30. September 2012

I like Herbst: Erntedankfest

Nicht nur in Hamburg und Umgebung gibt es im Herbst zahlreiche Kürbismärkte, Ernte- oder Herbstfeste. Ich liebe diese Märkte, weil sie sich an Farbe, Vielfalt und schönen Fotomotiven gegenseitig überbieten. Meine Familie rollt schon die Augen, wenn ich einen Marktbesuch für's Wochenende vorschlage. Nachdem das kleine Fräulein heute eine Dauerverabredung mit der Toilette hatte, der kleine Glücksritter deswegen das Weite suchte und mein Liebster gerne das Krankenlagerhüten übernahm, hatte ich ein Stündchen Ausgang und konnte ein bisschen das schöne Herbstwetter genießen.

Mein Ausflugsziel war das Erntedankfest im Volksdorfer Museumsdorf – das im Nordosten Hamburgs auf seinem Gelände einige historische Bauernhäuser, Scheunen und Werkstätten beheimatet und an den sogenannten Gewerketagen regelmäßig traditionelles Landleben und Landwirtschaft zeigt.

Ein bisschen Kitsch muss man schon mögen, wenn im güldenen Herbstlicht betrachtete Frauen, fröhliche Lieder singend, an einem vorbei flanieren, die Bienen in den Bienenstöcken mitzusummen scheinen und Hummel Hummel mit Zitronen-Jette an der Drehorgel mitwippt. Dazu der Duft von warmen Bienenstich und frischgepressten Apfelsaft... hach, ich liebe den Herbst!













28. September 2012

Es wird bunt!


Wer sagt denn bitte, dass Herbst immer grau und dunkel sein muss? Bei uns ging es die letzten Tage jedenfalls ganz schön bunt zu. Wie bunt, verrate ich bald. Denn schon bald gibt es neue Stoffe zu bewundern und es ist wiedermal für jeden was dabei. Auch für Jungs, sogar für große Jungs!

Also – wer im norddeutschen Schietwetter lebt, wärmt sich am besten die Hände an einer schönen Tasse Ostfriesentee mit Wölkchen und an an diesen bunten Bildern. Stay tuned!
 

22. September 2012

I like Herbst: Bohneneintopf nach Mutti

Schon als Kind fand ich, dass meine Mutti den besten Bohneneintopf kocht. Mit extra viel Grünzeug drin. Leider sind meine Kurzen irgendwie allergisch auf Grünzeug (also zumindest glauben sie, dass es für sie auf jeden Fall ungenießbar ist), aber da ich unter der Woche mittags alleine esse, kann ich meiner Grünzeugsucht nach Herzenslust fröhnen. Zu jeden Jahreszeit.
Bohneneintopf ist für mich immer der Auftakt-Akt zur Eintopf- und Suppensaison, denn Bohnen gibt es ja schon im Sommer. Als ich letztes Wochenende auf dem Wochenmarkt in Suburbia war, fiel mir ein, dass ich in diesem Jahr noch gar keinen gekocht habe – welch Schande!

Man nehme also:

ca. ein Pfund Bohnen
eine Zwiebel
je einen Bund Dill, Petersilie und Bohnenkraut
Kartoffeln nach Belieben
den Saft einer halben Zitrone (oder weniger, je nach Belieben)
zwei Esslöffel Schmand
eine Tasse Gemüsebrühe
1 Teelöffel Mehl


In Süddeutschland isst man dazu Hausmacher Stadtwurst, aber die gibt es hier im Norden nicht. Drei bis vier Pinkel (oder Grützwurst oder Kohlwurst) schmecken aber auch sehr lecker!

Die Bohnen werden gewaschen, von Stielen befreit und in Stücke geschnitten, anschließend in etwas Salzwasser solange gekocht, bis sie noch ein kleines bisschen knackig sind.

Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden, kochen. Kräuter waschen, trockentupfen, kleinhacken. Die Zwiebel ebenfalls kleinhacken.

Die Zwiebel in einem Topf in etwas Butter glasig dünsten, Kräuter dazugeben, weiterdünsten. Mit etwas Mehl bestäuben, verrühren und die Gemüsebrühe aufgießen. Jetzt den Saft einer halben Zitrone und den Schmand zugeben, glattrühren. Jetzt kommen die Bohnen, die kleingeschnittene Wurst und die Kartoffeln dazu. Nochmal kurz aufkochen, evtl. mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Eine dicke Scheibe getoastetes Schwarzbrot mit Butter dazu, auf den Teller und genießen! Das ist so lecker, ich könnt schon wieder...

21. September 2012

I like Herbst!


Ja, ich mag den Herbst. Auch wenn es schön gewesen wäre, wenn sich der Sommer zu guter Letzt doch noch im Norden von seiner warmen und sonnigen Seite gezeigt hätte. Schwamm drüber. Und auch wenn der Süden noch von lauschigen 26°C und Sonne satt berichtet – hier ist es Herbst, mit allem was dazugehört.

Die Bäume ziehen sich ihre bunten Herbstmäntel über, die Nebel liegen morgens über den Wiesen, die vielen Spinnweben des Altweibersommers glitzern in der tiefstehenden Sonne. Die Felder sind längst abgeerntet, auf dem Markt türmen sich die leuchtenden Kürbisse. Es ist kalt, die Heizung läuft schon längst wieder im ganzen Haus.

Ich finde, jede Jahreszeit hat so ihre eigenen Reize, man muss sie nur entdecken. Ich mag es, dass wir wieder mehr Zeit drinnen verbringen. Dass wir das Licht anschalten, viele kleine, gemütliche Lichtquellen, Kerzen, Windlichter. Ab auf's Sofa, Bücher vorlesen, Geschichten anhören, gemeinsam einen Film gucken. Ich liebe Eintöpfe und Suppen, warme Speisen, die die Seele wärmen. Ich mag die herbstlichen Geürze, den Duft von Zimt, Nelken und Curry. Ich mag das ganze Obst und Gemüse, dass es jetzt auf dem Markt zu kaufen gibt: Kürbis, Kohl, Zwetschgen und die letzten Bohnen aus dem Spätsommer.


Und ich gestehe – ich bin die, die schon Ende August die erste Packung Lebkuchenherzen mit nach Hause nimmt. Ja, wegen mir liegen die da schon im Supermarkt, wenn andere noch Butterkekse für's Freibad in den Rucksack packen.

Ich like hier mal ganz öffentlich den Herbst, denn liken ist in: Herbst, du bist toll! 


12. September 2012

12 von 12 (September)

Huhu! Ja, es gibt uns noch! Keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist. Das kleine Schnuffeltier hält uns ziemlich auf Trapp mit diversen Kinderkrankheiten. Die Nacht, in der sie sich fast die Seele aus dem Leib gek*tzt hat, hängt mir schlaftechnisch immer noch nach – zum Glück hat sie sich selbst schnell davon erholt. Jetzt kennen wir dafür einen weiteren Tierarzt in dieser großen Stadt.

Der 12. ist doch eine gute Gelegenheit wieder einzusteigen, oder? Chronischer Schlafmangel bestimmt nach wie vor meinen Tag, die Streichhölzchen liegen allzeit bereit. So ein kleiner Hund hat ja schon was von einem Baby – durchwachte Nächte und Krabbelgruppe inklusive.

So, haben wir heute morgen erst mal gepflegt verschlafen. Was, es ist schon hell draußen!?


Nachdem der erste Teil des Rudels aus dem Haus hechtet, gehe ich erstmal duschen. Vielleicht macht mich das wach. Der Kaffee hat's nicht geschafft.


Heute ist ein guter Tag für Sterne. Und außerdem ist mir heute irgendwie hellblau zumute. Passend zum herbstlichen Himmel, zumindest dem morgentlichen Herbsthimmel.


Ausnahmsweise fahre ich dem großen Kind seine Schwimmsachen hinterher. Schließlich kann er nichts dafür, wenn Mama und Papa nicht aus den Federn kommen (Gassi um 2.20 Uhr, ähem...). Weil ich aber dann sowieso schon in Suburbia unterwegs bin, erforschen Polly und ich mal eine neue Gegend. Ein Naturschutzgebiet mitten in der schönsten Stadt der Welt, sehr schön, das Wetter bombastisch. Noch. Polly liebt ihr neu erlerntes Kommando Schau! (mir in die Augen, Kleine). Oder sie ist einfach nur scharf auf meeeehr Leckerlis...


Hier im Norden ist es schon so richtig herbstlich, dicke Tautropfen auf dem Gras, morgens Nebel über den Wiesen und die Blätter verfärben sich. Während sich der Süden gerade von den Sommerferien verabschiedet, freuen wir uns schon wieder auf die Herbstferien, die in zwei Wochen beginnen!


Irgendwie sind wir viel länger unterwegs als geplant und kommen genau rechtzeitig nach Hause, als sich das schöne Wetter vorerst verabschiedet und dicke, dunkle Wolken über den Himmel ziehen. Schalte ich eben einfach das Licht und mein neues Spielzeug (ein Cintiq-Grafiktablett – ein Träumchen!) an und mache mich an die Arbeit. Polly fällt während dessen in Tiefschlaf. Könnte ich jetzt auch, wenn ich es mir so recht überlege. Wo waren gleich die Streichhölzer?


Zwischendurch eine kleine Teepause, während es draußen Hunde und Katzen vom Himmel regnet.


Der Herbst hält hier schon voll Einzug. Nach dem Sommer, der keiner war. Müssen wir ihm also auch keine Träne nachweinen. Die Kastanien, die wir im Garten finden, werden jedenfalls immer größer.


Jetzt kommt mein Lieblingsteil der Woche: der Mittwochs-Bauernhof. Während mein kleiner Glücksritter zum Zirkus geht, gehe ich auf den nahegelegenen Bio-Hof und vertreibe mir eine lauschige Stunde. Mittlerweile in tierischer Begleitung, was die Sache noch reizender macht. Polly knutsch mittlerweile regelmäßig mit den Kälbchen, sie mögen sich. Auch die Schweine sind ihr längst nicht mehr so suspekt wie am Anfang. Und holla!, das ist ja wohl mal ein amtliches Trekker-Rad!


Sie tut es schon wieder. Schau! Unentwegt. Sehr süß!


Ich stibitze mir in der Zwischenzeit ein paar von den leckeren Himbeeren. Die sehen einfach zu verlockend aus. Natürlich unter ständiger Beobachtung...


Für meinen Mittwochskaffee muss ich mich schon in eine Decke hüllen, denn das gute Wetter hat sich mal wieder verabschiedet und es ist frisch geworden. 14°C – wer bietet mehr? Dabei habe ich alles, was Frau Hahaell so neben der Arbeit bewegt – die aktuelle Brigitte MOM (großartige Unterhaltung, kann ich nur empfehlen!) und die aktuelle Dogs – die schönste Hundezeitschrift, die ich kenne. Die macht nicht nur Spaß zu lesen sondern ist auch noch was für's Auge. Das hat man ja bei Haustierzeitschriften eher selten.


Ok, es könnte gemütlich sein. Wäre da nicht auch noch der Wind, der den strömenden Regen gnadenlos unter das Dach bläst. Wird wohl nix mit gemütlichem Mittwochskaffee und Lektüre.


Mit Kind und Kegel noch schnell ins Dorf, einkaufen.


Zuhause noch eine kleine Hamburger Kaffeepause mit Franzbrötchen – was sonst? Huch, schon wieder wundersame Kindervermehrung!


Noch ein paar Blümchen für Mutti und stets die Hoffnung, dass diese Nacht mal mehr Schlaf rausspringt gäääähn!


Danke für's Gucken. Ok, es waren mehr als 12 Bilder, ertappt! War aber auch zu schön heute und ich hätte noch viel mehr gehabt! Bei Frau Kännchen gibt es wie immer noch viel mehr von diesem 12. September zu sehen – lieben Dank dafür!