22. Oktober 2008

Wenn der Postmal dreimal...

Aahhh, ich hab schon so gespannt darauf gewartet: meine Moo.Cards sind da! Auf irgendeinem Blog habe ich davon gelesen (sorry, ich weiß nicht mehr bei wem!) und musste das sofort mal testen.

Hach, sind die schön geworden! Jeder, der jetzt bei hamburger liebe was kauft, bekommt demnächst so ein hübsches Kärtchen beigelegt. Liebe Freunde natürlich auch mal pur mit Briefmarke.

Und sie sind so richtig postkartig mit so einer glänzenden Speckschicht obendrauf und hinten sehen sie aus... na, wie eine Postkarte eben.  

Kleine Plappertasche

Die Entwicklung des Kommunikationszentrums unserer kleinen Maus läuft evolutionstechnisch – denn sie ist ja ein Mädchen – perfekt. Ohrabkau vom Feinsten.

 

Überrascht hat sie mich dennoch gestern im Garten. Gaukeln susweit, Mama da sitzen! Und noch mal nach ungläubigem Nachfragen meinerseits Gaukeln, susweit! Also sozusagen zu zweit schaukeln (klar oder?).

 

Herzallerliebst. Und mit ihren 19 Monaten ein starkes Stück!

21. Oktober 2008

Auf und davon

Mehr! Mehr Meeeer bitte! Ach, schon wieder vorbei. So schnell sind diese zweieinhalb Tage vergangen, schnip und vorbei.

Aber wir haben es genossen. So kinderlos. Wir haben es richtig krachen lassen. Ausschlafen, trödeln, ausgiebigst frühstücken bis mittags, Zeitung lesen. Uns wohlfühlen trotz Grau in Grau.

Angesichts des Wetters war es meinem fotografischen Auge auch eher nach Schwarzweiß. Wir trotzten dem Wind, dem Regen. Ein bisschen schmecke ich noch das Salz. Einem schönen Rythmus haben wir uns hingegeben: auspusten lassen, aufwärmen, auspusten lassen aufwärmen. Von innen und außen.

Auf der Insel haben sogar die Strandkörbe noch ein bisschen miteinander gekuschelt, beim Warten darauf ins sturmsichere Winterquartier gebacht zu werden.  

17. Oktober 2008

Dekadenz mit Rührei auf Toast

Ich gestehe, auch ich finde es dekadent [Dekadenz: ... gleichgesetzt mit Verschwendung oder Übermaß im Sinne eines sozial schädlichen Abweichens von einer natürlichen und allgemein üblichen Lebensform...], wenn der Liebste abends nachts nach Hause kommt, in der einen Hand die Laptoptasche in der anderen drei Kühlakkus, eingewickelt in diese unappetitlich grauen Papierhandtücher, zwei kleine Döschen hervorzieht und sagt, morgen gibt es Kaviar zum Frühstück.

Und wir dann morgens schnellschnell wie immer kurz bevor der Kindergarten beginnt und die Arbeit ruft, ein paar Eier in die Pfanne hauen und statt Hagebuttenmarmelade ein bisschen Belugakaviar (Wildfang!) auf's Brot schmieren äh... vorsichtig verteilen.

Das kann nur der Start in ein grandioses Wochenende werden. Weil kinderlos und weil hier! Das Wetter allerdings lässt Wünsche offen... naja, uns wird schon nicht langweilig werden.

Fernab vom nassen Keller wünsche ich ein fröhliches Ahoi in die Runde – bis nächste Woche!

Edit: Achso, nein, bei uns ist nicht der Wohlstand ausgebrochen. Ein Kollege des Liebsten hatte gestern „Kaviar-Shooting“ für einen Kunden und irgendwer muss ja die Fotomuster vertilgen. Jaja, Sachen gibt's ;-).  

16. Oktober 2008

Der Super-Rooter

Es ist mal wieder soweit. Eben habe ich noch von Fliegenpilzen und Lilalauneschals geträumt und schon in einer Stunde steht Super-Mari.o vor der Tür. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das Kapitel „verstopfte Hauptsielleitung“ eines ohne Fortsetzung gewesen wäre.

Den Keller habe ich schon trocken gelegt. Bis der Vokuhila-Typ vor der Tür steht, werde ich mir noch schnell einen Tee kochen und daran erinnern, wie schön doch gestern mein Einkaufsbummel war.

Ich wünsche allseits einen schönen Tag und bekommen Sie keine nassen Füße!

Shop 'till you drop

Kurz bevor wir aus Eppendorf nach Suburbia zogen, war ich irgendwie froh. Froh, dass wir da wegziehen und ich demnächst eine Menge Geld sparen werde. Da haben wir nämlich mittendrin gewohnt. Umgeben von einem reizenden Laden neben dem anderen. Und man konnte gar nicht anders. Tagtäglich flüstert es da von allen Seiten kaufmich, kaufmich. In Eppendorf wohnt sozusagen der Konsum itself.

Aber nach dem ich kein ernsthaftes Konsumproblem habe, sondern einfach nur eine Frau bin – wie Millionen andere auch (gell, Mädels?) – die nun mal gerne shoppen geht und sich mit schönen Dingen umgibt, bin ich gestern mal wieder ins alte Revier gereist und habe ein bisschen „gewildert“. Wundervoll.

Planen sie demnächst einen Ausflug in die Hansestadt, kann ich Ihnen nur ans Herz legen (falls Sie über die nötigen Bargeldreserven oder Kreditkarten verfügen) in den folgenden Läden sich entweder die Nase am Schaufenster platt zu drücken oder sich dem Kaufrausch hinzugeben:

Kaufrausch. Da wären wir schon beim Thema. Da habe ich neben diversen Hübschigkeiten für drunter auch noch diesen wunderschönen Schal erstanden. Für solche Abende, an denen ich bibbernd auf dem Sofa sitze, meinen Tee mit beiden Händen umklammere und der Liebste neben mir – bereits bis auf's T-Shirt alle wärmenden Kleidungsstücke von sich geworfen – fragt, ob wir die Heizung nicht mal runter drehen könnten.

Dann war ich da. Ein verwinkelter Laden mit diversen Räumen in denen sich alte Möbel bis an die Decke stapeln. Entrümpelung? Mitnichten. Lauter Schätze, soweit das Auge blickt. Dank der ungewöhnlich unpraktischen Öffnungszeiten, sind wir zwar jeden Tag mindestens einmal auf dem Weg zum Kindergarten daran vorbei gelaufen und ich musste es beim Nase am Fenster usw. belasssen. Gestern aber – ich war auch vormittags da – bin ich einfach durch die offenen Tür geschlüpft, weil gerade eine Lieferung frischer äh... alter Möbel kam. Hocker meins, Garderobe meins. Beides für die Kinder, klar.

Den Fliegenilz habe ich schon hier gesehen. Und nachdem ich sowieso gerade in Fliegenpilz-Stimmung war, musste er auch mit nach Hause gehen. Die Verkäuferin hat ihn gnädigerweise aus der Auslage gefischt. Daran merkt man übrigens, dass man in Eppendorf ist: die Verkäufer sind noch arroganter als die Kunden ;-).

Außerdem war ich noch hier und hier und hier... aber darüber ein anderes mal mehr.      

14. Oktober 2008

Herbst in Suburbia

Der Herbst geht weiter. Man muss ihn einatmen, genießen, solange er einen von innen erleuchtet. Blätter knistern unter den Füßen, Farben malen den Tag. Sonnenstrahlen, man kann die Luft sehen.

Leise gehen, lauschen. Bis er seine kalten, nassen Finger aus der Tasche zieht und einen nach Hause schickt. Und dann möchte man am Liebsten auch da bleiben. Nicht mehr vor die Türe gehen. Warten bis das Adventslicht kommt, das einen wärmt. Dass man es wieder aushält, da draussen.  

Aber bis dahin: einatmen. Tief einatmen.

12. Oktober 2008

12 von 12

Ein schönes goldenes Oktoberwochenende. Kinder, Kuchen, Sonne, Zirkus, Herbstmarkt, liebe Besuche.

Ich kann nicht anders: aus 12 von 12 werden bei mir 12 aus 11 und 12. Zu verwirrend? Egal, hier sind meine 12:

Herbstspiele auf der Terasse
Spaziergang in Suburbia
Obligatorisches Bad im See zwischen Herbstfarben und Laub
Akrobatik unter der Zirkuskuppel
Noch mehr Akrobatik (neben Schlangen, Kamelen, Ziegen und Feuerschluckern...)
Kunst vor dem Frühstück
Drehblinksdings aus dem Zirkus (tooolles Teil!)
Prähistorisches Studium während dem Frühstück
Was für ein grandioser Hefeteig...
... für viele leckere Zimtschnecken zum Kaffee auf der Terasse (mit Decke)
Herbstmarkt in Suburbia

10. Oktober 2008

Oktober Brownie

Keine Ahnung, wie lange die Aktion bei dawanda noch geht, hier kommt auf alle Fälle mein Beitrag für kalte Herbsttage.

Die Punkte auf dem kecken Mini erinnern mich an diese Kaugummi-Kugeln, die wir uns als Kinder aus den Automaten gezogen haben. Vielleicht sollte ich dem Käufer ein Zahnputzset mitschicken? Nicht, dass ich eventuell noch haftbar gemacht werde für jugendgefährdende Parolen. Ab jetzt zu haben im Shop.

Ich hol mir jetzt mal Schoki aus dem Kühlschrank...  

9. Oktober 2008

Raus aus den Puschen, rein in die Puschen

*Aarrrrgg* Mein ganzer Blogeintrag weg. Dahin. Ins Leere getippt. Und das Bett ruft. Ich versuche, mich kurz zu fassen.

Den ganzen Tag schon tut mir alles weh. Zuerst habe ich die gestrige Gartenarbeit verdächtigt, aber von der bekommt man keinen Schüttelfrost. Scheinbar haben wir wieder mal ein Herbst-Winter-Familien-Abo. Ist der eine gesund, wird der nächste krank.

Der als gemütlich geplante Nachmittag fiel leider ins Wasser, denn der Große – jüngst genesen – ist nicht wie geplant zu einem seiner neuen  Freunde zum Spielen gegangen. Sie sind hier geblieben und noch einer ist gleich mit „eingefallen“, nachdem seine Mutter auf dem gestrigen Elternabend festgestellt hat, dass wir in der selben Straße wohnen. Kann er ein bisschen bleiben? Klar, immer rein. So haben wir den Nachmittag statt mit einem gemütlichen Herbstspaziergang und einem dringend nötigen Einkauf  mit Indianergeheul und Kemm'schen Kuchen mit Butter und Hagebuttenmarmelade verbracht. Der Hund ist so lange bei den Nachbarn baden gegangen (hat er sich schon lange nicht mehr getraut, das Biest) und kam schwarz bis unter die Zähne wieder. Nur zur Erinnerung: unser Hund ist von natur aus eher weiß.

Genäht habe ich heute, denn der Große ging mal wieder „auf Arbeit“, wenngleich auch nur bis mittag, aber der hübsche Mini ging gut von der Hand. Herbstlich gedeckt, dennoch keck und nirgends zwickt oder kneift es.

Und wie versprochen ein neues Shirt für echte Kerle. Die meisten von denen fahren ja einfach voll auf auf VRRRMMM...  

Hach

(Strahlende – ökologisch korrekte – Sonne mit Biene gesehen letzte Woche bei einem Demeter-Hofladen in Suburbia)

Eigentlich bin ich ja nicht so ein Award-Fan, aber dieser hier kam genau zur richtigen Zeit: ein bisschen Stericheleinheiten für eine gebeutelte Seele. Naja, dass klingt dramatischer, als es ist – schließlich spielen sich Krankheiten und Kleinkatastrophen bei uns immer noch (Gott sei Dank) im durchaus erträglichen Rahmen ab.

Trotzdem, ein bisschen Sonneschein für trübe Herbsttage und ein ganz liebes Dankeschön an Caro, deren Blog ich ebenso gern besuche, wie sie wohl meinen. Und, liebe Caro, schließlich ist meine Küche zur Zeit deutlich geprägt von „Draußen nur Kännchen“-Kost ;-).

Und wenn ich darf, lass ich ihn einfach mal im Regal stehen und freue mich daran. Und ich hoffe, all jene sind mir nicht böse, die mir schon einen solchen verliehen haben und ich ihn nicht erwähnt habe. Keine böse Absicht steckte dahinter, sondern allein die Tatsache, dass ich immer darüber schreiben wollte und es dann einfach vergessen habe. Nix für ungut!

8. Oktober 2008

Car Driver

Nachdem mein kleiner Held  noch immer zu Hause seine Verdauungsverkorksung auskuriert, haben wir uns heute auf folgenden Deal geeinigt: während er mit Hingabe am Computer Playmobilritter aus Mauerverliesen befreit hat, durfte ich daneben wenigstens ein bisschen an die Nähmaschine. Dabei gab es zwei neue Shirts für den Shop und eine Spezialanfertigung für den jungen Herrn.

Weil ich weder auf den Stoffmarkt im September gehen konnte, noch auf den im Oktober werde gehen können, bin ich hier schwach geworden und habe großartige Stoffe erstanden. Unter anderem „Chevy Sky“ von Alexander Henry. Der ist nun auf dem neuen Shirt geparkt und wird mit Stolz geschwollener Brust gefüllt.

Das Shirt für den Shop gibt's morgen oder so. Je nach dem, was die Lage so zu lässt.

(Fußnote: gar nicht so einfach einen Blogeintrag zu verfassen mit einem Vierdreivierteljährigen, der mich die ganze Zeit löchert Mami, wann darf ich endlich schreiben???)

7. Oktober 2008

Herbstzeit

Da haben wir nun ein  paar besinnlich schöne Herbsttage verbracht in der Mitte der Republik, einen betagten Menschen zu Grabe getragen. Für ihn sicherlich eine Erleichterung, nach langer Krankheit endlich Abschied nehmen zu dürfen. Für den zurückgebliebenen Menschen ein Trauma, verloren, haltlos, dem letzten Lebensinhalt beraubt. Traurig und schmerzhaft anzusehen, kaum wagt man sich vorzustellen, was das Schicksal für einen selbst für ein Ende vorgesehen hat.

Schon während unserer Reise haben uns die Banalitäten des Alltags wieder voll im Griff. Kaum hatten wir die fiese Mandelentzündung der kleinen Prinzessin mit entsprechender Medizin in den Griff bekommen, kommt der Große schon seit Tagen nicht mehr vom Klo runter. Besonders reizvoll, wenn man nicht zu Hause ist: nicht immer ein stilles Örtchen in der Nähe und welches Restaurant bietet schon Schonkost für Flitzekacki-Kandidaten (Äh, wir hätten gern das Schnitzel, den Schweinebraten und ein wenig Matschbananemitreibeapfel, geht das?)?

Dank der dauerhaften Kinderkrankenpflege habe ich nun mehr seit fast vier Wochen Zwangsurlaub, die Arbeit liegt darnieder und die allgemeine Finanzmarktkrise wird sich wohl demnächst auch auf meine Finanzen ausweiten. Ohne Arbeit kein Geld – schon klar, oder?

Und so versuche ich weiterhin das große Kind zu einem bisschen mehr als nur Wasser und Brot zu überreden, schaue geduldig Dodo zum (gefühlt) 10. Mal und versuche wenigstens neue Ideen im Kopf zu spinnen. Denke mit schlechtem Gewissen an der verwaisten Arbeitsplatz im Kopfgeschoss des Hauses und mit Sehnsucht an die wartenden Stoffstapel im Schrank.

Und so wird auch der Blog nur selten gefüttert.  

1. Oktober 2008

Alltag

Unsere Gäste derzeit sind eine eitrige Mandelentzündung, schlechte Laune, noch schlechteres Wetter und eine Beerdigung.

Demnächst wieder mehr aus Suburbia, wenn wir alle Gäste verabschiedet haben und hoffentlich wieder ein bisschen Sonne begrüßen dürfen.  

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