31. März 2008

Mehr Haarschmuck

Nachdem mir die Besitzerin eines weiteren Schickimicki-Kinder-Teuer-Shops hier auf der Ecke versichert hat, dass sich die von ihr angebotenen Haarspangen gut verkaufen – für satte EUR 6,90 – und ich ihr wiederum versichert habe, dass meine viel schöner seien, als die von ihr ausgestellten (die sie übrigens auch von einer Bastel-Mama bezieht), haben wir uns zu einem Haarclip-Besichtigungs-Termin verabredet.

Ich glaube nicht, dass man damit reich wird, denn sie will ja daran auch noch was verdienen. Und da ich selbständig bin und nicht mal eben ein paar Zusatzeinkünfte ohne Rechnung in der Tasche verschwinden lassen kann, muss ich ihr eine Rechnung schreiben. Umsatzsteuer und Finanzamt winken schon freundlich und schon ist das Spaßbasteln irgendwie nicht mehr ganz so spaßig. Aber egal. Die Kleine braucht nun mal im Leben keine ca. 50 Haarspangen, passendes Outfit hin oder her.

Hier meine neuesten Kreationen – mal popigbunt, mal schwarzweißschick.

27. März 2008

It-Bags

Hier noch zwei kleine Schätze, die ich vor Ostern gezaubert habe. Eigentlich waren die zwei Täschchen für die Cousinen als Osterüberraschung gedacht. Die beiden haben uns aber wegen Krankheit an Ostern leider nicht besuchen können. Dafür sehen wir sie am kommenden Wochenende.

Diese hier  ist für die kleine Cousine (1,5 Jahre alt).  Sie hat einen Knopfverschluss und ist gefüttert. Aus dem Pünktchenstoff hatte meine Mutter mal für meine Schwester und mich Röcke genäht, die wir dann auf der Hochzeit einer meiner zahlreichen Cousinen als Brautjungfern getragen haben. Ich schätze mal so im zarten Alter von 6-8.

Diese hier ist für die „große“ Cousine (3,5 Jahre alt). Sie ist auch gefüttert und hat einen verstellbaren „Schulterriemen“. Der Knopf ist aus einer Sammlung, die ich mal von einer Großtante geerbt habe.  

Heute morgen im Coffeeshop

Eigentlich wollte ich nur einen Kaffee zum Mitnehmen.

 

Sagt die Frau an der Kasse zum Kaffeemachermann: „Onetallsoyacappodecaftogo“.

 

Nach einer Weile sagt der Kaffeemachermann zu mir (zum Glück): „Ihr Kaffee ist fertig!“ 

24. März 2008

Osterkater

Unterschiedlicher hätten die Ostertage nicht sein können: Sonntag, der Oster-Geburts-Tag, war wie die Umarmung eines guten Freundes nach den vergangenen und anstrengenden Tagen und Wochen zuvor. Der Himmel hat mit den Kindern um die Wette gestrahlt, Schoki bis zum Abwinken und ein Geburtstagskind das noch größere Stauneaugen gemacht hat, wie sonst.

Dann der Montag, trüb und kalt, Schnee außen und innen, Katerstimmung. Die allerdings nicht von der einen Flasche Prosecco kommen konnte, die wir uns zu viert geteilt haben. Egal. Wir starten in eine neue Woche und hoffen, dass dieses kleine Winterintermezzo nun endlich das Tor zum Frühling öffnet.

Prost!  

22. März 2008

Kuchen & Kerzen

Am 23. März vor genau einem Jahr kam unsere kleine Prinzessin auf die Welt.

Du Süße, wir sind sehr glücklich, dich bei uns haben zu dürfen!

 

Die Lage

Kurzer Zwischenbericht: der Legostein hat keine weiteren Spuren hinterlassen, die Röhrchen sind gesetzt, der Kollege ist schon wieder topfit und zu allen Schandtaten bereit. Die Rouladen stehen auf dem Herd, die Osternester sind bepackt. Ostersonntag, du kannst kommen! 

19. März 2008

Nicht geeignet für Kinder unter...?

Nein, eigentlich müsste es heißen: „Nicht geeignet für Kinder unter 4Jahrenundzweimonaten“.

Passt ein Legostein in ein Nasenloch? Ok, es war nur so ein kleiner Runder mit einem Nupsie oben drauf. Aber Fremdkörper bleibt Fremdkörper und so wurde es auf einmal ziemlich hektisch beim Abendessen, als der Große (noch mit dem Finger in der Nase) panisch „Mama, Maaamaaa“ schrie. Zuerst hab ich gedacht, er bekommt den Finger nicht mehr raus. Als Extrem-Nasenpopler hab' ich doch auf sowas schon lange gewartet. Nee,  den janzen Kerl hat er sich reingeschoben.

Nach einem kurzen Schneuz-Test, der das Teil auch nicht wieder zu Tage beförderte und einem kurzen gedanklichen Scan unserer Werkzeug-, Besteck- oder Feinmechanik-Ausstattung meinerseits haben wir schnell Schuhe und Mantel angeworfen, das kleine Kind unter den Arm geklemmt, das Große vor sich hergeschoben, sind mal wieder in eine uns wohlbekannte Einrichtung gefahren und haben uns dem diensthabenden HNO-Arzt vorgestellt. So schnell ging's dann leider doch nicht, denn die Kinder-Notaufnahme hat uns einmal quer durch UKE-City zur Chirurgie geschickt, wo wir dann zwischen Fahrradleichen und anderen blutigen Notfällen ein Sprechzimmer zugewiesen bekamen („Kinder ziehen wir immer vor, warten Sie LIEBER hier drinnen!“, rumms, Türe zu. ). Zwischenzeitlich kam auch der Herr Papa mit einem Ersatzabendessen. An dieser Stelle hab ich mich dann ausgeklingt und bin mit der Kleinen nach Hause gefahren, die ihre Rolläden schon halb runtergelassen hatte. War ja schon weit über der normalen Bettgehzeit.

Wat soll ich sagen? Das Steinchen ist wieder da, mit einem „Arztstrohhalm“ aus der Nase gebohrt. Ganz hoch öffiziös. Und morgen um 9.30 Uhr dürfen wir mit dem Kollegen wieder antreten zur nächsten Runde Hospital, diesmal zum Paukenröhrchen setzen. Wenn's das gleiche KH gewesen wäre, hätten wir auch gleich übernachten können...    

*Gäääähn* und jetzt noch eine Runde arbeiten. Da kommt Freude auf.

Verschiedener Abschied

Heute morgen in der Kita. Wir kommen zu spät, alle Kinder sitzen im Kreis, eins packt ein Geschenk aus.

„Hat Tim heute Geburtstag?"

„Nein, der wird verabschiedet (Kind kommt in die Vorschule).“

„Ach so. Und ist Ines noch da?“

„Nein, die ist auch schon abverschiedet.“

Achso.

18. März 2008

Carpe Diem

Meine Devise, aus meinem dreiviertel Arbeitstag die maximale Zeit optimal auszuschöpfen, nimmt manchmal groteske Züge an. Wie ich mir selbst zugestehen muss.

So habe ich es mir zum Beispiel angewöhnt – wenn ich mir mittags etwas zu essen mache, was nicht immer der Fall ist – mein Essen mit ins Büro zu nehmen, um es vor dem Computer zu essen. Oder vielleicht sollte ich sagen, mir es gedankenverloren zwischen die Kiemen schieben, während ich kauend schon wieder klickklick mache. Um von der Wohnung in mein Büro zu kommen, fahre ich Fahrstuhl. Und weil ja alles so eilig ist, fange ich meistens schon im Fahrstuhl an zu essen.

Diese Art von Esskultur ist schon fast therapiebedürftig, oder!?

Siehe oben: Spaghetti amatriciana und drunter Gurkensalat (schlechtes Handyfoto). War aber sehr yummie. Blogschreiben hilft natürlich auch enorm beim Zeitsparen ;-).  

Lieber Osterhase, ich wünsche mir...

Inline Skates im Praxistest... wie schon angekündigt.

16. März 2008

Born to be spoilt (2)

Demnächst ziehen wir nach Suburbia. Aus akutem Platzmangel und der Tatsache, dass man mit Kindern einfach andere Anforderungen an seinen eigenen Lebensraum hat, haben wir im letzten Jahr den Entschluss gefasst, aus dem schönen, zentralen Stadtteil in der Nähe der Alster an den Hamburger Stadtrand in ein Häuschen mit Garten zu ziehen. Dazu bei Gelegenheit mehr.

Aus diesem Grund, haben wir am Samstag mal wieder die Geduld unserer sehr geduldigen Kinder strapaziert und waren auf der Suche nach einer – vorallem bezahlbaren – Küche. Die Kleine ist da ja noch ziemlich anspruchslos. Sie saß einfach am Boden vor ihrer Karre und hat das Staufach unten ein- und aus- und wieder ein- und wieder ausgeräumt. Herrlich. Zum Glück war nicht viel los und der Große konnte ausgiebig in dem sonst für Kinder eher unspannenden Küchenstudio nach Herzenslust Auto hin und her brausen lassen. Und weil er so brav war und wir uns ganz und gar Frontmustern, Griffen und Elektrogeräten hingeben konnten (hach, was mach ich drei Kreuze, wenn das Thema endlich durch ist...), sind wir danach noch zu Karstadt Sport und der Große durfte Inline Skates ausprobieren. Unglaublich, womit man so einen vierjährigen restlos glücklich machen kann.

Die Tatsache, dass wir ihn vorher haben schwören lassen, uns zu keinem Kauf zu nötigen, hat ihn nicht daran gehindert, nach 2(!)h ein paar Tränen rauszudrücken, weil wir SCHON gehen und  KEINE Inliner kaufen wollten.

Für das erste Mal auf Inline Skates macht er – wie ich finde – eine ziemlich gute Figur. Weil das Hochladen auf youtube so UNENDLICH lange dauert, hier erst mal ein Clip von den ersten Skateboard-Versuchen.

Puppenkleider

Zuerst hatte ich ja einen ganz anderen Stoff im Kopf für das Kleidchen (das auch nur in meinem Kopf existierte). Aber in letzter Minute habe ich noch mal meine Vorräte gesichtet und fand diese Kombi einfach hübscher.

Eigentlich wollte ich so ein Schürzenkleidchen nähen, aber dann habe ich hier bei Suse so ein hübsches Kleid mit Schleifchenträgern gefunden. Schade nur, dass es immer so schnell gehen muss. Aus chronischem Zeitmangel hab ich das mal eben am Freitag (meinem „freien“ Tag) genäht, während die Kleine Mittags-Matratzenhorchdienst hatte. Ist aber trotzdem süß geworden:  

12. März 2008

Der Wald im Buch

Su Blackwell, eine englische Künstlerin, zaubert virtuose Kunstwerke aus Büchern. Aus zweidimensionalen Buchseiten erblühen Wälder, steigen Schmetterlinge empor oder kleine Häuschen erleuchten das umgebende Dunkel. Ich bin völlig fasziniert von dem Zauber, der allein von den Bilder ausgeht. Zu gerne würde ich mal eine Ausstellung von ihr sehen. Leider bin ich in diesem Sommer voraussichtlich nicht in San Francisco aber vielleicht schaffe ich es wenigstens nach London?

Wer sich auch verzaubern lassen will, schaut am Besten mal hier.

© Photographer Irene Cooper (1988 Copyright, Designs & Patent Act.)

Schlechtelaunebotschaft

Ahhh grrr. Hatte ich heute morgen voreilig was über den nahenden Frühling geflötet!? Es ist scheußlich, kalt, ungemütlich, regnet und windet. Und ich muss mich gleich aufmachen, mit Kinderwagen und Hund im Gespann den Junior samt Fahrrad vom Kiga abholen. Wie er das heute morgen bestellte Marmeladenbrötchen auf dem Heimweg essen will, ist mir schleierhaft. Ich freue mich schon auf die Diskussion („Mama, du sollst mein Fahrrad schieben.“).

Lieber Gott, lass mir noch drei Hände wachsen. Dann hätte ich vielleicht auch noch eine übrig für einen Regenschirm.

Traumhaft.  

Extreme Schmusing

Unsere Kinder brauchen keine Plüschtiere zum Schmusen. Na gut, zum Einschlafen  vielleicht. Aber sonst haben sie den besten und geduldigsten Schnuffi aller Zeiten. 

Gutelaunebotschafter

Hab ich gesagt, der Frühling lässt auf sich warten?

Falsch. Er ist schon VOLL DA!

11. März 2008

Vorfreude

Wir erwarten mal wieder Nachwuchs. Nein, nicht unser eigener. Vielmehr warten wir auf das Baby von unserer letzten Nanny. Baby wann kommst du, deine Lätzchen sind schon fertig! 

Eiszeit

Wenn der Frühling nicht kommt, dann trotzen wir ihn eben herbei. Oder wir tun einfach so, also wäre er schon voll im Anmarsch.

Deswegen haben wir gestern nach dem Kiga mal die neue Eisdiele getestet. Eisläden sprießen ja bei uns im Quartier neuerdings aus dem Boden, wie die Krokusse im Park. Keine Ahnung, wer so viel Eis essen soll, aber so haben wir wenigstens die Wahl.

Leider war die Eisverköstigung eher ernüchternd. Die Auswahl für uns Sonderlinge (Lactoseintoleranz und vorrübergehnde Kuhmilcheiweißunverträglichkeit) war dürftig. Mango, Zitrone, Erdbeer, Ende. Mango – wofür sich der Große und auch ich uns entschieden haben – schmeckte eher durchschnittlich. Der Laden selber ist eisig hell und ungemütlich beleuchtet. Wenn man reinkommt, streift der Blick die Eistheke und richtet sich geradewegs über die Streuselgläser hinweg auf ein großes, kahles Waschbecken mit dekorativer Spüli-Flasche darauf. Von einem Innenarchitekten kann das nicht geplant worden sein. Also die Vorschusslorbeeren hat dieser Laden nicht verdient, wenngleich mein Urteil natürlich ein sehr subjektives ist. Schließlich konnte ich all die anderen exotischen Sorten wie Gummibärchen, Osterhasi, Priapismus, Miss Piggy, Schazi, Nutty Twins etc. nicht probieren.

Egal. Wir haben glückselig unser Eis geschleckt und sind dann angesichts der dunklen Wolken am Himmel schnell nach Hause geeilt. Das nächste Mal gehen wir aber wieder zu unserem unangefochtenem Lieblingseisladen „Eis Schmidt“ mit Wohnzimmeratmosphäre und Sojaschokoeis. Yummie...  

8. März 2008

Fütter mich!

Das Kind, dass so lange nicht essen wollte, entwickelt sich zum kleinen Fresserchen. Den ganzen Tag kräht es – trotz anhaltender Schnupfennase und bösem Husten – nach Essbarem. Dabei macht die Kleine kaum Zicken, gegessen wird, was irgendwie in den kleinen Schnabel passt.

Dabei hat sie sich noch vor kurzem aller fester Nahrung voll verweigert – ein Stillkind aus so großer Leidenschaft, dass man schon fast von einem Tick sprechen kann. Mich haben diese 10 Monate Vollstillen allerdings total ausgezehrt und verblöden lassen (Stilldemenz lässt grüßen).

Wahrscheinlich habe ich der Madame dieses Shirt „damals“ vorallem aus therapeutischen Zwecken genäht. Geholfen hat uns allerdings erst die Heilpraktikerin unseres Vertrauens, die mittels dieser Methode  das Wunder möglich machte und auch diesem Kind Spaß am Essen verschafft hat.

Liebe Frau P., dankedankedanke!  

5. März 2008

Das Dilemma mit dem inneren Plan

Jedes Kind hat ja so seinen eigenen, inneren Plan. Der legt fest, wann der erste Zahn kommt, wann es das erste Mal greifen, sich drehen, krabbeln etc. kann.

Manchmal haben Eltern mit diesem Plan ein Problem (oder vielmehr das Umfeld der Eltern) – „Was, sie krabbelt noch nicht/läuft noch nicht/spricht noch nicht!?“. Manchmal haben aber auch die Kleinen ein Problem mit ihrem inneren Plan.

Bei der Kleinen äußert sich das momentan wie folgt: der innere Plan sagt: „Du bist jetzt 11monateundeinbisschen und DU MUSST JETZT STEHEN. IMMER.“ Da ist aber noch die Krankheit und das werte Wohlbefinden. Und das sagt eindeutig: „Ich bin so schlapp. Ich kann nicht stehen. Lieber sitzen. Oder nee, liegen. Nee, lieber auf'n Arm. Och NEE, lieber... och möönsch, ich bin so schlapp.“. Was macht das Kind? Stehen, einknicken, hochziehen, schlapp machen, heulen, hinsetzen, hochziehen, heulen.

Das Leben ist ein Jammertal. Und das mit dem inneren Plan eine geniale Idee der Schöpfung. Aber manchmal einfach ein Dilemma.

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