössisches Ballett auf Kampnagel
Ein ganz besonderes Highlight für uns Hamburger Deerns war zweifelsohne unser Doppelzimmer mit Alsterblick in einem der schönsten Hotels dieser Stadt: dem Vier Jahreszeiten Hotel an der Binnenalster. Schon allein deshalb hätten Frau Kännchen und ich unseren Aufenthalt in der schönsten Stadt der Welt als Urlaubsdomizil noch ein bisschen verlängert. Dieser wunderschönen Herberge werde ich in jedem Fall noch einen Extrapost widmen. Solange träume ich noch von den samtweichen Kissen und dem Frühstück auf dem „Heuboden“.


Als mich die Hamburg Marketing GmbH zu dieser besonderen Reise eingeladen hat, war ich gleich Feuer und Flamme. Weil ich doch vorallem weiß, dass es unter meinen Lesern ganz viele Hamburg-Fans gibt, die mich auch per Mail immer wieder nach sinnvollen Zeitverbringdingern in der Hanse fragen. Damit habe ich jetzt ein paar echte Knüller parat. Wenn ich mich von meiner Überdosis Hamburg-Schönheit erholt habe, meine vielen Bilder sortiert und die Ausstellungen besucht habe, die ich leider wegen zwischenzeitlichen Scharlach-Fehlalarm unter dem Kleinvolk nicht besuchen konnte, zeige ich euch alles.

Bis dahin... Hamburg, an mein Herz!

Wer es gar nicht abwarten kann, darf sich gern schon mal meine Eindrücke der drei Tage auf meinem Instagram-Account ansehen – hier!


PS. Nun musste ich nochmal eine Runde extra schmunzeln... meine reizende Begleiterin Frau Kännchen hat diese Tage wohl sehr ähnlich empfunden wie ich – nachzulesen hier!

18. Januar 2013

Mahlzeit! {Carbonara alla Mama}

Das kleine Fräulein hat – zu meinem Leidwesen – ganz eindeutige Präferenzen, was das Essen angeht. Pauschal könnte man sagen, dass ihr ideales Mittagessen aus Kohlehydraten und tierischem Eiweiß... äh Fett besteht. Gemüse und anderes Grünzeug sind – egal ob roh oder gekocht, wie von der Natur geformt oder ansprechend in Form geschnitzt –  ein absolutes no go. Sie ist quasi das genaue Gegenteil von einem Veganer. Gibt es dafür eigentlich auch ein Wort?

Ihre Lieblingsessen sind Käsespätzle (ohne Zwiebeln und Kräuter versteht sich) und Spaghetti Carbonara. Nach ihrem Geschmack könnte es das täglich geben. Im Wechsel.

Besonders die Spaghetti Carbonara schmecken aber wirklich lecker und gehen super ratzifatzi. Falls ihr also mal ein Mittagessen kochen wollt, dass auf gar keinen Fall zu gesund ist und Kalorien keine Rolle spiele ... here we go:


Für 2-3 Personen braucht man:

300g Hartweizenspaghetti
100g gewürfelten Speck oder Katenschinken (aber auf das hier gesparte Fett kommt es dann eigenltich auch nicht mahr an)
2 Eigelb
150g geriebenen Parmesan oder Peccorino
1 Becher Schlagsahne
frisch gemahlenen weißen Pfeffer

Noch ein kleiner Hinweis vorab: natürlich schmeckt die Carbonara um so besser, je hochwertiger die Zutaten sind. Kauft also lieber einen guten Speck, und auf keinen Fall abgepackten oder bereits geriebenen Parmesan. Auch Pfeffer aus der Mühle schmeckt um Welten besser, als aus dem Streuer! Eier verwende ich nur solche, die ich ganz neu gekauft habe. Da sie nicht gegart werden, solltet ihr auf keinen Fall Eier verwenden, die schon eine Woche oder länger im Kühlschrank auf Verwendung warten.

Nu aber: Wasser mit Salz für die Nudeln aufsetzen. Den gewürfelten Speck in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett anbraten, zur Seite Stellen. Eier trennen, die zwei Eigelb in eine Schüssel verrühren. Nun den Becher Sahne dazu, den ganzen geriebenen Käse und den etwas abgekühlten Speck dazugeben, alles verrühren.

Die Soße muss nicht extra gesalzen werden, die Würze von Speck und Parmesan reicht völlig aus.

Nun deckt ihr am besten schnell den Tisch und ruft schonmal die Mitesser bereit, denn Pasta Carbonara schmeckt total frisch aus dem Topf am leckersten.

Wenn die Nudeln bissfest gegart sind, abgießen, nicht kalt abschrecken!, sofort wieder in den Topf geben und mit der Sahne-Käse-Ei Mischung gut vermengen. Auf die (am besten angewärmten) Teller verteilen und genießen. Oh mann, das ist so lecker, ich könnt heute schon wieder.

Bei uns gibt es meistens noch Gurkensalat dazu. Natürlich nicht für das kleine Fräulein, – eh klar, oder?

Guten Appetit!

17. Januar 2013

Kuschelalarm!


Ganz schön knackig kalt da draußen, oder? Jetzt ärgere ich mich doch, dass ich die kleine Auswahl an wald- und schneetauglichen Winterstiefeln aus dem Kreischkaufhaus wieder zurückgeschickt habe. Aber irgendwie hat kein paar so richtig gepasst.

Ein Glück, dass man bei der winterlichen Kälte die Zeit bis zu den neuen Frühlingsstoffen noch mit kuschelig weichem Nicki überbrücken kann!

Bei Michas Stoffecke sind ein paar dieser Schmeicheleinheiten eingetroffen und ich habe mich ganz spontan in die türkisen Maxi Stars verliebt. Oder doch die blauen Daisys? Die sind wohl eher was für das kleine Fräulein.


Die mintfarbenen Kleeherzen lassen sich übrigens prima mit den pinkleuchtenden Maxi Stars auf Schokobraun (nicht Aubergine, wie bei Michas Stoffecke beschrieben!) kombinieren – sie sind wie für einander gemacht.


Außerdem gibt es noch den wunderschönen schwarzen Daisy auf Nicki. Eine Wucht! Der ist leider (noch) ohne Bild. Glücksklee-Fans wird es freuen, dass es den roten Glücksklee nun auch auf Nicki-Qualität gibt. Und außerdem noch eine hübsche neue Farbkombi. Aber die zeige ich euch noch!

16. Januar 2013

Neues Jahr, neue Chancen, neue Ideen


Es wird Zeit, dass ich das neue Blog-Jahr einläute. Es ist zwar erst Mitte Januar, aber es kommt mir vor, als wäre das neue Jahr schon reichlich fortgeschritten. Das kommt vielleicht daher, dass das Programm seit dem Jahreswechsel eigentlich für zwei Monate gereicht hätte. Hoffentlich geht dem Jahr nicht irgendwann die Puste aus?

Da waren zum Beispiel die vielen neuen Stoffe, die so schön sind, dass ich sie am Liebsten alle vernähen würde. Tatsächlich habe ich einige von ihnen schon so fleißig vernäht, dass ich Mühe habe, noch einen passendesn Schnipsel für das Übersichtsbild zu finden. Aber zum Glück weiß ich ja, wo ich Nachschub bekomme. Gemein, euch so auf die Folter zu spannen... ich weiß!


Dann war da noch die Heimtextil-Messe in Frankfurt, die ich letzte Woche besuchen durfte. Muster-Flash vom Feinsten, mein Auge zehrt heute noch davon! Ein Bericht wird auf jeden Fall noch folgen!

Außerdem ein Geheimprojekt, von dem ich euch demnächst berichten werde.


Und dann war da noch der Geburtstag von meinem kleinen Glücksritter, der mit 9 Jahren (Hallo!? Wo ist bitteschön die Zeit geblieben?) schon gar nicht mehr klein ist sondern eine echt coole Socke. Der mit seinen Kumpels keine Kinderparty mit Topfschlagen und Brezelschnappen mehr feiert sondern in die Halfpipe geht. Mit seinem neuen Longboard. Mannometer. So cool war ich mit 9 nicht, defnitiv.

So eine Geburtstagswoche ist ja immer ein Backmarathon vom Feinsten. Familiengeburtstag, Schulgeburtstag, Hortgeburtstag, Omaundopageburtstag. Für die Eier, die ich in dieser Woche schon verbacken habe und noch verbacken werde, muss eine Henne ordentlich Gackern!


Unseren Leuchter über dem Esstisch habe ich mal wieder zweckentfremdet und einen Skateboarder-Himmel gebastelt. Kam gut an.


Neben den gewünschten Airbrush-Stiften gab es noch ein paar Graffiti-Ausmalbücher (diesesund jenes). Wenn es schon die gewünschten Sprühdosen nicht gab. Die Graffiti-AG in der Schule färbt irgendwie ab.


Ich wünsche euch allen ein tolles neues Jahr 2013, das viele schöne Überraschungen für euch bereit hält. Und bleibt gesund, das ist das Wichtigste überhaupt!


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