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12. November 2013

Tutorial Tuesday: heute gibt es jede Menge hitverdächtige Stars... auf einem Loop und einem gefütterten Wende-Beanie!


Irgendwie bin ich in diesem Winter total im Mützenfieber. Meine Boshis habt ihr hier ja schon gesehen. Übrigens habe ich schon wieder eins ferig gehäkelt! Nicht, dass wir alle unbedingt neue Mützen bräuchten – nein. Aber erstens sind Mützen äh... Beanies total angesagt und meine Kids gehen morgens nicht ohne aus dem Haus. Und zweitens macht es einfach Spaß. Egal, ob genäht oder gehäkelt oder gestrickt – das sind kleine Projekte, die einfach umzusetzen sind und schnell zu einem sehenswerten Ergebnis führen. (Übrigens... der, die oder das Beanie? Keine Ahnung. Ich würde eher das sagen. Und ihr?)

Heute zeige ich euch, wie man einen Loop und ein gefüttertes Beanie mit applizierten Sternen näht. Das sind quasi schon drei Tutorials in einem: Applizieren mit Jersey, wie nähe ich einen Loop und wie nähe ich ein gefüttertes Beanie inklusive Schnittmuster. Das Beanie ist ein bisschen länger – das muss so – damit es so ein bisschen schlumpfig hinten runter hängt.

15. Oktober 2013

Tutorial Tuesday: warum man Paspelband total easypeasy selbermachen kann und es beim Vernähen trotzdem nicht beißt!

Neulich stand ich mal in einem Stoffladen und wollte mir Paspelband zeigen lassen. Zur Antwort bekam ich „Haben wir nicht, das ist nicht so gefragt.“ „Waaas!?“ habe ich daraufhin vielleicht ein bisschen zu laut zurück gefragt. „Ähm ja, die Leute trauen sich das oft nicht zu.“ Tja Leute, wisst ihr eigentlich, was euch da entgeht!?

Eine Spule mit Paspelband hat sich dann doch noch gefunden, im Jeanslook. Das musste ich unbedingt mitnehmen, sah nämlich sehr cool aus. Paspelband kann man nämlich nie genug auf Vorrat haben. Sag ich jetzt mal so. Aber ihr werdet mich schon noch verstehen.

Paspel geht noch viel einfacher als Reißverschluss, ehrlich! Und findet ihr nicht, dass die Neonpaspel meiner Simply-Kissen das totale Sahnehäubchen an den selbigen waren? Eben. Also traut euch einfach mal.

Ich habe euch heute zwei Anleitungsteile geschrieben. Wer nicht gleich Paspelband selbermachen mag, kann gern gleich weiter runter scrollen zum zweiten Teil. Für alle Experimentierfreudigen geht es hier los: 

Heute machen wir uns Paspelband!


10. September 2013

Tutorial Tuesday: alle auf einmal!

Geht es euch auch manchmal so? Ihr sucht nach einer bestimmten Anleitung, ihr wisst auch in welchem Blog ihr sie gesehen habt, aber ihr findet sie nicht wieder? So geht es mir oft, sogar auf meinem eigenen Blog.

Ja, selbst ich lese manchmal in meinem Blog! Zum Beispiel letztes Jahr kurz vor Weihnachten, als ich meinen Nichten Puppenschlafsäcke nähen wollte. Da habe ich den Link zum Schnittmuster-Download gesucht. Wo war der gleich? Wann war das gleich? Das Suchen hat jetzt ein Ende, zumindest, was die Tutorials angeht! Ich habe sie für euch (und auch für mich) alle auf eine extra Seite gepackt. Die Seite findet ihr hier oder oben im Menü unter „Anleitungen • Tutorials“. Da habt ihr alle auf einen Blick und mit Klick auf das Bild landet ihr gleich da, wo ihr hinwollt.

Sind schon ganz schön viele, oder? Übrigens hat die Seite keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Denn nicht schon immer lable ich meine Postings so ordentlich, wie ich es mittlerweile tue und so hatte ich selbst Schwierigkeiten alles wieder zu finden. Falls euch also auffällt, dass da ein ganz bestimmtes fehlt, sagt mir gern Bescheid. Am besten ihr schickt mir gleich den Link dazu.

Thematisch sind sie nicht geordnet, das mache ich vielleicht später mal, wenn die Liste unübersichtlich lang geworden ist. So in vier bis fünf Jahren lach. Manche hatte ich schon total vergessen. Erinnert ihr euch noch an die Radiergummi-Stempel? Ich glaube, irgendwo liegen bei mir bestimmt noch Gummiplatten im Schrank, die ich mir damals unbedingt zulegen musste, nachdem ich alle Radiergummis hier zuhause „verstümmelt“ hatte. Oder an das Täschchen aus bunten Reißverschlüssen? So ein Farbenfeuerwerk! Oder auch an die Aufkleber aus Klebeband? Damals hatte ich noch keine einzige Rolle Washitape besessen. Dieser Zustand war wirklich unhaltbar grins!

Dabei sind natürlich auch die, die euch besonders gut gefallen haben – wie der Puppenschlafsack, die Halsbündchen-Tutorials und die Haarweghaltedinger aka Haarbänder.

Nach dem Ärger mit dem Dinomützen-Schnittmuster habe ich mir oft überlegt, ob ich überhaupt noch Anleitungen mit Schnittmuster kostenlos zur Verfügung stellen soll. Ich weiß mittlerweile von mehreren Damen, die die Mützen en gros genäht und auf Märkten verkauft haben. Sie sollten sich schämen dafür! Viele meiner Anleitungen erklären einfach die Basics – wie man Schrägband selber macht, einen Hotelverschluss näht oder Halsbündchen an T-Shirts näht, das könnt ihr auch anderswo im Netz finden.

Aber alles andere, was ich mir für euch ausdenke, Zeit und viel Arbeit investiere, ist mein Geschenk an euch. Und ich will, dass ihr alle sorgsam damit umgeht und keinen Profit daraus schlagt. Denn dann ist es mit dem Spaß vorbei. Das nur noch mal als kleiner Hinweis an die (zum Glück sehr wenigen) ganz Schlauen unter meinen sonst sehr geschätzten Lesern.

Habt ihr eigentlich weiterhin Interesse an Näh-Basics? Ich weiß, dass viele unter meinen Lesern Nähanfänger sind und gern mal nach meinen bebilderten Anleitungen arbeiten. Ich hätte da noch ein paar Themen in petto, wie z.B. Paspelband selbermachen, einen Reißverschluss einnähen etc. Interesse?

Für alle anderen... sucht euch was aus! Die Liste wird stetig erweitert!


Und wer sein Glück herausfordern mag, kann gern noch bis morgen Abend in den Lostopf hüpfen und eine großartige Fototasche gewinnen, mit der man sich wirklich sehen lassen kann!

3. September 2013

Was Hübsches für's Hinterteil – damit dein Fahrradsattel trocken bleibt und auch noch schick aussieht – Fahrradsattelbezug-Tutorial


Heute gibt es mal wieder ein Tutorial-Tuesday-DIY-Projekt (ein TTDYIP sozusagen...), das ich für brigitte.de gemacht habe. Zwischen den Cake Wheels und dem heutigen Projekt ist eine ziemliche Weile vergangen, aber ich gelobe Besserung! Hab schon viele neue Ideen. Heute schicke ich euch mal wieder an die Nähmaschine! Husch husch, ab ins Nähzimmer!

* * * * *

13. August 2013

Tutorial Tuesday: Chevron Freundschaftsbändchen knüpfen – achtung, Suchtgefahr!



Während unserem Urlaub auf Amrum haben wir geknüpft was, das Zeug hält, ich habe euch hier schon davon berichtet. Viele von euch haben mich nach einer Anleitung für die Chevron-Bändchen auf Instagram gefragt – hier kommt sie!

Während unserem Urlaub hat mich die liebe Tanja per Whats App mit einem Foto von einer Anleitung versorgt. Darüber musste ich allerdings erstmal schlafen, denn ich bin ein totaler Anleitungs-Doofie. Ich versteh die Dinger einfach nicht. Gebt mir eine Häkel- oder Stickanleitung und ich bin verloren.

In der Anleitung waren die Fäden nummeriert. Das geht am Anfang noch gut, wenn alle brav in einer Reihe liegen. Doch sobald der erste Knoten geknüpft ist, helfen eigentlich nur noch Schildchen an den Fäden. Aber mit denen knüpft es sich so schlecht. Aber wie ihr seht, ist dann bei mir doch noch irgendwann der Knoten geplatzt und damit ihr es ein bisschen einfach habt, habe ich versucht, die Anleitung in Bilder zu „übersetzen“.

30. Juli 2013

Tutorial Tuesday: Wie man Straßenmalfarbe selber- und Ferienkinder glücklich macht

In diesen Ferien werden wir wirklich verwöhnt: Sonne satt und Temperaturen, von denen wir in den letzten Jahren nur träumen konnten! Meine Kids sind total happy.

Ich für meinen Teil bin ganz froh, wenn die Ferien nun langsam ihr Ende finden. Sechs Wochen mehr oder weniger ohne Unterbrechung mit den Kids – einerseits etwas, was ich sehr genieße, andererseits macht sich bei mir langsam Panik breit, denn wohin sich die unerledigte Arbeit stapelt, brauche ich euch nicht näher zu beschreiben. Der Plan, einfach nebenher ein bisschen zu arbeiten, ging gehörig in die Hose.

Trotzdem versuchen wir die letzten Ferientage so intensiv wie möglich zu genießen und gestern habe ich was ausprobiert, was schon lange auf meiner must-do-Liste stand: Straßenmalfarbe selbermachen!

16. Juli 2013

Tutorial Tuesday - Urlaubsmitbringsel selbermachen


Unser letzter Urlaub am Meer hat uns in einer Hinsicht wirklich überrascht: es gab keine einzige Muschel am Strand. Dabei sind wir leidenschaftliche Muschelsucher und die Taschen unserer Kinder sind nach jedem Strandspaziergang prall gefüllt.

In Dänemark am Strand gab es aber jede Menge Steine und da meine Kinder eine manische Sammelleidenschaft hegen, haben sie einfach begonnen Steine zu sammeln. Ähm ja. Der Steinhaufen vor unserem Ferienhaus wuchs mit jedem Tag und wir überlegten schon krampfhaft, was wir wohl zuhause mit all den Steinen anfangen sollten. Die Steine einfach in Dänemark zu vergessen, war leider keine akzeptable Option und hätte uns jede Menge Ärger der Oposition eingebracht.

Da ich im Urlaub ein wenig zeichnen wollte, hatte ich mein Mäppchen mit Stiften dabei und begann auf einen Stein zu malen. Meine Kids haben sich schnell anstecken lassen und so entstanden in kürzester Zeit lauter kleine Kunstwerke, mit denen wir die Daheimgebliebenen erfreuen konnten.

Vielleicht auch für euch und eure Kinder ein schönes Zeitverbringding, wenn es mal langweilig wird im Urlaub? Oder keine Muscheln am Strand zum Sammeln gibt?


11. Juni 2013

Tutorial Tuesday: Schrägband selbermachen oder wie produziere ich mal schnell 27 Meter Wimpelkette ohne ins Schwitzen zu geraten


Neulich feierte mein kleines Fräulein ihre Abschiedsparty zusammen mit den anderen Schulkindern-to-be und ihrer ganzen Kindergartengruppe. Wir „Abschieds“-Eltern hatten uns überlegt, was wir für die Gruppe organisieren könnten und das war auf Grund der lange anhaltenden Schlechtwetterphase bis vor ca. drei Wochen gar nicht so einfach. Da mein kleines Fräulein unbedingt ihre ganze Gruppe zu uns nach Hause einladen wollte (un-be-dingt!!), habe ich angeboten, die Party gleich zu uns zu verlegen. Die Kita ist quasi umme Ecke und die Knirpse sind alle schnell her gelaufen. Mit Erzieherinnen und Abschiedseltern waren das 24 Kinder und 10 Erwachsene. Ja, unser Garten ist groß.

In einem Anflug von chronischer Selbstüberschätzung dachte ich mir, dass ich ja für die Deko mal schnell ein paar Wimpelketten nähen könnte, das sieht bestimmt hübsch aus. Nachdem ich schon mit dem Wimpel zuschneiden begonnen hatte, überschlug ich mal so Pi mal Daumen, wie lange denn die Wimpleketten sein müssten, um all das zu dekorieren, was ich mir vorstellte. 50 Meter. 50 Meter!?

Eigentlich hätten mir für die 50 Meter (und was ich mir sonst noch so alles vorstellte) drei Tage gefehlt – obwohl mein Mann irgendwann mitleidig zur Zickzackschere griff um mir beim Wimpel ausschneiden zu helfen. Um Schrägband zu kaufen oder zu bestellen, war es schon zu spät, also musste ich auch das selbst machen. Geht aber easy peasy und wenn man ein bisschen Zeit hat, macht es sogar Spaß. Alles, was man dazu braucht, ist ein Lineal, einen Rollschneider, einen Schrägbandformer (meiner ist ein „18er“, d.h. er produziert ein 18 mm breites Schrägband) und ein Bügeleisen.

Es gibt sicherlich haufenweise Tutorials im Netz, aber ich erkläre denen, die es noch nicht gemacht haben, fix wie das geht.

Ihr benötigt dafür ein etwas größeres Stück Stoff. Ich wollte ja viel Schrägband produzieren und habe somit einen 0,5 Meter Mini Bizzi genommen. Praktisch an dem Muster ist auch, dass ich ohne lange zu messen immer 4 Kästchen breit meine Streifen schneiden konnte. Die waren dann 38 mm breit, ideal also für den Schrägbandformer.

Ich lasse immer an der ersten Ecke (links unten) ca. 25-30 cm Platz und beginne mit den diagonalen Streifen. So bleibt euch wirklich nicht viel Rest übrig und auch die kurzen Streifen lassen sich prima aneinander nähen.


Schneidet die Streifen immer diagonal, auch wenn es vermeintlich viel Stoff kostet. Das Schrägband lässt sich so mühelos auf um Kurven und Rundungen formen.


Die Streifen schneidet ihr an den Enden gerade ab. Nur der Anfang darf abgeschrägt bleiben – so lässt sich das Stoffband leichter in den Schrägbandformer einschieben.


Die Enden von zwei Streifen legt ihr Ecke auf Ecke rechts auf rechts aufeinander und näht an der gestrichelten Linie entlang. Die Spitze schneidet ihr ca. 5 mm zur Naht ab. Ich vernähe den Faden am Anfang und am Ende nicht, das kostet nur Zeit (und die war ja sowieso Mangelware). Da der Anfang und das Ende der Naht ohnehin innen liegen, wenn ihr das Schrägband vernäht, kann auch nichts aufgehen.

Wenn ihr alle Streifen aneinander genäht habt, bügelt ihr die Kanten auf der linken Seite auseinander.

Jetzt kommt das Origami-it's-Magic-Faltgerät zum Einsatz! Schiebt das abgeschrägte Ende des Bandes mit der linken Seite nach oben in den Schrägbandformer und zieht es an der schmalen Seite vorsichtig heraus. Die nun gefaltete Seite bügelt ihr ganz langsam, mit Druck und Bedacht – und schön auf die Finger aufpassen! – glatt. Ganz Wagemutige bügeln mit Dampf, aber davon würde ich Schrägband-Anfängern abraten. Ganz intuitiv hat man seine Finger zu nah am Bügeleisen. Ich spreche da aus Erfahrung...


Nun müsst ihr nur noch ein paar Wimpelchen hineinnähen und fertig ist das bunte Gute-Laune-Gebimmsel für Draußen oder Drinnen oder was auch immer ihr verschönern wollt. Vielleicht wolltet ihr euch aber mit dem Schrägband auch schon immer ein paar neue Topflappen nähen. Das war zumindest in der 5. Klasse meine erste Begegnung mit Schrägband. Meine waren auf einer Seite in gelben Vichykaro, auf der anderen Seite in Rot. Das Schrägband war langweilig weiß. Das geht jetzt viel hübscher!

Um nochmal die Kurve zur Abschiedsparty zu bekommen: nach 27 Metern habe ich aufgegeben. Den Rest haben wir mit 100 bunten Luftballons kompensiert, das sah auch toll aus. Die durfte dann mein Mann aufpumpen. Hat auch gar nicht lange gedauert...

Das Fest war wunderschön, das Wetter perfekt und alle waren glücklich. Wir haben gespielt, gegrillt, Kuchen gegessen und ich bin mir sicher, die Kids werden diesen schönen Tag noch lange in Erinnerung behalten. Und das bestimmt nicht nur wegen der Wimpelketten. Aber wir Selbermacher haben schon manchmal komische Ticks, oder?

17. Mai 2013

Schüttel dein Haar, Baby – Haarband-Tutorial

Ihr Mädchenmamas kennt es alle, das Dilemma. Die kleinen Prinzessinnen wollen langes wallendes Haar, aber bitte schön am besten nie kämmen (autsch, das ziept!) und wenn möglich immer offen tragen (wegen Punkt eins, wallend etc.). Die Folge davon sind Haare, an denen man problemlos wie ein spurensuchender Indianer ablesen kann, was es in der Kita (oder im Hort oder bei der Freundin) zu essen gab, die pausenlos ins Gesicht hängen und im Wind gerne mal so verknoten, dass das abendliche Kämmen zu einer waren Opernarie wird (aaaaaaaiiiiiiiiaaauuuuuu!).

Deshalb habe ich für mein kleines Fräulein neulich mal tief in die Restekiste gegriffen und ratzfatz in Massenproduktion – sonst ja eher nicht so mein Ding – ein paar von diesen Kopftuch-ähnlichen Haarweghaltedingern genäht. Wie nennt man die eigentlich wirklich? Egal, sie sind superpraktisch, ratzfatz genäht und obendrein ist es ein prima Resteverwertungsding.

Sie lassen sich aus Jerseyresten genauso gut nähen, wie aus gewebten Bauwollstoffen und man braucht keine Overlockmaschine dazu. Wenn ihr ein Haarband aus einem gewebten Baumwollstoff nähen wollt, solltet ihr den Gummi nicht zu eng bemesssen, denn der Stoff ist nicht elastisch wie bei Jersey oder Interlock.

Ihr braucht also:

• für das Kopfteil ein Rechteck von 40 x 22 cm, wahlweise kann die kürzere Seite auch kleiner sein, wenn euer Stoffrest nicht mehr hergibt

• für den Gummi-Schlauch ein Rechteck von 29 x 8 cm

• einen breiten Wäschegummi, ca. 14 cm lang

Bei beiden Rechtecken sind die Nahtzugaben schon mit eingerechnet.

Mein kleines Fräulein hat einen Kopfumfang von ca. 54 cm. Mit der Länge des Gummis könnt ihr den Kopfumfang gut regeln. Falls ihr für sehr kleine Kinder näht, würde ich auch an der Länge des Kopfteils ein wenig einsparen.

Zuerst werden die beiden langen Seiten des größeren Stoffstückes nach links umgebügelt und je nach vorhandener Nähmaschine mit einem Coverstich oder einem Geradstich abgesteppt. Wählt ihr einen Geradstich an der normalen Nähmaschine, solltet ihr die Kante zweimal einklappen, damit es keine offene Kante gibt.

Nun legt ihr das kleinere Stoffstück an der langen Seite rechts auf rechts, schließt die lange Naht und dreht den so entstandenen Schlauch auf rechts.

Als nächstes zieht ihr den Gummi mit einer Sicherheitsnadel in den Schlauch. Sobald der Gummi fast im Schlauch verschwunden ist, näht ihr den Rand mit einer geraden Naht zu. Nun zieht ihr den Gummi komplett durch und schließt auch das andere Ende mit einer Naht. Der Gummi wird in beiden Nähten mit eingefasst.



Nun kommt der Origami-Teil... vielleicht sieht es schwieriger aus als es ist. Wenn ihr aber einmal den Dreh raus habt, werdet ihr den Stoff im Schlaf falten. Allein deshalb ist es sinnvoll, gleich ein paar mehr von den Teilen zu nähen, dann könnt ihr eure Falttechnik gleich vertiefen.

Nehmt ein Ende des Gummischlauchs in die Hand mit der Naht nach rechts und beginnt bei der rosa Linie, das größere Stück Stoff mit den umgenähten Rändern an der kurzen Seite um das Ende des Gummis zu falten.

Falls euer Kopfteil etwas schmaler als 22 cm ist, wählt ihr am besten Variante B.


Wenn ihr fertig seid, steppt ihr alle Lagen mit der Nähmaschine mit einem Geradstich – ca. 1 cm von der Kante entfernt – fest.

Mit dem anderen Ende des Gummis bzw. des großen Stoffstücks verfahrt ihr ganz genauso – nur spiegelverkehrt.

Nun wird alles umgestülpt und das müsste ungefähr so aussehen (links: innen; rechts: außen):





Wie gesagt, hier die totale Massenproduktion. Wenn jetzt nicht für jedes Sommeroutfit das passende Band parat ist, weiß ich auch nicht...


Viel Spaß beim Nähen!

14. Mai 2013

Pimp your Gugl mit Cake Wheels (Tutorial)

Erinnert ihr euch? Ende letzten Jahres hatte ich bei Brigitte den Kreativ-Blog-Award mit meiner englischen Kissenparade gewonnen. Nun wird es in regelmäßigen Abständen kleine DIY-Projekte auf brigitte.de von mir geben. Das freut mich sehr! Das erste ist heute online und freut sich über Nachmacher!


Auf der Kaffeeklatsch-Beliebtheitsskala wurden große, feiste Torten schon längst von kleinen feinen Kuchen links überholt. Muffins und neuerdings auch Minigugls erobern jedes Kuchenbuffet – egal ob beim Kindergeburtstag oder bei einer Hochzeitsgala. Mit der passenden Deko wird so ein kleiner Kuchen zum echten Hingucker.

Meine gebastelten Cake Wheels sind quasi das Muffinfähnchen 2.0 und so kompatibel, dass sie sich flux im Nu zur universellen Deko für die Kaffeetafel umfunktionieren lassen.

Dazu braucht man:



• farbiges Origamipapier oder buntes Geschenkpapier im Format Din A4
• Nadel und Faden
• bunte Köpfe und/oder Kreise aus Papier und Pappe
• Lineal
• Schere/Cutter
• Heißklebepistole
• Zahnstocher
• doppelseitiges Klebeband oder Stylefix (z.B. von Farbenmix)
• Schleifenband (für die Serviettenhalter)

Aus einem Din A4-Bogen bekommt ihr 6 Cake Wheels.

So geht's:

Zuerst wird der Bogen Papier der Länge nach in zwei Hälften geschnitten (jeweils 105 x 291 mm). Einen Streifen faltet ihr dann an der schmalen Seite beginnend im Zickzack in möglichst gleichmäßige, ca. 4-5 mm breite Streifen





Ist der Streifen komplett durchgefaltet, wird er in der Hälfte aufgeklappt und drei ungefähr gleich große Teile geschnitten.


An einem Ende wird nun mit einer Nadel ein Loch gestochen. Nehmt am besten immer drei bis vier Falten, dann bleiben auch die Finger heil. Durch das Loch wird nun ein Bindfaden gezogen.





Auf eine der äußeren Flächen wird nun ein Stück doppelseitiges Klebeband geklebt. Am besten eignet sich dafür Stylefix.


Nun klebt ihr die zwei äußeren Seiten zusammen, und bindet die beiden Enden der Fäden zu einem Knoten, so dass ein Rad entsteht.


Auf die Mitte der Oberseite werden nun mit der Heißklebepistole bunte Knöpfe und/oder bunte Papierkreise geklebt. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wer keine bunte Knopfsammlung besitzt, kann sich zum Beispiel bei Limetrees bunte oder farbig sortierte Knopftüten bestellen.

Auf die Rückseite kann man nun noch mit der Heißklebepistole einen Zahnstocher in eine Papierfalte kleben.



Mit Cake Wheels lassen sich nicht nur kleine Kuchen pimpen sondern auch die Kaffeetafel aufhübschen. Klebt die bunten Papierrädchen einfach auf ein Schleifenband und bindet es um die Servietten. Mit einem kleinen, handgeschriebenen Label dran hast du dann zum Beispiel sogar ein Tischkärtchen und auch Tante Erna weiß, wo sie sitzen soll.


20. Dezember 2012

Auf ein (offenes) Wort.


Ich weiß gar nicht so genau, wie ich beginnen soll, ich bin nämlich nicht besonders gut in Schmäh-Postings. Ich versuche es...

Vor einigen Tagen wiesen mich ein paar sehr aufmerksame Leser meines Blogs darauf hin, dass es wohl nicht alle Leute so genau nehmen mit meinen selbst aufgestellten Regeln der Fairness und des guten Tons. Und die das Netz für einen kostenlosen Mitnahmemarkt der Ideen halten.

Diese – zum Glück sehr seltenen – Exemplare scheren sich leider einen feuchten Kehricht (so sagte meine Mum immer) darum, dass von mir kostenlos angebotene Schnittmuster und Fotoanleitungen ausschließlich zum privaten Gebrauch bestimmt sind und dass Fotos so lange mein Eigentum bleiben, bis ich etwas Gegenteiliges schriftlich gestatte. Und die dann auch noch persönlichen Profit aus meinen Anleitungen ziehen wollen, indem sie meine Texte, Bilder und Schnittmuster unverändert zu einem E-Book umstricken und für lächerliches Geld in ihrem Online-Shop anbieten. Bäh!

Dass ich das weit entfernt von lustig finde, könnt ihr euch sicherlich denken. Entsprechend scharf ist meine Weihnachtspost in diesem Jahr ausgefallen. Genau genommen habe ich das Schreiben meinem Anwalt überlassen.

Eine gute Seite hat der ganze Ärger in der Vorweihnachtszeit jedoch trotzdem für mich: Ich habe gemerkt, dass es unter meinen Lesern (die ich zu 99,9% für aufrichtige und rechtschaffene Menschen halte und die wissen wie man sich benimmt, wenn man etwas geschenkt bekommt) viele wachsame Augen gibt. Und das gibt mir die Gewissheit, dass alles was gegen den guten Ton verstößt (Ideenklau, Bilderklau, üble Nachrede etc.) doch irgendwann auffliegt, weil es euch gibt!

Natürlich ist es für mich ein doofes Gefühl wenn so etwas passiert. Schließlich gebe ich mir viel Mühe mit meinen kostenlosen Schnittmustern oder DIY-Anleitungen. Das „Ausdenken“, Ausprobieren, Dokumentieren und Schreiben kostet mich viel Zeit. Und die schenke ich euch. Und damit das auch in Zukunft so bleiben kann, kann ich nur an meine Leser appellieren: haltet eure Augen offen und schreibt mir gern eine Nachricht, wenn ihr der Meinung seid, dass es nicht mit rechten Dingen zu geht. Scheut euch nicht, ihr belästigt mich damit nicht! Und ihr tut auch nichts Unrechtes oder „petzt“.

Ich möchte euch gern weiterhin ab und zu ein Geschenk machen, denn ich freue mich über euer sagenhaftes Feedback zu meinen Stoffen und zu meinen wie-auch-immer-gearteten Postings. Das hält diesen Blog am Leben und lässt ihn sich weiterentwickeln.

Für die anderen, die das nicht so sehen, habe ich nur Verachtung übrig. Und noch eine kleine Nachricht: Zieht euch warm an, mit Frau Hahaell ist in solchen Dingen nicht zu spaßen! Auch wenn sie sonst recht lustig ist, besonders kurz vor Weihnachten (stay tuned...!).

17. Dezember 2012

Vorgeknöpft – weihnachtliches DIY


Als mich Patricia von Hochzeitswahn fragte, ob ich bei ihrem DIY-Adventskalender mitmachen wollte, hatte ich zuerst was ganz anderes im Sinn. Dann wühlte ich mal wieder gedankenverloren in meiner bunten Knopf-Suppe, in die ich im Moment dauerverliebt bin, und es war klar: das ist das Weihnachten der Knöpfe!

Auf Pinterest gibt es jede Menge Idee mit Knöpfen, dort habe ich auch Weihnachtskarten mit Glaskugeln aus Knöpfen gesehen. Da ich für die liebe Familie noch Geschenkanhänger basteln wollte, habe ich die Knöpfe auf Pappanhänger geklebt. Die Aufhänger und Fäden zeichnet ihr am besten vorher mit einem schwarzen Fineliner auf die Etiketten.

Blanko-Anhänger aus Papier oder Pappe gibt es z.B. bei Peppauf oder bei Dawanda. Ich habe meine von Kado, aber da muss man eine ganze Menge abnehmen.

Wunderschöne bunte Knopftüten bekommt ihr bei Limetrees.


Aus einfachen weißen Knöpfen lassen sich kleine Schneemänner zaubern. Mit neonfarbenem Schleifchen ein winterlicher Hingucker.


Oder ihr verschönert eure Geschenktütchen oder Weihnachtskarten mit einem Tannenkranz aus grünem Knopfringelreihen. Alles easy-peasy Pimpereien ohne viel Zeit- und Materialaufwand!


Ach, was man mit Knöpfen schönes zaubern kann...

Auf hochzeitswahn.de öffnet sich zur Zeit jeden Tag ein Türchen mit einer Selbermach-Idee. Überhaupt ist dieser Blog auf jeden Fall einen Klick (oder auch mehrere) wert, denn er ist eine wundervolle und inspirierende Sammlung für alle Hochzeits-Fans!

27. Oktober 2012

Cool Stuff for warm Ears – Tutorial


So langsam arbeite ich mich durch die liegengebliebenen Stapel. Drei mickrige Tage Migräne und ein paar gleich darauf folgende Krankheiten haben mich gefühlt um Wochen zurückgeworfen. Aber mühsam nährt sich das Eichhörnchen, das geht ja nicht nur mir so.

Ein Punkt auf meiner Liste war ein Tutorial für eine Mütze, die ich unbedingt aus Cool Stuff nähen wollte. Das Schnittmuster hab ich irgendwann mal in den unendlichen Weiten des WWW gefunden. Den Link dafür habe ich leider nicht mehr. Leider hat es sich als ziemlich unbrauchbar erwiesen, da die Teile einfach nicht zueinander gepasst haben, die Ohrenklappen eher auf den Backen saßen und zusätzlich als Sichtschutz dienten. Ob das wohl so gewollt war? Ich habe kurzerhand so lange getüftelt, bis ich fand, dass es auch für euch gut genug ist.

Leider habe ich von Schnittmuster gradieren überhaupt keine Ahnung. Ich habe solange getestet und probiert, bis ich zwei passende Größen ausgetüftelt habe. Die größere Größe passt sowohl mir (aber ich habe auch einen Schrumpfkopf mit 56 cm Umfang) als auch dem kleinen Fräulein (54 cm). Ihr aber eher reichlich. Die kleinere Größe passt vermutlich Kindern zwischen 2,5 und 4 Jahren – zwischen reichlich und gut.

Schon in meiner kleinen Ankündigung auf Facebook kam gleich die Frage auf, ob man denn eine Mütze einfach mit Teddyplüsch füttern könne, denn der sei ja nicht elastisch. Wie ihr seht – man kann! Es gibt nicht kuscheligeres und warmes auf den Ohren, wenn einem der kalte Spätoktoberwind um die Ohren pfeift. Die Mütze muss nur groß genug sein, wenn ihr sie mit Plüsch füttert. Solltet ihr euch für Fleece, Nicki oder ein noch dünneres Futtermaterial entscheiden, solltet ihr die Mütze eine Nummer kleiner nähen oder das Schnittmuster kleiner ausdrucken. Auch für andere Schnittmuster gilt bei Futter aus Teddyplüsch: lieber zwei Nummern größer zuschneiden!

Mein Teddyplüsch-Futter habe ich von hier (da gibt es auch die Cool Stuff-Stoffe).

So, los geht's!

1. Druckt das Schnittmuster aus (hier downloaden!), klebt es an der Klebekante zusammen und schneidet die Teile in der entsprechenden Größe mit zusätzlich 5-7mm Nahtzugabe zu. Steckt von den kleinen Dinozacken jeweils zwei rechts auf rechts aufeinander und oben drauf noch eine Lage Volumenvlies. Man muss die Zacken natürlich nicht füttern, aber so bleiben sie schön stehen. Die Zacken werden an den langen Seiten zusammen genäht, unten bleibt eine Wendeöffnung.

Ich habe übrigens die ganze Mütze mit Geradstich genäht. Eine Overlocknaht ist nicht notwendig, da sich der Sweat beim Nähen nicht verzieht, alle Nähte innen liegen und so auch nicht versäubert werden müssen.

2. Nun werden die Zacken gewendet und die Spitzen ausgeformt.

Von den oberen vier Teilen näht ihr jeweils 2 rechts auf rechts an einer Seite aneinander. Dann klappt ihr beide auseinander, legt nun die vier Teile rechts auf rechts aufeinander und schließt auf einer Seite die Naht von unten ca. 2 cm (siehe rote Markierung links, Bild 2).


3. Nun legt ihr den unteren Mützenstreifen rechts auf rechts auf den oberen Teil und schließt mit einer Naht.

4. Die Mütze wird rechts auf rechts zusammengeklappt und die Zacken mit der Wendeöffnung bündig zur oberen Kante zwischen die beiden Oberstoffe gelegt und festgesteckt. Ich habe mit der 3. Zacke von rechts (Bild 4: rechts = vorne, links = hinten) begonnen und diese mittig auf die obere Naht gelegt. Rechts davon folgen bündig zwei Zacken, links davon die restlichen drei. Jetzt wird die Scheitelnaht geschlossen.


5. Da in den Futterstoff keine Zacken eingefasst werden müssen, könnt ihr nun erst die oberen vier Teile vom Futter zusammen nähen – erst jeweils zwei rechts auf rechts (wie oben), dann beide Hälften aufeinander, oben eine Wendeöffnung offenlassen! Dann wird am unteren Teil die rückwärtige Naht geschlossen, beide Teile rechts auf rechts ineinander gesteckt und die Naht außen herum geschlossen.

Falls ihr noch ein Label auf den unteren Streifen aufnähen wollt (siehe Bild Nr. 7), ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür!

6. Nun steckt ihr beide Mützenteile rechts auf rechts ineinander und schließt die untere Kante mit einer kanppkantigen Naht. Jetzt könnt ihr die Mütze durch die Wendeöffnung wenden, alle Kanten schön ausformen und die Wendeöffnung verschließen.


Tadaa, fertig ist die Dinomütze! Natürlich könnt ihr die Zacken auch weglassen, oder für Mädchen statt der Zacken eine dicke Bommel oben befestigen. Für Mädchen finde ich aber auch diesen Schnitt sehr schön. Falls ihr den mit Teddyplüschfutter nähen wollt, denkt daran – lieber etwas größer nähen!



Für meine zwei Dino-Modells habe ich noch jeweils einen passenden Wende-Schlupf-Schal genäht. Eine passende Anleitung dafür wird es bei Martina am kommenden Dienstag geben.



Bitte verwendet das Schnittmuster wie immer nur für den privaten Gebrauch!

Viel Spaß beim Nähen!

10. August 2012

Kleines Kragenlatein – 3. Teil


Nachdem sich mein erstes Halsbündchen-Tutorial und auch die Ergänzung dazu ungebrochener Beliebtheit erfreut, habe ich heute ein weiteres für euch!

Schon lange schiele ich auf diese hübschen, schmalen Halsbündchen, wie sie z.B. an Småfolk-T-Shirts zu finden sind. Oder auch an Babybodys, Mädchenshirts vom Klamottenschweden, etc.. Ich dachte immer, sowas kann man nur mit einer schicken Covermaschine, die entweder einen elastischen Geradstich oder zumindest einen sehr schmalen Zweireiher nähen kann. Also nicht, dass ich nicht eine schicke (Kombi-)Cover-Maschine besitzen würde, die sowas beherrscht. Theoretisch zumindest. Oder besser gesagt, sie beherrscht es nur theoretisch. Praktisch allenfalls auf hübsch geraden, allenfalls zweilagigen Musterstückchen. Aber sobald es an den Kragen geht, näht sie nur noch Mist. Blöde Zicke.

5. Juni 2012

Cold Summer – Hot Pants {Tutorial}

Edit: das kostenlose Schnittmuster für die Frottee Pants gibt es hier zum Download:
Größe 110/116 – Größe 122/128

Pfff, dann nähen wir uns halt den Sommer schön, oder? Was stören mich 15°C im Juni, wenn ich drinnen endlich das nähen kann, wofür ich mir immer eigenen Frottee gewünscht habe? Und wenn die Sonne etwas Besseres vor hat in diesem Jahr, dann drehen wir eben die Heizung auf, hören Like ice in the sunshine und tanzen den Hula.

Damit ihr auch mittanzen könnt, habe ich mal wieder ein kleines Tutorial für euch geschrieben.

Kurz vorweg: den Schnitt für das heiße H*schen (den ihr euch hier runterladen könnt), gibt es nur in Größe 110/116. Da ich keine Schnittdirectrice bin, kann ich selbstgemachte Schnitte nicht selbst gradieren und mal ganz ehrlich... ist ja umsonst, neech? Trotzdem habe ich einen Tipp für euch: für kleinere Größen lässt man die Nahtzugabe weg, kürz ggf. die Länge (was aber bei einer kurzen Hose sozusagen Jacke wie Hose ist) und macht das Bündchen einfach etwas enger. Für größere Größen sollte man alle Seiten mit Nahtzugabe zuschneiden und die Hose ggf. nach oben hin etwas verlängern, damit die Schrittnaht länger wird und die Hose nicht kneift. Traut euch einfach, Schnitte selber machen oder verändern ist gar nicht so schwer. Vielleicht findet ihr ja ein Höschen, dass eurem Kind gut passt und ihr vergleicht einfach die Maße miteinander.

Grundlage für diesen Schnitt war übrigens eine lange Turnhose aus einer alten Ottobre (1/2008). Die war allerdings ohne Taschen.

Außerdem: da das Schnittmuster für umme ist, bitte ich euch, es nur für den privaten Gebrauch zu verwenden. Also nicht in die Serienproduktion gehen und damit reich werden, ok?


Weil ich es mir selten leicht mache, zeige ich euch gleich mal die Anleitung für ein Modell mit Taschen. Wer keine Taschen braucht/will, kann sie einfach weglassen und die Schnittteile ohne Taschen zuschneiden.

Los geht's!

1. Druckt das Schnittmuster aus, klebt die Teile für das rückwärtige Hosenteil aneinander und schneidet vorderes, hinteres Hosenteil (und die Taschen) je 2x gegengleich aus.

Außerdem schneidet ihr aus Strickbündchen einen langen Streifen als Einfassband, 25 mm hoch. Ich nehme immer das Bündchen von Michas, das ist 150 cm breit und ein Streifen über die ganze Breite reicht für beide Hosenbeine.

Dazu schneidet ihr noch einen Streifen für den Bund (Länge je nach gewünschter Weite, Höhe 13 cm) und zwei Streifen für die Tascheneingriffe, je 12 x 4,5 cm. Eventuelle Nahtzugaben sind schon enthalten.


2. Die Streifen für die Tascheneingriffe faltet ihr einmal der Länge nach links auf links und heftet sie an die Taschenausschnitte. Beim Festnähen solltet ihr beachten, dass ihr am Anfang und am Ende das Bündchen nicht so stark, in der Rundung dafür ganz doll dehnt. Dann liegt es auch schön flach, wenn ihr fertig seid.


3. Nun werden die Taschen versäubert, rechts auf links von hinten auf die vorderen Hosenteile gelegt und festgesteckt.

Wer einen schicken Flatlockstich an seiner Covermaschine hat, näht die Taschen von vorne fest. Wer so einen Luxus nicht besitzt oder eine Nähmaschine, die mit einem solchen Stich zwar prahlt, sich aber weigert, ihn zu nähen (so wie meine Diva...), benutzt einfach einen dreifädigen Coverstich oder die Zwillingsnadel an der Nähmaschine und näht die Taschen von hinten fest. Immer schön mit Gefühl, dann wellt sich auch nichts.

Gerne können nun die überlappenden Stellen von vorderem Hosenteil und Tasche knapp am Rand entlang mit Geradstich fixiert werden, dann verschiebt sich später bei Zusammennähen nichts.


4. Nun werden zuerst jeweils das vordere und das hintere Hosenteil an der inneren Beinnaht rechts auf rechts gelegt und zusammen genäht. Dann bügelt ihr den Einfassstreifen aus Bündchenstoff einmal der Länge nach auf die Hälfte und heftet sie an den äußeren Rand des Vorderteils und näht den Streifen knappkantig um beide Teile.

Ich habe den Bündchenstoff nicht eingeklappt wie ein Schrägband, da Strickstoffe nicht ausfransen beim Waschen. Wer das aber gern tun möchte, sollte statt Bündchenstoff lieber Jersey verwenden, diesen einfach doppelt so hoch (knapp 5cm) zuschneiden und wie ein Schrägband bügeln.

Beim hinteren Hosenteil könnt ihr auf ca. 5-6 cm über der Rundung enden. Denn dieser Teil verschwindet beim Zusammennähen unter dem vorderen Hosenteil.


5. Jetzt schließt ihr das Hosenbein, in dem ihr die äußere Kante des Vorderteils über die äußere Kante des Hinterteils legt – gerade so viel, wie die Einfassung breit ist. Dann näht ihr zuerst auf der bereits vorhandenen Naht antlang die beiden Teile zusammen, ungefähr bis auf die Höhe der Taschennaht. Dann ein paar Stiche quer rüber und auf der anderen Seite des Einfassstreifens knappkantig wieder nach oben.

Jetzt seid ihr schon fast fertig (Heizung schon mal anmachen und Eiswürfel ins Eisfach legen!).


6. Den Bundstreifen näht ihr an den schmalen Kanten zum Ring, faltet ihn der Länge nach links auf links und markiert jedes Viertel mit Nadeln oder einem Magic Marker. Wer mag, näht vorne mittig noch zwei Knopflöcher.

Die Bündchennaht lege ich übrigens immer an die linke Seitennaht! Hinten geht gar nicht, finde ich. Weder beim Halsbündchen noch beim „Hüftbündchen“ an Oberteilen noch bei Hosen mit elastischem Bund. Vermutlich ist das Geschmacksache, aber ich habe schon sooft bei selbstgenähten Shirts oder Hosen von hinten verwundert auf eine Naht geschaut, die an dieser Stelle einfach stört. Linke Seite, ok ;)?

Nun dreht ihr die Hose auf links, steckt von oben den Bündchenstreifen rechts auf rechts in die Öffnung und näht den Bund so einmal fest. Nun werden die Knopflöcher aufgeschnitten, die Kordel eingefädelt und die Musik angemacht!




Auch sehr schicki: neonfarbene Schnürsenkel! Die habe ich neulich mal gekauft – bekommt man jetzt überall – und sie haben in keinen Schuh gepasst, weil zu kurz. Weil, ja weil sie für ein heißes H*schen bestimmt waren!

Übrigens nähe ich Kordeln oder Bänder in Hosen- oder Rockbündchen hinten in der Mitte immer mit ein paar Stichen fest. Oder habt ihr Lust, ständig von der Waschmaschine oder von Nachwuchs unachtsam rausgezogene Bänder wieder einzufädeln? Also, ich ja nicht so...



Den Klee-Frottee gibt es übrigens hier, den Daisy Frottee gibt es im Moment leider nur in Dunkelblau (wird aber nachproduziert) und die Frottee-Dots gibt es – hoffentlich hoffentlich hoffentlich – ab nächstem Wochenende in noch drei weiteren sommerlichen Knallfarben! Dafür gibt es aber die Maxi Dots Jerseys gerade in allen Farben außer Blau und Schwarz.

So, wem jetzt noch nicht heiß ist, sollte sich vielleicht doch besser eine Mütze stricken oder eine Reise in den sonnigen Süden buchen. Ich für meinen Teil vernähe lieber weiter Frottee...

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