Huch, schon wieder der 12.? Ein arbeitsreicher Vormittag, wühlen in Papierbergen, lange Telefonate, das E-Mail-Postfach quillt über. Ich bitte um Nachsicht bei all denen, die dringend auf Antwort von mir warten. Eine Januarflut sozusagen.

Meine Stempel-Kiste quillt über. Als ich mit dem Stempel-Hobby begonnen habe, wollte ich mir immer so ein 60er-Jahre-Stempelkarusell zulegen. Ein Glück, dass ich beim großen Auktionshaus nie eins schießen konnte, denn mittlerweile bräuchte ich vermutlich fünf von diesen Dingern und es werden immer mehr. Ich muss ganz dringend tollen neue Stempel zeigen – so schön! Und meinen neuen Keks-Stanzer, der ist vielleicht toll! Aber heute keine Zeit mehr – oh mann, es ist ja schon Mittag und ich muss vor meiner nächsten Verabredung dringend noch zum Outdoor-Kaufhaus mit dem tollsten Boots-Fahrstuhl ever, einer Kälte-Kammer (-13°C da drin, ich hab heute extra nachgesehen!) und einer Blattschneider-Ameisenstraße. Ein Glück, dass meine Kinder nicht wissen, das ich heute da war – sie wären ehrlich beleidigt, dass ich ohne sie gegangen bin. Aber Kinder-Geburtstagsgeschenke kauft man nun mal am besten ganz geheim allein...

Danach ins kleine Stoffparadies zu Nina und ihrer Schwester Sarah. Hach, ist das immer nett bei den beiden. Eigentlich wollten wir außerhäusig einen Kaffee zusammen trinken, aber ich konnte mich mal wieder gar nicht von den Schönheiten in und um das Stoffregal losreißen. Der coole Interlock wäre beinahe in meine Einkaufstasche gewandert.
Bei den Kleiderbügeln ist mir ein entzücktes Eeek entwichen, absoluter Niedlichkeits-Alarm. Und total giftfrei und speichelfest, habe ich mir sagen lassen. Ninas Laden ist eine Schatzkiste voller Superlative für Groß und Klein. Schade, dass ich so weit weg wohne und die beiden nicht öfter mal von der Arbeit abhalten kann...
Trotz akutem Zeitmangel und enormen Plapperbedarf haben wir doch noch kurz beim Portugiesen um die Ecke ein schnelles Pläuschchen mit Essen und Trinken serviert bekommen. Noch schnell ein Nata auf die Hand für den Rückweg nach Suburbia... schon ultra spät dran!
Während sich das große Kind im Zirkuskurs prächtig amüsiert wie jede Woche...
... genieße ich das Großstadt-Kontrast-Programm. Ja, auch das ist Hamburg. Hamburg ganz weit draußen. Ländliche Idylle am Rande von Suburbia. Weniger idyllisch waren zwar die knietiefen Matschpfützen auf dem Feldweg, aber Schnuffi fands knorke wie immer und zum Wälzen schön *urrgs*. Für mich war es eine halbe Stunde entspanntes Durchatmen an einem sonst hektischen Tag mit viel Hetzerei von A nach B. Schön.
Nach dem Zirkuskurs fahren wir ganz schnell zurück und erlösen Fräulein Schlau in der Kita aus dem Spätdienst.
Erlösen? Alles ist relativ. Warum kommen wir so früh, warum darf ich nicht weiterspielen, warum soll ich mich jetzt anziehen? Und Überhaupt. Noch eine kleine Geduldsprobe an diesem schon späten Nachmittag.
Zu Hause angekommen musste ich erst mal büßen, dass ich für 5 Minuten den Anrufbeantworter abgehört und zumindest einen kurzen Rückruf getätigt habe. Aber so what? Im Grunde meines Herzens bin ich ja stolz auf meine selbständigen Kinder. Meistens zumindest. Wo die Teller stehen sollte ich Fräulein Schlau allerdings bei Gelegenheit noch mal zeigen.
Tschühüüüß und danke für's Gucken!
Alle gesammelten 12 von 12 gibt es wie immer bei Frau Kännchen und ihrem fleißigen Sekretär! Danke!