24. November 2008

Von Eulen und Nähmaschinen

Neben bejubelten 5 mm Schnee am Samstag und einem traumhaften Fast-Winterspaziergang bin ich an diesem Wochenende der Nähmaschine einfach mal fern geblieben. Naja, ein bisschen mit den Händen gearbeitet habe ich trotzdem. Nämlich neue Teile für neue Applikationen ausgeschnitten.

Ich sehe es kommen. Beim Holy Shit Shopping werden potentielle Kunden sich durch viel zu viele verschiedene Motive auf Shirts und Taschen wühlen, sich nicht entscheiden können und dann verwirrt und unentschhlossen weiter ziehen. Oder sie wollen dann genau die Größe, die schon weg ist. Nein, eigentlich bin ich nicht pessimistisch, aber ich habe schon viel zu lange für den Einzelhandel gearbeitet um eigentlich genau wissen zu müssen, wie wichtig es ist, dass das Sortiment stimmig ist. Und das kann man von meinem Hachichhabjasovieleideen-Sortiment nicht gerade behaupten. Wir werden sehen.

Und während Tag für Tag all diese Hasi&Mausi-T-Shirts an der Nähmaschine durch meine Hände gleiten, habe ich mich schon lange gefragt, ob ich mit meiner Nähmaschine nicht auch mal ein T-Shirt nähen kann. Nein, ich besitze leider keine Overlockmaschine. Meine bescheidene aber durch und durch zuverlässige und tapfere kleine P.faff kann nicht mal einen einzigen Zierstich und ist auch schon ca. 15 Jahre alt. Manchmal rattert sie wie ein Traktor, aber wenn man ihr ein paar Tröpfchen Öl spendiert, schnurrt sie wieder wie ein Kätzchen. Sie kann vorwärts und rückwärts nähen, gerade und zickzack und wenn man ihr das richtige Füßchen unterklemmt, näht sie ganz tolle Knopflöcher.

Dann habe ich aber kürzlich diesen wundervollen Kapuzenpulli auf Dawanda erstanden und gesehen, dass die Retrokinder ihren Kaffee auch nur mit Wasser kochen äh... den Pulli mit Geradstich genäht haben und nur die Nähte mit einer Overlocknaht versehen haben.

Und weil ich nach sechs Eulenshirts schon wieder keine Lust mehr auf  mehr auf Nachttiere hatte, hab ich das mal ausprobiert. Und? Es geht! Ganz wunderbar sogar. Man muss nur den Stoff wie auf einer Wolke durch die Nadel gleiten lassen und darf kein bisschen ziehen und schieben. Denn so ein Jersey verzeiht keine falsche Bewegung! Zugegeben, das Bündchen am Hals hätte einen Tick enger sein dürfen, dann würde es an den Schultern nicht so hochstehen. Aber es ist ja der Prototyp.

Nun aber zurück zu den Nachttieren...

Kommentare:

  1. wunderbar!!!
    ich freu mich schon aufs holy shopping und noch mehr würde ich mich über ein kleines pläuschen ( wenn es der kundenandrang, von dem ich überzeugt bin!!!), zulässt.

    lg tanja

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  2. Und ich möchte noch mal auf die gehäkelten Pralinen zurückkommen, die Du am 15.11. eingestellt hast... gibt es da auch eine Möglichkeit, die zu erwerben? *hätt ich nämlich zu gern...*

    Viele Grüße und produktives Arbeiten,
    Juliane

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  3. @ Tanja: Ich halte schon mal ein paar Kekse bereit ;-)!

    @ Juli: Bitte 1000mal um entschuldigung, dass ich mich noch nicht bei dir gemeldet hab! Schick mir doch mal ein Mail an hamburgerliebe@web.de – ich kann auf in deinem Profil leider keinen Email-Kontakt finden.

    Liebe Grüße an euch beide!

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  4. Habe heute ein T-Shirt von Dir bei uns in der Frankenkids-Zeitschrift entdeckt.
    Dachte mir so das kommt mir aber bekannt vor und kaum weiter gelesen steht auch schon etwas von Hamburgerliebe ;) - jetzt muss die Nähmaschine wahrscheinlich noch mehr rattern.. :))

    Liebe Grüße
    Claudia

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