23. April 2014

Hallo Frühling – auf nach Nordfriesland, Narzissen zählen!


Ist es nicht wunderbar da draußen? Alles Grau und Braun der vergangenen Wintermonate ist in sattes Grün getunkt. Und der Farbe nicht genug, hat einer den großen dicken Pinsel in Bunt getaucht und einmal über dem ganzen Grün ausgeschüttelt. Tulpen, Narzissen und Löwenzahn blühen um die Wette, Schlüsselblumen und Veilchen räkeln sich, um den besten Platz an der Sonne zu ergattern.

Letztes Jahr um diese Zeit hat der Frühling gestöhnt, denn er konnte den Winter kaum besiegen. Schnee bis in den April – erinnert ihr euch? Und besonders gut erinnere ich mich daran, dass wir im April zum ersten Mal nach Nordfriesland zum Narzissenfest auf den Hof Hilligenbohl fahren wollten und der Winter einfach nicht loslassen wollte. Wir haben quasi mitgefiebert, ob die Narzissen unter den schützdenden Planen noch noch ihre Gesichter zeigen würden, wenn die Familie Kirchner die Pforten zu ihrem wundervollen Anwesen öffnen würde.

Und tatsächlich: am Tag des Narzissenfestes strahlen die Blüten mit der Sonne und dem knackeblauen Himmel um die Wette und die Bienen summten um den frischen Apfelkuchen.


Einige von euch kennen vielleicht meine reizende Hamburger Bloggerkollegin Clara alias Claretti, die auf Tastesheriff bloggt. Eigentlich ist sie ein echtes Inselkind, denn sie ist auf Sylt aufgewachsen. Ihre Eltern haben irgendwann in den 70ern ein altes Anwesen auf dem Festland erworben, um dort ihre Tischlerei in einem alten Resthof einzurichten, der zuletzt als Gaststätte diente. Ein fröhlicher Tischlergeselle fackelte das ganze leider ab, als er alle Ofenrohre anheizte und dann in die Mittagspause verschwand.

So lapidar-tragisch das klingt – danach entstieg Phönix aus der Asche! So wie Menschen haben wohl auch Bauwerke ein vorbestimmtes Schicksal und das selbige meinte es mit dem Hof Hilligenbohl meiner Meinung nach besonders gut.


Claras Eltern bauten den Hof wieder auf. Sie steckte alle verfügbare Liebe zum Detail in die alte Bausubstanz, die man als passionierter Bauherr nur aufbringen kann. Der Hof wurde überwiegend mit alten Baumaterialien wieder errichtet – schöner als je zuvor. Wer schon mal von Hamburg aus auf dem Weg nach Niebüll zum Autozug war, der ist sicherlich schonmal an Persch vorbeigefahren, einem Händler für historisches Baumaterial – Fliesen, Klinker, Holzdielen und so weiter.

Fliese für Fliese wurde ersetzt, alt mit neu gemischt, aber alles mit viel Gespür für Stil und Authentizität. Was nicht passte, wurde passend gemacht. So passte man einfach die Raumhöhe des Erdgeschosses an die wunderschöne Empire-Tür an, die unbedingt im Haus ihren Platz finden sollte.

Mittlerweile wohnte die ganze Familie auf dem Festland, der „Neubau” wurde um zwei hübsche Ferienwohnungen ergänzt und nach meinem Besuch auf Hof Hilligebohl sehe ich Claras Lieblings-Hashtag #grossgewordenimmuseum, wenn sie auf „Heimaturlaub” ist, mit ganz anderen Augen.

Clara mit ihrer Mama Ute Kirchner, die den Hof und die Ferienwohnungen bewirtschaftet.


Nachdem immer wieder Menschen den Hof besichtigen wollten, entschloss sich die Familie, das Anwesen einmal im Jahr für alle Menschen zu öffnen. Ein feiner Zug, wie ich finde. Denn jedes Jahr im April blühen dort im weitläufigen Garten über 100 verschiedene Narzissensorten und mehr als 100.000 Blütenköpfe wiegen sich im Wind. Ein Glück, dass die Familie Kirchner mit Claras Schwester Dunja eine kompetente Blumenfachfrau an der Seite hat, denn sie ist Garten- und Landschaftsplanerin und für das bunte Draußen auf dem Hof verantwortlich.


Beim Narzissenfest tummeln sich dann ca. 2.000 neugierige Menschen in der Sonne, essen leckeren selbstgebackenen Kuchen, trinken Kaffee, lauschen der Musik oder decken sich an einem der Kunsthandwerker-Stände mit neuen Schätzchen für die Daheimgebliebenen ein. An einem Stand entdeckte ich sogar genähte Werke mit Hamburger-Liebe-Stoffen


Unser Kleinvolk hatte sich gleich in das Spiel- und Bastelzelt verkrochen und kam erst gefühlte Sunden später mit selbstgebastelten Hüten, Kordeln, Papierblumen und Kunstwerken auf großen Pappen wieder zum Vorschein. Während Mama und Papa mit (damals noch) Klein-Polly auf der Wiese saßen, abwechselnd Ofenkartoffel mit Lachs oder Bienenstich in sich hineinstopften und dem Quaken der Frösche lauschten. Die haben nämlich fast mit der kleinen Kapelle konkurriert, die für eine ausgelassene Stimmung sorgte.

Der Hof bietet so viele herrliche Ecken, Nischen, Terrassen und lauschige Sitzplätze, dass mir die vielen Menschen gar nicht so zahlreich vorkamen.



Das Schönste an dem sonnigen Nachmittag auf dem nordfriesischem Plattland war, dass man dieses Familien-Dings gespürt hat. Überall war die Familie Kirchner am wuseln, am Gäste bedienen, am lachen und am gute Laune verbreiten. Sogar Claras Nichte und Neffe haben sich fleißig ihr Taschengeld aufgebessert und waren bessere Servicekräfte, als man sie in manch schickem Café in Hamburg anzutreffen hofft.

Links der Hof Hilligenbohl von seiner schönen Gartenseite, rechts Clara mit ihrem fleißigen Neffen Lute.
Ein Jammer, dass wir in diesem Jahr nicht nach Nordfriesland reisen können. Wir haben schon was anderes vor.

Wer von euch aber Lust hat, in ein weiß-gelbes Blütenmeer an türkisgrünen Fensterläden und friesisch-roten Klingermauern zu tauchen, der sollte schnell die Pferde satteln! Die Wetterprognosen für das kommende Wochenende sehen gut aus, die Temperaturen werden lauschig, die Narzissen blühen um die Wette. Das habe ich mir heute nochmal aus sicherer Quelle sagen lassen.

Der Hof Hilligenbohl liegt zwischen Niebüll und Dagebüll, die Nordsee ist quasi nur noch einen Steinwurf entfernt. Alle Infos zum Narzissenfest (in diesem Jahr vom 25. bis 27. April) findet ihr hier. Ich werde die Blütenpracht natürlich auf Instagram verfolgen und hoffe, dass ich euch dann im nächsten Jahr dort treffen werde. Dann ist es zwar kein Geheimtipp mehr, daran bin ich jetzt aber selbst schuld. Fröhliches Frühlingsfeiern!

12. April 2014

12 von 12 im April

Heute war ein guter 12., denn wir konnte endlich mal wieder ausschlafen. Keine Termine, keine Geburtstagsfeier, keine Verpflichtungen. Herrlich!

Der kleine Glücksritter nächtigte bei einem Freund, das kleine Fräulein hat sich ganz brav und still beschäftigt, bis Mama, Papa und Polly endlich aus der Koje gekrochen kamen. Deshalb gab es bei uns heute eher Spät- als Frühstück, dafür aber um so üppiger. Wer nicht satt wird, ist selber schuld.

Bei mir fängt die Tulpenzeit nicht wie bei vielen anderen kurz nach Weihnachten an. Es kann sogar vorkommen, dass ich die ersten Tulpen erst im März kaufe. Dann, wenn für mich der Frühling nicht mehr weit ist und ich davon ausgehen kann, dass die Tulpen nicht mehr ausschließlich aus dem Treibhaus kommen. So richtig satt kaufen an Tulpen tu' ich mich eigentlich erst, wenn es Freilandtulpen – am besten noch aus der Region – gibt. Ich liebe die! Man kann ihnen zwar fast beim Wachsen zusehen, aber ich finde es wundervoll, wenn sie sich mit geballter Blütenpower aus der Vase räkeln.

Mittags – nachdem alle wieder zuhause versammelt waren, sind wir zum Ponyhof aufgebrochen, wo das große Kind heute auch mal mitreiten wollte. Das Wetter war so wunderbar, dass die kleine Truppe nach der Reitstunde spontan noch einen kleinen Ausflug um die Koppeln gemacht hat. Bei dem frischen Grün hält es keinen lange auf seinem Platz.

Polly wäre zu gern zwischen den Beinen der Ponys herumgelitzt. Sie hat im Moment eh Hummeln im Hintern und ist kaum zu bremsen. Aber zwischen Pferdebeinen flitzen geht ja mal so gaaaar nicht. War heute also mal nix mit Leine los.


Mittlerweile ist das eine ganz große Ponyliebe bei meinem kleinen Fräulein.


Auf dem Nachhauseweg hielten wir kurz bei einem alten Gutshof, wo mein Liebster neulich eine kleine Oldtimersammlung in den ehemaligen Schweineställen entdeckt hat. Dort reihen sich wunderbare Schätzchen Seite an Seite und wir durften mal ein bisschen durch die heilige Hallen wandeln.

Ich bin zwar kein ausgesprochener Autofan, aber die sanften Kurven, satten Farben und blitzenden Chromteile vergangener Design-Ikonen faszinieren mich immer wieder auf's neue.




Polly hingegen war froh, als wir endlich mal zuhause stoppten und sie eine Runde auf dem Sofa kuscheln durfte.


Unser Garten ist groß, wild und wenig kultiviert. Man kann eben nicht alles haben. Aber wir lieben ihn. Er bietet viele lauschige Plätzchen und das frische Frühlingsgrün, die neue, satte Rasenfarbe, der blühende Magnolienbaum und die kleinen und großen Blumen machen schon so Lust auf laue Sommerabende. Ich kann es kaum erwarten.



Mit den Kindern sause ich noch schnell ins Einkaufszentrum, während der Liebste so ein typisches Samstags-Männer-Dings erledigt: autowaschen. Wir brauchen nur Kaugummi, Star-Wars-Sammelkarten und Häkelnadeln. Und ganz dringend ein Eis. Schließlich scheint draußen die Sonne.

Später treffen wir uns noch mit Freunden zum Fußball gucken im Burger-Laden. Das hroße Kind ist untröstlich, weil sein favorisierter Meister-Verein sage und schreibe 0:3 verloren hat. Auweia! Hoffentlich gibt das morgen nicht ganz schlechte Laune.


Ich für meinen Teil verziehe mich mal lieber ganz schnell ins Bett, denn die letzten sehr anstrengenden Wochen stecken mir ganz tief in den Knochen. Oder ist das die Frühjahrsmüdigkeit?

Mehr 12 von 12 gibt es wie immer bei Frau Draußen nur Kännchen. Dankeschön für's Gucken!

9. April 2014

Krass! (Und herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!)

Krass. Sagte ich schon auf Facebook. Seid ihr des Wahnsinns lach??



Jetzt muss ich mal eine Lanze brechen für die besten Fans ever!

Facebook hat vor kurzem mal wieder die Regeln geändert. Sie wollen nämlich, dass man künfitg dafür bezahlen muss, wenn man Reichweite erlangen will. Das heißt, dass meine Postings auf Facebook in Zukunft nur noch alle die erreichen, die meine Seite dort mal geliked haben, wenn ich dafür regelmäßig Geld in die Hand nehme und dafür bezahle. Das liegt schlichtweg daran, das Facebook in Content „ertrinkt“. Mittlerweile sind sehr viele Menschen dort online und viele Menschen erzeugen viele Inhalte. Texte, Bilder, Links, wasauchimmer. Und Facebook fängt an, relevante Inhalte von weniger relevanten zu trennen und meint zu wissen, was gerade im Moment interessant für euch ist und was nicht.

Jetzt denkt ihr vielleicht – hey! – die Firma Hamburger Liebe kann Gewinnspiele veranstalten, die über 2.000 Kommentare bekommen, die haben bestimmt genug Geld und können das. Fehlanzeige! Die Firma Hamburger Liebe besteht noch immer aus mir, my self and I. Und Polly. Aber die ist nur für Imagewerbung zuständig und verdient sozusagen kein Geld. Bezahlen muss ich sie dafür trotzdem, aber sie gibt sich mit regelmäßigen Waldspaziergängen, ein bisschen Kopfarbeit und Leckerlis in vielen Geschmacksrichtungen zufrieden. Meine Arbeitszeit lässt sich leider (oder zum Glück) auch nicht noch weiter expandieren, denn – wie schon an anderer Stelle erwähnt – hat auch mein Tag nur 24h. Und mein täglicher 7h Slot gehört nicht nur mir und meinen schönen Stöffchen, meiner Nähmaschine und meinem Computer, sondern auch noch unserem Haushalt, der Waschmaschine, dem Hundchen, den Familieneinkäufen und sonstigen Terminen, ohne die hier bei Familie Hahaell nichts läuft. Schade Mr. Zuckerberg, bezahlte Werbung ist keine Option.

Es geht aber auch anders und das habt ihr gestern und heute bewiesen!

Facebook weiß angeblich, was für euch relevanter Content ist und was nicht. Relevant ist, was ihr innerhalb kurzer Zeit mit Likes und Kommentaren quittiert habt. Wenn ihr also meine Posts weiterhin liked und kommentiert, werden sie euch weiterhin angezeigt. Wenn nicht, denkt Facebook ihr interessiert euch nicht mehr für schöne Stoffe und ihr werdet meine Beiträge nicht mehr in eurer Timeline finden. Es liegt also an euch und eurem Nutzerverhalten zu bestimmen, was euch angezeigt wird und was nicht. Das klingt ziemlich anstrengend und ich finde, das ist es auch. Aber ich habe in den letzten zwei Wochen selbst versucht, meine Timeline dadurch zu gestalten, indem ich aktiver auf meinen Lieblingsseiten agiert habe. Likes sind schnell geklickt und über einen Kommentar freut sich jeder Seitenbetreiber.

Auf allfacebook.de habe ich gelesen, dass man in Zukunft als Seitenbetreiber damit leben muss (wenn man nicht bezahlen will), dass sich die organische Reichweite im einstelligen Bereich bewegen wird. Das bedeutet bei meinen gut 15.000 Fans, dass einzele Beiträge von 150 bis maximal 1.500 Personen gesehen werden. Durch euer fleißiges Teilen, Liken und Kommentieren habt ihr es geschafft, dass mein Gewinnspielposting gestern von sage und schreibe fast 60.000 (!!) Menschen gesehen wurde! Und mein kleiner Reminder von heute wurde deshalb ebenfalls von ca. 10.000 Menschen gesehen.

Ich hoffe, ihr versteht das nicht als Aktionsgebettel. Ich wollte euch nur mal vor Augen führen, wie das so funktioniert mit den Beiträgen in eurer Timeline. Solange bis sich wieder alles ändert.

So, nun habe ich euch genug mit theoretischem Geplapper über Social-Media-Gepflogenheiten vollgeblubbert, kommen wir doch mal zur Sache...

Ihr seid total crazy grins! So viele Kommentare gab's noch niemals nie! Es hat mich einige Zeit gekostet, bis ich über 2.000 Kommentare geöffnet hatte – sorry, ich konnte sie nicht alle lesen. Dabei hätte ich das echt gern. Leider gibt es nur drei Fly-Stoffpakete, aber weil wirklich SOO viele teilgenommen haben, habe ich beschlossen, noch drei kleine Überraschungspäckchen zu verlosen.

Hier nun die glücklichen Gewinner – je 3 Meter Fly-Baumwollpopeline geht an:

Nr. 2270, Peggy – sie schreibt:
Erst mal: YEAH!!! Dann so kurz vor knapp noch einen Kommentar: Ich würde aus den Flystoffen gerne einen "Dreierlei-Rock" nähen und ein Oberteil für mich... und vielleicht sogar eine Geldtasche (das wäre dann meine erste selbstgenähte) ... Ach und wahrscheinlich würde sich aus dem Anblick und dem "Anfühlen" der Stoffe noch weitere beflügelnde Projekte ergeben.

Ganz liebe Grüße aus Mittelfranken und weiterhin viel Erfolg!


Nr. 248, Andrea – sie schreibt:
Deine herrlichen Stoffe sind schon längst verplant für die Sommergarderobe des kleinen deutsch-amerikanischen Lockenmädchens. D.h. gleich, wenn sie den Nähmaschinenbereich verlassen haben, wanderen die Werke aus den feinen Stöffchen und - Fly away! - werden sie in die USA verschickt. Ha!
Liebe Grüße Andrea


Nr. 349, Liann – sie schreibt:
Ach du liebe Zeit, sooo viele Begeisterte schon hier gewesen :)
Na dann erstmal allerherzlichsten Glückwunsch zu so viel Erfolg mit deinen Stoffen, ist echt bewundernswert! Sie sind aber auch schön... aber wem sag ich das, ne!
Also ich würde ein Kleidchen nach eigenem Schnitt für die kleine Madame nähen und vielleicht ENDLICH mal neue Sitzpolster für die Stokke-Stühle, da würde es mir sehr gut gefallen. Und vielleicht mach ich auch noch deinen Indianerkopfschmuck nach, den fand ich schon super.
So, jetzt *hüpf* ins Lostöpfchen!
Love
Liann

... und hier noch die Gewinner eines Hamburger-Liebe-Überraschungspäckchens:

Nr. 2055, Danuta – sie schreibt:
das wäre ein toller gewinn. ich habe noch nieeee etwas gewonnen und ich könnte mal was für MICH ganz alleine näheen. das wäre ein traum.*daumendrück*

ich würde mich freuen
grüße aus leverkusen

Nr. 346, Kristina – sie schreibt:
Ich würde die tollen Stoffe direkt meiner Freundin schenken, die daraus tollste Klamotten für ihre Mädels näht und mir als bekennende Reste-Patchworktante dann wieder eine Tüte mit herrlichsten Schnipseln überlässt!
Viele Grüße
Kristina

Nr. 2042, Antje – sie schreibt:
Hallöchen meine Liebe, ich bin immer schwer verliebt in die tollen Sachen und Designs. Da ich nun meine zweite Prinzessin in ein paar Tagen erwarte würde ich eine Wickeltasche nähen und ein Sommeroverall für meine Groß. Viel Spaß beim lesen der tollen Ideen meiner Mitstreiter. LG Antje

Herzlichen Glückwunsch, ihr Lieben! Bitte schickt mir so schnell wie möglich eure Adresse, damit sich die Stoffe und die Überraschungspäckchen so schnell wie möglich zu euch auf den Weg machen können!

Und euch anderen: das war Wahnsinn – danke! Und ich habe auch schon Ideen für neue Verlosungen. Lasst euch überraschen!

8. April 2014

Endlich, endlich – das Warten hat ein Ende – Fly kommt geflogen!


Ja, ich weiß. Der April kann ganz schön weit weg sein. Und obwohl ich mich hier schon wieder mit Herbststoffen um geben (auch schön...!), kam es selbst mir teilweise unendlich lange vor. Aber hey! Schon mal einen Frühling ohne April erlebt? Genau. Deshalb muss ich euch jetzt mal ganz doll loben für eure große Geduld. Ich weiß ja, dass es hart ist, euch solche Designs vor die Nase zu halten und dann zu sagen – öhm sorry, dauert jetzt leider noch ein paar Monate. Aber Vorfreude ist doch die schönste Freude!

Ich könnte euch jetzt noch die Geschichte von dem Containerschiff mit der Rohware an Bord erzählen, dass statt wie geplant Antwerpen anzulaufen noch eine kleine Europa-Tournee eingeschoben hat. Oder von dem LKW, der in den Pyrenäen in einem irrsinnigen Stau steckte. Aber erstens hab ich mit diesem ganzen Produktionsgedöhns ziemlich wenig am Hut (das machen Menschen, die sich damit auskennen) und zweitens stecken in einer solchen Produktionskette immer mal ein paar Haken und Fußfesseln. Es ist eben ein Geschäft mit Menschen.

Eigentlich wollte ich euch nämlich viel lieber erzählen, dass die Fly-Stoffe (falls sich noch ein paar Haken und Fußfesseln auftun) nächste Woche ausgeliefert werden und sie euch dann endlich bei eurem Händler in die Arme fliegen können. Selbst die Ottobre hat sich so über die Fly Stoffe gefreut, dass sie sie glatt bei der nächste Ausgabe auf den Titel plaziert haben. Ist das nicht toll?

Und dann die 15.000 Facebook-Fans – wahansinn! Und weil ich mich so freue, hab ich noch ein kleines Last-Minute-Geschenk für die ganz Ungeduldigen und als Dank für eure Treue, eure Kommentare, euer sagenhaftes Feedback!

Hinterlasst bis morgen, den 9. April 2014, 18 Uhr, einen Kommentar unter diesem Post mit eurer E-Mail-Adresse und erzählt mir, was ihr aus den Fly-Stoffen nähen wollt. Dann habt ihr die Chance

3 Stoffpakete mit jeweils 3 Metern Fly-Baumwoll-Popeline, ein bisschen Band und Gedöhns

zu gewinnen. In jedem Päckchen stecken fünf(!) verschiedene Designs, farblich aufeinander abgestimmt und von mir ausgesucht.

Der Rechtsweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen, die Gewinne können nicht getauscht oder bar ausbezahlt werden. Die Versandkosten übernehme ich.

Na, wär das was? Also los, haut in die Tasten. Ich will wissen, was ihr näht! Sagt es schnell weiter, teilt es auf Facebook und twittert, bis sich die Nachtigall Ohrenstöpsel reinsteckt!

Und jetzt alle so: YEAHHH!

Tutorial Tuesday: Mini-Boshi für Eierköppe


Ihr Lieben, es östert – ob ihr nun wollt oder nicht. Die Osterhasen glotzen einen schon aus den Supermarktregalen an, kaum dass die übriggebliebenen Nikoläuse das Feld geräumt und ihre Rückreise in den Schokoschmelztopf in der Schokoladenfabrik angetreten haben. Um dort ihre alljährliche Transformation von Bartträger in Langohr geduldig zu ertragen. Alles nur ein Märchen, aber was wäre die Welt ohne Märchen.

Und nachdem ich beschlossen habe, dass ich meinem Häkelarm (ja leider, er ist noch immer böse mit mir) keine Pause mehr gönne und er mich nächstes Jahr an Ostern wieder besuchen kommen soll, wenn er unbedingt meint, habe ich die Häkelnadeln rausgekramt und euch Hasenohren gemacht. Höhö!

Und weil das so ruckzuck geht und fernsehen sowieso langweilig ist, verrate ich euch flux, wie das geht.

Ihr braucht ein dünneres Garn, Baumwolle oder Polyester-Mischmasch, zu häkeln ungefähr mit einer Nadel in Stärke 3,5. Für das neonpinke und neongelbe Hasenmützchen habe ich Schachenmayr Bravo in Neonverwendet.

Da ich noch nie eine Häkelanleitung geschrieben habe, geschweige denn geschriebene Anleitungen lesen oder verstehen kann, versuche ich es auf meine Weise.

Zunächst macht ihr einen magischen Ring, sichert ihn mit einer Luftmasche und häkelt 8 halbe Stäbchen rein.

Dann zieht ihr den Ring zusammen und sichert ihn mit einer Luftmasche.


Da man Mini-Beanies für Eierköppe genauso häkelt, wie Boshi-Mützen (hier schonmal beschrieben), kann ich euch auch diesmal wieder dieses Video wärmstens empfehlen. Hier wird der magische Ring, die halben Stäbchen und der Rundenübergang prima beschrieben.

Häkelt nun noch eine Luftmasche und beginnt wieder mit halben Stäbchen. Verdoppelt nun die Anzahl der Maschen, indem ihr in jede Masche zwei halbe Stäbchen einhäkelt. In der nächsten Runde macht ihr das in jede zweite Masche, in der übernächsten Runde in jede dritte Masche.



Nach der dritten oder vierten Runde mit Zunehmen müsste euer Kreis eigentlich schon groß genug sein um knapp den Durchmesser von einem Ei mittlerer Größe zu haben. Gut so.

Nun häkelt ihr einfach ohne weiteres Zunehmen weiter, bis euer Mützchen lang genug ist. Das war's dann auch erstmal schon.

Nun kommen die Ohren. Hier für macht ihr eine Schlaufe und häkelt 10 Luftmaschen am Stück.

Dann häkelt ihr in die vorletzte Masche (also jetzt wieder rückwärts) ein halbes Stäbchen und weitere 3 Stäbchen in die folgenden Luftmaschen.

Den 4 halben Stäbchen folgen 4 ganze Stäbchen und nun solltet ihr eigentlich wieder am Ende eures Häkelschnürchens angelangt sein. In die letzte Masche häkelt ihr 6 ganze Stäbchen und häkelt nun an der unteren Seite genauso wieder zurück, wie auf der Oberseite.

Also erst 4 ganze Stäbchen, dann 4 halbe Stäbchen. Wenn ihr hier auf hört, habt ihr einen Einohr... na, ihr wisst schon. Also lieber noch ein zweites Ohr häkeln.

Nun werden alle Fäden vernäht, die Ohren an das Mützchen genäht und wer mag, kann auch noch Knopfaugen aufnähen.

Fertig ist die knallige Bunny-Versammlung. Frohe Ostern schonmal!

7. April 2014

Ein Traum in Schoko: Mister „ich bin neu hier“, mit Nachnamen Hüftgold delüx.


Mein all time favourite unter den Schokokuchen war bislang immer der ultimative Quadruple-Chocolate-Hüftgold-Cake von Cynthia. Der aus dem roten Backbuch. Den gab es zu jedem Geburtstag. Als Gugl, als Herz, aus der Springforn, als Kastenkuchen. Name it, he was it. Mit Frosting oder ohne. Meistens aber mit.

Lecker aber... uffz. Pflegte die Familie zu sagen. Und die Kinder irgendwann: Mama, bäckst du uns einen Kuchen? Aber nicht den Schokokuchen, ok? Schwierige Sache. Ich liebe nämlich Schokokuchen. Und Schokokuchenbacken. Also musste ein neuer her. Einer, bei dem man nicht nach drei Bissen Uffz! sagen muss und bis zur übernächsten Mahlzeit satt ist. Zum Glück ist ja in unserer Zeit ein Backbuch mit unendlichunzähligenhunderdrölfzigmillionen Seiten verfügbar: das Internet. Man hat es überall und immer in der Tasche und es hat auf nahezu jede Frage eine Antwort. So auch auf die: wo finde ich unseren neuen Lieblings-Schokokuchen?

Er war nur wenige Klicks weit weg, nämlich auf chefkoch.de. Ich habe ihn erst vor ca. drei Wochen gefunden – oder er uns, wie man es nimmt. Mittlerweile hat er sich uns angepasst und die Zutaten ein bisschen hierhin und ein bisschen dahin verändert. Aber er ist der neue: der ultimative future-darling-be-in-chocolate-heaven-Traumschokokuchen. Findet auch die Familie, die Freunde, die Schulkameraden, die Hortkinder. Und geht als Herz, als Gugl, Minigugl, Kasten und alles, was wir bis jetzt noch nicht ausprobiert haben. Mit Schokoguß oder ohne. Mit Streuseln oder ohne. Mit draufgepappten Smarties, Puderzucker, Schokostreuseln. Oder ohne. Aber immer luftiglocker und sitzt auch nur minimal auf den Hüften. Hüftgold delüx sozusagen.

Aber probiert ihn doch einfach selbst!

Das geht so:

Backofen auf 180°C vorheizen.

270 g Zucker
250 g Butter
100 ml Wasser
3 gehäufte Esslöffel Kakao

in einem Topf grob vermengen und unter ständigem Rühren kurz aufkochen. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.

250 g Mehl
fast ein ganzes Pckch. Backpulver
1 Pckch. Vanillezucker

in einer Schüssel vermischen.

4 Eier

aufschlagen, vermischen.

Die Schokomasse zu der Mehlmischung geben, kurz vermischen. Dann die Eier hinzufügen. Alles solange gut verrühren, bis der Teig Blasen wirft. Wer mag, kann auch noch ein Päckchen Schokostreusel oder Tropfen oder gehackte Schokolade unterrühren.

Danach in eine Kuchenform füllen und auf der mittleren Schiene backen. Je nachdem wie groß, tief, flach oder klein eure Form ist, bäckt der Kuchen länger oder kürzer. Ein großer Gugl würde etwa 40 Minuten backen, Minigugls ca. 12 Minuten. Nachdem aber jeder Ofen anders bäckt, unbedingt die Stäbchenprobe machen.

Und dann... ab in den Schokohimmel!


2. April 2014

Mittwochslektüre: Bastelspaß für die Kleinen

Basteln eure Kinder auch so gern? Unsere schon. Aber der Apfel fällt vermutlich nicht weit vom Stamm. Ich erinnere mich, dass meine Schwester und ich als Kinder auch alles verbastelt haben, was irgendwie verfügbar war. Später gingen wir beide in die Werk-AG und überschwemmten unser Zuhause mit Unmengen an selbstgetöpferten, selbstgeschreinerten oder selbstgespecksteinten Stehrumchen. Abstauben durfte die natürlich Mutti. Auweia – ich fürchte, da blüht uns noch was.

Zuhause dürfen natürlich keine Klorolle, Pappreste oder sogar Stoffabschnitte in den Müll wandern, denn man könnte ja noch was draus basteln. Meine Kinder wünschen sich zum Geburtstag besondere Stiffte statt Spielzeug. Oder zumindest auch.
Da verwunderte es mich nicht, als mein Liebster vor ein paar Wochen mal mit einem neuen Buch nachhause kam, das sich die Kinder aussuchen durften. Die fabelhafte Welt der Knetemit einer extra großen Packung Knete. Und kaum zuhause kneteten sie schon drauf los.

Das Buch ist klasse! Es ist mit zahlreichen Tierchen befüllt und jedes Tier ist Schritt für Schritt erklärt, so dass die Kinder das komplett in Eigenregie hinbekommen. Hier eine Kugel, da drei Würstchen und fertig ist der Osterhase. Und weil's so viel Spaß macht, wird gleich noch ein Rübenacker dazu geknetet.

Osterhase geknetet von Fräulein Schlau

1. April 2014

Mein März, wo bist du hin verschwunden?


Kaum hat einer das neue Jahr angeknipst, ist ein Viertel davon schon an einem vorbei gerauscht. So als würde man zu nah am ICE-Gleis stehen. Man spürt einen scharfen Wind im Gesicht, aber die Wagons ziehen einfach zu schnell an einem vorbei, als das man die Menschen darin erkennen kann. Zum Glück hält der Zug, wenn auch nur kurz. So bald es piept: Bitte zurücktreten, der April fährt in wenigen Minuten ein!

So ging es mir in diesen ersten drei Monaten – der März ist besonders rasant an mir vorbei gerast. Und bevor der April so richtig durchstartet und ich den Anschlusszug verpasse, will ich nochmal kurz revue passieren lassen, was da alles so war in diesem März. Da war so viel!

Zum Glück halte ich in meinen vielen Bildern all diese Momente fest, Instagram hilft mir dabei wie ein Notitzbuch, in dem ich diese schnellen Momente festhalten kann, um sie dann später nochmal in Ruhe erleben zu können. Mein Bildergedächtnis sozusagen.