Hatte ich schon mal erwähnt, das ich ein absoluter Fan von Popup-Büchern bin? Nein?
Also, ich liebe diese Bücher, aus deren Seiten wundervolle, dreidimensionale Welten entstehen und sich ebenso dramatisch wie unsichtbar auch wieder versenken lassen. Kleine Geschichten, die emporsteigen wie der Geist aus der Flasche um eben dahin auch wieder zu verschwinden. Ich freue mich wie ein Kind über zauberhafte Konstruktionen oder eben einfach nur die Tatsache, dass man aus so einem zweidimensionalen Ding wie Papier sich bewegende Formen entstehen lassen kann. Ich blättere vor und zurück, klappe auf und zu, beobachte und staune.
Gestern habe ich einen neuen Schatz entdeckt (und nebenbei auch noch einen sehr schönen Buchladen, aber dazu später mehr), musste ich unbedingt haben. Ich hab mich mit meiner lieben Freundin auf einen Kaffee verabredet, wir haben mal wieder Eppendorfer Schickimicki-Milieustudien betrieben, sind zu der Erkenntnis gekommen, dass selbst die Kellner in E-dorf vermutlich die arrogantesten in ganz Hamburg sind („Ist in dem Kartoffelgurkenpürree auch Milch?“ – „Natürlich, was denken Sie denn?“) und sind nebenbei ein wenig shoppen gegangen. Dabei wollte wir doch nur zur Cashmachine und ein paar Scheinchen für den Kaffee ziehen hüstel.
Also dann dieser Laden auf dem Weg, schon von außen sehr einladend. Das Buch ist von David A. Carter, einem Papieringenieur und begnadeten Künstler (wie ich finde). Durch das ganze Buch zieht sich ein kleiner roter Punkt, den es zu entdecken gilt.

Der Buchladen ist nicht riesig aber sehr gut sortiert, läd zum Stöbern und Verweilen und hat eine tolle Auswahl an Kinderbüchern (das nur nebenbei). In der Mitte des einen Raumes steht ein langer Tisch, an den man sich setzen und schmökern kann. Sogar eine kleine Auswahl an Lesebrillen liegt bereit. Nur für den Fall.

Ansonsten ist das Quartier rund ums Falkenried ziemlich bürolastig. Abends absolut ausgestorben. Seit einer Weile befindet sich da aber DER Küchentempel schlechthin. Hier gibt es alles, wirklich alles, was das Herz von Hobbykoch und -köchin begehrt. Allerdings kann man in der Cucinaria auch die typischen Eppendorfer Verkäufer antreffen. Kaffetrinken (und Kartoffelgurkenpüree essen) waren wir in der Marsbar. Das ganze Areal war ein ehemaliges Straßenbahndepot und wurde vor ein paar Jahren aufwändig in ein modernes Quartier mit Bürotürmen, Townhouses, Lofts und Wohnungen umgebaut. Nicht so mein Geschmack, weil dem Ganzen wie gesagt ein wenig das Leben fehlt. Geht man allerdings durch bis zur Hoheluftchaussee, erlebt man den krassen Gegensatz: hier reihen sich Discounter, Billigschuh- und Ramschläden aneinander.







































