Nun gut, sagen wir mal, an diesem Wochenende waren wir nicht gerade sonnenverwöhnt. Genau genommen ist leider das Kindergarten-Sommer-Fest in Schauern ertrunken, was wirklich sehr schade war. Denn mit ein bisschen mehr Sonne wäre es ein fulminantes Festival unter dem Motto „Eine Reise um die Welt” geworden. So war es zwar sehr nett und rührend- liebevoll von den Erzieherinnen und Kinder vorbereitet, aber dann doch ein eher ungemütlich nasskalter Ausflug in die Sümpfe zwischen Afrika, Australien, Russland und Anrainer.
Wir hatten auf mehr Sonnenglück am Sonntag gehofft, als wir bei noch Sonnenschein aufgebrochen sind zur Deutschen Polo High Goal Meisterschaft nach Klein Flottbek. Ich hatte mich bei der Einladung zu diesem gesellschaftlichen Ereignis ja schon auf jede Menge skurrile Kopfbedeckungen und Jagdhunde mit Glitzerhalsbänder gefreut, aber wir waren eben nicht in Ascot. Die Sozialstudien waren dennoch aufschlussreich, alleine die ordentlich gescheitelten Kinder mit ihren Mini-Bar.bourjäckchen und LaM.artina -Poloshirts – echter Elite-Nachwuchs aus den Elbvororten!

Die Dauerschauer setzen schon ein, bevor wir überhaupt aus dem Auto ausgestiegen sind und demnach haben wir einen Großteil des leckeren Caterings verpasst. Dafür haben wir uns allerdings in Klein Paris bei süßen Crêpes ein wenig aufgewärmt.

Ganz stilecht haben auch wir wie in Pretty Woman – wenn auch nicht in Pumps – in den Pausen den Rasen plattgelatscht und zwischen Regentröpfchen die Hundeelite der Elbvororte beim Stöckchen-Apportieren beobachtet. Das kleine Ding war ganz hin und weg ob der vielen Ferde.


Zur Siegerehrung versammelte die deutsche Polo-Elite jede Menge Luxusartikel und Glänzebecher zu ihren Füßen, Herr D.arboven schüttelte artig die Hände, Frau D.arboven verteile Küsschen und Kaffeepakete und überhaupt waren alle irgendwie... unter sich und ihres Gleichen.

Alles in allem war es ein sehr feuchtfröhliches Ereignis und wenn ich nicht gerade stundenlang mit den lieben Kleinen beim Kinderschminken angestanden war, war ich doch recht angetan von einem rasanten Sport der mir bis dato völlig unbekannt war. Nun weiß ich, dass so ein Polo-Platz ziemlich groß ist und sich ein Fernglas gelohnt hätte, dass Polo-Pferde eine unglaubliche Ausdauer haben müssen, Polo-Spieler angesichts der Wucht der Schläge und der Tuchfühlung bei riskanten Reitmanövern extrem gute Reiter sein müssen, Spielphasen „Tschakka” heißen (eigentlich Chacka) und 15 Minuten dauern und man sowohl im weißen Kostümchen mit Schleierhütchen als auch mit Jeans und Gummistiefeln einem Spiel beiwohnen kann, ohne aufzufallen.
Und auch als Tiger oder Drachenmonster.










































