31. Oktober 2013

Warum Mona das Kettenkarussell und andere halsbrecherische Fahrgeschäfte lieber meidet, aber trotzdem ein großer Kirmesfan ist und auf gar keinen Fall ohne gebrannte Mandeln nach Hause geht.


Mitte Oktober war Kirmes bei uns in der Stadt. Vier Tage herrschte ein Ausnahmezustand und unsere 80.000 Einwohner mischten sich unter die 500.000 Besucher. Ja, ich wohne in keiner Großstadt ABER HALLO, immerhin haben wir die größte Kirmes im Münsterland. Seit ich denken kann, habe ich Wochen vorher auf das dritte Wochenende im Oktober hingefiebert und schon einige 100 Meter vor dem ersten Kirmeswagen lag dieser besondere Duft in der Luft, man hörte die Karussells und das Geschreie der Losverkäufer und die eher sonst ruhige Mini-Ausgabe von Mona wurde hibbelig. Noch immer freue ich mich auf die Kirmes, nicht mehr aus den gleichen Gründen wie als Kind, denn nur bei dem Gedanken an eine Runde im Kettenkarussell wird mir heute übel und für eine Millionen Euro würde ich nicht in diese Schleudermaschinen mit Namen wie "High Voltage" gehen. (Obwohl ne Mille für 5 Minuten Todesangst, Lunge aus dem Leib kreischen und hinterher 3 Stunden Möwen füttern, mmmmhhhh....)

 Meine Freude auf die Kirmes ist heutzutage anders begründet mit gebackenem Blumenkohl, Paradiesäpfel, gebrannte Mandeln, mit dem Kopf im Nacken vor den Todeskarussells stehen und die Lebensmutigen beobachten, wie die Monstermaschinen sie durchschleudern und auf den Kopf stellen. Dann trifft man noch sehr viele alte bekannte Gesichter, ehemalige Schulfreunde, die aus der Heimatstadt weggezogen sind und zur Kirmes wieder in die Heimat kommen. Bei Mutti und Vati im alten Kinderzimmer wird genächtigt inkl. der Standpauke die man verkatert am nächsten Morgen über sich ergehen lässt, da es ja wohl viel zu spät geworden wäre und Mutti nicht einschlafen konnte.

Da ich noch ein Tütchen Mandeln von der Kirmes hatte und ich mich an ein Rezept einer Freundin erinnert habe, machte ich mich auf die Suche nach dem Rezept und es ging los mit dem Backen. Und jetzt kommt das beste überhaupt, der Kuchen duftet nach Kirmes, er hat diesen aromatischen Duft der so viele Kindheitserinnerungen bei mir weckt.

Gugelhupf mit gebrannten Mandeln

250 g gebrannte Mandeln
1 Vanilleschote
75 g Marzipanrohmasse
250 g weiche Butter
150 g Zucker
Salz
1 TL fein abgeriebene Bio-Orangenschale
5 Eier
200 g Mehl
50 g Speisestärke
5 El Orangensaft
Fett für die Form
200 g dunkle Kuchenglasur



Für den Teig 200g gebrannte Mandeln in einem Blitzhacker grob zerkleinern. Vanilleschote einschneiden, das Mark herauskratzen. Marzipan zerbröseln, mit Butter, Vanillemark, 75 g Zucker, 1 Prise Salz und Orangenschale mit der Küchenmaschine sehr cremig rühren. Die Eier trennen und die Eigelbe einzeln jeweils 1 Minute gut unterrühren. Mehl und Stärke darauf sieben und mit dem Orangensaft kurz unterrühren.

Eiweiße und 1 Prise Salz steif schlagen. Dann den restlichen Zucker einrieseln lassen und 5 Minuten weiter schlagen, bis ein fester Eischnee entsteht. Die Hälfte vom Eischnee unter den Teig rühren. Den restlichen Eischnee und die gehackten gebrannten Mandeln vorsichtig unterheben. Den Teig in eine gefettete Gugelhupfform streichen. Im heißen Ofen bei 180 Grad Ober-Unterhitze ca. 50 Minuten backen (Stäbchenprobe). 10 Minuten in der Form lassen, dann auf ein Gitter stürzen und abkühlen lassen.

Kuchenglasur nach Packungsanleitung schmelzen und über den ausgekühlten Kuchen träufeln und mit den restlichen gebrannten Mandeln garnieren.


Aber um doch noch einmal auf die Millionen zurückzukommen. Für eine Runde im Riesenrad steige ich gerne zu einem Millionär in die Gondel. Falls mir jemand ein Angebot machen möchte, den lade ich auf meinen Blog 180°SALON ein, mir ein Angebot zu machen. Alle anderen Nicht-Millionäre und daran Interessierten, was ich in den zwei Wochen zwischen meinen Gastblogposts bei Hamburgerliebe erlebe, sind im Grunde meines Herzens noch viel mehr im 180°SALON  willkommen.

Ich wünsch Euch was,
Mona

Kommentare:

  1. Das sieht sehr lecker aus & am Wochenende ist bei meinen Eltern in der Stadt tatsächlich Jahrmarkt.
    Da werden erstmal Mandeln geshoppt...#nein in ein Karussell gehe ich nicht...;)))...
    Obwohl ich da an unseren letzten Urlaub in Mexico denken & schmunzeln muss...die Männer wollten alle unbedingt in einen Vergnügnungspark und dort in die grösste Achtbahn...ich bin bekennender SCHISSER...habe mich aber breit schlagen lassen
    Und guck an...ich fands gar nimmer so schlimm und mein Mann hat gesagt...NIE WIEDER !!!
    *ich hab mir einen gegrinst*ganz schelmisch*

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  2. Danke für den Beitrag, ich finde das Gugelhupf Rezept klasse.
    So simpel, doch raffiniert. Die Mandeln könnte man noch klein hacken :o)
    Grüße,
    Kate

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  3. Wow, das Rezept muss ich mir merken....hört sich ganz nach meinem Geschmack an hmmm
    Danke!
    herzlichst
    Nicole von herzgemachtes

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