9. Oktober 2008

Hach

(Strahlende – ökologisch korrekte – Sonne mit Biene gesehen letzte Woche bei einem Demeter-Hofladen in Suburbia)

Eigentlich bin ich ja nicht so ein Award-Fan, aber dieser hier kam genau zur richtigen Zeit: ein bisschen Stericheleinheiten für eine gebeutelte Seele. Naja, dass klingt dramatischer, als es ist – schließlich spielen sich Krankheiten und Kleinkatastrophen bei uns immer noch (Gott sei Dank) im durchaus erträglichen Rahmen ab.

Trotzdem, ein bisschen Sonneschein für trübe Herbsttage und ein ganz liebes Dankeschön an Caro, deren Blog ich ebenso gern besuche, wie sie wohl meinen. Und, liebe Caro, schließlich ist meine Küche zur Zeit deutlich geprägt von „Draußen nur Kännchen“-Kost ;-).

Und wenn ich darf, lass ich ihn einfach mal im Regal stehen und freue mich daran. Und ich hoffe, all jene sind mir nicht böse, die mir schon einen solchen verliehen haben und ich ihn nicht erwähnt habe. Keine böse Absicht steckte dahinter, sondern allein die Tatsache, dass ich immer darüber schreiben wollte und es dann einfach vergessen habe. Nix für ungut!

8. Oktober 2008

Car Driver

Nachdem mein kleiner Held  noch immer zu Hause seine Verdauungsverkorksung auskuriert, haben wir uns heute auf folgenden Deal geeinigt: während er mit Hingabe am Computer Playmobilritter aus Mauerverliesen befreit hat, durfte ich daneben wenigstens ein bisschen an die Nähmaschine. Dabei gab es zwei neue Shirts für den Shop und eine Spezialanfertigung für den jungen Herrn.

Weil ich weder auf den Stoffmarkt im September gehen konnte, noch auf den im Oktober werde gehen können, bin ich hier schwach geworden und habe großartige Stoffe erstanden. Unter anderem „Chevy Sky“ von Alexander Henry. Der ist nun auf dem neuen Shirt geparkt und wird mit Stolz geschwollener Brust gefüllt.

Das Shirt für den Shop gibt's morgen oder so. Je nach dem, was die Lage so zu lässt.

(Fußnote: gar nicht so einfach einen Blogeintrag zu verfassen mit einem Vierdreivierteljährigen, der mich die ganze Zeit löchert Mami, wann darf ich endlich schreiben???)

7. Oktober 2008

Herbstzeit

Da haben wir nun ein  paar besinnlich schöne Herbsttage verbracht in der Mitte der Republik, einen betagten Menschen zu Grabe getragen. Für ihn sicherlich eine Erleichterung, nach langer Krankheit endlich Abschied nehmen zu dürfen. Für den zurückgebliebenen Menschen ein Trauma, verloren, haltlos, dem letzten Lebensinhalt beraubt. Traurig und schmerzhaft anzusehen, kaum wagt man sich vorzustellen, was das Schicksal für einen selbst für ein Ende vorgesehen hat.

Schon während unserer Reise haben uns die Banalitäten des Alltags wieder voll im Griff. Kaum hatten wir die fiese Mandelentzündung der kleinen Prinzessin mit entsprechender Medizin in den Griff bekommen, kommt der Große schon seit Tagen nicht mehr vom Klo runter. Besonders reizvoll, wenn man nicht zu Hause ist: nicht immer ein stilles Örtchen in der Nähe und welches Restaurant bietet schon Schonkost für Flitzekacki-Kandidaten (Äh, wir hätten gern das Schnitzel, den Schweinebraten und ein wenig Matschbananemitreibeapfel, geht das?)?

Dank der dauerhaften Kinderkrankenpflege habe ich nun mehr seit fast vier Wochen Zwangsurlaub, die Arbeit liegt darnieder und die allgemeine Finanzmarktkrise wird sich wohl demnächst auch auf meine Finanzen ausweiten. Ohne Arbeit kein Geld – schon klar, oder?

Und so versuche ich weiterhin das große Kind zu einem bisschen mehr als nur Wasser und Brot zu überreden, schaue geduldig Dodo zum (gefühlt) 10. Mal und versuche wenigstens neue Ideen im Kopf zu spinnen. Denke mit schlechtem Gewissen an der verwaisten Arbeitsplatz im Kopfgeschoss des Hauses und mit Sehnsucht an die wartenden Stoffstapel im Schrank.

Und so wird auch der Blog nur selten gefüttert.  

1. Oktober 2008

Alltag

Unsere Gäste derzeit sind eine eitrige Mandelentzündung, schlechte Laune, noch schlechteres Wetter und eine Beerdigung.

Demnächst wieder mehr aus Suburbia, wenn wir alle Gäste verabschiedet haben und hoffentlich wieder ein bisschen Sonne begrüßen dürfen.  

25. September 2008

Ertappt!

Den ganzen (Spät-) Sommer haben wir uns gewundert, wo denn die Insektenplage – und insbesondere die Wespenplage – geblieben ist, die aller Orten von weisen Männern vor interaktiven Wetterkarten angesichts des milden Winters angekündigt wurde. Oje, dachten wir uns schon im Frühling, da haben wir bald einen Garten und können den Sonntagskuchen nicht mal ungestört auf der Terasse genießen.

Pustekuchen. Keins dieser plagenden Geschöpfe weit und breit. Gestern bin ich allerdings dem Geheimnis auf die Spur gekommen: die Wespen machen in dieser Saison eine Tournee. Sozusagen. Den genauen Tourplan kenne ich nicht, aber er geht von Wochenmarkt zu Wochenmarkt. Im Bäckerwagen. Auf den Hefekränzen, Franzbrötchen, Steuseltalern und Zwetschgenkuchen.

Wenn ich's euch sage! Ich habe sie gesehen. Zu Hunderten saßen sie da. Was für ein Glück allerdings, dass die Bäckereifachverkäuferin scheinbar keine Allergikerin ist.

Ich hab dann aber lieber mal nichts gekauft. War irgendwie... eklig.    

Herbstblues?

Nee, kein Schwarzgrau, eher was poppigbuntes. Sagte die Freundin, die liebenswürdigerweise Haus und Hund besittet hat, während wir uns lasziv in der Sonne im fernen Südwesten geaalt haben.

Als „Mitbringsel“ habe ich ihr nämlich eine Tasche versprochen und die sollte groß sein, damit Frau Lehrerin jede Menge Hefte, Ordner und Züchtigungsutensilien rein packen kann. Oder was man eben sonst so als Lehrer braucht ;-).

Schon länger wollte ich mal diese berühmt-berüchtigte Charlie-Bag von Burda nähen, hab jetzt aber irgendwie den Link nicht mehr gefunden. Ich glaube aber, dass mein Schnitt auch ganz passend geworden ist und finde vor allem diese Strickbündchen an der Vordertasche herzallerliebst. Sowas hatte ich nämlich auch mal an einer Tasche dran.

Also, heute nachmittag kommt sie zum Kaffetrinken (und Kinderspielen) und ich bin mal gespannt, ob sie ihr gefällt.

24. September 2008

Unser Sommer äh... unser Urlaub

Um es vorweg zu nehmen: es sind viele Bilder. Sehr viele. Was möglicherweise auch daran liegt, dass wir seit 9 Jahren keinen Urlaub gemacht haben, der 2 (in Worten: zwei!) Wochen lang war.

Da wo wir waren, war es wunderschön. Da war der Sommer. Zwei Wochen ein Tag wie der andere. Blauer Himmel, Sonne satt. Warme Abende auf der Terasse. Dass dem Großen keine Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen gewachsen sind, ist ein Wunder.

Ich lasse die Bilder unkommentiert. Wo das im einzelnen war, ist nicht wichtig. Es war einfach schön. Überwältigend. Entspannt. Zum Abschalten.

Holen Sie sich also einen Galão und ein paar Natas bei dem Portugiesen Ihres Vertrauens, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Diashow.  

23. September 2008

Back in Town

Es ist so kalt. Brr. Und zu allem Unglück ging die Heizung nicht, als wir am Sonntag aus dem Sommer äh... Urlaub zurück kamen. Pumpe kaputt. Nein, ich starte nicht schon wieder mit neuen Katastrophengeschichten.

Die Koffer sind ausgepackt, die Wäsche liegt schon gewaschen im Schrank (das war doch fix, oder?). Nun muss ich nur noch meine 860 Urlaubsfotos sichten, mich durch unzählige Emails und den Blogfeeder lesen und dann mich um meine eingeschleppte Erkältung kümmern. Passt ja zum Wetter.

5. September 2008

Dem Sommer hinterher

Ich bin dann mal weg.

Seid nett zueinander, fleißig und passt auf euch auf!  

Suburbia – Einsichten und Aussichten

Nachdem ich euch monatelang mit Umbau- und Handwerkergeschichten genervt unterhalten habe, zeige ich euch mal ein paar Nischen aus dem Hierkommichgernnach-Haus.

Und um es besonders unterhaltsam zu machen, zeige ich euch ebenfalls die Ansichten aus dem unrenovierten Haus (so unverschämt bin ich jetzt einfach mal). Wir mussten schon eine Menge Phantasie aufbringen, um uns unter den 10 Lagen Teppichböden und haufenweise Nippes und Stehrumchen unser Traumhaus vorstellen zu können.

Voilà, treten Sie ein.

Den Beginn macht die Küche, denn die hat am meisten Nerven gekostet. Weil sie noch immer nicht fertig ist, werde ich ihr noch einen Extra-Post widmen. So hübsch aufgeräumt ist es leider nicht immer. Da unser Terasseneingang fast beliebter ist, als die Haustür, wird da gerne mal alles „fallengelassen“.  

Vorher:

Nachher:
Das Esszimmer vorher:
Und nachher:
Le Salon vorher:
Und nachher... Weiter in den Gemächern... (ich persönlich hätte da Albträume bekommen)
Die oberste von 10 Lagen Teppichboden:
Dann doch lieber nackich.
Der Flur (man beachte die hüschen Fliesen!)

Das Beste zum Schluss: die Toilette. Dazu muss ich sagen, dass ich den Verkäufer beschworen habe, den Vorhang hängen zu lassen. Grandios. Der liegt nun schon gewaschen in meinem Stoffschrank und wartet sehnsüchtig auf sein Comeback.   Diese Fliesen waren schon wieder so schräg, dass wir uns nur schweren Herzens davon getrennt haben.  

Jetzt dann doch eher nüchtern.

Falls noch jemand einen Kaffee trinken und bei ein paar Keksen über die Nachbarn plaudern möchte – in zwei Wochen ist wieder ein Platz frei auf dem Sofa!

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