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11. Dezember 2009

Brighten up your Regentag

Kenne Sie das? Manche Dinge, die man schon längst vergessen hat, kommen genau im richtigen Moment. So wie die Hunter Wellies in Gloss Lava für mich und für das kleine Ding in habichvergessen-Lila.

Schon vor einer ganzen Weile fragte mich eine Freundin, ob ich nicht mitbestellen wollte, sie hätte da eine Quelle, da wären sie viel günstiger hüstel und überhaupt wollte sie die schon immer haben. Und ich doch auch, oder? Ja, schon... aber. Die Farben waren so bestechend, von Weihnachten und schlecht Wetter noch keine Rede. Und jetzt, Wochen später, mitten im schlimmsten Schmuddelwetter, Regen ohne Pause, kaum Tageslicht, erhellen plötzlich ein paar Glossy Lava Gummistiefel mein Gemüt. Ist das nicht wunderbar? (Das ich dafür im Moment überhaupt kein Geld habe, weil ich schon alle Weihnachtsgeschenke besorgt habe, lasse ich jetzt einfach mal weg.)

Und weil dies so was wie eine Konsum-Beichte ist, verrate ich Ihnen noch, dass vor ein paar Tagen schon diese knallroten Sneakers in meine Einkaufstüte gesprungen sind – als persönliches Weihnachtsgeschenk sozusagen. Es gibt nämlich diesen Laden in der Schanze, der gerade ALLES für die Hälfte vertickert. Bis Weihnachten und nicht nur für große Mädchen sondern auch für große Jungs. Toll was?

10. Dezember 2009

Schön, schöner, Zippertäschchen

Wer hätte gedacht, dass das so einen Spaß macht. Aber eigene Stoffe vernähen macht einfach uuuunglaublich viel Spaß!

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Hier noch ein kleiner Tipp völlig offtopic: Heute schließt in der Schanze das Catwalk Café. Bis 18 Uhr wird das ganze Mobiliar vertickert. Wer also eine Kaffeemaschine, Besteck... oder auch ein Nierentischchen oder 60er Jahre Sessel kaufen möchte, dem empfehle ich dringend, in die Weidenallee 10B zu gehen. Da das Café ziemlich versteckt im Hinterhof liegt (wahrscheinlich auch der Grund warum es zumacht), hält sich der Andrang vermutlich in Grenzen.

7. Dezember 2009

Ach du heilige Scheiße!

Samstag und Sonntag gab es wieder allerhand Handgemachtes, Schönes, Kurioses und Dinge, die die Welt nicht braucht, beim Holy Shit Shopping in Hamburg zu kaufen. Leider habe ich mir eingebildet, zwei Stunden würden für einen ausführlichen Einkaufsbummel im alten Gaswerk in Bahrenfeld reichen und war sehr enttäuscht, dass ich bis 22 Uhr nicht alle Stände geschafft habe. Irgendwie habe ich das Gefühl, echt was verpasst zu haben. In den zwei Stunden sind aber allerhand wundervolle Dinge in meiner Tasche verschwunden – hier nur eine kleine Auswahl. Vor allem habe ich mich selbst beschenkt, das muss auch mal sein.

Und täglich grüßt Bubi (oder Joschi, wie unser erster Piepmatz hieß als wir noch Kinder waren) auf kitschig geblümten Resopal mit einem schlauen Spruch vom klassischen Abreißkalender. Der hat schon in der Küche seinen Platz gefunden.

Dieses wundervolle und ebenso kitschige Plastiktäschchen musste ich unbedingt haben, obwohl ich keine Ahnung habe, was ich damit machen werde. Vielleicht als Badetasche? Oder als Zeitungsablage in der Toilette? Im Moment schmückt sie dekorativ unseren Spiegel im Flur (den übrigens nie jemand aufgehängt hat und man sich deshalb immer nur kopflos sieht).

Noch Fragen? Ich bin ja schließlich kein Hotel, oder? Das Frühstücksbrettchen ist von Sticky Jam, wo es übrigens noch jede Menge andere mehr oder weniger geistreiche Sprüche als Postkarte, Mousepad, Kühlschrankmagnet oder Frühstücksbrettchen gab. Mein Favorit (aber leider nicht gekauft): Der frühe Vogel kann mich mal.

Ein Glücksbringer von der Ahoimeise – ich weiß auch schon, wer das bekommt.

Das Schönste aller Dinge habe ich nicht beim HSS gekauft, aber voller Stolz dorthin ausgeführt: meine neue Tauschtasche von der wunderbaren Frau Fijn. Dieses ist mein erster Tausch und ich bin hin und weg, was für ein Schätzchen ich da tauschen durfte. Die Tasche ist super akurat genäht, geräumig mit Innentaschen (sogar mit Reißverschluss), außen edel grau und innen frech froschgrün. Dazu gab es ein Glas von der leckeren Feigenmarmelade. Hach, ich schick noch mal einen extra Küsschen nach Wiesbaden!

Zum Schluss noch was, womit Sie sich selbst beschenken lassen können: hier gibt es bis zum 14. Dezember eine coole Heldentasche zu gewinnen!

27. November 2009

Morgen, Kinder, wird's was geben,...

... morgen werden wir uns freu'n:

Endlich: Frau Tulpe eröffnet morgen ihren Laden in Hamburg-Altona. Grand Opening in der Großen Bergstraße 213!

27. Oktober 2009

Ich mal mir ein Monster.

Kürzlich habe ich es endlich mal geschafft, den Shop von Urban Outfitters in Hamburg am Gänsemarkt zu besuchen. Nach dem ich nicht so häufig in der City bin, hatte ich den nie so auf dem Plan, kenne ihn aber aus London und war neugierig, ob es bei uns die gleichen abgedrehten Sachen gibt. Gibt es. Wer also ein bisschen London-Feeling oder ein abgedrehtes Weihnachtsgeschenk sucht, ist hier genau richtig.

Ich konnte nicht an einem Buch mit Stoffmustern vorbeigehen, dass sich im Nachhinein aber als ziemlich enttäuschend erwiesen hat. Man soll einfach nicht in Eile shoppen. In meiner Einkaufstüte ist außerdem – neben anderem Schnickeldi – ein Satz T-Shirt Marker gelandet. Den musste ich zu Hause mit Zähnen und Klauen gegen den Nachwuchs verteidigen, der aber gar niemals nicht verstehen konnte, warum Mami sich Filzstifte kauft und die lieben Kleinen dann nicht mal damit malen dürften. Tsetsetse.

Während sich das kleine Volk im Kindergarten tummelt, habe ich heute – heimlich sozusagen – die Packung geknackt und hatte jede Menge Spaß. Auf ein paar Stoffresten haben sich wilde Kerle und fürchterliche Piraten niedergelassen. Sie wissen ja, ich mache keine Piraten. Nur ausnahmsweise.

Ich fürchte die nachtleuchtenden Schreiberlinge muss ich mir auch noch holen. Und wie guuut, dass Frau Farbenmix den ultimativen Fülltipp gegeben hat: GOSA Slån Kissen vom großen Schweden, günstiger bekommt Seeräuberopa Fabian keinen runden Bauch!

30. Juli 2009

Für rauhe Sommerwinde

Nach den schwülen 31° gestern wehte heute im Norden eine steife Brise. Es war nicht wirklich kühl, obwohl sich Hoch Helga so elegant verabschiedet hat, aber die Bäume in unserem Garten haben sich im Wind gebogen. Dazu ein paar kräftige „Land unter“-Schauer und mir war nach einer warmen Suppe.

Dass es eine Zucchinisuppe werden würde, brauche ich nicht zu erwähnen, oder? Die Rezepte in den einschlägigen Kochforen haben mich allerdings nicht vom Hocker gerissen. Hier also meine Version: eine groooße Zucchini und zwei Kartoffeln waschen bzw. schälen und würfeln (die Kartoffeln sehr klein würfeln, dann werden sie schneller weich). Zwei Knoblauchzehen klein hacken. Zuerst den Knoblauch, dann auch Zucchini und Kartoffeln in einem Topf in etwas Sonnenblumenöl andünsten, mit ca. 300 ml Gemüsebrühe aufgießen und auf niedriger Flamme köcheln lassen. Wenn Zucchini und Kartoffeln weich sind, Suppe mit einem Zauberstab pürieren. Mit ein bis zwei Teelöffeln Curry würzen, dazu frisch gepressten Zitronensaft von ca. einer kleinen Zitrone, den obligatorischen Esslöffel Schmand unterrühren und mit in Butter gebackenen Schwarzbrotwürfeln und Kresse servieren. Lääääcker!

Übrigens bin ich ein Freund von guten Kochzutaten! Nicht nur, dass ich gern auf dem Wochenmarkt regionale Produkte kaufe, am Liebsten auch noch bio, falls erschwinglich. Aber ich finde auch, dass es einen enormen Unterschied macht, ob man ein günstiges oder hochwertiges Öl verwendet oder mit welchen Gewürze man seinen Gerichten die Krone aufsetzt (oder das Papphütchen). Als wir noch in Eppendorf gewohnt haben, habe ich mich regelmäßig bei Viola's eingedeckt – ein Mekka für Feinschmecker. Außerdem gibt es bei uns beispielsweise nur frisch gemahlenen Pfeffer oder Zitrone frisch gepresst. Konzentrat schmeckt nicht nach Zitrone und hat auch nur entfernt was mit Zitronensaft zu tun. Für die Suppe habe ich mich für den Orangencurry entschieden. Er ist mit Orangenschalen und sehr mild – passend für die gurkenverwandten Zucchini. Guten Appetit!

7. Juni 2009

Ich kauf mir was (2)

Heute noch mal  Flohmarkt und – wie Jule in ihrem Kommentar schon anmerkte – größer konnte der Kontrast wirklich nicht sein. Der Suburbia-Gesangsverein (Durchschnittsalter ca. 75 Jahre) schmetterte ein paar sommerliche Weisen bei Wind und Nieselregen, danach kam bayerische Blasmusik vom Band. Es gab Popcorn für lau (Wie, das kostet nichts!?) und Glücksrad mit der Hamburger V.olksbank. Das Angebot war bunt, echte Keller-Klassiker, 80er Blümchentischdecken und Gruselkeramik.

Für das kleine Kindlein habe ich eine nigel-nagel-neue Hasi & Mausi Winterjacke für vier Euro gekauft. Die hat ihr so gut gefallen, dass sie sie bei milden 15°C unbedingt anziehen musste und nicht mehr ausziehen wollte. Außerdem habe ich Pixibücher für 30 Cent und eine „Petterson und Findus“ Kassette für 90 Cent gekauft. Und so weiter, cheap and cheerful eben aber keine sensationellen Funde.

Später am Nachmittag  haben wir noch einen Ausflug ins Grüne gemacht, neue Grünflächen erkundet, unzählige Schnecken begutachtet und Hollerblüten gesammelt. Denn endlich ist wieder die Zeit gekommen...

6. Juni 2009

Ich kauf mir was.

Wo das Geld wohnt. Nirgendwo wird einem diese Tatsache so bewusst vor Augen geführt, wie auf Flohmärkten in sogenannten besseren Lagen. Unglaublich, was da so auf den Tapeziertischen steht und auf den zahllosen Kleiderständern hängt. Für Schnäppchenjäger ist das natürlich ein spannendes Pflaster, denn Frau Gucc.i und Herr Ralph L.auren sind froh, ihren Plunder los zu werden und wieder Platz im Kleiderschrank/Keller/Dachboden zu haben. Die Preise sind eher moderat.

Frau Hamburger Liebe hat heute mal frei bekommen und durfte ganz alleine nach E-dorf fahren, mit ein bisschen Barem in der Tasche und großer Lust auf Schnäppchenjagen. Es war kalt, bunt und schrill, es gab kuriose Dinge (wie den Schweinchenaschenbecher), jede Menge Secondhand Haute Couture für groß und klein, vergoldete Stehrumchen, teure Geschmacksverirrungen und viel zu viele Menschen.

Ich dachte, die Party wäre schon fast gelaufen, als ich erst um 11 Uhr aus dem nigelnagelneuen Parkhaus  unter dem Ex-Karstadt-Platz Eppendorfer Boden betrat, aber der gemeine Eppendorfer trinkt samstags morgens erst mal in Ruhe seinen Cafe Latte, bevor er sich anschickt, den Inhalt seiner Kisten auszubreiten. Gleich ganz am Anfang bin ich bei einer typischen Mutti hängen geblieben, der bei jeder Preisauskunft beinahe die Tränen gekommen wären, weil das gute Stück ja soooo teuer war und es die Lillyf.ee-Tochter nur eeiiiinmal anhatte, weil sie viiiel lieber rosa trägt/sooo schnell rausgewachsen war/sooo viele andere Sachen im Schrank hatte. Gut für mich.

Obwohl ich dieses reizende Tütü-Kostüm für schmales Geld erworben habe, war mir klar, dass mein kleines Ding keine Lillyf.ee ist und entsprechend hat sie meine Trophäe zu Hause ignoriert. Aber vielleicht kommt das ja noch, es schadet ja kaum, wenn man auch Rüschchentütüs im Schrank hat.

Bei der Jacke war das anders. Für eine Flohmarktjacke habe ich vergleichsweise viel Geld gelassen. Stolze zwanzig Steine. Aaaaber! Ich musste die einfach haben. Ich weiß wo sie her ist. Und ich sehe mich noch heute vor dem Schaufenster stehen, die Jacke bewundern und mich fragen, wie bekloppt man eigentlich sein muss, um seinem Kleinkind eine Jacke für zweihundertneununddreißig (!) Euro zu kaufen. Ich weiß nicht, ob die Dame, der ich das gute Stück abgekauft habe, wirklich bekloppt war. Zumindest hat sie wohl ein ziemlich entspanntes Budget. Denn auch sie musste die Jacke unbedingt haben, obwohl sie ihrer Tochter wohl schon fast zu klein war. Und – ha! Dieses Kunstwerk ist wie gemacht für meinen kleinen Rebell. Passt ihr wie auf den Leib geschnitten und das bunte Zeugs da drauf findet sie prima. Alle glücklich.

Mein Favorit ist der Superheld, den ich einem Herrn fortgeschrittenen Alters für kleines Geld abgekauft habe. Der mir stolz erzählte, wie er den damals aus Amerika mitgebracht hat und ihn alle beneidet haben. Wann das genau war konnte er nicht mehr genau sagen, aber Superman ist wie sein ehemaliger Besitzer auch schon etwas in die Jahre gekommen. Seine Frau war jedenfalls froh, dass der Staubfänger endlich wegkommt.

Dann gibt es auch noch Menschen, die es zwar toll finden, Balast loszuwerden, Flohmarkt aber doof finden und ihren Kram dann einfach auf die Straße stellen mit einem Zettel dran. Zum Mitnehmen. So bin ich zufällig über ein paar Kartons mit Büchern, Bildbänden und Romanen gestolpert, in denen ich unter anderem einen echten Schatz gefunden habe. Ein umfassendes Typografie-Verzeichnis, ein dicker Wälzer mit unzähligen Schriftarten und -schnitten, Beispielen und Suchoptionen. Für lau. Hach, Flohmarkt kann so schön sein.

Morgen gibt's in Suburbia einen Flohmarkt. Ich bin gespannt, was ich da so finden werde.

20. Januar 2009

Kleiner Tipp am Rande

Freitag und Samstag findet in der Bismarckstraße (Ecke Mansteinstraße, Nummer hab ich vergessen) ein Lagerverkauf von meinem absoluten Nr.1-Lieblings-Kinderklamottenladen statt. Beginn am Freitag ist 11 Uhr.

Der Laden in der Hegestraße ist auf alle Fälle auch immer einen Besuch wert, lasst euch nicht von dem eher müden Internetauftritt abschrecken. Kim hat eigentlich angefangen, Kindermöbel liebevoll zu bemalen und nebenbei noch ein paar Klamotten von skandinavischen Marken zu vertickern. Mittlerweile hat sie aber eine sehr ausgesuchte Kollektion von Molo, Kik-Kid, Katvig, Smafolk, IdaT.dk etc. Ich könnte mich da immer arm kaufen.

Die Sachen sind für „kleinere“ Kinder bis ca. 5 Jahre (würde ich mal grob schätzen).

Von lebenden Büchern und schlimmen Kellnern

Hatte ich schon mal erwähnt, das ich ein absoluter Fan von Popup-Büchern bin? Nein?

Also, ich liebe diese Bücher, aus deren Seiten wundervolle, dreidimensionale Welten entstehen und sich ebenso dramatisch wie unsichtbar auch wieder versenken lassen. Kleine Geschichten, die emporsteigen wie der Geist aus der Flasche um eben dahin auch wieder zu verschwinden. Ich freue mich wie ein Kind über zauberhafte Konstruktionen oder eben einfach nur die Tatsache, dass man aus so einem zweidimensionalen Ding wie Papier sich bewegende Formen entstehen lassen kann. Ich blättere vor und zurück, klappe auf und zu, beobachte und staune.

Gestern habe ich einen neuen Schatz entdeckt (und nebenbei auch noch einen sehr schönen Buchladen, aber dazu später mehr), musste ich unbedingt haben. Ich hab mich mit meiner lieben Freundin auf einen Kaffee verabredet, wir haben mal wieder Eppendorfer Schickimicki-Milieustudien betrieben, sind zu der Erkenntnis gekommen, dass selbst die Kellner in E-dorf vermutlich die arrogantesten in ganz Hamburg sind („Ist in dem Kartoffelgurkenpürree auch Milch?“ – „Natürlich, was denken Sie denn?“) und sind nebenbei ein wenig shoppen gegangen. Dabei wollte wir doch nur zur Cashmachine und ein paar Scheinchen für den Kaffee ziehen hüstel.

Also dann dieser Laden auf dem Weg, schon von außen sehr einladend. Das Buch ist von David A. Carter, einem Papieringenieur und begnadeten Künstler (wie ich finde). Durch das ganze Buch zieht sich ein kleiner roter Punkt, den es zu entdecken gilt.

Der Buchladen ist nicht riesig aber sehr gut sortiert, läd zum Stöbern und Verweilen und hat eine tolle Auswahl an Kinderbüchern (das nur nebenbei). In der Mitte des einen Raumes steht ein langer Tisch, an den man sich setzen und schmökern kann. Sogar eine kleine Auswahl an Lesebrillen liegt bereit. Nur für den Fall.

Ansonsten ist das Quartier rund ums Falkenried ziemlich bürolastig. Abends absolut ausgestorben. Seit einer Weile befindet sich da aber DER Küchentempel schlechthin. Hier gibt es alles, wirklich alles, was das Herz von Hobbykoch und -köchin begehrt. Allerdings kann man in der Cucinaria auch die typischen Eppendorfer Verkäufer antreffen. Kaffetrinken (und Kartoffelgurkenpüree essen) waren wir in der Marsbar. Das ganze Areal war ein ehemaliges Straßenbahndepot und wurde vor ein paar Jahren aufwändig in ein modernes Quartier mit Bürotürmen, Townhouses, Lofts und Wohnungen umgebaut. Nicht so mein Geschmack, weil dem Ganzen wie gesagt ein wenig das Leben fehlt. Geht man allerdings durch bis zur Hoheluftchaussee, erlebt man den krassen Gegensatz: hier reihen sich Discounter, Billigschuh- und Ramschläden aneinander.

11. Dezember 2008

Schon wieder eine Folge: Holy Shit... Shopping!

(Ich verspreche, diese HSS-Posts werden langsam aufhören.)

Nicht, dass es nur bei mir schöne Dinge zu kaufen gab! Ich musste mich schwer zurück halten, dass ich nicht meinen hart erwitschafteten Umsatz in viele schöne Willunbedingthaben-Sachen reinvestierte. Eine große Hilfe war dabei, dass ich gar nicht viel Gelegenheit hatte, mich in aller Ruhe umzusehen. Dafür war einfach zu viel los.

Da der Stand von Lockengelöt aber direkt gegenüber von unserem war, konnte ich nur eineinhalb Tage der Versuchung widerstehen, einen dieser großartigen Schlüsselromane zu erstehen. Leider waren sie schon komplett geplündert, als ich Zeit hatte zuzuschlagen. Aber ich finde mit „Robby im Sack“ habe ich noch ein ganz wunderbares Exemplar ergattert. Schneider-Bücher habe ich als Kind geliebt. Es ziert schon unseren Flur.

Außerdem konnte ich an den beiden Frühstücksbrettchen nicht vorbei gehen. Sie sind wie geschaffen für unsere Küche. Ich will sie an die Wand hängen, bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob ich sie noch rahme. Sie sind von Berliner Töchter (manche Aussteller gehen ja sozusagen mit HSS auf Tournee).

Für die lieben Kleinen habe ich noch „Karlotta“ eingepackt – eine magnetische Anziehpuppe für den Kühlschrank oder wo auch immer Magnete halten. Sie ist vom 104-Verlag, die auch die großartige Intellibox „104 schöne Dinge, die man mit Kindern basteln und unternehmen kann – Hamburg“ herausgeben. Kann ich nur empfehlen!

16. Oktober 2008

Shop 'till you drop

Kurz bevor wir aus Eppendorf nach Suburbia zogen, war ich irgendwie froh. Froh, dass wir da wegziehen und ich demnächst eine Menge Geld sparen werde. Da haben wir nämlich mittendrin gewohnt. Umgeben von einem reizenden Laden neben dem anderen. Und man konnte gar nicht anders. Tagtäglich flüstert es da von allen Seiten kaufmich, kaufmich. In Eppendorf wohnt sozusagen der Konsum itself.

Aber nach dem ich kein ernsthaftes Konsumproblem habe, sondern einfach nur eine Frau bin – wie Millionen andere auch (gell, Mädels?) – die nun mal gerne shoppen geht und sich mit schönen Dingen umgibt, bin ich gestern mal wieder ins alte Revier gereist und habe ein bisschen „gewildert“. Wundervoll.

Planen sie demnächst einen Ausflug in die Hansestadt, kann ich Ihnen nur ans Herz legen (falls Sie über die nötigen Bargeldreserven oder Kreditkarten verfügen) in den folgenden Läden sich entweder die Nase am Schaufenster platt zu drücken oder sich dem Kaufrausch hinzugeben:

Kaufrausch. Da wären wir schon beim Thema. Da habe ich neben diversen Hübschigkeiten für drunter auch noch diesen wunderschönen Schal erstanden. Für solche Abende, an denen ich bibbernd auf dem Sofa sitze, meinen Tee mit beiden Händen umklammere und der Liebste neben mir – bereits bis auf's T-Shirt alle wärmenden Kleidungsstücke von sich geworfen – fragt, ob wir die Heizung nicht mal runter drehen könnten.

Dann war ich da. Ein verwinkelter Laden mit diversen Räumen in denen sich alte Möbel bis an die Decke stapeln. Entrümpelung? Mitnichten. Lauter Schätze, soweit das Auge blickt. Dank der ungewöhnlich unpraktischen Öffnungszeiten, sind wir zwar jeden Tag mindestens einmal auf dem Weg zum Kindergarten daran vorbei gelaufen und ich musste es beim Nase am Fenster usw. belasssen. Gestern aber – ich war auch vormittags da – bin ich einfach durch die offenen Tür geschlüpft, weil gerade eine Lieferung frischer äh... alter Möbel kam. Hocker meins, Garderobe meins. Beides für die Kinder, klar.

Den Fliegenilz habe ich schon hier gesehen. Und nachdem ich sowieso gerade in Fliegenpilz-Stimmung war, musste er auch mit nach Hause gehen. Die Verkäuferin hat ihn gnädigerweise aus der Auslage gefischt. Daran merkt man übrigens, dass man in Eppendorf ist: die Verkäufer sind noch arroganter als die Kunden ;-).

Außerdem war ich noch hier und hier und hier... aber darüber ein anderes mal mehr.      

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