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8. Februar 2012

Hamburg, eiskalt.


Gestern haben wir etwas ganz besonders schönes gemacht. Ich habe einfach mal die Arbeit Arbeit sein lassen, den kleinen Glücksritter früher aus dem Hort eingesammelt und bin zusammen mit ihm und seinen Schlittschuhen in unser altes Revier an die Alster gefahren. Die ist nämlich vor lauter Affenkälte in Schockstarre gefallen und das kommt nicht allzu häufig vor. Dick genug sei das Eis um einen Fuß darauf zu setzen oder auch zwei, aber bitteschön auf eigene Gefahr. Gerne doch!

Das Schauspiel der riesengroßen Eisfläche war nicht ganz so fotogen wie vor zwei Jahren, denn heute lag Schnee auf dem Eis. Aber ich will mal nicht so sein, wunderschön war es allemal.




Meine kleine Sportskanone schnallt sich also seine Turboflitzstiefel mit Rakentenantrieb an die Füße und wir wagen uns zusammen mit dem Liebsten, dessen Kundenbegleitung (Meeting mal anders), unserem Freund und dessen vierbeinigen Begleiter auf's Eis. Vom Alsterkliff auf der Pöseldorfer Alsterseite, die Augen immer schön gen Horizont gerichtet, um ja keinen sorgenvollen Blick auf schaurig zugefrorene Alsterdampfer-Fahrrinnen, dicken Eisschollen, tiefe Risse und zwei große Feuerwehrlöschzüge am Ufer werfen zu müssen. „Eigene Gefahr“ bekommt plötzlich eine ganz eigene Note.

Selbst unser vierbeiniger Begleiter ist verwirrt, allerdings wohl eher wegen der ungemütlichen Temperaturen in Bodennähe und fehlender Bäume oder Grashalme zum Bepinkeln.



Auf der anderen Seite legen wir einen kleinen Boxenstopp an der Alsternperle ein, wärmen uns die steifgefrorenen Finger an Punsch und Kaffee und betrachten verzückt die Sonne, die hinter Schleierwolken einen letzten verklärten Bick auf die große Eisfläche wirft.

Der kleine Eisraser braucht eher etwas zum Kühlen, schließlich hat es milde -3,5°C. Für den armen kleinen Kerl an der Leine fällt leider nichts ab, nicht mal ein kleines Stückchen Franzbrötchen. Pöh!





Hach schön, bitte noch mehr davon. Hamburg, du bist wirklich eine Perle!

27. Juni 2011

Wilde Tiere

Will man in Hamburg wilde Tiere sehen, geht man entweder ins Museumsdorf nach Volksdorf, die verrückten Hühner besuchen, oder man geht „nach Hagenbeck“. Und Hagenbeck ist immer einen Besuch wert, denn es gibt dort nicht nur lecker Pommes zu essen und eine nostalgische Märchen-Bimmelbahn, sondern auch jede Menge wilde Kreaturen. In den Gehegen und davor.

Von Suburbia nach Hagenbeck ist es eine kleine Weltreise und neun Jungs samt Gepäck in der U-Bahn zusammen zu halten, erfordert jede Menge logistisches Geschick. Vor allem was das Gepäck angeht. Irgendwas bleibt ja immer liegen.

Aber wir hatten einen Plan. Ohne Plan geht bei Hagenbeck gar nichts. Und dank unserer sachkundigen Führung aus der Zooschule haben wir nicht nur viele wilde Tiere und die beliebten und bekannten Hotspots besucht, sondern auch noch jede Menge gelernt!

Nicht gerade über Pfauen – eher über Elefanten, Geckos und Stachelschweine.

Oder über Känguruhs und Tiger. Währenddessen haben sich Mama und Papa Löwe ein kleines Nickerchen gegönnt und ihren ziemlich niedlichen Nachwuchs von oben beaufsichtigt. Mit einem Auge sozusagen.

Das sind so Momente, wo ich mir ein ZOOm-Objektiv wünschte...

Wir haben gelernt, dass Orang Utans eigentlich deutlich schlauer sind, als so mancher Mensch und dass manche von uns eher im Gehege sitzen sollten, statt davor zu stehen und die Affen zu begaffen.

Denen hat das zum Glück nichts ausgemacht.

Und weil Zooschule bei Hagenbeck nicht nur Gucken und Zuhören bedeutet, durften wir auch noch die kalte Haut einer Schlange befühlen...

... den Elefanten unsere mitgebrachten Bio-Möhren füttern (denn die waren bei den neun wilden Kerlen leider nicht so angesagt)...

... und dem Tiger die Tatze schütteln. Also eigentlich nur die Tatze schütteln. Der Tiger war nämlich leider nicht mehr drin. Der war schon im Tigerhimmel.

Ach ja, und die Pommes natürlich! Bergeweise, wie Sie sich vorstellen können! So ein ganzer Tag bei Hagenbeck macht nämlich nicht nur Plattfüße sonden auch noch hungrig!

Frau Hahaell fand das ziemlich total toll. Und will bald wieder nach Hagenbeck. Diesmal aber mit weniger Kleingemüse im Schlepptau lach!

12. September 2010

12 von 12

Der Tag begann früh. Zu früh. Fräulein Schlau kam um kurz vor sechs geschlichen – weinend, weil einer ihr Krickelkrackel-Bild zerrissen hat. Ein wahrer Albtraum. Als sie sich dann ungefähr nach einer halben Stunde neben mir wieder in den Schlaf gewühlt hatte, kamen drei Jungs aus dem Gästezimmer polternd die Treppe runter, knallten die Kinderzimmertür zu und leerten geräuschvoll die Autokiste auf den Holzdielen aus. Fräulein Schlau und den neben mir schnorchelnden Gatten konnte das nicht erschüttern, aber mich. Dass sich das Zeltlager im Gästezimmer so früh schon auflösen würde, hatte ich befürchtet aber trotzdem auf Ausschlafen gehofft. Also zumindest bis 7.30 Uhr, denn spätestens da sollte mein Wecker für den Flohmarkt klingeln.

Das Gute nach diesem unsanften Start war, dass ich schon vor acht die menschenleere Straßen in Richtung „Dorf“ passierte, um mich mit jeder Menge früher Vögel um die paar Würmer zu kloppen, die da im Nieselregen feilgeboten wurden. Natürlich nur sprichwörtlich.

Bei diesem Puppenhaus mit dem grandiosen Badezimmer wurde ich beinahe schwach. Ich habe vorsichtshalber nicht mal nach dem Preis gefragt. Die rosa Plüschwaage ist doch der Brüller, oder?

Meine Finger haben sich ebenfalls schlagartig beim Anblick von diesem Toyb.oy um mein Portemonnaie gekrallt, dachte ich doch sofort an den schnieken Glücksfeerich von Frau Fijn. So einen hätte ich auch gern. Aber ich konnte mich beherrschen.

Stattdessen wanderte eine Kiste voller antiker Papp-Anziehfiguren, neuwertige Bilderbücher, zwei Wilde-Kerle-DVDs (die ich zu Hause gleich mal im Schrank verschwinden ließ), ein Sc.out-Turnbeutel und ein Kinderautositz in meinen Besitz. Der wiederum war so schwer und sperrig, dass ich meinen Flohmarktbesuch nach Erwerb des selbigen beendete. Das fehlende Frühstück, meine seit Tagen schleichenden Hals- und Kopfschmerzen, die mittlerweile schiebenden Massen an Leuten und das ohnehin schon ausgereizte Budget haben mich wieder nach Hause getrieben.

Eigentlich hatten wir ein gemeinsames Frühstück in Eppendorf auf dem Plan, aber als ich nach Hause kam, erwartete mich eine laute Meute und ein unausgeschlafener Mann und irgendwie hatten alle schon gefrühstückt. Schade eigentlich. Meine Laune sank proportional zu meiner zunehmenden Müdigkeit.

Einen der drei Jungs schickten wir nach Hause, den anderen, den wir so schnell nicht nach Hause schicken konnten, packten wir kurzerhand samt unserer Kinder, unserem Hund und jeder Menge Regenbekleidung (man weiß ja nie) ins Auto und machten uns auf den Weg an die Elbe. Wenn schon nicht frühstücken, dann wenigstens die klitzekleinen Sonnenpausen des heutigen Tages nutzen. Wir im Norden sind derzeit nicht sehr reichlich mit schönem Wetter verwöhnt.

Der Weg hat sich gelohnt. Wir haben einen wunderschönen Mittag und Nachmittag im Jenischpark verbracht – einer der schönsten und urspünglichsten Parks in Hamburg. Er erstreckt sich über ganze 42 Hektar im Westen Hamburg – von der Elbe nur durch die Elbchaussee getrennt. Vom Jenischhaus, einem früheren Senatorenwohnsitz, aus kann man über die Elbe blicken. Durch den hügeligen Park fließt ein kleiner Bach und man findet uralte Baumriesen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass man sich mitten in dieser wilden Natur trotzdem mitten in einer Metropole befindet und mich erinnert der Park immer sehr an Hampsteadt Heath in London mit dem alterwürdigen Kenwoodhaus.

Wir haben einen ausgedehnten Spaziergang durch den ganzen Park gemacht, Stöcke gesammelt, über morsche Brücken gestiegen, die ersten Kastanien gefunden und Baumriesen beklettert.

Zwischendurch haben wir uns in „Ralph's Kiosk“ gestärkt – meiner Meinung nach ein echter Geheimtipp. Hier trifft sich ein buntes Völkchen der Elb(vor)orte, plaudert bei Bio-Frikadelle und hausgemachtem Kuchen über Gott und die Welt, die Kinder klettern derweil auf die umliegenden Bäume, während sich die Hunde ein Päuschen unter den Kaffeetischen gönnen. Und man ist sich einig, dass hier der Kaffee viel besser schmeckt und man deutlich freundlicher bedient wird, als im nahegelegenen Jenisch-Haus. Zwar nicht in Museums-Atmosphäre und auch nicht an Tischen mit weißen Tischdecken aber herzlich und entspannter alle mal.

Nach stundenlanger Outdoor-Aktivität wie Fußballspielen mit Elbblick, sind die Zwerge auf dem Weg nach Eppendorf augeblicklich im Auto eingeratzt. Die Freude des Tages spiegelt sich in den zufriedenen Gesichtern, aber vorallem auf den Hosen wieder. Hach und ich dachte schon, ich hätte nächste Woche nichts zu waschen!

Nach E-Dorf mussten wir, weil dort der Liebste nächste Woche mit seinem Büro hinzieht und er vorher noch mal eine kleine Bestandsaufnahme machen wollte. Ich bin hin und weg. Zwar fand ich es sehr schade, dass ich nun keinen triftigen Grund mehr haben werde, in die Schanze zum Bummeln zu fahren. Aber das neue Büro ist sehr schön gelegen und Eppendorf ist uns ja ein gewohntes Revier.

Wer jetzt nicht schläft, ist natürlich Fräulein Schlau – ein 20-Minuten-Schläfchen im Auto ist fatal und verschiebt den Beginn der Nachtruhe um mindestens... naja, für den Tatort ist es jetzt sowieso schon zu spät. Der Regen trommelt auch schon wieder an die Scheiben, was für ein Glück hatten wir also an diesem Sonntag!

Die Idee von „12 of 12“ stammt von Chad Darnell und falls Sie noch mehr Tagesreports vom 12. September sehen wollen – Frau Kännchen hat freundlicher Weise wieder Mr. Linky engagiert. Danke!

6. September 2010

Ohne Chucks an der Elbe

Frau Kännchen und ich – wir können auch ohne Chucks. Manchmal. Nämlich zum Besipiel dann, wenn mich Frau Kännchen bei goldenem Herbstwetter ins Theaterzelt an der Elbe ausführt. Das Stück „Vor uns die Sintflut“ hat vor allem durch die Improvisationskünste der Schauspieler geglänzt, die ihre liebe Not hatten mit klemmenden Requisiten, einer rutschigen Bühne und verhedderten Blumen.

Das Ambiente war sensationell, nach nur wenigen Monaten meiner Abwesenheit zeigte sich die Hafencity – die Retortenstadt vom Reißbrett – wieder mit einem völlig veränderten Antlitz vor unwirklich blauem Firmament.

Wie auf Bestellung – und passend zum Theaterstück – legte am nebenan gelegenen Kreuzfahrt-Terminal noch so ein Malle-Riese ab und es wurden ordentlich Taschentücher geschwenkt.

Von der Aussichtsplattform kann man nicht nur den Hafen überlicken, sondern auch hinüber zum Hamburger Millionengrab – der Großbaustelle der Elbphilharmonie – die sich in der Pause wie ein riesiges Beton-, Stahl- und Glasmonster vor dem abentlichen Himmel auftürmte.

Liebe Frau Kännchen, auch wenn die Highlights des gestrigen Abends wohl eher VOR dem Zelt stattgefunden haben (ich sach nur Möwenkacke und geklautes Sitzkissen auf harter Holzbank), war der Abend sensationell – Dankeschön!

20. August 2010

Zu Besuch beim König

Nach dem der kleine Glücksritter noch ein paar Tage Ferien hat, bevor er sich nächsten Dienstag unter die ABC-Schützen reiht, haben wir gestern noch mal einen Auflug ins Alte Ägypten gemacht. Die Ausstellung, die noch bis einschließlich 29. August läuft, wollten wir schon ganz lange besuchen und kurz vor knapp haben wir es tatsächlich noch in die alte Oberpostdirektion am Dammtorbahnhof geschafft.

Der reiche Grabschatz von dem wohl populärsten ägyptischen Herrscher wurde noch nie so vollständig präsentiert – mit Originalen wäre das auch nicht möglich. So überschlug sich die Fachwelt mit Lob und Anerkennung, denn dank der sehr aufwändig gestalteten Repliken werden den Besuchern zuerst die drei Grabkammern in dem Zustand präsentiert, wie sie der Archäologe Carter wohl 1922 vorgefunden haben muss. Danach kann man an die 1000 Fundstücke inklusive der goldenen Schreine und den Sakophagen, die wie Matruschkas ineinander gestapelt waren, bewundern. Alles ist aufwändig beleuchtet und in Szene gesetzt und man hat das Gefühl, man könnte alles berühren. Die Ausstellungsstücke sind nicht wie die Originale hinter Glas und Absperrungen verschanzt.

Die Ausstellung wird mit einem Audio-Guide begleitet, es gibt auch eine Version für Kinder. Der kleine Glücksritter hat gespannt und mit großen Augen gelauscht. Ich glaube, soviel Gold auf einen Haufen habe ich noch nie gesehen.

Die Ausstellung war toll, aber doch sehr auf Massendurchschleusung ausgelegt. Ist die Vorführung in dem Raum mit den drei Grabkammern beendet, geht noch mal für gefühlte drei Minuten das Licht an und man kann sich noch mal „genauer“ umsehen. Dann geht das Licht aus und man muss den Raum für die nächste Besuchergruppe räumen. Der Zauber, der vermutlich von den Originalen in ägyptischen Museen ausgeht, hat mich irgendwie nicht berührt.

Wer sich selber noch mal von der Schönheit und Pracht eines ganz besonderen Totenkultes berauschen lassen will, sollte das schnell tun und vor allem unbdingt im Voraus Tickets im Internet buchen. Dann spart man sich auf alle Fälle schon mal eine lange Warteschlange am Ticketschalter.

29. Juli 2010

Zur falschen Zeit am richtigen Ort.

Beim Online-Schmökern in dem neuen Quilt Buch der großartigen Blog-Autorin Jane Brocket ist mir gerade eine schmerzliche Erkenntnis gekommen. Viele der von ihr empfohlenen Stoffläden liegen in der Berwick Street in London – just zwei Straßen weiter von dem Büro in der Wardour Street, in dem ich damals gearbeitet habe. Ich kann mich auch daran erinnern, dass ich mir in der Mittagspause manchmal die Nase an den Schaufenstern plattgedrückt habe. Muster haben mir schon immer gefallen. Nur hat Nähen in meinem Lebens damals so gar keine Rolle gespielt.

Manchmal ist man eben auch zur falschen Zeit am richtigen Ort.

31. Mai 2010

Nachlese

Heute tue ich das, was man eben nach einem Urlaub so tut. Ich wühle mich durch Wäschberge, durch Liegengebliebenes auf meinem Schreibtisch, durch Urlaubserinnerungen. So eine schöne Woche und so schnell vorbei, schade. Wir hatten eine großartige Zeit zusammen, ich habe endlich mal wieder ein bisschen was von meiner schönen Stadt gesehen.

Alstereisvergnügen im Mai

Weißer Hund vor Marinedenkmal

Schöne Aussicht mal andersrum

Noch mehr Eisvergnügen. Hier im Alster-Pavillion – vorsicht, schlimmer Touristen-Hot-Spot!

Michel bei Nacht

Nachtmichel

Wild fauchende Schwan-Bestie auf dem Leinpfadkanal

Mechikko bei Hagenbecks

Chinafood im Dschungel

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