Der Alltag hat uns wieder. Der Sommer in Suburbia, der gerade eine frühherbstliche Pause einlegt, kann uns nur bedingt von den vielen kleinen Katastrophen ablenken, die sich hier Tag für Tag ereignen.
Ein paar Kostproben gefällig?
Unsere Hauptsielleitung ist verstopft, Wurzeln sind in die Rohre gewachsen. Daran bleiben Toilettenpapier usw. hängen – alles was eben so durch ein Abflussrohr in den Kanal fließt. Einen Kontrollschacht draußen gibt es nicht. Den hat vermutlich der Vor-Vorbesitzer einfach zugepflastert. Der Klempner soll nun Pläne bei der Stadt besorgen. Wie fix unser Klempner ist, hatte ich ja schon mal erzählt. Wenn sich also zwei Leute hintereinander duschen oder auch nur einer ein ausgiebiges Duschbad nimmt, steht der Keller unter Wasser. Sehr lecker!
Unser nigelnagelneuer superduberhightech Waschvollautomat mit 8 Kilo Fassungsvermögen wäscht nicht mehr. Besonders toll bei Strandklamotten-, Besuchsbett- und Handtuchwäscheauflauf im Wäschekorb (äh, mittlerweile sind es schon drei!). Heute war endlich der Techniker da und hat mir erklärt, dass das kein Defekt der Waschmaschine ist, sondern quasi ein Bedienfehler *!?*. Unser Wasserabfluss im Keller liegt nämlich bei ca. 1,80 m und der Ablauf der Waschmaschine darf höchstens bei 1 m Höhe liegen. Sonst streikt die schicke Pumpe in diesem fast 800 Schleifen teuren Luxus-Waschomat. Man darf nicht zu viel erwarten, oder? Wat nu? So musste der Liebste im Businessdress in den Baumarkt schlappen und Kiloweise Ytongsteine in den Kofferraum laden. Nun haben wir eine aufgebockte Waschmaschine. Sie trohnt sozusagen. Entspricht ihr auch sehr.
Und interessiert sich noch jemand für die Küche? Also, die Oberschränke verschliessen wir immer noch mit Te.sakr.epp (fehlender Schließmechanismus), ebenso die Arbeitsplatte, deren Verbindungsstücke fehlen. Die umkippenden Sockelleisten haben wir mittlerweile auch mit Klebeband fixiert. Die Beleuchtung unter den Oberschränken fehlt noch immer, ebenso die Regalböden und die Glasrückwände. Wobei letzteres besonders viel Spaß macht. Denn so wie es aussieht, können wir vor Anbringung eben dieser die betreffenden Wände noch mal streichen, bevor das Glas angebracht wird. Sonst glotzen uns die Flecken für immer und ewig durch die Scheibe an.
Dieser Küchenkauf wird in die Geschichte eingehen. Als Flop des Jahrhunderts. Ach ja, mir fallen gerade die fehlenden Mülleimer ein. Und die Geschichte mit der mangelhaft angeschlossenen Spühle, welche wiederum eine Überschwemmung in meiner Backschublade verursacht hat, welche wiederum meine Backformen hat rosten lassen...