27. Januar 2010

Ich bin überwältigt. Das Läuse ein aufregendes Thema sind – aufregend in jeder Hinsicht – war mir bewusst, aber es scheint ein echtes Massenthema zu sein. Herzlichen Dank für die vielen, vielen Meinungen.

Zunächst muss ich mal voraus schicken, dass wir mit dem Thema bislang wie durch ein Wunder verschont geblieben sind, obwohl viele Monate der 3,5 Jahre Kindergartenzeit mit meinen Kindern Läusealarm in den Kindergärten herrschte, in die meine Kinder bis heute gingen. Ich habe zwar immer gespannt den Horrorgeschichten gelauscht, die mir andere Mütter so berichtet haben, habe mich auch schon selber „eingelesen“ (danke, seemownay für deinen Lese-Tipp), aber musste selber noch nie handeln. Das war vermutlich auch einer der Gründe, die mich gestern den Gedanken an Apotheke und Läuseparty ziemlich schnell haben verwerfen lassen. Natürlich war für mich klar, dass ich das Kind mitnehmen würde. Aber der Gedanke daran, ihm bei uns zu Hause eine Mütze aufzusetzen (Tipp der Erzieherin), den Gang ins Kinderzimmer und auf's Sofa zu verweigern (à la heute gibt's nur Brettspiele am Tisch) schien mir zu grotesk. Das Kind eigenmächtig mit einem der zahlreichen Mittelchen aus der Apotheke zu entlausen, schien mir ein ziemlich gewagter Übergriff auf die elterliche Entscheidungsgewalt. Ich wusste auch, dass das Kind vor Weihnachten schon mal kleine Haustierchen hatte und die Mutter dabei sehr gewissenhaft, überlegt und sorgfältig gehandelt hat.

Kurzum habe ich alle Kinder ins Auto gepackt, bin noch mal kurz nach Hause gefahren um Schnuffi (dessen Geburtstagsparty leider ausfallen musste), was zu Essen und zu Trinken ins Auto zu packen und bin zum nahegelegenen Biohof gefahren. Dort habe ich mir so lange die Füße abgefroren (weiterhin auf diverse Anrufbeantworter und Mailboxen gesprochen) bis es Dunkel war und die Kinder nicht mehr Och nöö, noch nicht nach Hause gejammert haben. Alle hatten ihren Spaß, haben schön brav die Mützen auf dem Kopf gelassen und ich musste niemandem eine Rechnung präsentieren. Als wir nach Hause kamen, stand schon der Papa des Kindes vor unserer Tür. Ich würde sagen, ich bin mit einem blauen Auge davon gekommen.

Mittlerweile habe ich alle nötigen Handynummern für den nächsten Notfall. Letzten Endes sah es wohl so aus, dass bei dem Kind zwar Nissen aber keine lebenden Läuse gefunden wurden und die Nissen ca. 15mm weg vom Haaransatz an den Haaren klebten, so dass es gut möglich sein kann, dass diese noch vom letzten Befall her stammten. Da bei einem Kind in der Gruppe allerdings lebende Läuse gefunden wurden, hat man alle Verdachtsfälle einfach mal in einen Topf geworfen. Kann ja auch von Nutzen sein. Die Mutter hat allerdings auf eine weitere Behandlung verzichtet.

Ein Kind prophylaktisch gegen Läuse zu behandeln, davon wird ja eher abgeraten. Bei meinen Kindern habe ich keine Krabbeltierchen-Spuren gefunden und somit bleibe ich zum Glück auch diesmal ahnungslos, wenn es neuerdings am Eingang der Kita mal wieder heißt:

Zur Zeit haben wir folgende Infektionskrankheiten im Haus: LÄUSE!

Kommentare:

  1. Ähmmm, bei uns in der Kita wird eine großer Zettel angehängt und auf dem steht dann wir haben Kopfläuse in der Einrichtung. Bitte kontollieren Sie Ihre Kinder!

    Das kriegen die sonst nie wieder raus. Es muss alles gesäubert werden. Das ist halt ein Parasit.

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  2. Die perfekte Lösung! Ich hätte das Besuchskind auch nur dann selbst behandelt, wenn ich mir absolut sicher hätte sein können, daß die Mutter das richtig findet.

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Susanne